Ostbayernschau 12. bis 20. August Ostbayernschau 9. bis 17. August Eine Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer August 2025 Gäubodenvolksfest 2025 8. bis 18. August
2 8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August Mit Pauken und Trompeten Das Blasmusikkonzert aller Festzeltkapellen feiert heuer 20-Jähriges Von Monika Schneider-Stranninger Alois Rainer ist auf den Kaiserjägermarsch abonniert. Heuer erstmalig als Bundeslandwirtschaftsminister. MdL Josef Zellmeier hat ein Faible für „Deutsche Treue“ und Bürgermeister Werner Schäfer für den Mussinanmarsch. Die Insider ahnen, wovon die Rede ist. Vom Blasmusikkonzert aller Festzeltkapellen des Gäubodenvolksfestes, das alljährlich am ersten Volksfestsonntag Tausende Zuhörer wie Zuschauer magisch anzieht. Jahr für Jahr noch mehr. 2025 kann das klangvolle Spektakel 20-jähriges Bestehen feiern als von den Festbesuchern dankbar in Empfang genommenes Geschenk der sieben Festwirte. Denn so war es vor 20 Jahren gemeint. ♦ Der Urheber: Bauer Heinerl Urheber des gigantischen Klangkörpers von rund 100 Blasmusikern aus sieben Kapellen ist der Bauer Heinerl, einst Festwirt im Gockerlwirt-Zelt, auf dessen angestammtem Platz seit vielen Jahren das Festzelt Lechner steht. Der Bauer Heinerl war Festwirtesprecher, als ihm 2003 nach dem Vorbild des Oktoberfestes die Idee in den Sinn gekommen ist. Aufgenommen und umgesetzt hat sie dann sein unmittelbarer Nachfolger als Festwirtesprecher, Anton Wenisch, der dem Publikum mit aller Berechtigung „eindrucksvolles musikalisches Volumen“ versprochen hat. Seine Festwirtekollegen hat Wenisch im Nu für die Idee gewonnen. Unisono wurde das Konzert als klingender Beweis gewertet, dass bei allem Trubel um Showbands die Blasmusiktradition ganz bewusst und voll Überzeugung gepflegt wird. Und als Gag ließen sich die Festwirte zur Mega-Blaskapelle noch prominente Dirigenten einfallen. Das Repertoire ist alljährlich (nahezu) dasselbe, die Dirigenten wechseln dann und wann je nach Wahlergebnis. Heuer sind die Musiker unter Leitung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer mit dem Kaiserjägermarsch zu hören, unter dem Dirigat von MdL Josef Zellmeier mit der „Deutschen Treue“, bei Landrat Josef Laumer mit dem Erzherzog-AlbrechtMarsch, bei Roman Preis, Geschäftsführer der Ausstellungs GmbH, mit dem RegimentsgrußMarsch, bei Bürgermeister Werner Schäfer mit dem Mussinanmarsch, bei Bürgermeister Dr. Albert Solleder mit dem Radetzkymarsch und unter OB Markus Pannermayr mit dem Bayerischen Defiliermarsch. Die Ehre, die Bayern-Hymne zu dirigieren, bleibt dem einzigen Profi in dieser Position vorbehalten, Frank Feulner, der in Wirklichkeit den Laden musikalisch zusammenhält. Er hat das Dirigat vor vielen Jahren von Ludwig Beck übernommen und ist froh, dass das Repertoire dieses Konzerts von Ausreißern wie dem Zillertaler Hochzeitsmarsch wieder befreit wurde. Er verteilt die Noten, sofern die Profis an den Instrumenten überhaupt solche für die Standard-Repertoire-Märsche brauchen, die sie mit gelassener Routine, aber voll Leidenschaft spielen. „Unabhängig vom Dirigenten“, sagt Feulner lachend auf die Frage, ob die Musiker trotz oder wegen des Promi-LaienDirigats einwandfrei spielen. ♦ Legendäre Luftsprünge und viel Agogik Ob es denn begabtere und weniger begabte Promi-Dirigenten gibt? Da hält sich Feulner wohlweislich bedeckt. Er rückt nur damit heraus, dass Landrat Josef Laumer am Ende immer zu einem legendär gewordenen Luftsprung ansetzt. Und dass Bürgermeister Werner Schäfer den anspruchsvollen Mussinanmarsch durchaus „agogisch zu dirigieren“ verstehe. Agogik (aus dem Altgriechischen) bezeichnet laut Internet-Lexikon Wikipedia „die Kunst der Veränderung des Tempos (teilweise auch rhythmischer Figuren) im Rahmen eines musikalischen Vortrags, um diesen lebendig und ausdrucksvoll zu gestalten“. Da kann sich Schäfer musikalisch auf jeden Fall geadelt fühlen. Die Musiker sowieso. ♦ Ein Eindruck vom Blasmusikkonzert aller Festzeltkapellen im vergangenen Jahr am Hagen. Musikalisch und von der Publikumsresonanz her imposanter geht kaum. Foto: Manfred Bernhard Das Blasmusikkonzert aller Festzeltkapellen findet am Sonntag, 10. August, 10 Uhr, vor dem Riesenrad statt. Die Veranstaltung endet um 10.45 Uhr. Dann marschieren die Kapellen mit den jeweiligen Festwirten in ihr angestammtes Zelt, um dort pünktlich ab 11 Uhr zum Frühschoppenprogramm aufzuspielen. Impressum Gäubodenvolksfest 2025 Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer am 8. August 2025 Redaktion Sophie Schattenkirchner Redaktionelle Mitarbeit Monika Schneider-Stranninger, Josef Unterholzner, Karola Decker, Ulli Scharrer, Thomas Heigl, Ruth Schormann, Stadtarchivarin a.D. Dr. Dorit-Maria Krenn, Annabel Gruber, Manuel Krüger Gesamtanzeigenleitung Michael Kusch Titelbild Ulli Scharrer Titelgrafik Markus Buchner Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buchund Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts seit 213 Jahren gibt es das Gäubodenvolksfest. Seit 213 Jahren treffen sich Menschen aus Stadt, Landkreis und darüber hinaus Am Hagen, um zusammen zu sitzen, zu ratschen, eine unbeschwerte Zeit zu erleben. Genau diese Stunden sind es, nach denen sich gerade jetzt viele sehnen. Denn täglich erreichen uns neue Meldungen über Krieg, Hunger, Anschläge, den tiefen Riss in der Gesellschaft. Diese Nachrichten sind bedrückend. Vielleicht ist es gerade jetzt wichtig, sich gemeinsam an einen (Bier-)Tisch zu setzen, miteinander zu reden, sich in der Geisterbahn aneinander festzuklammern und sich auf dem Weg über den Festplatz in den Armen zu liegen und „Griechischer Wein“ zu schmettern. 1931 schrieb der Dichter Max Peinkofer in der Festzeitung des Straubinger Tagblatts: „Gäubewohner, Waldlerbauern, alle ladet Straubing ein: Lasset mit uns, Freunde, alle Fünfe mal gerade sein!“ Im vergangenen Jahr haben 1,25 Millionen Besucher auf dem Gäubodenvolksfest gefeiert, 380.000 Menschen haben die Ostbayernschau besucht. Die Gäste haben 7.000 Hektoliter Bier und Radler getrunken – unübersehbar war der Anstieg an nichtalkoholischen Getränken, sicher auch den heißen Temperaturen geschuldet. Denn an sieben der elf Tage lagen diese um die 30 Grad Celsius. Eine Tatsache, die es sogar waschechten Volksfesthupen nicht gerade leichter macht, die Fünfte Jahreszeit Am Hagen ohne kleinere Pausen zu überstehen. Bereits im vergangenen Jahr haben wir die sieben Festwirte gefragt, ohne welche drei Dinge sie das Volksfest nicht überstehen könnten. Die Anworten reichten von Manner-Waffeln über Schuheinlagen bis zu den Enkerln und dem Hund. Diese Frage haben wir heuer all unseren Gesprächspartnern gestellt – vielleicht motivieren die Antworten Sie, liebe Leserinnen und Leser, noch mehr gerade in diesen Zeiten aufs Gäubodenvolksfest zu gehen und elf Tage gemeinsam zu feiern. e die elf schönsten Tage im Jahr übrigens nicht überstehen ohne meine Volksfestrstange, die ich einmal im Jahr hervorkrame, aufbaue und auf der ausschließlich meine dl hängen dürfen, mein E-Bike, das mich bei 35 Grad einigermaßen frisch bis zum erturm chauffiert, und „Fürstenfeld“ von STS. d, liebe Leserinnen und Leser, wie schaut’s bei Ihnen aus? Viel Spaß beim Lesen und auf dem Gäubodenvolksfest wünscht Ihnen, Ihre Sophie Schattenkirchner aus der Lokalredaktion Straubing Liebe Leserinnen und Leser, Aus dem Inhalt Ein Blick ins Trumm vom Paradies: 4 Von Beefeater bis DJ Ötzi: Die Festwirte der sieben Zelte im Gespräch 13 Vor 100 Jahren: Der ehemalige Jagdflieger Ernst Udet dreht seine Runden 17 Hirschfänger verboten: Das Sicherheitskonzept auf dem Volksfest 19 „Fuchsdeifeswuid“: Die Trachten der Straubinger Designerin Julia Müller 21 Heiß, heißer, Am Hagen: Wie eingefleischte Volksfest-Fans die elf Tage überstehen 30 Die Straubinger Volksfestmusikanten und ihr Rendezvous mit dem Trumm vom Paradies 31 Anika, Tarek und Serafina machen`s vor: So sieht ihr Volksfest-Limo-Krug aus 39 Der Ostbayernschau-Rekordhalter verabschiedet sich nach 52 Jahren Ich könnt ider irnd Pulve Und Klei D P
