Frohe Weihnachten!

Eine Sonderbeilage der Landauer Zeitung Dezember 2025 Fr he Weihnachten Informationen und Glückwünsche der Geschäftswelt aus Ihrem Ort Besinnliche Gedichte und liebevolle Zeichnungen Großes Weihnachtsrätsel

Die Wochen vor Weihnachten fühlen sich oft wie ein Wettlauf an: voller Erwartungen, Terminen und kleiner Dringlichkeiten. Die Straßen sind voll mit Menschen, die – wie ich selbst – noch auf der Suche nach Geschenken sind. In den Geschäften erklingt schon seit Wochen weihnachtliche Musik, aber mir fällt es schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Die Tage sind gefüllt mit To-dos: Das wollte, das könnte, das sollte ich noch erledigen, bevor das Jahr zu Ende geht. Und manches muss man dann tatsächlich noch erledigen. Irgendwann hilft auch das endlose Aufschieben nichts mehr. Für mich ist es jedes Jahr dasselbe Phänomen: Gerade dann, wenn die „staade Zeit“ anbrechen sollte, scheint sie vielen von uns am wenigsten „staad“ zu sein. Vielleicht ist es gerade deshalb so wichtig, innezuhalten. Nicht lange, manchmal reicht ein Atemzug. Ein kurzer Blick aus dem Fenster auf die weihnachtlich geschmückten Straßen und Häuser oder auch ein gemeinsamer Glühwein mit Menschen, die einem wichtig sind. Weihnachten erinnert uns daran, dass es oft schon die kleinen Augenblicke sein können, die uns ein wenig Glück bringen. Bei all der Hektik und dem Stress vergessen wir das aber nur allzu oft. Die Adventszeit ist aber auch geprägt von Traditionen und Ritualen. Das gemeinsame Schmücken des Christbaums, das Erzählen jener Anekdoten, die zwar schon hunderte Male erzählt wurden, einen aber dennoch wieder zum Schmunzeln bringen. Diese Momente im Kreis der Familie oder Freunde geben Halt in Zeiten, in denen nicht jeder Blick in die Zukunft nur Zuversicht bereithält. Denn auch 2025 war für viele ein Jahr voller Herausforderungen. Manches hat uns überrascht, anderes hat uns sicherlich einiges an Überwindung gekostet. Umso wertvoller sind jene Begegnungen, die uns gestärkt haben. Menschen, die mit uns gelacht haben, uns unterstützt oder inspiriert haben. Weihnachten lädt uns ein, diese Dankbarkeit bewusst wahrzunehmen. Und sie auch zu teilen. Nicht jeder erlebt diese Zeit im Kreis der Familie oder mit Freunden. Umso bedeutsamer sind kleine Gesten: ein Anruf, aufmunternde Worte oder einfach nur zuhören. Oft sind es genau diese Dinge, die die wahre Weihnachtsbotschaft weitertragen: Menschlichkeit, Mitgefühl und ein friedvoller Umgang miteinander. Wenn wir in diesen Tagen zur Ruhe kommen, können wir erkennen, was wirklich zählt: Frieden, Gesundheit, Gemeinschaft. All das sind Werte, die niemals selbstverständlich sind. Wer es schafft, sich dem Zauber dieser besonderen Zeit zu öffnen, geht mit einem leichteren Herzen durch das Leben. Die Mediengruppe Attenkofer und die Geschäftswelt wünschen Ihnen und Ihren Liebsten schöne Festtage und ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest. Marie Burgmeier, Laberweinting, 13 Jahre Pia Schatt, Schwarzach, 12 Jahre Katharina Straubinger Simbach, 14 Jahre Ein herzliches Dankeschön für die rege Teilnahme an unserem Wettbewerb. Unsere Glücksfee hat aus der großen Anzahl der Einsendungen diese 3 Gewinner gezogen: Unsere Gewinner Die (fast) vergessene Weihnachts-Botschaft Kleine Momente des Glücks zum Ende eines bewegten Jahres

Glückwünsche aus Landau Plattling * Aktion gültig am Mo. 29.12., Di. 30.12. und Mi. 31.12.25 gegen Vorlage der Globus Baumarkt Bonuskarte. Ausgenommen Werbeartikel aus dem Aktionsfaltblatt (KW01, gültig von 29.12.25 - 03.01.26), preisreduzierte Ware, Brennstoffe, Gasflaschen (Flasche und Füllung), Lebensmittel, Pfandartikel, Gastronomie, Verlagsartikel, lebende Tiere, Geschenkgutscheine, Waschstraße, Tankstelle, Online-Shop und Dienstleistungen. Preisreduzierung erfolgt direkt an der Kasse. Bestellungen müssen am selben Tag bezahlt werden. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen. Jetzt beantragen 20RABATT AUF ALLES* EXKLUSIV mit Kundenkarte! Mo. 29.12. - Mi. 31.12.25 Frohe Weihnachten! HABERL Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung: Haberl Reisen, Josef Haberl e. K. Birkenweg 9, 94574 Wallerfing Tel. 0 99 36/90 20 43 www.haberl-busreisen.de Wir wünschen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr. Reisen Sie mit uns auch im Jahr 2026 an die schönsten Urlaubs- und Ausflugsziele. WIR BERATEN SIEGERNE. IHRE FAMILIE HABERL Sepp HAUNFELLNER Sattlermeister Hinteres Dorf 50 · 94405 Oberhöcking Tel.09951/59592 · Fax 09951/599841 www.haunfellner.de Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht SATTLEREI POLSTEREI & » KFZ-Ausstattungen » Cabrioverdecke » Motorradsitzbänke » Planen für Autoanhänger Wildthurn Quellenstr. 2 Tel. 0176/57878309 Tel. 09956/905056 k-apfelboeck@t-online.de Frohe Weihnachten wünscht Ihnen Der Altersverein Landau wünscht frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr! Die Vorstandschaft Ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr wünschen wir allen unseren Kunden, Freunden und Bekannten. Schwanenweg 6 · 94405 Reichersdorf Telefon 09956/90030 · Fax 90031 www.rinner-riedinger.de · E-Mail: rinner-riedinger@freenet.de Seit über 100 Jahren ! •Zimmerei • Holzrahmenbau • Altbausanierung • Dachdeckerei • Spenglerei • Asbestentsorgung Telefon: 09951/6049144 · Internet: www.zum-oberen-krieger.de Landauer Traditionswirtshaus seit 1589 Wir wünschen unseren Gästen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. E E E E E E E E Der Zaubercent Weihnachtszauber im Herzen der Stadt Landau begeistert Jung und Alt und entschleunigt Landau. (as) Er steht das ganze Jahr über im Heimatmuseum. Still. Geduldig. Ein gläserner Kasten, darin ist eine kleine Kirche. Kein Schild weist groß auf ihn hin, kein Licht blinkt. Wer ihn kennt, bleibt stehen. Wer ihn nicht kennt, geht oft vorbei, bis jemand sagt: „Schau, da ist er.