Eine Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer April 2025 L(i)ebenswerter Woid
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Mehr Bayern als der Bayerische Wald geht wohl nicht. Wildromantische Natur, alteingesessene Unternehmen und Handwerksbetriebe, traditionelle Küche und dazu der „Traudara“ – das sich Trauen – neue Wege zu beschreiten. In dieser Ausgabe von „L(i)ebenswerter Woid“ wollen wir Sie mitnehmen zum Flugplatz Arnbruck mit einem anschließenden Rundflug über die Region. Matthias Jell machte sich auf zu einer Wanderung am Dreisessel – und entdeckte eine fantastische Welt. Doris Emmer war zu Besuch im Museum „Frauen-Fleiss“ in Blaibach. Hier erfahren Besucher, wie das Leben von Frauen um das Jahr 1900 aussah. Und ich habe einen – wohlgemerkt nicht ganz ernsten – Blick auf den Weißwurstäquator geworfen. Abwechslungsreiche Themen erwarten Sie auf den folgenden Seiten. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen. Lassen Sie sich verzaubern vom Facettenreichtum des Bayerischen Waldes. Ihre Andrea Reimer Redaktion„L(i)ebenswerter Woid“ Foto: Karin Stein Auf Entdeckungstour im Bayerischen Wald Inhalt Impressum L(i)ebenswerter Woid Sonderbeilage der Mediengruppe Attenkofer und Abendzeitung München am 10. April 2025 Redaktion Doris Emmer, Matthias Jell, Christian Karl Bauer, Andrea Reimer Anzeigen Michael Kusch, Gesamtanzeigenleitung Stefan Mühlbauer, Anzeigenleitung Anzeigenteam Viechtach Grafik Titelbild©Markus Seitz Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing 04/06 Weißwurst: Klare Grenzen müssen sein, oder? 08 Rezept: Wenn Fisch auf Bärlauch und Mandel trifft 10 Wanderung: Fantastische Begegnungen am Dreisessel 12 Tierische Spürnase: Seltener Fund bei Neuschönau 13 Buchtipp: Traditionelle Schmankerl aus der Oberpfalz 14-16 Über den Wolken: Flugplatz Arnbruck vom Boden und aus der Luft 17/18 Frauen im Mittelpunkt: Das Museum „Frauen-Fleiss“
4 L(i)ebenswerter Woid 2025 Weil’s ned (nur) Wurscht is Ein nicht ganz ernst gemeinter Blick auf (Kultur-)Grenzen Sie steht für Tradition, Geschmack, urbayerische Gemütlichkeit und gehört für viele regelmäßig auf den Teller. Ihre Begleiter: ein kühles Weißbier, knusprige Brezen und süßer Senf. Wer sich traut und sie mit Ketchup isst, muss mit mehr als nur einem schiefen Blick rechnen. Die Rede ist natürlich von der Weißwurst. Wie man die Wurst isst, ist laut der Weißwurstresolution aus dem Jahre 1957 jedem selbst überlassen. Hier heißt es: „Bindende Vorschriften über Art des Weißwurstverzehres sollen auch in Zukunft nicht erlassen werden. Es soll weiterhin erlaubt sein, sich der Finger und des Bestecks zu bedienen, auch soll die preußische Methode nicht als strafbare Handlung angesehen werden.“ Ernste Worte anlässlich des 100. Geburtstages der Weißwurst. Noch kritischer wird es, wenn es um den Weißwurstäquator geht. Er steht für eine mehr oder weniger ernst gemeinte Grenze zwischen Bayern und dem restlichen Deutschland. Bis vor zwölf Jahren gab es noch drei Möglichkeiten der Definition, die jedoch so manchen Regierungsbezirk, der gern mal an der Wurst zuzelt, ausgeschlossen haben. Zum einen war da der 100-Kilometer-Radius um München. Dieser Umkreis schließt jedoch Teile Oberbayerns und Niederbayerns aus und dafür den Regierungsbezirk Schwaben und Teile Tirols ein. Mit der Donaulinie hadere ich persönlich. Als geborene Regensburgerin wäre ich streng genommen Bayerin. Aber mein Lebensmittelpunkt befindet sich seit mittlerweile knapp zwei Jahrzehnten