3 8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August Wenn der Krake Agnes Bernauer aus der Donau rettet ... Die Geschichte hinter dem Titelbild der diesjährigen Volksfestbeilage im Traditionsfahrgeschäft Happy Monster Von Sophie Schattenkirchner Jeder Straubinger kennt Agnes Bernauer und jeder Volksfestfan das Happy Monster. Beides hat Tradition, beides ist kultig geworden. Grund genug, das glückliche Monster und die tragische Liebesgeschichte zu verbinden – diesmal garantiert mit Happy End. Elena Hammerschmid hat vergangenes Jahr die Agnes Bernauer im gleichnamigen Festspiel dargestellt. Für die Volksfestbeilage der Mediengruppe ist die 25-Jährige in die Rolle des Fotomodells geschlüpft. Eine Woche vor Pfingsten treffen wir Elena Hammerschmid, die eigentlich in Regensburg wohnt und mit dem Zug nach Straubing gefahren ist, vor Trachten Lisa an der Fraunhoferstraße. Sie studiert Architektur und schreibt gerade an ihrer Masterarbeit. „Ich selbst hab’ nur zwei Dirndl“, gesteht sie. Ein dunkelblaues in Samt und ein knalliges in Pfirsichfarben. Das hat einen Grund: Die 25-Jährige jobbt als Bedienung im Festzelt Weckmann, trägt dort täglich ein dunkelgrünes Arbeitsdirndl. Standesgemäß bedient sie in der Agnes-Bernauer-Box. Dass es ungewöhnlich ist, dass jemand aus der Oberpfalz die Agnes spielt, ist ein Satz, den sich Elena Hammerschmid oft anhören musste. Nun auch noch das mit den Dirndl. Wie viele Dirndl besitzt eine echte Straubingerin? „Natürlich elf“, sagt Alexandra Göldner, Inhaberin von Trachten Lisa, und lacht. Für das Fotoshooting hat Alexandra Göldner zwei Dirndl ausgewählt, eines himbeerfarben, eines in einem grün-blauen Pastellton mit Muster. „Samt ist immer noch total in“, sagt Alexandra Göldner. Die Farben dürfen knallig sein – Pink, Petrol, Flaschengrün. Dazu passt eine langärmelige, weiße Ballonbluse mit Lochspitze, die sogar im heißen Bierzelt luftig sitzt. Viele Frauen entscheiden sich für Blusen im gleichen Farbton zum Dirndl. „Diese Kombination wirkt wie ein Kleid“, sagt Alexandra Göldner, „man kann das so auch zu anderen Anlässen, wie Taufe oder Hochzeit, tragen.“ Der Trend ist unübersehbar: Die Bluse gewinnt an Bedeutung. Da die Dirndl in den vergangenen Saisons ruhiger und schlichter geworden sind, darf die Bluse auffälliger und aufwendiger sein, sagt die Expertin. Ob Spitze oder Lochstickerei, alles ist möglich. ♦ Wenn die Arme des Kraken tanzen Vom himbeerfarbenen Samtdirndl mit weißer Lochstickerei-Bluse ist Elena Hammerschmid begeistert: „Die Farbe ist der Wahnsinn. Man kommt sofort in Volksfeststimmung.“ Trotzdem probiert sie noch ein zweites Dirndl an, das Alexandra Göldner vorab für sie ausgewählt hat. Es ist aus JacquardStoff, das zarte Muster ist in pastelligen Grün- und Blautönen gehalten – ideal für die Unterwasserwelt rund um das Happy Monster. Als Elena Hammerschmid aus der Umkleidekabine kommt und in den Spiegel schaut, ist die Entscheidung gefallen: das ist das ideale Dirndl für das Fotoshooting. „Und ich kann sowieso noch ein Dirndl brauchen“, sagt sie und grinst. Die Kundinnen haben meist schon eine Vorstellung von dem, was sie kaufen möchten, bevor sie zu Trachten Lisa kommen, erzählt Alexandra Göldner. Manche zeigen Fotos aus Instagram, suchen gezielt nach Trends. Einer der Tage, an dem in ihrem Geschäft am allermeisten los ist, ist übrigens der Montag nach dem ersten Volksfestwochenende. Da decken sich all diejenigen ein, die sich erst gesagt haben: „Ach, heuer brauch’ ich kein neues Dirndl.“ Und all diejenigen, die über das erste Wochenende andere Dirndl und Blusen auf dem Volksfest gesehen haben und diese nun unbedingt haben möchten. Kurz vor Pfingsten steht das Happy Monster auf dem Chamer Frühlingsfest. 1974 wurde das Fahrgeschäft gebaut, Patricia Zinnecker hat es im Jahr 1990 übernommen. „Mein Favorit war schon immer der Krake“, sagt sie. Sechs Jahre lang betrieb sie einen kleinen Kraken, bis sie sich schließlich ihren Wunsch erfüllte, und das Happy Monster kaufte. Was macht das Fahrgeschäft bis heute so besonders? „Es ist einzigartig. Andere Fahrgeschäfte waren einfach bunt mit verschiedenen Popstars drauf. Das Happy Monster thematisiert die Unterwasserwelt, es bewegt sich wie ein Krake, es ist schön zu sehen, wenn die Arme beginnen zu tanzen.“ Für noch mehr Spaß sorgen die 20 drehbaren Fischgondeln. Je nach Körpergewicht drehen die Gondeln unterschiedlich, mal schneller, mal langsamer. „Jede Fahrt ist anders“, sagt Patricia Zinnecker. „Ich hege und pflege es“, sagt die Schaustellerin über das über 50-jährige Monster vom renommierten Karussellhersteller Anton Schwarzkopf. Zum einen, weil ihr ihre Arbeit Spaß macht, und zum anderen, weil sie sieht, wie viel Freude die Besucher daran haben. Der Opa mit dem Enkel, die Teenager, händchenhaltende Pärchen. ♦ Eine Dauerfahrkarte für eine Ärztin Besonders originell: Einer Ärztin haben die Mitarbeiterinnen der Praxis eine spezielle Happy-Monster-Dauerfahrkarte geschenkt. Der Anruf kam in der Vorweihnachtszeit, erinnert sich Patricia Zinnecker. Gemeinsam erarbeiteten sie einen Entwurf für die Dauerkarte mit Foto – und so konnte die Ärztin bei jedem Volksfestbesuch mit dem Happy Monster ihre Runden drehen. Denn nicht alle Besucher wollen „höher, schneller, weiter“, sagt Patricia Zinnecker. Viele suchen nach einem gemächlichen Fahrgeschäft. Heuer steht es auf dem Gäubodenvolksfest zwischen dem Festzelt Krönner und dem Ammer-Himmel. Zum Fotoshooting zieht Elena Hammerschmid ihre schwarzen Leder-Schnürschuhe an. „Die sind extrem bequem“, sagt sie – beim Arbeiten tragen die Bedienungen aber Turn- oder Wanderschuhe. Mit Dr. Martens, gerade auf dem kühleren Oktoberfest der Trend zum Dirndl, hat die 25-Jährige bisher eher schlechte Erfahrungen gemacht – „zu viele Blasen“. Auf dem Chamer Frühlingsfest hat Elena Hammerschmid auch schon bedient, genauso wie auf der Wiesn. „Aber Straubing, das ist fürs Herz“, sagt sie. Trotz der harten Arbeit geht immer irgendwo ein Ratsch und zur Not kühlt sich die AgnesDarstellerin mittags kurz ab – natürlich in der Donau. Oder sie dreht eine Runde mit dem Happy Monster: „Das geht nämlich immer.