“ In der Adventszeit wird es rund um das Heimatmuseum lebendig. Der Christkindlmarkt breitet sich in und um das alte Weißgerberhaus aus. Der Duft von Glühwein und Gebäck liegt in der Luft. Viele Besucher kommen herein, um sich aufzuwärmen und manche bleiben dann vor dem Kasten stehen. So mancher greift in die Tasche und wirft zwanzig Cent ein. Fast wie von selbst. Als Kinder wussten wir genau: Drinnen ist das Christkind. So hat man es uns gesagt. Ob es wirklich das Christkind ist oder vielleicht doch eher ein Engerl, darüber wurde nicht nachgedacht. Das war nebensächlich. Wichtig war nur, dass es herauskommt. Und dass man dabei sein durfte. Bei Einwurf dreht die Figur ihre Runde Die Münze fällt hinein. Ein leises Geräusch. Dann erhellt sich die ganze Szene. Aus dem Türbogen der kleinen Kirche scheint ein Licht. Langsam, fast feierlich kommt eine Figur heraus. Sie geht einmal um die Kirche rundherum, zieht ruhig ihre Bahn. Keine Hast, kein Ruckeln. Alles wirkt geordnet, ruhig, fast andächtig. In meiner Erinnerung wurde früher eine kleine Melodie dazu gespielt. Ganz leise, nur ein paar Töne, die den Moment begleitet haben. Heute ist es still. Keine Musik mehr. Nur das sanfte Summen der Bewegung. Und vielleicht passt genau das noch besser dazu. Heute stehen im Heimatmuseum manchmal Kinder vor dem gläsernen Kasten, mit großen Augen. Oder auch Erwachsene. Sie werden auf einmal ruhig. Manche lächeln, andere schauen ganz versunken. Wenn die Figur ihre Runde beendet hat, geht sie wieder hinein. Die Tür schließt sich. Das Licht geht wieder aus. Ende. Der Kasten weckt Erinnerungen an früher Mehr passiert nicht. Und doch ist es genug. Früher stand der gläserne Kasten lange Zeit im einstigen Landauer Krankenhaus, das es heute nicht mehr gibt. Viele erinnern sich noch gut daran. An das Warten auf dem Krankenhausgang, an die festen Schritte auf dem Linoleumboden, an das kleine Grüppchen Kinder davor. Damals war es ein Zehnerl, das man einwarf. Manchmal hatte man eins, manchmal nicht. Und wenn nicht, musste man lieb fragen. Dann kam dieser kurze Moment, auf den man sich gefreut hatte, als das Zehnerl durch den Schlitz geworfen war, sich das Licht einschaltete und die kleine Figur aus der Kirche kam. Heute steht der Automat im Heimatmuseum. Das Holz ist alt, das Glas ein wenig blind, die Kirche innen schlicht. Wie die Technik genau funktioniert, weiß kaum jemand. Irgendwo drinnen setzt sich etwas in Bewegung, dreht seine Runde und kommt wieder zur Ruhe. Mehr muss man nicht wissen. Manch Besucher erzählt, dass sie als Kinder fest daran geglaubt haben, dass da wirklich etwas Besonderes passiert. Kein Trick, kein Spielzeug. Sondern ein kleines Wunder, wenn das Christkind oder der Engel aus der Tür herauskam. Und wenn sie heute mit ihren Enkeln davorstehen, vor dem gläsernen Kasten, geben sie genau dieses Gefühl weiter. Vielleicht liegt genau darin sein Zauber. Er erklärt sich nicht. Er braucht keine Musik mehr. Er macht keinen Lärm. Er ist einfach da. Eine kleine Kirche. Eine Figur, die ihre Runde geht. Zwanzig Cent. Ein paar Sekunden Zeit. Und plötzlich ist sie wieder da, diese stille Freude von früher. Und wenn man sich danach wieder hinaus begibt, hinein in den Trubel des Christkindlmarktes, nimmt man etwas mit, das sich nicht kaufen lässt. Einen Gedanken, ein Bild, ein Gefühl. Vielleicht ein Lächeln aus der eigenen Kindheit. Vielleicht die Erinnerung an eine Hand, die früher die Münze gereicht hat. Der Kasten bleibt zurück, unverändert, verlässlich, Jahr für Jahr. Er funktioniert einfach. Leise. Beständig. Und doch hat er etwas in Bewegung gesetzt. Nichts aus Holz und Zahnrädern, sondern im Inneren der Menschen. Echte Entschleunigung Denn für diesen kurzen Moment hat man ja etwas gesehen, das man nicht erklären muss, vielleicht einen Engel. Oder, wer weiß, sogar das Christkindl? Und man weiß, dass manche Dinge nur dann wirken, wenn man ihnen Zeit lässt und dass Weihnachten genau in solchen Augenblicken lebt: Wenn man stehen bleibt, still wird und etwas zulässt, das größer ist als der Alltag. Kein großes Zeichen, kein lauter Beweis. Nur ein kleines Geschehen hinter Glas, das für einen Moment Wärme schenkt. Und das reicht. Gerade an Weihnachten. Ist es ein Engel oder gar das Christkindl, das da aus der Tür kommt? Foto: Andrea Schwarzmeier

Glückwünsche aus Landau Allen Ärzten, Patienten und Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr! Herzlichen Dank für das Vertrauen und die Treue. Straubinger Straße 23 94405 Landau Telefon 09951/9871-0 www.ftz-lehermeier.de WWW.AUTOGLAS-LANDAU.DE Landau Walnußweg 1 94405 Landau Telefon 09951/5702 www.autoglaslandau.de Dingolfing Dr. Josef-Hastreiter-Str. 26 84130 Dingolfing Telefon 08731/3254949 www.dingolfingerscheibenservice.de Einbau und Verkauf von Kfz-Windschutzscheiben Steinschlagreparaturen Kostenloser vor-Ort-Service! U ! ! ! ! ! ! ! Kfz-Meisterbetrieb Thomas Amann Boschstraße 10 · 94405 Landau ☎0160/93903295 • Reparaturen aller Marken • Unfallinstandsetzung • Windschutzscheiben-Service • Wartung u. Kundendienst Frohe Weihnachten wünscht Wir haben Urlaub von 23.12.2025 – 6.1.2026. ★ ★ ★ ★ Golfpark Landau/Isar Rappach 8, 94405 Landau Tel. 0 99 51 / 59 91 11 oder 77 61 Fax: 09951/59226 info@golfpark-landau.de www.golfpark-landau.de Ein frohes und friedliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr! wünscht seinen Kunden und Geschäftsfreunden frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr! Ein frohes Weihnachtsfest und für den Start ins neue Jahr alles Gute, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen wünscht allen Kunden, Freunden und Bekannten Familie Isar-Café Inh. Winzinger Straubinger Straße 11 · 94405 Landau Telefon 09951/5709 www.isarcafe-landau.de Wir wünschen unseren Kunden und Gästen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr! Heiligabend von 6.00 bis 12.00 Uhr geöffnet! 1. und 2. Weihnachtsfeiertag geschlossen! 27. bis 31. 12. 2025 von 6.00 bis 12.00 Uhr geöffnet, 1. bis 6. 1. 2026 geschlossen. Kein Licht? Kein Strom? Wir kommen schon... Damböck Elektrotechnik GmbH An der Höll 12 94405 Landau – Niederhöcking Telefon: 0 99 51 / 59 97 41 Mobil: 0174 / 636 8844 Mail: info@d-elektro.eu Wir wünschen frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!                         