im Landkreis Cham, und somit wäre ich außen vor. Denn wenn die Donau als Grenze gelten würde, würde ich zu den Preußen gehören. Mit Verlaub, aber so kann ich nicht einmal sprechen. Die dritte Möglichkeit wäre die Mainlinie. Um hier nicht unnötig Öl ins Feuer zu gießen, sollte sich am besten jeder selbst ein Bild machen. Seit 2013 jedoch herrscht endlich Klarheit. Denn am 19. Oktober wurde das Denkmal des Weißwurstäquators in Zwiesel feierlich eröffnet. Warum in Zwiesel? Hier entlang läuft der 49. Breitengrad und dieser schließt als Grenze zwischen Bayern und Preußen keine Regierungsbezirke aus, die regelmäßig die Brühwurst konsumieren. i Die richtige Zubereitung: Weißwürste sind kleine Sensibelchen und benötigen bei der Zubereitung ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Denn ist es ihnen im Wasser zu heiß, reagieren sie beleidigt und platzen auf. Das Ergebnis: eine nicht recht ansehnliche Wurstsuppe. Oberstes Gebot: Weißwürste niemals kochen lassen. Deshalb das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald dieses sprudelt, die Temperatur reduzieren, die Würste in das Wasser geben und nur noch heiß werden lassen. Andrea Reimer Zum Glück ist die Art und Weise, wie man die Weißwurst isst, laut Weißwurstresolution 1957 nicht strafbar. Foto: ccvision Bloß nicht kochen lassen, sonst platzt sie. Fotos: www.weisswurstbayern.de
5 L(i)ebenswerter Woid 2025 ZUKUNFT MITGESTALTEN BEI ROHDE&SCHWARZ Entdecke Deine Möglichkeiten als: ►Auszubildender ►Dualer Student ►Studentische Nachwuchskraft ►Berufseinsteiger ►Berufserfahrener Alle Bezeichnungen sind geschlechtsneutral (m/w/d)
6 L(i)ebenswerter Woid 2025 VIECHTACHER KÜCHENSTUDIO EBNER& GIERL Am Großen Pfahl 2b 94234 Viechtach Telefon 09942/3920 www.viechtacher.kuechen.de - viechtacher@kuechen.de Küchen ganz persönlich Erden, Rinden, Kompost & mehr. Telefon 09903/920-170 nn hochwertige, t d kte von uns! Rinden Kompost & m 100% Bayern aus nachhaltig regional · torffrei Anzucht Hochbeet Rasen Topf Düngung Anpflanzen Dannho torffreie Erdenprodukte v Erhältlich: Kompostieranlagen, Recyclinghöfe, Grüngutannahmestellen & ausgewählte Verbrauchermärkte WIR BEDANKEN UNS BEI ALLEN INSERIERENDEN FIRMEN. Viechtacher Anzeiger Mönchshofstraße 55 94234 Viechtach 0994294889-0 anzeigen@viechtach-aktuell.de Wann undwo wurde die Weißwurst erfunden? • 22. Dezember 1860 im Grünwalder Stüberl • 16. April 1875 im Gasthof Moser • 22. Februar 1857 im Gasthaus zum ewigen Licht • 12. Januar 1890 im Gasthof Tröpplkeller • 22. Januar 1850 im Gasthof Hinterbühl Q iu z Welches Bier passt am besten zur Weißwurst? • Helles • Bockbier • Alt • Weißbier • Pils 1. 3. 2. 5. 4. Wie bestellt man die Weißwurst beim Metzger oder im Gasthaus richtig? • Es gibt keine Vorschrift • Immer in gerader Zahl • Immer in ungerader Zahl • Stückweise • Paarweise Wie schwer ist eine Weißwurst in etwa? • 120 bis 140 Gramm • 60 bis 80 Gramm • 130 bis 150 Gramm • 80 bis 100 Gramm • 90 bis 110 Gramm Welches Gebäck passt am besten zur Weißwurst? • Baguette • Semmel • Toastbrot • Bauernbrot • Brezen Auflösung: 1. Weißbier 2. Stückweise 3. 80 bis 100 Gramm, 4. Brezen 5. 22. Februar 1857 im Gasthaus zum ewigen Licht Fotos: ccvision / ArtisticAllure und HLPhoto - stock.adobe.com