“ ♦ Das Dirndl aus Jacquard-Stoff und die Bluse mit Lochstickerei und leichtem Ballonärmel hat Alexandra Göldner (rechts) von Trachten Lisa für Elena Hammerschmid ausgesucht. Fotos: Ulli Scharrer ♦ Samtdirndl sind nach wie vor im Trend, wie dieses hier in Himbeerfarben, sagt Alexandra Göldner. ♦ Kult: das Happy Monster bei Nacht. Foto: Tagblatt-Archiv Ohne welchedreiDinge würden Sie das Volksfest nicht überstehen? Elena Hammerschmid, Covermodel der diesjährigen Volksfestbeilage, Agnes-BernauerDarstellerin und Bedienung im Weckmann-Zelt, sagt: „‚Gradnertal‘ von der Kapelle Josef Menzl, Weißbier zum Bedienungspreis und Schnupftabak.“ Erstes Kindervolksfest für Bedürftige Die Benefizaktion „Freude durch Helfen“ ermöglicht 70 Kindern unbeschwerte Stunden Von Sophie Schattenkirchner „Viele der Kinder waren noch nie auf dem Volksfest, daher freuen sie sich sehr“, sagt Kristina Schmidbauer, stellvertretende Sachgebietsleiterin des Amts für Soziale Dienste für Jugend und Familie Straubing-Bogen. Mit der neuen Aktion von „Freude durch Helfen“ können bedürftige Kinder die fünfte Jahreszeit auch genießen. In einer Gemeinschaftsaktion von „Freude durch Helfen“ mit den Jugendämtern in Stadt und Landkreis soll Kindern, die es nicht so leicht haben und aus bedürftigen Familien stammen, ein Besuch auf dem Volksfest ermöglicht werden. 70 kleine Volksfestbesucher haben die Jugendämter der Stadt und des Landkreises angemeldet. Die Kleinen bekommen Malbücher und Stifte. Die Tische werden mit Luftballons dekoriert, es gibt Süßigkeiten – Lebkuchenherzerl und Mandeln von Gabys Leckereien sowie Nachspeisenreindl – und Volksfesttaler, damit die Kinder anschließend noch mit dem ein oder anderen Karussell fahren können. „Leider“, sagt Markus Wimmer, Jugendamtsleiter der Stadt, „gibt es in Straubing viele einkommensschwache Familien. Wir verzeichnen eine relativ hohe Kinderarmut“. Ein Volksfestbesuch sei für die allermeisten dieser Bedürftigen aus finanziellen Gründen schlichtweg nicht möglich. Dabei spiele das Volksfest eine so wichtige Rolle bei der sozialen Teilhabe. Dass die Kinder nun durch „Freude durch Helfen“ die Möglichkeit haben, in einem Festzelt zu essen und zu trinken, sei für sie etwas ganz Besonderes. Kristina Schmidbauer vom Landratsamt bestätigt das. Dementsprechend seien die Reaktionen gewesen, als die ausgewählten Familien vom Kindervolksfest erfahren haben. „Die Vorfreude ist riesig.“ Ein Kind habe gefragt, ob es die Nachspeise wirklich essen darf. „Sie sind alle sehr begeistert.“ ♦ Ein Volksfestbesuch ist für die allermeisten Familien aus Stadt und Landkreis selbstverständlich. Foto: Ulli Scharrer
Unser Programm 2025 im Festzelt Greindl Freitag, 8. August: Auszug und Abendprogramm mit Blech nach Acht Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Familie Greindl Seit über 100 Jahren Wirtshaustradition in Degernbach bei Bogen Samstag, 9. 8. Sonntag, 10. 8. Montag, 11. 8. Dienstag, 12. 8. Mittwoch, 13. 8. Ab 11.00 Uhr Mittagsprogramm Blechgranaten Blechschinda Marinos Blechdimpfe Gäuboden G’stanzlsingen mit Weber Bene, Aichinger Andy, Bayerische Hias Ab 18.30 Uhr Abendprogramm Überdüber Blechdimpfe Kapelle Kaiserschmarrn Gletscherfetzer Blech nach Acht Donnerstag, 14. 8. Freitag, 15. 8. Samstag, 16. 8. Sonntag, 17. 8. Montag, 18. 8. Ab 11.00 Uhr Mittagsprogramm Weinzierer Dorfmusikanten Blechschinda Blechgranaten Pseudokrainer Steffi& The Bluejeans Ab 18.30 Uhr Abendprogramm Die Glorreichen Halunken Überdüber Schwaiger Buam Gletscherfetzer Tanngrindler Musikanten mit G’stanzlsänger Bäff Festbüro: Z0 94 21 / 9 68 08 82 (ab 7. 8. 25) | www.festzelt-greindl.de Am Montag, 18.8., ist Ochsenmontag! 1 Maß Festbier (oder 1 Maß Getränk nach Wahl) + 1 Portion Ochs vom Grill mit Reibeknödel und Krautsalat 24,90 (solange Vorrat reicht) Inunserem„Festzelt Nr. 7“ fühlen sich gewiss alle wohl, die Wert auf eine gute bayerische und gehobene Küche mit Produkten aus eigener Metzgerei legen sowie Geselligkeit und Gemütlichkeit schätzen. Bei uns stehen die niederbayerischen Gepflogenheiten im Vordergrund. Die Gastgeber Von DJ Ötzi über Beefeater bis zu Wasserwannen mit Eiswürfeln: Im Gespräch mit densieben Festwirten Sich Zeit nehmen und genießen Im historischen Bereich befindet sich seit 2013 das Festzelt von Familie Greindl aus Degernbach, die viel Wert auf Gemütlichkeit legt. Von Sophie Schattenkirchner Festwirt Klaus Greindl feiert genau wie Festwirtesprecher Martin Lechner während des Volksfests Geburtstag: Am 14. August wird er 52 Jahre. Das Zelt der Familie aus Degernbach bietet Sitzplätze für 2.000 Besucher, ausgeschenkt wird Bier der Karmeliten-Brauerei. „Auf dem Volksfest trifft man Leute, die man das ganze Jahr über nicht sieht. Das ist die wichtigste Aufgabe des Fests. Am Hagen wird Zusammenhalt gelebt. Das ist etwas, was der Gesellschaft ein bisserl abhanden gekommen ist“, findet Klaus Greindl. Umso wichtiger ist es, auf dem Volksfest eine schöne Zeit mit Freunden zu verbringen, gemeinsam zu essen und zu trinken – und sich dafür bewusst Zeit nehmen und ruhig länger sitzen bleiben. „Jeder ist immer im Stress, wir bemerken im Gasthaus, dass manche am Sonntagmittag nach einer halben Stunde wieder fahren.“ Die Leute sollten viel mehr genießen. Zu Klaus Greindls Lieblingsgästenzählen Mitglieder des Montessori-Vereins aus Sünching. Diese haben täglich zwei Tische in seinem Zelt: „Das sind sehr gemütliche Leute, die sich immer aufs Volksfest freuen.“ „Im Festzelt Greindl gibt es nur freundliche Gäste“, sagt Greindl mit einem Schmunzeln. Außerdem seien die Leute gemütlich und kommen jedes Jahr wieder. Greindls Rat für schöne Stunden auf dem Volksfest: Die Fahrgeschäfte besuchen, im Idealfall vor dem Bierzelt. Viel Zeit mitnehmen, gute Laune und Verständnis dafür haben, wenn man einmal kurz auf Maß oder Gickerl warten muss. Heuer findet alsbesonderer Termin am Mittwoch, 13. August, ab 11 Uhr das sechste Gäuboden-Gstanzlsingen mit dem Weber Bene, dem Aichinger Andy und dem Bayerischen Hias statt. Familie Greindl setzt auf ihre bewährten Kapellen und Bands. Ein weiterer Höhepunkt ist am Montag, 11. August, ab 18.30 Uhr der Auftritt der Kultkapelle Kaiserschmarrn. Neu auf der Speisekarte im Greindl, „weil ich ständig gefragt worden bin“: Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat. Das liebste Lied, das auf dem Volksfest gespielt wird, ist für Klaus Greindl das „Prosit der Gemütlichkeit“, sagt er schmunzelnd. Lieder, die ihn nerven, gibt es eigentlich nicht. „Ich bin inzwischen schmerzfrei“, sagt er und grinst. Elf Tage Hitze: Da helfen nur Magnesium und viel Wasser, sagt Klaus Greindl. Für die Mitarbeiter gibt es eine Erfrischungsstation, an der sie sich abbrausen können. Wenn es sehr heiß ist, würden die Gäste meist nur Brotzeit wie kalten Wurstsalat essen, da merke man jedes Grad an den Bestellungen. Einem macht das gar nichts aus: Ein Koch, bereits über 60, legt sich in seiner Pause immer in die pralle Sonne, erzählt Greindl schmunzelnd. Die Greindls können die Seitenwände ihres Festzelts heuer erstmals entlang der gesamten Länge der Boxen öffnen. „Das bedeutet: noch mehr frische Luft und eine bessere Zirkulation.