Wir wünschen unseren Kunden, Freunden und Bekannten frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Firma Tobias Kirschner Amselstraße 31 – 94405 Landau – Telefon 01 60 / 3 70 83 87 All unseren Kunden, Freunden und Bekannten wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest, Glück und Gesundheit im neuen Jahr! 5 5 5 5 5 5 5 5 5 c 5 5 Weihnachten zu zweit Als die Familie geht, bleibt Marta: Eine polnische Betreuungskraft, eine alte Frau und ein Heiliger Abend, an dem Nähe wichtiger ist als Herkunft. Landau. (as) Als die Familie gegangen ist, wird es still im Haus. Die Tür fällt nicht laut ins Schloss, sie schließt sich vorsichtig, fast entschuldigend. Die Kinder haben Oma Theresia (Namen auf Wunsch geändert) noch einmal umarmt, die Enkel gewunken, dann sind die Stimmen im Flur verklungen. Marta bleibt. Theresia sitzt im Sessel, die Decke über den Knien. Neben ihr steht eine Tasse Tee, im Radio läuft leise Weihnachtsmusik. Sie isst Lebkuchen. Die vier Kerzen brennen am Adventskranz. Auf dem kleinen Tisch liegt ein gefalteter Zettel mit einem Wort: „Wigilia“. Marta hat ihn hingelegt. So heißt in Polen der Heilige Abend. Ein Abend, der nicht vom Gehen, sondern vom Bleiben handelt. Marta ist 58 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Krakau und arbeitet als Betreuungskraft. Viele nennen es Pflege. Für sie ist es mehr. Sie kocht, hört zu, hält Hände. Und an diesem Abend bleibt sie – auch nachdem die Familie da war. KeinAbend zum alleine sein Viele kennen so eine wie Marta in ihrem Dorf, Frauen aus Osteuropa, die für Wochen oder Monate hier leben und den Alltag älterer Menschen mittragen. „Heiligabend ist kein Tag, an dem Menschen allein sein sollen“, sagt Marta. Der Familienbesuch war schön, laut, voller Erinnerungen. Jetzt ist die Ruhe zurück. Marta setzt sich zu Theresia und nimmt ihre Hand. Ihre Haut ist dünn, warm, vertraut. In Polen ist dieser Abend der wichtigste des Jahres. Man wartet auf den ersten Stern am Himmel, setzt sich zusammen und teilt eine Oblate. Man wünscht sich etwas Gutes. „Ich wünsche mir nur, dass du bleibst“, sagt Theresia leise. Marta lächelt ein warmes, schlichtes, ehrliches Lächeln. Sie ist ja noch da. Zur selben Zeit sitzen Martas Kinder in Polen am Tisch. Die Kerzen brennen, der Tisch ist voll, jemand wartet noch auf den ersten Stern. Bevor gegessen wird, brechen sie die Oblate, wünschen sich Gesundheit, Ruhe, ein gutes Jahr. Ein Stuhl bleibt frei. Für die Mutter Marta, die heute fehlt. Danach probieren sie von jedem Gericht ein wenig, der Karpfen, die Suppe, die süßen Mohnnudeln. Später singen sie Weihnachtslieder, nicht perfekt, aber gemeinsam. Und zwischendurch schaut eines der Kinder immer wieder aufs Handy, ob eine Nachricht von Marta kommt. Der Baum im Wohnzimmer von Oma Theresia ist festlich geschmückt. Durchsichtige Glaskugeln hängen neben roten Kugeln, dazwischen Lichter und Sterne in Gold und Silber. Ihr warmes Licht fällt auf die kleine Weihnachtskrippe daneben. Das Jesuskind liegt darin, eingewickelt in einer Krippe aus Stroh, die Hände ausgestreckt, als würde es grüßen. Maria und Josef stehen dicht dabei, die Figuren alt, ein wenig abgestoßen, aber sorgfältig aufgestellt, so, wie Oma Theresia es seit Jahren macht. „Die Oma mag es so“, sagt Marta, die den Baum nach den Anweisungen von Oma Theresia geschmückt hat. Zum Abendessen am Heiligen Abend gab es für die beiden Kartoffelsuppe mit Würstchen. Als die Kirchenglocken läuten, sitzen die beiden Frauen still am Tisch und hören zu. Die Kerzen am Kranz brennen. Marta legt ihre Hand auf Theresias Schulter. Nähe braucht manchmal keine Worte. Später liest Marta noch einmal aus einer Weihnachtsgrußkarte vor, die auf dem Tisch liegt. Es sind einfache Sätze, sorgfältig geschrieben, gute Wünsche für die Feiertage. Theresia wischt sich über die Wange. „Du liest so schön“, sagt sie. Marta lächelt schüchtern. Sie liest langsam, deutlich, damit jedes Wort ankommt. Marta übt viel, damit alles gut verstanden wird. Dann klingelt das Telefon. Marta hebt ab und reicht es weiter. Es ist eine Cousine von Theresia, sie lebt in einem Seniorenheim und ruft nur kurz an. Die Stimmen sind leise, ein bisschen zittrig, aber vertraut. „Frohe Weihnachten“, sagen sie sich. Als das Gespräch endet, bleibt ein Moment Stille. Ein kleiner Gruß aus der Heimat Irgendwann klingelt Martas Handy. Videomodus. Auf dem Bildschirm erscheinen ihre Söhne, daneben die Schwiegertöchter, dazwischen die beiden kleinen Enkelkinder, dicht zusammengerückt vor dem Weihnachtsbaum. Sie rufen durcheinander, lachen, winken. Marta hält das Telefon mit beiden Händen. Die Tränen laufen ihr über die Wangen, sie versucht zu sprechen, bringt nur ein Lächeln zustande. „Schau her“, sagt sie leise und dreht das Handy zu Oma Theresia. Die alte Frau beugt sich vor, schaut neugierig auf den kleinen Bildschirm. Die Familie von Marta ist ihr vertraut, obwohl sie sie nur vom Handy kennt. „Frohe Weihnachten, Oma“, sagen sie auf Deutsch, ein wenig holprig, aber herzlich. Theresia lächelt und hebt die Hand zum Gruß. Marta steht zwischen beiden Welten, lächelnd und weinend zugleich. Ihre Familie ist weit weg und für einen Moment doch ganz nah, doch Marta ist heute Abend genau dort, wo sie gebraucht wird. Weihnachten ist für Marta heute nicht Polen und nicht der volle Tisch ihrer Familie in der Ferne, sondern diese Seniorin in Deutschland, in einem Haus am Rande eines Dorfes. Weihnachten ist für Marta heute nicht dort, wo sie herkommt, sondern dort, wo sie bleibt. Später bringt Marta Theresia ins Bett, deckt sie zu und setzt sich noch einen Moment zu ihr. „War es ein gutes Weihnachten?“ fragt sie. „Das Beste, das ich haben konnte“, sagt Theresia. Alleine in der Küche bricht Marta ein Stück Oblate ab. Für ihre Familie. Für Theresia und ihre Familie. Für ein gutes Jahr. Dann geht sie noch einmal zurück an das Bett zu Oma Theresia, setzt sich auf den Stuhl daneben und beginnt zu singen. Es ist ein polnisches Wiegenlied. Theresia versteht die Worte nicht, aber sie hört. Ihr Atem wird ruhig, gleichmäßig. Und in dieser stillen Nacht ist es Marta, die bleibt. In dieser stillen Nacht ist es Marta, die bleibt. Fotos: Andrea Schwarzmeier Gläserne Kugeln hängen am Weihnachtsbaum fern der Heimat.