7 L(i)ebenswerter Woid 2025 URLAUB & FREIZEIT IM VIECHTACHER LAND viechtacher-land.de Unsere Gastgeber im Viechtacher Land: Veranstaltungen im Viechtacher Land: // Naturschutzgebiet Großer Pfahl - Bayerns Geotop Nr. 1 // tolleOutdoor-Aktivitätenfür Jung & Alt: Wandern, Biken, Trail-Running, Boots- & Kanutouren // Kunst & Kultur // gesellige (bayerische) Feste & Veranstaltungen // Survival-Training für Kids in unserenNaturcamps //WaldWipfelWeg & d‘Rodelbahnim Nachbarort // regionale Kulinarik imGenussOrt Bayern //GuTi - GästeServiceUmwelt-Ticket für die kostenlose Nutzung von Bus&Bahn // Unterkünftevon naturnahen Campingplätzen über komfortable Ferienwohnungen bis hin zu luxuriösen (Wellness-) Hotels Tourist-Information Viechtach | Stadtplatz 1 | 94234 Viechtach | t. 09942.808250 | m. tourist-info@viechtach.de
Fischfilet mit Bärlauch-Mandel-Kruste Dieses würzige Rezept sorgt für Frühlingsstimmung Frischer Bärlauch zählt in der Küche zu den ersten Frühlingsgrüßen. Die würzigen, leicht scharfen Blätter machen sich hervorragend in Pastagerichten, Dips oder – wie hier – in einer Kruste für Fisch. Zwei Zutaten sind dabei immer wieder gerngesehene Bärlauch-Partner: Zitrone und Parmesan. Kein Wunder, denn die Zitrone bringt eine schöne Frische ins Gericht und der Parmesan gibt dem Ganzen dank seines UmamiGeschmacks eine gewisse Tiefe. Für einen tollen Crunch sorgt eine Mischung aus fein gehackten Mandeln und geröstetem Vollkorntoast. Welchen Fisch man für dieses Frühlingsrezept verwendet, ist im Prinzip egal, denn der Geschmack kommt wesentlich von der Bärlauch-Mandel-Kruste. Zutaten für vier Portionen 400 Gramm Fischfilets 40 Gramm Mandeln (blanchiert) zwei Bio-Zitronen zwei Scheiben Vollkorntoast 15 Gramm Parmesan (am Stück) 40 Gramm Bärlauch fünf Esslöffel Olivenöl Salz Pfeffer Zubereitung 1. Mandeln mit einem großen Messer fein hacken. Zitronen heiß abwaschen und abtrocknen. Von einer Zitrone die Schale abreiben. Diese Zitrone dann in Scheiben schneiden. Die andere Zitrone vierteln. Toastbrot im Toaster goldbraun rösten und ebenfalls fein hacken. Den Parmesan fein reiben. Bärlauch waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken. 2. In einer großen Schüssel Mandeln, Zitronenabrieb, Toastbrot, Parmesan, Bärlauch und Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3. Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Fisch trocken tupfen. Die Zitronenscheiben in einer Auflaufform verteilen und den Fisch darauf legen. Dann die Bärlauch-Paste gleichmäßig auf dem Fisch verteilen und leicht festdrücken. 4. Den Fisch, je nach Dicke der Filets, circa zehn bis 20 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und der Fisch durchgegart ist. Guten Appetit! -dpa-magDer Crunch für diese Bärlauchkruste kommt von Mandeln und geröstetem Toast. Parmesan und Zitrone ergänzen die Würze des Bärlauchs. Foto: Julia Uehren/loeffelgenuss.de/dpa-mag 8 L(i)ebenswerter Woid 2025 $XVVLFKWHQ IU (LQVLFKWHQ J gutbürgerlich bisexquisit :LU IUHXHQ XQV DXI ,KUHQ %HVXFK 0RQLND 6FKZHL]HU u. Wolfgang Gutgesell =RWWOLQJ 3DWHUVGRUI ZZZ EHUJJDVWKRI ]RWWOLQJ GH FEIN-BAYERISCHE KÖSTLICHKEITEN AUS DER REGION Auf einer der schönsten Hochlagen im Bayerischen Wald. Genießen Sie die umwerfende Aussicht und die beruhigende Stille auf unserer Sonnenterrasse. Monika Schweizer mit Team Wildgarten Furth im Wald Tel. 09973-2933 www.wild-garten.de www.idowa.de