“ 25 Grad – „das wär mein größter Wunsch“. ♦ Die Festwirtsfamilie Greindl aus Degernbach: Max (2.v.l.) und Margarethe Greindl mit ihren Söhnen Max (links) und Klaus (rechts). Foto: Fotostudio Bosl Festwirtsfamilie Greindl ist tief betroffen vom überraschenden Tod von Karmeliten-Chef Christoph Kämpf im Januar. „Als Mensch und für die Brauerei ist er unersetzbar“, sagt Greindl. „Wir hatten einen sehr guten Draht zueinander, der Umgang war immer freundschaftlich, auf Augenhöhe. Es gab nichts, was wir mit ihm nicht in Ruhe besprechen und gemeinsam lösen konnten.“ Volksfest ohne Hexenschaukel „Nothing Else Matters“ von Metallica zu später Stunde, hinterkünftig-witziges Derblecken ahnungsloser Passanten und eine Unmenge an Nostalgie: die Hexenschaukel wird in diesem Jahr fehlen. Aus gesundheitlichen Gründen musste das beliebte Team heuer das Gäubodenvolksfest absagen. „Wir wünschen alles Gute und hoffen, dass es die Hexenschaukel nächstes Jahr wieder gibt“, sagt Festwirt Klaus Greindl, der stets betont, wie sehr er das Nostalgie-Fahrgeschäft direkt gegenüber von seinem Biergarten schätzt. Dem schließen sich alle Hexenschaukel-Fans an. -red- ♦ Kult im historischen Bereich: die Hexenschaukel. Foto: Ulli Scharrer Rallye Monte Carlo und Circus Carlos Seit dem Jubiläumsvolksfest 2012 bringt der historische Bereich Nostalgie auf den Festplatz Peter Bausch bietet in seinem Caféund Proseccostüberl im historischen Bereich Wein, Pils, Longdrinks und vieles mehr an, Michael Dräger ist mit der Kinder-Eisenbahn Märchenlandexpress vertreten, bei Familie Eckl-Stey kann man Schifferl schießen. Heuer gibt es nach einer Pause wieder die Go-Kart-Bahn Rallye Monte Carlo von Dietmar-Maxi Fackler, stärken können sich die Besucher im Grill Palast mit Fleisch- und Wurstspezialitäten, und Marie-Luise Hingerl bietet wie gewohnt historische Zuckerwaren an. Untrennbar zum historischen Bereich gehört der Königlich Bayerische Hofphotograph, betrieben von Nikolaus Freiherr von Fürstenberg. Gummifrösche springen wieder am Stand von Kerstin Münch, bei Kevin Neigerts Hawaii Swing geht es rund. Schleifers Carouselle, ein historisches Holzpferdekarussell, sowie der Klassiker, die Fahrt ins Paradies, beide von Toni Schleifer, versprühen Nostalgie. Einen Blick in die Zukunft können die Besucher bei Wahrsagerin Monica Traber in ihrem roten Wagen werfen. „Manege frei“ heißt es wieder im rot-weißen Zelt des Nostalgie-Circus Carlos im historischen Bereich. Dieser bietet für die Volksfestgänger folgende kostenlose Programmpunkte an: Zirkusvorstellungen täglich um 14 Uhr (außer am Freitag, 8. August) und 18 Uhr, an den Samstagen, Sonntagen und am Feiertag zusätzlich um 12 Uhr Kasperltheater täglich um 16 Uhr (außer am Freitag, 8. August) Zirkusschule mit Mitmach-Programm an den beiden Kinder- und Familientagen am Dienstag, 12. August, und Montag, 18. August, jeweils um 14 Uhr Feuer-Show täglich um 20.30 Uhr. -phi- ♦ Das „Hawaii Swing“ Foto: Sophie Schattenkirchner ♦ Der nostalgische Circus Carlos Foto: Tagblatt-Archiv
JETZT... ...no dro denga! Und no schnell die Biermakerl hoin! Eicha Familie Weckmann midTeam – mia gfrein uns auf eich! www.weckmann-zelt.de | Telefon 09421/989901 | www.facebook.com/Weckmann.Zelt ggal Zuggaschneggal Zapfhahn Lieblingstier:Zapfhahn B or Du fragst: NEIN!!! ev An Scheiß muass i… Geh scheißn bis oana woant Kimma zum Partymachen bei de Gewekiner Buam & Kasplattnrocker m en „I mach beim Menzl oan drauf“ A jeda wui eine und a jeda gfreit se af de Weckmann’s Bar amAbend K P b G & De, de nimma schmatzn kennan, sollten an ihr BANDL denga! I mog Di..... Gäubodenvolksfest Straubing 2025 Sonntag, 17.8., von 10 – 15 Uhr Frühschoppen mit einem bsondern Schmankerl: Ein paar Weißwürstl mit Breze, süßem Senf und 0,5l Straubinger Weiße Original* 8,90 18, Montag, 18.8. da Hammer kommt zum Schluss! Eine unserer Maß’n und 1/2 Hendl vom Grill* * solange Vorrat reicht. 6,00 ,00 6, An den Kindertagen am 12. und 18.8. bis 19 Uhr Unser Knüller fia deKloana: Nudeln mitTomatensoß‘ und 0,5l Orangenlimo* 11,90 Kult-Blech im Weckmann-Zelt Die Kapelle Josef Menzl feiert heuer ihr 30-jähriges Bestehen Von Karola Decker Seit 30 Jahren ist die Kapelle Josef Menzl ein Garant für gute Stimmung. Zum runden Geburtstag darf ein Auftritt auf dem Gäubodenvolksfest natürlich nicht fehlen. Schließlich feiern die Musiker nicht nur sich selbst, sondern vor allem das Publikum, das ihren unverwechselbaren Klang über all die Jahre zur Kultmarke gemacht hat. Josef Menzl ist ein Typ mit Ecken und Kanten und viel Humor. Seine Liebe zur traditionellen Blasmusik entwickelte sich parallel zu seiner Begeisterung für Metallica, AC/DC und Deep Purple. Was unmöglich klingt, fügt sich zu einem ganz eigenen Stil, voller Respekt gegenüber der Tradition. Und eines ist dem Kapellmeister ganz wichtig: „Es muss sauber gespielt werden.“ Das 30-jährige Jubiläum wurde bereits mit zahlreichen Auftritten, unter anderem im Regensburger Audimax und beim Hoffest der Donaufischerin in Lerchenhaid gefeiert. Jetzt geht der Partymarathon auf dem Gäubodenvolksfest weiter. Im Weckmann-Zelt ist die Kapelle fester Bestandteil des Musikprogramms und sorgt für ein volles Bierzelt. Die Auftritte sind am Montag, 11. August (in der XXLWiesnbesetzung), Dienstag, 12. August, und Sonntag, 17. August, jeweils von 19 bis 23.30 Uhr. Seit 1998 schon spielt Josef Menzl mit seiner Kapelle ununterbrochen auf dem Gäubodenvolksfest. Erst im Festzelt Lechner, dann bei Sommer & Schötz, später bei Beck und Greindl, bis er schließlich seit 2014 bei Stephan Weckmann eine dauerhafte Bleibe gefunden hat. Kein Wunder, dass sich der Kult auch irgendwann bis in die Großstadt herumgesprochen hat, und so ist Menzl seit 2010 auch fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests. Dort ist 2022 die XXL-Wiesnbesetzung entstanden: Die zehnköpfige Originalbesetzung wird auf 16 Musiker aufgestockt. Damit können auch Werke für großes Blasorchester gespielt werden, außerdem gehören anspruchsvolle Rock- und Pop-Klassiker zum Beispiel von Queen, Abba und den Beatles zum Repertoire. Sämtliche Stücke werden ausschließlich mit Blasinstrumenten, Gesang und Schlagzeug aufgeführt und es wird bewusst auf E-Gitarren, E-Bass oder Keyboards verzichtet, um der Blasmusik-Tradition Wertschätzung entgegenzubringen. Im Mittelpunkt steht für Menzl und seine Musiker immer die Freude an der Musik. ♦ Wenn da Menzl spuit, ist gute Stimmung garantiert. Foto: Ulli Scharrer Ohne welchedreiDinge würden Sie das Volksfest nicht überstehen? Josef Menzl, Kapellmeister der legendären Blaskapelle: „Ich komme leider nur zum Volksfest, wenn ich einen Auftritt habe, und da hab’ ich einen ganzen Bus voll Zeug dabei. Sollte ich es privat schaffen, was ich mir wünsche, hab’ ich so wenig wie möglich dabei: Bargeld, Schnupftabak und was ich auf jeden Fall nicht dabei habe, wenn ich privat hingehe: mein Handy.