Glückwünsche aus Landau Der Kreis-Caritasverband Landau a. d. Isar e. V. wünscht im Namen aller Dienste: die Allgemeine Sozialberatung, die Beratungsstelle für seelische Gesundheit, die Fachstelle für Pflegende Angehörige, die Flüchtlings- und Integrationsberatung, das Zuverdienstprojekt „LanZE“, die Offenen Behindertenarbeit, die Sozialstation - mit der Ambulanten Pflege, Hauswirtschaftlichen Versorgung, Essen auf Rädern, Tagespflege Simbach und Hausnotruf und das Tageszentrum „Frohsinn“ … ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr Dr.-Godron-Str. 3 94405 Landau a. d. Isar Tel. 09951/98 51-0 www.caritas-landau.de Wir wünschen unseren Kunden, Geschäftspartnern, Freunden und Bekannten ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Dahlke Bau GmbH Tief-, Pflaster-, Erdbau Seidlwiese 6 • 94405 Oberhöcking Telefon 09951/590978 E-Mail: info@schreinerei-schott.de www.schreinerei-schott.de Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute zum Jahreswechsel wünscht Gesegnete Weihnachten und ein gesundes neues Jahr! Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr. Martin Laimer Gartenweg 2 Tel. 09953/1315 94431 Großköllnbach kontakt@gruenwerk.info Renovieren – alles aus einer Hand! E Blumenweg 5 94405 Landau Ot. Zulling Telefon: 0 99 51/65 39 info@goettinger-bauelemente.de www.goettinger-bauelemente.de Küchenstudio Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr. Für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen bedanken wir uns herzlich! E E E Unser Betrieb ist vom 22.12.2025 bis 09.01.2026 GESCHLOSSEN. 5 22 E E E E E E E E E Fahrschule Wimmer Landau - Reisbach Telefon 0170/5278120 Dienstag und Donnerstag ab 18.30 Uhr Unterricht nd! Ausbildung aus einer Hand! Ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr!       Rappacher Stüberl Rappach 8 · 94405 Landau Tel. 09951/599122 o. 7761 Wir wünschen unseren Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.      Wir wünschen frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr! ★ ★ ★ ★ ★ ★ ENZINGER AUGENOPTIK ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ Tel.: 0 99 51 / 57 77 Viehmarktstraße 5, 94405 Landau www.optik-enzinger.de – info@optik-enzinger.de Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr. Privatpraxis für Physiotherapie Heilpraktiver für Physiotherapie Im ehemaligen Gästehaus Numberger Rainer Spranz-Linke Bachelor of Science für angewandte Therapiewissenschaften (HS Fresenius München) • Private Kassen • Zusatzversicherung (Heilpraktiker) • Selbstzahler Behandlung auch ohne ärztliches Rezept möglich. www.physio-spranz-linke.de Dr.-Aicher-Str. 2, 94405, Landau, Tel. 0171 / 2 78 64 13 Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes neues Jahr wünscht allen Kunden, Freunden und Bekannten Hopf Landtechnik FAMILIE PFLÜGL MIT BELEGSCHAFT 94405 Kammern·Tel. 09951/8689           www. aufbereitung-adler.de frohe Weihnachten! aus Landau an der Isar wünscht Darf in keinem Jahr fehlen: der Landauer Christkindlmarkt Foto: Johannes Bäumel Anna Kainzbauer und Lena Gehrmann aus Landau, 10 und 11 Jahre

Glückwünsche aus Landau Siemensstraße 17 · 94405 Landau Tel. 09951/8681 · Fax 09951/5820 All unseren Kunden, Freunden & Bekannten wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest, Glück und Gesundheit im neuen Jahr! • Heizung • Sanitär • Spenglerei • Solartechnik • Brennwerttechnik • Alternative Energien          Betriebsurlaub von 22.12.2025 bis 11.1.2026.   E-Mail: info@eiselbrecher.de Allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern frohe Weihnachten und viel Glück und Erfolg im neuen Jahr TURNVEREIN LANDAU e.V. 1862 Pamela Schobner, Vorstandsvorsitzende Ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünschen Ihnen der CSU-Ortsverbandunddie CSU/JB/WGH-Fraktion Martin Wurster (Ortsvorsitzender) und Sebastian Rembeck (Fraktionsvorsitzender), Martin Aigner, Günter Gsödl, Melanie Härtl, Mia Hagn, Xaver Hagn, Josef Harrer, Mathias Plechinger, Dr. Helmut Steininger, Bernhard Willeitner POLITISCHE ANZEIGE•Sponsor: CSU Ortsverband Landau• Weitere Informationen unter ttpw.idowa.de/v8fQAW Der Spielmanns- und Fanfarenzug Landau wünscht seinen Mitgliedern, Freunden und Gönnern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr! Die Vorstandschaft Dingolfinger Straße 9 E-Mail: appinger-sh@t-online.de 94405 Landau a.d. Isar www.appinger-sh.de Tel.-Nr. 0 99 51 / 60 16 78 Wir wünschen allen unseren Kunden, Geschäftsfreunden und Bekannten frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026! Nußbaumstraße 14 · 94405 Landau/Thalham Telefon: 0 99 51/ 27 47 · guenther.prebeck@t-online.de www.pflasterbau-bagger-prebeck.de Wir wünschen allen gesegnete Weihnachten und ein gesundes glückliches neues Jahr Fam. Günther Prebeck Pflasterarbeiten Kanalanschlüsse Erdarbeiten-Tiefbau Betonabbau Kernbohrungen Abbrucharbeiten Fugenschneiden von Beton und Asphalt Erdrakete für grabenlose Leitungsverlegung Der AWO Kreisverband DGF-Landau e.V. wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest begleitet von Liebe, Freude und Ruhe sowieeingutes neues Jahr 2026 voller Zufriedenheit, Gesundheit und Glück. Wir wünschen unseren Kunden, Freunden und Bekannten ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2025. 