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10 L(i)ebenswerter Woid 2025 Eintauchen in eine fantastische Welt Eine Wanderung am Dreisessel im Bayerischen Wald Wenn der Winter vorbei ist, zieht es auch mich wieder raus zum Wandern in die Natur. Einer der Höhepunkte in Ostbayern ist zweifelsfrei der Dreisessel. Fast schon surreal wirken dessen Granitfelsen und all das Totholz. Belohnt wird man zudem mit einem traumhaften Panoramablick – nicht nur über den Bayerischen Wald, sondern auch bis nach Österreich und Tschechien. Startpunkt meiner Wanderung ist der Dreisesselberg-Parkplatz. Von dort geht es ein paar hundert Meter über einen asphaltierten Weg zu den imposanten Dreisesselfelsen, Steinzeugen aus einer anderen Zeit. Die Spitze der Felsen ist leicht zu erreichen, der Ausblick gigantisch. Der Dreisessel hat aber noch viel mehr zu bieten. Ich mache also kehrt und nach einer kurzen Einkehr in den Berggasthof wieder den asphaltierten Weg hinab. Etwa auf halber Strecke zweigt dieser Weg nach links in Richtung Steinernes Meer ab – eines der Ziele meiner Wanderung. Trittsicherheit wichtig Generell ist die Wanderung nicht sehr anspruchsvoll. Grundvoraussetzung sind aber gute Wanderschuhe und Trittsicherheit. Denn spätestens, wenn man das Steinerne Meer erreicht, ist beides unverzichtbar. Ich durchquere das „Meer“ an einem trockenen, sonnigen Tag. Bei Regen und nebliger Sicht dürfte es wohl zu riskant sein, hier von Fels zu Fels zu balancieren. Das Steinerne Meer sollte man auf sich wirken lassen. Für mich hat es etwas Unwirkliches – dieses Karge, dieses Leere. Dafür sorgt auch immer wieder das unzählige Totholz auf der Wanderung. Besonders ein toter Baum sticht mir dabei ins Auge. Der Werwolf brüllt im Zwielicht Im gleißenden Licht der Sonne wirkt das schattige Ungetüm wie ein Werwolf, der gerade zum Leben erwacht. Keine Frage, der Dreisessel ist eine einzigartige Wanderung, anhand der speziellen Umgebung, die man andernorts eher selten findet. Weitere Höhepunkte des Rundweges sind mit Sicherheit das nahe dem Berg Plöckenstein gelegene Dreiländereck Deutschland – Österreich – Tschechien und die Bischof-Neumann-Kapelle. Man kann die Wanderung individuell planen und nach Belieben ausweiten. Dafür sollte man genug Zeit mitbringen, denn zum schnell mal Durchlaufen ist der Dreisessel nichts. Matthias Jell Panoramablick vom Steinernen Meer Fotos: Matthias Jell Ein toter Baum, der einem Fabelwesen gleicht. Foto: Markus Stock Der Dreisesselberg bietet ein wundervolles Panorama und ist immer eine Wanderung wert. Foto: Markus Stock Surreal wirkt das Totholz am Dreisessel.
11 L(i)ebenswerter Woid 2025 01.MaiBiergarten-Saison-Eröffnungmit „Drei Waidler“ - handgemachte MusikundBiergarten Schmankerl! 29.Mai Vatertagsfeiermit den orig. „Zecher Buam“ - bayerisch - gemütlichundBiergarten Schmankerl! Unter www.urlaub-bayern-bodenmais.destellen wir unsere neuen Erdschlaf- & Waldschlafhäusl vor, dieab August 2025 fertigsein werden. EurenWohlfühl-Urlaubkönnt ihr jetzt schon buchenund das schonab 160 Euro! Euer Team der GutsAlm Harlachberg! Wir bauen Neues für ihren Wohlfühl-Urlaub! 4 Waldschlafhäusl und 4 Erdschlafhäusl www.urlaub-bayern-bodenmais.de Wie die Natur: einzigartig und unvergleichbar. GutsAlm Harlachberg | Harlachberg 1+2 | 94249 Bodenmais | Tel.: +49 (0) 9924 94 34 930 buchung@harlachberg.de | www.harlachberg.de Herzlich willkommen und „Griasd‘ eich“ auf der GutsAlm Harlachberg Genießen Sie Momente der Ruhe in unserem Bayerwald-Bergparadies - mit der unberührten Natur vor Augen, würziger Waldluft in der Nase und feinen regionalen Schmankerln! Bei uns dürfen Kinder frei durch die Landschaft toben und so die Natur erleben. Verbringen Sie gemütliche Stunden in unserer Gaststube „Heinrich“ oder in unserem prämierten Biergarten und genießen die Verlockungen aus der GutsAlm Küche. 11. Mai Muttertagsbrunch