“ Gute Laune für ein gschmeidiges Fest Stephan Weckmann und Sohn Sven-Erik freuen sich auf ihre elfte Volksfestsaison Stephan Weckmann ist mit seinem Festzelt zum elften Mal auf dem Gäubodenvolksfest. Heuer noch mehr eingebunden als in den vergangenen Jahren ist sein Sohn Sven-Erik. Knapp 3.500 Gäste beherbergt das Zelt, ausgeschenkt wird das Festbier der Brauerei Röhrl. Nicht nur die Kapelle Menzl soll wieder „voll reinhauen“ im grün-pink-weißen Zelt. „Das Volksfest hat die Aufgabe, die Leute abzuholen, mal eine andere Stimmung zu verbreiten, als jene, die unsere Welt gerade hergibt. Das heißt, gute Bands einzuladen, die eine gute Atmosphäre verbreiten, mit einer gut gelaunten Mannschaft die Besucher abzuholen. Aber grundsätzlich bringen die Gäste schon eine gute Stimmung mit. Das erwarten sie auch, nämlich gewisse Dinge aus dem Alltag am Volksfest hinter sich zu lassen. Einfach Freude am Volksfest zu haben und glücklich nach Hause zu gehen, das ist die Aufgabe eines Volksfestwirtes.“ „Wer ist der kultigste Stammgast? Oh mei, das ist schwierig! Ich wüsste keinen Speziellen. Es gibt so viele, die seit Jahren zu uns kommen. Wir haben so viele Stammgäste, die seit elf Jahren unser Zelt besuchen. Knapp 40 Prozent sind jahrelange Stammgäste, die würde ich alle als kultig einstufen.“ „Wie der Weckmann-Gast ist?Gemütlich, freundlich und gesellig.“ „Zu ein paar schönen Stunden auf dem Volksfest gehören: gute Musik und Freunde treffen, das ist ganz wichtig. Es ist ein Familienerlebnis, bayerisches gutes Essen und die Maß Bier dürfen dabei nicht fehlen.“ „Unser Zelt haben wir jetzt dann elf Jahre und sind der Meinung, dass es immer noch gut ankommt. Daher haben wir keine großen Veränderungen vor. Natürlich wird an der einen oder anderen Schraube mal justiert. Aber nicht unbedingt so, dass das die Leute erkennen. Neu ist das nicht, das haben wir seit Jahren, aber heuer viel mehr: unseren Sprühnebel mit Ventilator, da stehen die Leute gern davor. Da haben wir nochmal aufgerüstet.“ „Als besondere Veranstaltung haben wir natürlich den Menzl, der feiert sein 30-Jähriges auf der Bühne bei uns. Am Montag, 11. August, kommt er mit XXL-Besetzung zu uns, am Dienstag, 12. August, mit normaler Besetzung und am zweiten Sonntag ebenfalls. Am Kindertag ist die Donikkl-Crew mit Mitmachaktion am Start. Und wir haben Karaoke für Jung und Alt. Das probieren wir mal aus. Außerdem haben wir den Festgottesdienst am zweiten Sonntag und unsere bewährten Bands. Der Hubert Aiwanger schaut am ersten Wochenende übrigens auch vorbei.“ „Zu meinen Lieblingsliedern gehört auf alle Fälle ‚Schied ei‘, da warten beim Menzl alle darauf, dass das gespielt wird. ‚Layla‘ hingegen kann richtig nerven.“ „Unsere Bedienungen gehen gern zur Abkühlung an die Ventilatoren hin und bei mir gibt es eine Wasserstation mit stillem, kaltem oder kohlensäurehaltigem Wasser. Das gibt es kostenfrei bei mir seit zehn Jahren, früher gab es da Personalgetränke mit verbilligten Preisen. Das Wasser kommt sehr gut an, manche tun da Zitronen oder etwas anderes hinein. Viele Pausen machen, das ist auch wichtig. Ich halte meine Leute dazu an, und habe kein Problem damit, wenn einer mal sitzt, wenn gerade nicht viel los ist. Hinter dem Küchenzelt haben wir Sitzgelegenheiten mit Schirmen für die Mitarbeiter. Aber heiß ist es halt nun einmal. Ich selber war schon als kleines Kind und Jugendlicher am Volksfest und es war immer heiß. Für mich gilt: Irgendwann bist du ausgeschwitzt, man ist ja als Festwirt stundenlang Am Hagen.“ „Mein Wunsch: gutes Wetter, nicht zu heiß oder zu kalt, kein Regen und dass alles gut abläuft und nichts passiert, das ist wichtig für ein Volksfest. Dass Gäste und Personal zufrieden sind. Ganz einfach, dass es ein gschmeidiges Fest ist.“ Interview: Ulli Scharrer ♦ Stephan Weckmann (r.) und sein Sohn Sven-Erik. Foto: Ulli Scharrer 5 8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August
ABENDPROGRAMM 2025 Freitag 08. August 2025 Bergratz´n Samstag 09. August 2025 Headline Sonntag 10. August 2025 Notausstieg Montag 11. August 2025 Sappralot Dienstag 12. August 2025 Zillertaler Gipfelstürmer Mittwoch 13. August 2025 Notausstieg Donnerstag 14. August 2025 Headline Freitag 15. August 2025 Sappralot Samstag 16. August 2025 Headline Sonntag 17. August 2025 Notausstieg Montag 18. August 2025 Sappralot Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen schöne Stunden in unserem Festzelt am Riesenrad. Ihr Festwirt Anton Nothaft Bodenständig und traditionell Die Festwirtsfamilie Nothaft setzt seit 1988 auf Bewährtes – und dennoch gibt es in diesem Jahr eine erfrischende Veränderung in luftiger Höhe. Von Sophie Schattenkirchner Vom Nothaft-Biergarten und der Galerie aus blickt man direkt auf das Riesenrad und sitzt beim Blasmusikkonzert der Festzeltkapellen quasi in der Loge. Das Zelt bietet 5.100 Sitzplätze, die dazugehörige Brauerei ist wie gewohnt Karmeliten. Die Fragen der Redaktion beantwortet in diesem Jahr der 33-jährige Anton Nothaft junior. Das Gäubodenvolksfest sei ein guter Anlass, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Das sei wohl die wichtigste Aufgabe des Fests in unruhigen Zeiten wie diesen: sich mit Freunden zu treffen, miteinander zu feiern. Der Austausch der Menschen untereinander, das sei gelebte Tradition. Ein Ort, der beständig ist, den die Leute kennen. In Zeiten von vielen Veränderungen sei das genau das, was das Flair in Straubing ausmache. Mit den Gästen im Festzelt ist Anton Nothaft groß geworden. Die meisten kommen aus der Region, viele aber auch aus Regensburg oder München. „Jeder Gast ist bei uns gleich wichtig, wir schätzen alle.“ Drei Worte, mit denen Anton Nothaft die Gäste in seinem Festzelt beschreiben würden: anständig, bodenständig und Genießer. Das Publikum ist bunt gemischt: Die einen freuen sich, beim Frühschoppen Blasmusik anzuhören, andere wollen lieber abends Party machen. Zu ein paar schönen Stunden auf dem Gäubodenvolksfest gehören für Anton Nothaft eine gute Maß Festbier, die Stimmung zu genießen, der Musik zu lauschen, alles auf sich wirken zu lassen und die Leute zu beobachten. Dazu ein knuspriges Hendl – dabei legt Familie Nothaft großen Wert aufs Tierwohl – oder eine Spezialität vom Grill, wie Grillwammerl, Spießbraten oder Ente. Vor allem Speisen, die man so das ganze Jahr kaum isst, schmecken auf dem Volksfest besonders gut. In diesem Jahr gibt es bei Nothaft eine erfrischende Veränderung: „Wir haben unsere Dachöffnungen verdoppelt, von zwei auf vier“, erzählt er. Dadurch soll die Luft im Zelt besser zirkulieren, das Zelt über Nacht besser abkühlen. Ansonsten setze man im Festzelt auf Bewährtes und Tradition, lediglich im Hintergrund versuche man immer, Abläufe zu optimieren. „Auf der Vogelwiese“ und der „Böhmische Traum“ sind Klassiker, die Anton Nothaft gerne im Bierzelt hört. Nur ein Lied nervt ihn, sagt er und lacht: „Anton aus Tirol“ von DJ Ötzi. Wie übersteht man als Festwirt elf Tage lang bei Hitze im Zelt? „Ich glaube, man muss das positiv sehen.