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Einer dieser Schauplätze war an der französisch-belgischen Grenze, wo sich Engländer und Bayern Ende 1914 gegenüberlagen und unerbittlich bekriegten. In bisher zwei aufgefundenen Frontbriefen von bayerischen Frontsoldaten des 16. und 17. Reserve-Infanterieregiments wird dieses unwirklich anmutende Zeichen der Völkerverständigung über alle Grenzen und Fronten hinweg bestätigt und beschrieben. Ein Soldat aus unserem Landkreis, aus dem Markt Teisbach, war an diesem denkwürdigen Geschehen an Weihnachten 1914 mit dabei, ebenso wie einige andere Soldaten aus dem Umkreis von Landau auch. Es war der Unteroffizier Josef Erl, seines Zeichens Metzgermeister aus dem nahen Markt Teisbach, der dieses geschichtliche Ereignis mit eigenen Augen miterlebte und zu Papier brachte. Er berichtet tief beeindruckt von der Begegnung mit den Engländern im Todesstreifen, im Niemandsland zwischen den Fronten am denkwürdigen Christtag 1914. Sein Brief von der Front an die Lieben in der Heimat wurde genau 100 Jahre später von mir beim Lesen alter Zeitungen im Januar 2015 wiederentdeckt. Er findet sich zum Nachlesen in der Ausgabe des „Landauer Boten und Anzeiger“ vom 8. Januar 1915. Es ist ein kleines Wunder, dass dieser Brief Josef Erls die militärische Zensur seinerzeit überstanden hat und überhaupt angekommen ist. Es war von den oberen Stellen der deutschen Heeresleitung nämlich gar nicht gern gesehen, dass irgendwelche Friedensszenen an der Front in der Heimat verbreitet würden. Man hätte ja Kriegsmüdigkeit unserer „Fronthelden“ vermuten können. Deshalb traf man rechtzeitig Vorsorge, dass sich sowas wie Weihnachten 1914 künftig nicht wiederholen würde, schon gar nicht am Fest des Friedens, der Geburt Christi, wenn der Krieg tatsächlich noch ein ganzes Jahr dauern sollte. Auch die englische Generalität erteilte den Befehl, dass „freundliche Kommunikation mit den gegenüberliegenden deutschen Truppen“ verboten sei und nicht stattfinden dürfe. Eine zutiefst humane Episode war es, die sich an Weihnachten an der Westfront unvermutet zutrug. Sie spielte sich in der Gegend der französisch-belgischen Grenze nördlich von Lille ab. Hier lagen zu der Zeit englische Einheiten, die die Nordfront der Franzosen verstärkten, kampferprobten bayerischen Truppen des 16. und 17. bayerischen Reserve-Infanterieregiments gegenüber. Das war in der Gegend von Mesen einer kleinen belgischen Grenzstadt. Josef Erl diente dort als Unteroffizier im 17er Regiment. Ein Regiment hat an die 2.000 Mann. Schwer beeindruckt von dem unwirklich und unmöglich scheinenden Geschehen schrieb Josef Erl gleich sein Weihnachtserlebnis nieder und schickte es per Feldpost ins Niederbayerische. Seine Angehörigen gaben den Brief seinerzeit an die Redaktion des „Landauer Boten und Anzeiger“ zur Veröffentlichung weiter, wo er abgedruckt wurde. Er ist ein äußerst wertvolles Zeitdokument und ein Zeugnis für den Friedenswillen des einfachen Volkes und der zum Kampf gezwungenen Soldaten auf beiden Seiten. Lesen Sie selbst: Flandern, Weihnachten 1914. „Seit Wochen steht hier alles am alten Platze. (Keine Bewegung an der Frontlinie, brutaler Stellungskrieg und verlustreiche Grabenkämpfe). Von uns wurde seit Langem kein Angriff mehr gemacht und verschiedene Angriffe der Engländer (südlich Ypern) wurden immer abgeschlagen. Das Weihnachtsfest haben wir gut zugebracht und wir alle haben reichlich Geschenke erhalten. Auch Münchener Bier bekamen wir, was uns natürlich ein Hochgenuss war. Die Weihnachtsfeiertage sind bei unserem Regiment vollständig ruhig verlaufen, trotzdem der vom Papst vorgeschlagene Waffenstillstand nicht angenommen war. „You no shoot, we no shoot!“ Die Truppen, wenigstens die unseren, machten einfach selber Waffenstillstand. Den Anfang machte ein Unteroffizier, namens Sebald von der neunten Kompanie, welcher sehr gut Englisch spricht. Er rief hinüber, man solle das Schießen aufhören, und erhielt ebenfalls sofort Antwort, dass man ebenfalls gewillt sei, heute nicht zu schießen. (Sein Friedensangebot in holprigem Englisch: „You no shoot, we no shoot!“ Du nicht schießen, wir nicht schießen) Bei der zehnten Kompanie ließ Herr Leutnant Siman mit einem Christbaum aus dem Schützengraben heraus winken und auch diese Sprache wurde sofort verstanden. Die elfte Kompanie holte mit Erlaubnis des Kompanieführers, des Herrn Leutnant Dittmar, eine Glocke aus dem zusammengeschossenen Kloster von Mesen und fing damit an, zu läuten, so gut es eben ging. Dieses gegenseitige Verständnis dauerte eine Weile, dann stieg hier ein Mann aus dem Schützengraben heraus und dort ein Mann und bald standen Engländer und Deutsche zwischen den Schützengräben und Drahthindernissen beieinander und tauschten Zigaretten und sonstige Sachen aus. Man sprach miteinander, so gut es ging. Auch die Offiziere, darunter auch unser Bataillons Adjutant, der ebenfalls perfekt Englisch spricht, beteiligten sich an diesem kurzen Weihnachtsfrieden. Den Höhepunkt erreichte die Sache, als ein Engländer, vermutlich Friseur, einem deutschen Soldaten die Haare abschnitt, indem er sagte, dass diese bald so lang wären, dass man ihn für einen Inder halten könnte. (Inder waren als Hilfstruppen der Engländer auch an der Front im Einsatz. Indien gehörte ja zum Englischen Weltreich, dem Empire. Die Inder wurden von den Engländern belächelt wegen ihrer schulterlangen Haare, die sie zu einem Dutt auf dem Kopf zusammengebunden hatten). Wohl eine Stunde dauerte die Sache bereits, und noch immer >> Josef Erl, 1914 Foto: Archiv nik Unseren Kunden, Geschäftsfreunden, Bekannten und Mitarbeitern wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest sowie ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr. 94405 Niederhöcking – Tel. 09951/9821-12 – bau@hobelsberger.de Unser Betrieb ist vom 22. 12. 2025 bis einschließlich 11. 1. 2026 wegen Urlaub geschlossen.

Glückwünsche aus Landau Perstorfer Telefon 09951/8875 Holunderweg 3 94405 Fichtheim Brennstoffe Erdarbeiten Abbrucharbeiten Frohe Weihnachten und die besten Glückwünsche zumneuen Jahr unseren werten Kunden und Freunden. Vom 29. bis 31. Dezember 2025 sind wir von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Am 2. Januar 2026 bleibt unser Geschäft geschlossen. Daniel Liebl Maurermeister Lindenstraße 8 94405 Landau a. d. Isar Tel. 0 87 34 / 93 777 14 Fax 0 87 34 / 93 777 63 Mobil 0160 / 94 79 75 67 www.bau-liebl.de E-Mail: info@bau-liebl.de Bauplanung Neubauten Umbauten Renovierungen Sanierungen Innenausbauten Innen- und Außenputz Vollwärmeschutz Daniel Liebl Maurermeister Lindenstraße 8 94405 Landau a. d. Isar Frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes neue Jahr! Ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr wünscht allen Kunden und Freunden MASCHINEN-STÖTTNER 94405 Mettenhausen · Telefon 0 99 56 / 3 30 Der BRK-Kreisverband Dingolfing-Landau wünscht allen Fördermitgliedern, allen Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Patienten, Tagespflegegästen sowie deren Angehörigen, allen Ärztinnen und Ärzten der hiesigen Kliniken und Praxen, allen Freundinnen und Freunden, Gönnern sowie allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen allen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2025. Werner Bumeder Andreas Endl Vorsitzender Kreisgeschäftsführer ein besinnliches Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr! h h h h Ihr Meisterbetrieb in Sachen Glas Straubinger Straße 78 b 94405 Landau · Telefon 0 99 51/5 92 14 Wir bedanken uns bei unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr. Fa. Walter Plechinger >> machten weder Deutsche noch Engländer Miene, wieder zurückzukehren und es bedurfte ganz energischer Befehle, um die Leute wieder zurück in die Schützengräben zu bringen. Denn so schön sich das auch ansieht, es muss eben seine Grenzen haben, damit nichts Ernstes wird, weil man eben den Engländern doch nicht viel trauen darf. (So unsere Offiziere, die befürchteten, dass die ganze Sache außer Kontrolle geraten könnte. Wir folgten widerwillig ihrem Befehl). Wohl allen wird dieser Abend unvergesslich bleiben, und keiner wird zurückgegangen sein, der nicht den Wunsch im Herzen gehabt hätte: „Ach, wenn es nur immer so bliebe!“ Gebe Gott, dass bald ein allgemeiner Friede den Menschen auf Erden beschieden sei und dass wir uns bald wieder in der Heimat des Friedens erfreuen mögen, den man erst jetzt wieder schätzen gelernt hat. Wie oft hat man draußen schimpfen hören über den Frieden und dass er für uns viel zu teuer sei. Aber wer das Kriegselend selber gesehen, wer die Verwüstungen geschaut, die ein Krieg anrichtet, der glaube ich, wird sicher die Überzeugung haben, dass der Friede überhaupt nicht zu teuer bezahlt werden kann.“ Dieser Frontbrief von Unteroffizier Josef Erl nach Teisbach an seine Familie, ist ein außerordentlich wichtiges Dokument, das belegt, dass es an Weihnachten 1914 tatsächlich einen spontanen Weihnachtsfrieden gegeben hat und Verbrüderungsszenen zwischen Deutschen, hier speziell Bayern, und Engländern stattfanden. Das Kämpfen und Töten hielt tatsächlich einen Moment inne, mitten im „heißen“, gnadenlos geführten Weltkrieg. Häufig wurde für diesen unerhörten Vorgang der Unterbrechung des Ersten Weltkriegs nur ein Josef Wenzl aus Schwandorf als Zeitzeuge zitiert, der einen ähnlichen Verlauf dieses denkwürdigen Ereignisses aufgezeichnet hat wie Josef Erl. Auch Wenzl befand sich zu diesem Zeitpunkt in Mesen in Westflandern. Josef Wenzl gehörte dem bayerischen Reserve-Infanterieregiment 16 an, Josef Erl dem 17. Beide Regimenter lagen und kämpften nebeneinander. Bei der Recherche nach der Familie Erl stellte sich heraus, dass es bis auf den heutigen Tag eine Metzgerei Erl in Teisbach am Marktplatz gibt, die vom Enkel des Unteroffiziers Erl geführt wird. Der Sohn des Briefschreibers Josef Erl, geboren 1921, lebte 2015 noch und berichtete, dass sein Vater im Jahr 1888 geboren wurde und mit 79 Jahren verstarb. Er übergab mir Fotos seines Vaters als Soldat und von ihm in späteren Jahren als Metzger und Viehhändler. NikSöltl Der Sohn des Briefschreibers Josef Erl, geboren 1921, lebte 2015 noch und berichtete, dass sein Vater im Jahr 1888 geboren wurde und mit 79 Jahren verstarb. Er übergab Nik Söltl (r.) Fotos seines Vaters als Soldat und von ihm in späteren Jahren als Metzger und Viehhändler. Foto: Nik Söltl Josef Erl, 1940 Es weihnachtet Ein Gedicht von Anita Menger Und wieder strahlen Kinderaugen, verklärt im kerzenhellen Raum. Und wieder tanzt der Weihnachtsmann mit Elfen durch den Kindertraum. Und wieder werden Blicke wärmer, wir öffnen leichter Herz und Hand. Und wieder singen wir von Liebe und Glück im Winter-Wunderland. Und wieder geht ein Jahr zu Ende. In feierstiller Winternacht erwacht erneut die scheue Hoffnung, dass die Vernunft uns einigmacht. Wunderweiße Nächte Gedicht von Rainer Maria Rilke Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge Silber sind. Da schimmert mancher Stern so lind, als ob er fromme Hirten brächte zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube bestreut, erscheinen Flur und Flut, und in die Herzen, traumgemut, steigt ein kapellenloser Glaube, der leise seine Wunder tut. Ein weihnachtlicher Blick nach Reichersdorf Foto: Johannes Bäumel