“ Das Wichtigste sei natürlich, viel Nichtalkoholisches zu trinken. Es gebe im Biergarten schattige Plätze, an denen man eine kühle Radlermaß trinken und den Besuchern beim Flanieren zuschauen kann. Bei den Mitarbeitern im Zelt achte er darauf, dass beispielsweise am Hendlgrill öfter rotiert wird und die Leute genügend trinken. „Wir müssen das Wetter nehmen, wie es kommt“, sagt er. Sein Wunsch für das Volksfest 2025: dass friedlich gefeiert wird, in entspannter Atmosphäre, dass die Besucher die bayerische Lebensfreude genießen können. ♦ Anton Nothaft (links) ist seit 1988 Festwirt auf dem Gäubodenvolksfest. „Das Volksfest fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagt Anton Nothaft junior (rechts). Foto: Foto-Studio Stern Einer wird in diesem Jahr fehlen: Christoph Kämpf, Geschäftsführer der KarmelitenBrauerei, der im Januar völlig überraschend gestorben ist. „Er war ein feiner Mensch. Sein Tod ist für uns alle ein großer Verlust, wir haben stets sehr gut mit ihm zusammengearbeitet und ihn sehr geschätzt“, sagt Anton Nothaft junior. Hoch hinaus Die beliebten Führungen auf den Turm der Basilika St. Jakob Wer das Gäubodenvolksfest einmal ganz anders erleben möchte, der ist bei den Turmführern des Kirchenbaufördervereins genau richtig: bei den Führungen auf den 87 Meter hohen Turm der Basilika St. Jakob. Ein Erlebnis, das nicht nur den Blick vom höchsten Punkt der Stadt eröffnet, sondern auch spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des beeindruckenden Bauwerks bietet. Während der etwa 90-minütigen Tour erklimmt man über 360 Stufen und entdeckt dabei interessante Details zur Entstehung und Ausstattung des Turms. Oben angekommen in 77 Metern Höhe belohnt ein atemberaubendes Panorama die Mühen: das Volksfest, die malerische Stadt und die umliegende Landschaft – alles auf einen Blick. Auch in diesem Jahr finden wieder an den beiden Samstagen um 14 Uhr die Führungen zum SonntagEinläuten statt, bei denen man die Kraft spüren kann, mit der die Glocken beim Läuten auf den Turm wirken. Aufgrund der großen Nachfrage werden zudem drei Führungen um 20 Uhr angeboten, bei denen man sich zu etwas späterer Stunde vom Lichterglanz am Hagen verzaubern lassen kann. Da die Teilnehmerzahl aus Sicherheitsgründen beschränkt werden muss, ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Die Möglichkeit dazu finden die Teilnehmer unter dem Reiter „Führungen“ auf www.st-jakob-straubing.de. Kinder können ab einem Alter von zehn Jahren teilnehmen. Die Führungen finden unter anderem zu folgenden Terminen statt: Samstag, 9. August: 14, 18 und 19 Uhr, Sonntag, 10. August: 17 und 20 Uhr, Montag, 11. August: 18 und 19 Uhr, Dienstag, 12. August: 17 und 19 Uhr, Mittwoch, 13. August: 18 und 19 Uhr, Donnerstag, 14. August: 18 und 19 Uhr, Freitag, 15. August: 17, 18, 19 und 20 Uhr, Samstag, 16. August: 14, 18, 19 und 20 Uhr und Sonntag, 17. August: 17 Uhr. Treffpunkt für alle Führungen ist der Brunnen am Pfarrplatz. Der Beitrag in Höhe von zehn Euro, der vor Ort bezahlt wird, kommt der Renovierung der Kirchen der Pfarrei St. Jakob zugute. -red- ♦ Der Blick aus 77 Metern Höhe auf das Riesenrad. Foto: Kirchenbauförderverein Straubinger Kalender Er ist der älteste Heimatkalender Deutschlands: der Straubinger Kalender, gedruckt im Verlag Attenkofer. Am Montag, 11. August, um 10 Uhr ist der Fernsehsender Niederbayern TV zu Gast am Stand der Mediengruppe Attenkofer in Halle 14/15 auf der Ostbayernschau. Hans Huber aus Geiselhöring moderiert die Veranstaltung zum Thema „Bücher aus der Nachbarschaft“. Ab 11 Uhr signiert Stadtarchivarin a.D. Dr. Dorit-Maria Krenn den druckfrischen Kalender 2026. -red- ♦ Auf der Ostbayernschau gibt es den Straubinger Kalender des Jahres 2026 druckfrisch. Foto: Sophie Schattenkirchner 8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August 6
DasGäubodenvolksfest f vom 08-18.08.2025 im Festzelt Lechner www.festzelt-lechner.de ...da samma dahoam - scho seit über 25 Jahr! Weißwurststreifen und Goaßmaßkönigin Die Tigers-Teampräsentation und das große Schafkopfturnier: Martin und Edith Lechner bieten in ihrem Festzelt ein buntes Programm – und einen neu gestalteten Bar-Bereich. Von Sophie Schattenkirchner Der Sprecher der Festwirte, Martin Lechner, hat an Mariä Himmelfahrt, 15. August, Geburtstag. An diesem Tag gratulieren ihm heuer wieder befreundete Beefeater aus London. Im Oktober haben er und seine Frau Edith die Beefeater im Tower besucht – und dort übernachtet. Die Briten wollen die ein oder andere Maß Karmeliten-Festbier trinken und einen Platz in der ersten Reihe vor der Bühne in dem Zelt mit insgesamt 3.100 Sitzplätzen ergattern. Das Volksfest, sagen Edith und Martin Lechner, hat eine soziale Funktion, „auf gut Niederbayerisch ist es ein Melting-Pot“. Es sei identitätsstiftend, fördert die Gemeinschaft. Auf dem Volksfest werde gemeinsam gefeiert, man kann abschalten. Es stehe für Lebensfreude, für das Zusammentreffen aller Generationen und sei stets „ein stabiles Element bei Krisen“. Nicht zu vergessen sei der wirtschaftliche Aspekt: Das Volksfest bringt Kaufkraft in die Stadt. Kultig sind für die Lechners die Gäste, die Lederhose und Dirndl tragen. Also eigentlich alle: „Wir schätzen all unsere Gäste.“ Die Leute im Lechner in drei Worten beschrieben: „Durstig, hungrig, fröhlich“, sagt Edith Lechner. „Genießer, lebensfroh und charmant“, fügt Martin Lechner hinzu. Zu ein paar schönen Stunden am Volksfest gehören das Riesenrad, die Karussells, bayerische Schmankerl, lustige Freunde und süffiges Bier, sagen die beiden. Der Bar-Bereich ist in diesem Jahr neu gestaltet, erzählen die Lechners. Der Stehbereich ist vergrößert, es gibt sechs Weinfässer, auf die Tischplatten befestigt werden, und einen Holzventilator für eine „leichte Brise“. Auf der Speisekarte steht in diesem Jahr erstmals ein Hirschedelgulasch von Wildfang Feinkost. Eine neue Vorspeise sind marinierte Weißwurststreifen in süß-saurem Schnittlauchsud mit Radieschen und Bauernbrot. Auf der Barkarte findet man erstmals sizilianischen Blutorangenlikör der Edelbrandmanufaktur Marx sowie alkoholfreien Spritz. Neu ist auch ein weiteres Getränk auf der Karte: Das helle SchneiderWeisse-Weißbier, das es bis 17 Uhr im Weißbierglas gibt, danach im Krug. „Bei uns gibt es an jedem Abend besondere Termine“, sagt Martin Lechner und lächelt. Am ersten Samstag, 9. August, findet ab 12 Uhr die Teampräsentation der Straubing Tigers statt. Am zweiten Samstag, 16. August, stellen sich ab 12 Uhr die Spielerinnen von NawaRo Volleyball vor. Am Mittwoch, 13. August, ab 14.30 Uhr kürt Kabarettist Vogelmayer die fünfte bayerische Goaßmaßkönigin. Am letzten Sonntag, 17. August, ist der siebte Straubinger Bandabend mit den Bluesbriederchen und Touchdown – dafür werden die ersten drei Reihen rausgenommen und ein Tanzboden entsteht. Am letzten Montag, 18. August, kann man sich ab 11.30 Uhr zum vierten Schafkopfturnier der Schafkopf-Apostel eintragen. „Es gibt tolle Preise, der Erlös geht an die Tagblatt-Benefizaktion ‚Freude durch Helfen‘“, sagt Martin Lechner. Die Stücke, die beim alljährlichen Konzert der sieben Festzeltkapellen beim Riesenrad gespielt werden, hört Martin Lechner am liebsten. Die Lieder hingegen, die jedes Jahr der Volksfesthit werden und unzählige Male gespielt werden, nerven ihn. Er glaubt, dass das heuer „Wackelkontakt“ sein wird. Edith Lechner sagt: „Was ich so ordinär finde, ist das ‚Who the fuck is Alice?