Glückwünsche aus Landau A U T O Verkauf Service Frohes Fest wünscht Franz Hauser Landau/Isar am Bahnhof Die Fraktionsmitglieder der UWG–FWG wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein besinnliches Weihnachtsfest und für das neue Jahr Glück, Gesundheit und Zufriedenheit. Xaver Nürnberger, Thomas Lorenz, Tobias Kirschner, Christian Loibl und Rosi Kagerer POLITISCHE ANZEIGE•Sponsor: UWG-FWG•Weitere Informationen unter ttpw.idowa.de/SlCTbB Ein gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr wünscht allen Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Freunden und Bekannten Familie Georg Froschauer Bauunternehmen Schlüsselfertiges Bauen · Verputzarbeiten Estriche · Altbausanierungen Wimpersinger Straße 12 · 94405 Landau-Steinhaus Telefon (09951) 8691 · info@froschauer-bau.de 2026 HÄRING-HUTTERER Haustechnik Heizungsanlage Installation Sanitär Quellenstr. 26•94405 Landau a.d. 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Es ist wohl zwischen Barock- und Biedermeierzeit entstanden und ein wahres Kleinod in der Krippenlandschaft unseres Landkreises. Ein besonderer Charme geht von ihm aus und das Steinfelskripperl ist der ganze Stolz der Landauer. Als meine drei Kinder noch klein waren, gehörte es zum Feiertagsprogramm zu Weihnachten, zum Bethlehem-Kripperl in die Steinfelskirche zu gehen und das Jesuskind in der Krippe zu besuchen. Einmal, vor gut dreißig Jahren, war ich wieder mal mit meinen Kindern beim Kripperlschauen in der Steinfelskirche. Aufmerksam lauschten sie meiner Erklärung des Geschehens in der Heiligen Nacht. Da hatte sich unbemerkt der Max Michtl, ein Landauer Original vom nahen Spitalplatz, zu uns gesellt und hörte ebenfalls zu. Unvermittelt mischte sich der alte Landauer in unsere Unterhaltung ein: „Merkst du es, da fehlt heuer wieder einer? Der gehört unbedingt da her. Da war er immer gestanden, seit ich denken kann.“ Er zeigte auf das freie linke Krippeneck mit den Stufen. Ich fragte: „Wer fehlt?“ „Der Deifi halt. Der gehört zu unserem Steinfelskripperl einfach dazu. Das ist ja gerade das Besondere an dem Kripperl, dass der Deifi drin ist. Das hab ich nirgends anderswo schon so gesehen. Nur bei uns!“ begeisterte sich der alte Michtl. „Gell, auf dich kann ich mich verlassen! Du machst was! Der muss wieder rein!“ So nahm er mich in die Pflicht. Ich besuchte tags darauf die Steinfelsmesnerin, die Frau Heisinger, die nur ein paar Häuser von der Steinfelskirche entfernt wohnt. „Stimmt es, dass früher im Steinfelskripperl auch der Deifi gestanden ist?“, fragte ich. Sofort ereiferte sie sich: „Hören Sie mir ja mit dem Deifi auf. Den stell ich nimmer auf, weil ich nur Scherereien mit ihm habe. Eine Frau hat gesagt, dass sie nie mehr in die Kirche rein geht, weil da der Teufel herinnen ist. Eine Mutter hat mir gesagt, dass ihr Kind das Kripperl nicht mehr sehen mag, weil es sich vor dem Teufel fürchtet. Der Deifi hat in unserer modernen Zeit in einem Kripperl nichts mehr verloren. Glauben Sie mir das! Darum habe ich ihn jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr aufgestellt. Dann kommen Sie jetzt daher und verlangen genau das Gegenteil.“ Als der Teufel zurückkam Ich bat sie darum, aber sie legte sich für die Zukunft nicht fest, vielleicht wollte sie sich auch erst noch mit dem Pfarrer absprechen, wie sie weiter verfahren sollte. In der laufenden Krippensaison änderte sich jedenfalls nichts mehr. Mein erster Blick beim Kripperlschauen im Jahr darauf fiel auf besagtes Kripperleck. Und tatsächlich, da stand er, der leibhaftige Deifi im Kripperl. Die Kinder drückten sich die Nase an der Glasplatte platt. Er hat alles an sich, was einem Deifi als körperliche Erkennungszeichen angedichtetwird. Auf der obersten Stufe der Steintreppe stehend, schleicht er sich mit grimmigem Gesichtsausdruck von der Bildfläche. Er ist ein nackiger Mann, dessen ganzer Körper mit einem rotbraunen Haarkleid bedeckt ist. Nur sein zornrotes Gesicht ist unbehaart. Er hat große rote Schweinsohren und einen braunen Ziegenbart. Sein linker Fuß ist ein Klumpfuß, ein Bockfuß. Eiligen Schrittes bewegt er sich vorwärts, was man an den mitschwingenden Armen erkennt. Es scheint, als verlasse er wütend und als Verlierer den Kampfplatz. Dazu passt auch, dass er seinen langen, bis zum Boden reichenden unbehaarten Schwanz eingezogenhat. Was hat den Teufel wohl so geärgert und erbost? Die Geburt des Jesuskinds hat ihm so zugesetzt und ihn faktisch entmachtet. Der Teufel kann von Natur aus nicht anders als das Gute zu hassen. So versuchte er mit allen Listen und Hinterlisten im Vorfeld die Geburt des Erlösers zu verhindern. Aber das ist ihm, Gott sei Dank, nicht gelungen, so erkläre ich meinen Kindern die Heilsgeschichte. „Was hat denn der Teufel so alles gemacht?“ fragen Sie mich. Zunächst einmal, so erzählte ich, hat er sich über den gewaltigen Schneesturm diebisch gefreut, den das heilige Paar, Josef mit Maria, auf seiner Reise in Richtung Bethlehem in den Bergen überstehen musste und es dort fast jämmerlich erfroren wäre. Noch dazu hat der Teufel die Wegweiser in Richtung Bethlehem absichtlich verdreht. Josef und Maria mit dem Kind im Leibe sollen sich im tiefen Wald verlaufen und nicht an ihr Ziel in Bethlehem ankommen. So fabuliere ich. Aber, wie ihr wisst, haben sie schließlich doch noch Bethlehem erreicht. Da spielte der Teufel noch seinen letzten Trumpf aus. Er verwandelte die Wirte des Ortes in ungemütliche und unfreundliche Menschenfeinde, die kaltherzig nur ihr eigenes Wohl sehen und armen Menschen die Türe verschließen. Aber in einem stinkigen Stall fanden Maria und Josef, neben Ochs und Esel, doch noch Platz für die Nacht. Es wurde die Heilige Nacht mit der Geburt des Erlösers. Der Teufel konnte es nicht verhindern und ärgerte sich maßlos darüber. Er war und ist der Verlierer auf der ganzen Linie im Kampf zwischen Gut und Böse und muss sich schleichen und von der Bildfläche verschwinden. Genau das zeigt uns das Kripperl hier in der Steinfelskirche! Darum brauchen wir vor dem Teufel auch keine Angst mehr zu haben, erklärte ich den Kindern. Der Teufel kann uns nichts mehr antun. Mit der Geburt vom Jesuskind ist der Teufel an die Kette gelegt worden. Mit dem Christkind ist das Gute in die Welt gekommen. NikSöltl Das alte, volkstümliche und wertvolle Kripperl mit holzgeschnitzten Figuren in der Landauer Steinfelskirche. Foto: Andreas Kerscher Der Teufel auf der oberen Stufe der Steintreppe. Foto: Nik Söltl