‘-Geschrei. Das geht gar nicht.“ Keinesfalls in die pralle Sonne, immer einen gut beschatteten Platz suchen, das versucht Martin Lechner. Er trinkt sehr viele nichtalkoholische Getränke, sorgt mit drei Dachöffnungen für Durchzug im Zelt und genießt die Klimaanlage im Festzeltbüro. „Fächer sind auch ganz wichtig“, fügt Edith Lechner hinzu. Für die Mitarbeiter gibt es bei der Hitze Steckerleis und manche, erzählt Edith Lechner, nehmen sich eine Wanne mit in die Arbeit. In der Pause füllen sie diese mit Wasser und Eiswürfeln – fertig ist das kleine mobile Kneippbecken. Elf Tage lang 25 Grad und leicht bewölkt. „Bei leichtem Wind darf’s auch ein bisserl wärmer sein.“ Das ist Martin Lechners Wunsch für das Volksfest 2025. Und natürlich, dass alles friedlich abläuft. ♦ Martin Lechner lädt seit 1997 in sein Festzelt ein. Unterstützung erhält er von seiner Frau Edith. Foto: Martin Lechner Schafkopfen imLechner Bereits zum vierten Mal findet am Montag, 18. August, von 13 bis 17 Uhr das große SchafkopfTurnier im Festzelt Lechner statt. Veranstalter sind die Schafkopf-Apostel. Die Einschreibung startet ab 11.30 Uhr, das Startgeld beträgt 20 Euro. Der Sieger erhält 500 Euro. „Es gibt sehr viele hochwertige Preise“, sagt Festwirt Martin Lechner. Das Beste: Der komplette Erlös des Turniers geht an die Spendenaktion „Freude durch Helfen“ der Mediengruppe Attenkofer, die unverschuldet in Not geratene Menschen aus der Region unterstützt. -red- ♦ Schafkopfen im Lechner. Foto: Tagblatt Der viel zu früh verstorbene Karmeliten-Chef Christoph Kämpf wird auch im LechnerZelt schmerzlich vermisst. „Er war jeden Abend im Volksfest bei uns“, erinnert sich Edith Lechner. „Wir waren befreundet, sein Tod hat mich sehr getroffen“, sagt Martin Lechner. Kämpf sei „absolut verlässlich und charismatisch“ gewesen. Was man mit ihm besprochen habe, das habe gegolten. „Sie kann ned ohne ihr Volksfest“ Ilona Schießl bedient seit 2017 im Festzelt Lechner. Dass ihr das liegt, zeigt ein Blick in ihre Biografie: Sie stammt aus dem Gasthaus „Zum Hiebl-Wirt“ in Neukirchen. Von Sophie Schattenkirchner „Ja, ich bin ein Wirtshauskind“, sagt Ilona Schießl und lacht, „ich war schon immer mit dabei“. Vielleicht ist das der Grund, weshalb sie das Volksfest, die Wiesn und all die kleinen Festl und Fahnenweihen ganz ohne Blessuren übersteht, ohne Magnesium, ohne Jammern. „Weil’s mir einfach Spaß macht.“ Ilona Schießl ist gelernte Köchin und Konditorin, arbeitet im Gut Haggn im Büro. Schon als Kind hat sie im Kult-Gasthaus „Zum HieblWirt“ mitgeholfen. 2024 schlossen ihre Eltern den Gasthof, einen Familienbetrieb über fünf Generationen hinweg. Irgendwann sagte ihr Schwager zu ihr: „Komm’, wir probieren das jetzt mal mit dem Bedienen.“ Seitdem arbeitet sie im Festzelt Lechner. „Es ist ein anderer Stress als im Wirtshaus, ein geballter Stress. Aber das Schöne ist, dass man mit so vielen verschiedenen Leuten ins Schmatzen kommt.“ Morgens gegen 8 Uhr startet die 38-Jährige mit ihrem Team vom Bayerischen Wald aus Richtung Straubing. Ihre Tradition: Erst einmal gemeinsam im Bierzelt frühstücken, bevor der Trubel losgeht. Zu fünft kümmern sie sich um 31 Tische. Ilona Schießl ist für das Essen zuständig, kann je nach Art bis zu zwölf Gerichte tragen. Für das diesjährige Volksfest hat ihr ihr Mann Armin einen neuen Schlitten zusammengebaut. Circa um 1 Uhr ist sie wieder daheim in ihrem Haus in Neukirchen, oberhalb der früheren Gaststätte. Dann wäscht sie erst einmal Dirndl, Schürze und Bluse, duscht und schaut ein bisserl TV, „zum Runterkommen“. Luxus sei in Straubing – im Vergleich zur Wiesn –, dass sie in ihrem eigenen Bett schlafen kann. Es gibt Bedienungen, die gehen nach dem Arbeiten noch Furt und machen Party, dann gibt es die Alteingesessenen, die schon immer da sind und schon zum Inventar gehören, jedes Jahr schnuppern welche rein, sind nervös, ob sie es durchstehen. „Es ist auf jeden Fall eine eigene kleine Welt“, sagt Ilona Schießl, „ein großes Miteinander, eine große Familie“. Das Geld, das sie sich durchs Bedienen dazuverdient, kommt meistens in die Urlaubskasse der Familie. Darüber freuen sich vor allem ihre beiden Kinder, die dann auch verstehen, warum Mama mal ein paar Tage so gar keine Zeit für sie hatte. „Sie kann halt ned ohne ihr Volksfest“, sagt ihr Mann Armin und lächelt. ♦ Ilona Schießl bedient im Festzelt Lechner. Foto: Markus Scheuerer Ohne welchedreiDinge würden Sie das Volksfest nicht überstehen? Ilona Schießl, gebürtige Hiebl aus Neukirchen, seit 2017 Bedienung im Festzelt Lechner: „Ich brauche unbedingt etwas Süßes wie Gummibärchen und Schokolade für zwischendurch, Schuhe mit weichen Sohlen und natürlich mein Team.“ 7 8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August
8. - 18. August 2025 Gäubodenvolksfest Ostbayernschau 9.- 17. August 8 Ursprünglich, regional, ohne Chichi Festwirtsfamilie Krönner hat die Fassade des Zelts nach Süden versetzt, um mehr Plätze im Freien zu schaffen, und eine komplett neue Speisekarte nach dem Motto „Heimatküche“. Von Sophie Schattenkirchner Frischer Brunnenkressesalat, hausgemachtes Eis, geeister Kaiserschmarrn, mehr – reservierbare – Plätze im Freien: so reagiert Festwirtsfamilie Krönner auf die vergangenen Hitzevolksfeste. 3.460 Plätze fasst das Zelt innen und außen, ausgeschenkt wird Bier der Schlossbrauerei Irlbach. „Die Leute sollen wieder zueinanderfinden, miteinander kommunizieren“, sagt Josef Krönner. Es sei die Aufgabe eines Volksfests, dieGemeinschaft zu stärken, findet Magdalena Krönner, alle Altersschichten sollen zusammenkommen. „Das Volksfest soll einen Funken Leichtigkeit versprühen“, sagt sie. Das Besondere sei, dass viele Weggezogene genau zu den elf Tagen wieder nach Straubing kommen und alte Bekannte treffen, sagt Andreas Krönner. Der kultigste Stammgast imFestzelt Krönner ist der Wiesn-Schurli. „Er ist jedes Jahr bei uns“, sagt Josef Krönner. (Der Wiesn-Schurli heißt eigentlich Georg Mayrhofer, stammt aus Österreich, und ist bekannt dafür, jeden Tag auf dem Münchner Oktoberfest zu verbringen – und auch viele in Straubing.; Anm.d.Red.) Wie sind die Gäste des Festzelts Krönner? „Die sind gut drauf, die wollen Spaß haben und Leute treffen, die sie das ganze Jahr über nicht sehen“, sagt Josef Krönner. Vor allem an der Krönner-Bar kommen die Leute zusammen. „Hier kann man natürlich auch neue Leute kennenlernen“, sagt Andreas Krönner und lacht. Gut essen und trinken im gemütlichen Bierzelt und eine Fahrt mit dem Riesenrad, das gehört für Josef Krönner zu ein paar schönen Stunden auf dem Volksfest. „Heimatküche“: So lautet das Motto der neuen Speisekarte. Zurück zu den ursprünglichen Wurzeln, „ohne Chichi“, sagt Josef Krönner. Schöne Brotzeiten, bodenständige Speisen von regionalen Anbietern – wie Frischezentrum Kreipl, Wimberger Metzger, Bäckerei Schifferl, Gärtnerei Brunner Hof. Gerade in den vergangenen heißen Volksfesten sei die kalte Küche im Zelt gewachsen. Nun hat die Familie die ganze Speisekarte überarbeitet: Es gibt selbergemachtes Glaslfleisch, Pichelsteiner, Kutteln. Außerdem geeisten Kaiserschmarrn und hausgemachtes Eis im Glas, sagt Andreas Krönner. Erfrischend sei bei über 30 Grad auch ein Brunnenkressesalat, sagt Magdalena Krönner. Wichtig ist der Familie zu betonen: „Nur zwei unserer Gerichte kosten über 20 Euro.“ Neu ist außerdem der Aufbau des Zelts: Die Fassade ist dieses Jahr weiter Richtung Stadt versetzt, dadurch haben sich die Außenplätze verdoppelt. Hier kann man auch Tische reservieren. Die Nachfrage nach solchen Plätzen sei sehr groß gewesen, sagt Magdalena Krönner. Diese Plätze verfügen über Lehnen und sind mit Tischdecken dekoriert. Besondere Termine im Festzelt sind am ersten Sonntag, 10. August, die österreichische Partyband Die Draufgänger. Am Donnerstag, 14. August, treten abends die Blechzipfl auf. Am zweiten Samstag, 16. August, von 11.30 bis 15.30 Uhr gibt es die Tanzbodenlust mit Tanzmeisterin Veronika Schweikl. Die liebstenLieder auf dem Volksfest von Josef Krönner sind der Bayerische Defiliermarsch und das Kufstein-Lied. Für Magdalena Krönner gehört „Fürstenfeld“ untrennbar zum Gäubodenvolksfest. Richtig nervige Volksfesthits? „Man bemerkt vieles gar nicht mehr, man hört weg“, sagt Andreas Krönner und lächelt. Anstrengend sei aber auf jeden Fall „Angels“ von Robbie Williams. Viele Mitarbeiter der Krönners fahrenanheißen Tagen in ihrer Pause Wasserrutsche. Außerdem gibt es einen Wasserspender für alle Angestellten, sagt Andreas Krönner. Die Familie selbst versucht, sich nachmittags kurz auszuruhen. „Ein Powernap tut gut“, sagt Josef Krönner und lächelt. Was viele Besucher im Festzelt sehr genießen: einen Cold-Brew-Coffee von Rehorik. Der Wunsch von Festwirtsfamilie Krönner für das Volksfest 2025 ist ganz klar: „25 Grad und leicht bewölkt.“ ♦ Josef Krönner (2.v.l.) mit seiner Frau Elisabeth (Mitte), Magdalena Krönner (2.v.r.) mit Ehemann Patrick Krönner-Langer (rechts) sowie Andreas Krönner (links). Foto: Familie Krönner Podcast und Flirtdeckel Die Tigers-Fans Andi Schunk und Robert Berger sprechen im idowaPodcast „Straubinger Strafbank“ über die DEL und alles, was es zum Thema Eishockey am Pulverturm gibt. Am Sonntag, 10. August, 10.30 Uhr, wird am Stand der Mediengruppe Attenkofer in Halle 14/15 auf der Ostbayernschau ein Live-Podcast aufgezeichnet. Die Experten reden mit Tigers-Fan über folgende Themen: Wie findet ihr den Kader für diese Saison? Wer ist für euch der beste Neuzugang? Wo landen die Tigers in der Tabelle? Der Podcast ist nach der Aufzeichnung auf Spotify zu finden. Andi und Robert stehen danach noch für weitere Gespräche zur Verfügung. Es gibt Fan-Artikel zum Podcast zu kaufen, wie Caps, Hoodies, Feuerzeuge und Flaschenöffner. Bereits seit einiger Zeit liegen die Bierdeckel zum Start der idowaSingle-Couch aus, wie beispielsweise im Gasthaus „Zum Geiss“ und der dazugehörigen Bussi-Bussi-Bar. Auch am Stand der Mediengruppe auf der Ostbayernschau können Besucher die Flirtdeckel mitnehmen. -phi- „Hock di her!“ Die nicht ganz so bierernste Singlebörse: Mit der idowa Single-Couch auf dem Volksfest die Liebe finden Von Manuel Krüger Das Gäubodenvolksfest ist nicht nur das zweitgrößte Volksfest Bayerns, sondern auch die größte Partnerbörse der Region. Unzählige Paare finden in der Fünften Jahreszeit zusammen. Seit über zwei Jahrzehnten hilft die Mediengruppe Attenkofer mit, dass zünftige Volksfestmädels und -burschen auch den richtigen Deckel für ihren Topf finden. Die Single-Couch steht dafür erneut an den ersten drei Volksfesttagen (Freitag, Samstag und Sonntag, 8., 9. und 10. August) jeweils ab 19 Uhr bereit. Zum 22. Mal wird sie heuer am Eck des Nothaftzeltes mit Blick auf das Riesenrad positioniert. Mitgemacht haben bislang rund 2.700 Singles. Das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, nur nach unten: Die Teilnehmer müssen volljährig sein. Wie funktioniert’s? Die Moderatoren Germann, Annabel und Sebastian befragen Singles zu Hobbys, Stärken und Schwächen und vor allem, wie er oder sie sich seinen Traumpartner oder seine Traumpartnerin vorstellt. Für jeden Teilnehmer gibt’s außerdem direkt vor Ort wieder ein paar kleine Geschenke. Die Videos der Gespräche werden anschließend auf idowa.de hochgeladen und mit etwas Glück antwortet ein interessierter Single und flirtet den Teilnehmer direkt über ein Kontaktformular an. Nach dem Gäubodenvolksfest beginnt die Wahl zum besten weiblichen und männlichen Single aus der Region – Miss und Mister SingleCouch. Den Gewinnern der diesjährigen Single-Couch-Ausgabe winkt wieder ein Korb mit brauchbaren Dingen für die Fünfte Jahreszeit. Miss und Mister Single-Couch des Jahres 2025 können sich unter anderem auf einen Gutschein für einen gemütlichen Abend im Wirtshaus und einen Maßkrug freuen. ♦ Seit über zwei Jahrzehnten hilft die Mediengruppe Attenkofer beim Verkuppeln. Foto: Manuel Krüger Auf geht’s ins Krönner! www.festzelt-kroenner.de · festzelt@kroenner.de · Telefon 09421 9891200 Wir freuen uns auf Ihren Besuch! ImFestzelt Krönner servieren wir Ihnen bayerischeHeimatküche, die mit viel Liebe und Sorgfalt aus frischen, regionalen Lebensmitteln zubereitet wird. Für unsere traditionellen Gerichte beziehen wir hochwertige Wurst von der Metzgerei Wimberger, bestes Geflügel vomGeflügelhof Großausdem Rottal und knackiges Gemüse vomBrunner Hof aus Oberschneiding sowie bestes Fleisch vomFrische Zentrum Kreipl, das für geprüfte Qualität aus der Region steht. Unsere Brotzeiten werden mit herzhaften Backwaren der Bäckerei Schifferl aus Bogen ergänzt. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis durch die feinen Biere der Schloßbrauerei Irlbach, die für echte bayerische Braukunst steht. So verbinden wir in unserer Heimatküche beste Qualität, kurze Wege und echte bayerische Tradition – für ein genussvolles Gäubodenvolksfest mit vertrautem Geschmack und echter Gastfreundschaft. Freitag, 08.08.25 Blech Blos’n Samstag, 09.08.24 Die Münchner G’schichten Sonntag, 10.08.25 Die Draufgänger Montag, 11.08.25 Herb’n Beets Dienstag, 12.08.25 Input Mittwoch, 13.08.25 Högl Fun Band Donnerstag, 14.08.25 Blechzipfl Freitag, 15.08.25 LECK O’MIO Samstag, 16.08.25 Tanzbodenlust: Mit Veronika Schweikl vom Kocherlball München. Königlich Bayerisches Vollgasorchesters Sonntag, 17.08.25 Die Voigranaten Montag, 18.08.25 Blech Blosn Unsere Heimatküche: Qualität, Regionalität, & Tradition Musikprogramm:
RkJQdWJsaXNoZXIy MTYzMjU=