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Wenn Priester schauspielern Doch wer ganz tief in den Geschichtsbüchern blättert, findet Spuren, die noch weiter zurückreichen als 800 Jahre. Bereits im 10. Jahrhundert begannen Geistliche, die Weihnachtsgeschichte während der Messe szenisch darzustellen. Damals waren es jedoch keine Kinder, die in die Kostüme schlüpften, sondern Priester und Diakone. Sie spielten am Altar die Rollen der Hirten und Heiligen und verkündeten die frohe Botschaft – allerdings streng liturgisch und meist in lateinischer Sprache. Es war ein feierliches „geistliches Drama“, das weit entfernt war von der lebendigen, volkstümlichen Art, wie wir sie heute kennen. Erst Franz von Assisi holte das Geschehen später aus dem klerikalen Rahmen heraus und machte es für alle Menschen emotional erfahrbar. VomAltar in den Stall „Populär“, also auf das Volk ausgerichtet, wurde das Krippenspiel im Jahr 1223. Es war der Heilige Franz von Assisi, der im italienischen Greccio Geschichte schrieb. Er wollte den Menschen, die des Lateinischen in der Messe oft nicht mächtig waren, das Evangelium „begreifbar“ machen. In einer Felsenhöhle inszenierte er die Weihnachtsgeschichte mit lebenden Tieren – Ochs und Esel – und Menschen als lebendes Bild. Es war die Geburtsstunde nicht nur der „Krippen“, sondern auch des Krippenspiels. Franziskus holte das heilige Geschehen von der abstrakten Theologie herunter in den staubigen Alltag der Menschen. Genau dieser franziskanische Geist weht auch heute noch durch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, wenn Gemeindereferentin Lisa Rattei die Proben leitet. Für sie ist das Krippenspiel weit mehr als nur eine nette Aufführung vor der Bescherung. „Wir machen das aus Tradition, aber vor allem erreichen wir damit viele Familien, die sonst das ganze Jahr über vielleicht nicht in die Kirche gehen“, erklärt Rattei die Motivation hinter dem Projekt. In einer Zeit, in der der sonntägliche Kirchgang für viele nicht mehr zum Alltag gehört, dient das Krippenspiel als wichtiges Bindeglied. Es ist ein niederschwelliges Angebot für Familien, um Kontakt zur Pfarrei zu halten. Wenn es den Kindern gefällt und sie eine Aufgabe haben, kommen sie wieder – und bringen ihre Eltern mit. Es ist eine Einladung, die biblische Erzählung neu zu entdecken, und zwar in einer „kindgerechten, einfacheren und spielerischen Sprache“, wie Rattei betont. Das Casting: Eine Rolle für jedes Kind Die Vorbereitungen beginnen lange vor dem Fest und gleichen einem logistischen Puzzle. Die größte Herausforderung für das Organisationsteam ist dabei so simpel wie anspruchsvoll: „Dass jeder eine für sich passende Rolle findet“, so die Gemeindereferentin. Das Konzept ist dabei maximal inklusiv. Egal ob ein Kind laut und gerne vor vielen Menschen spricht oder lieber still im Hintergrund agiert – niemand wird weggeschickt. Lisa Rattei passt das Drehbuch jedes Jahr flexibel an die angemeldeten Kinder an. „Man kann Hirten oder Engel dazu erfinden, die keinen Text haben, aber einfach mitlaufen dürfen“, beschreibt sie ihre Vorgehensweise. So wird aus dem biblischen Stoff ein lebendiges Gemeinschaftswerk, bei dem Erstklässler neben Viertklässlern stehen und jeder seinen Platz im Stall von Bethlehem findet. Während die Zuschauer am 24. Dezember das fertige, glanzvolle Ergebnis sehen, liegt der eigentliche Wert des Krippenspiels oft in den Wochen davor verborgen. Die Probenarbeit ist ein pädagogisches Feld, auf dem soziale Kompetenzen fast nebenbei trainiert werden. Wer einmal versucht hat, eine große Gruppe aufgeregter Grundschüler zu koordinieren, weiß, was Lisa Rattei leistet. Es gilt, die Kinder bei Laune zu halten, damit es nicht „zu unruhig“ wird. Doch genau in diesem Prozess entsteht das, was Rattei als „Gemeinschaftsgefühl“ bezeichnet. Kinder, die sich aus Schule oder Kindergarten vielleicht kaum kennen, arbeiten plötzlich auf ein gemeinsames Ziel hin. „Wir haben was geschafft“ – dieses Gefühl am Ende der Aufführung ist unbezahlbar. Es stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder enorm, wenn sie sich trauen, vorne zu stehen. Der Applaus der Gemeinde und der Stolz in den Augen der Eltern geben ihnen einen Schub für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Dabei wird Partizipation großgeschrieben: Die Kinder dürfen mitgestalten, ihre Ideen einbringen und erleben Kirche nicht als starres Gebilde, sondern als lebendigen Ort, an dem sie wichtig sind. Aktuelle Botschaften in alten Gewändern Inhaltlich geht es in Pilsting nicht nur um die bloße Nacherzählung der Geburt Jesu. Die Themen, die das Krippenspiel transportiert, sind zeitlos und hochaktuell: Frieden, Armut, die Suche nach einer Herberge und das Willkommenheißen von Fremden. Besonders am Herzen liegt Lisa Rattei dabei die Darstellung der Hirten. Dass ausgerechnet diese einfache, damals oft verachtete Gruppe als erste das Jesuskind sehen durfte, ist eine starke Botschaft an die Kinder: Vor Gott sind alle gleich, unabhängig von Leistung oder Status. Dass dieses Großprojekt gelingt, ist auch dem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken. Rattei ist froh über die Unterstützung durch Eltern, die sich freiwillig melden, zum Beispiel, um während der Proben und der Aufführung unterstützend einzugreifen. „Zwei, drei helfende Hände braucht man immer“, weiß sie aus Erfahrung. Wenn an Heiligabend alles klappt, ist das für alle Beteiligten das schönste Weihnachtsgeschenk – ganz im Sinne von Franz von Assisi, der die Botschaft vor 800 Jahren mit den Menschen und für das Volk in die Welt trug. Proben für das Krippenspiel: Es ist für viele der emotionale Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Fotos: Pfarrei Pilsting Gemeindereferentin Lisa Rattei erklärt: „Wir machen das aus Tradition, aber vor allem erreichen wir damit viele Familien, die sonst das ganze Jahr über vielleicht nicht in die Kirche gehen.“ Foto: Sabrina Melis Lisa Rattei passt das Drehbuch jedes Jahr flexibel an die angemeldeten Kinder an – jeder, der möchte, darf dabei sein.

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