12 L(i)ebenswerter Woid 2025 Tierische Spürnase findet seltene Trüffelart Forschungshund Leo ist im Bayerischen Wald auf eine Rarität gestoßen Die Erforschung der Trüffel im Nationalpark Bayerischer Wald hat erst vor einigen Jahren begonnen. Denn was als kulinarische Delikatesse bekannt ist, ist in der Natur nur schwer auszumachen. Die Fruchtkörper der unterirdisch wachsenden Pilzarten sind mit bloßem Auge nicht leicht zu entdecken. Nun gelang einer tierischen Spürnase der Beleg für eine weitere Pilzart, die bisher nicht aus dem Nationalpark bekannt war. Dass Mykologen im Nationalpark bei der Suche nach Fruchtkörpern auch den Blick unter die Erde wagen, geht auf das bereits abgeschlossene, von der Europäischen Union finanzierte Forschungsprojekt „Pilze ohne Grenzen“ zurück. Seitdem sind bei Forschungsexkursionen hin und wieder Trüffel-Suchhunde dabei. Wie erst im vergangenen Sommer Leo, der Hund von Nationalparkmitarbeiter Peter Karasch. Ein „verlockender“ Duft Der erschnüffelte unter einer alten Buche eine im Nationalpark neue Trüffelart. Es handelt sich um den Kupferroten Schleimtrüffel (Melanogaster tuberiformis), der dem Vierbeiner in der Nähe von Neuschönau in die Nase kroch. Die rund zwei Zentimeter großen Fruchtkörper riechen intensiv nach verfaulenden Zwiebeln, so dass ihn ausgebildete Hunde recht leicht finden können. „Für die sichere Bestimmung müssen die Funde dann allerdings mikroskopiert werden“, erklärt Mykologe Karasch. „Denn es gibt in Deutschland insgesamt acht ähnliche Arten aus dieser Gattung.“ Der jüngste Fund sei dabei nicht nur neu für den Nationalpark, sondern für die gesamte Böhmerwaldregion. „Darüber hinaus ist es erst der zweite Nachweis in Bayern.“ Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald Trüffel-Suchhund Leo gelang ein seltener Fund bei Neuschönau. Der Kupferrote Schleimtrüffel Fotos: Peter Karasch
13 L(i)ebenswerter Woid 2025 So schmeckt‘s dahoam! Das „Große Oberpfälzer Kochbuch“ für Genießer der bodenständigen Küche Freunde von traditionellen Schmankerln aus dem Woid finden einen wahren Schatz an Rezepten im „Großen Oberpfälzer Kochbuch – So schmeckt’s dahoam!“. Die Autorinnen Melanie und Theresa Rauscher von der Klostermühle Altenmarkt bei Cham bieten rund 200 Rezepte und Ideen von einfach bis raffiniert. Auf knapp 200 Seiten wird neben Grundlagen auch den Suppen ein großes Kapitel gewidmet. Hier sind regionale Klassiker wie eine Wildkräutersuppe und eine Aufgschmalzene Kartoffelsuppe zum Nachkochen beschrieben. Freunde von Fisch finden Rezepte mit heimischen Fischarten wie Waller, Forelle, Hecht, Zander und Karpfen. Rind-, Schwein- und Wildgerichte wie Rehleber mit Reherln (Pfifferlingen) und feine Soßen bilden ein weiteres umfangreiches Kapitel. Feines aus Kartoffeln Was wäre die „Erdäpfl-Pfalz“ ohne ihre Kartoffelgerichte? In früherer Zeit waren sie oft bei der ärmeren Bevölkerung die Hauptspeise in den verschiedensten Varianten. Schoppala, Schlosserboum und Kas-Ballala zeugen vom kulinarischen und begrifflichen Erfindungsreichtum der Hausfrauen, die auch in kargen Zeiten immer wieder abwechslungsreiche Gerichte servierten. Oder ein Bauernhof ohne einen eigenen Bauerngarten? Hier wurde schon früher Gemüse angebaut. Sauerampfer, Brennnessel, andere Wildkräuter und natürlich Schwammerl aus dem Wald waren gesunde Beigaben beim Essen. Im „Großen Oberpfälzer Kochbuch“ zeigen die Autorinnen, wie gut schmeckende Gerichte daraus werden. Mehlspeisen waren eine weitere günstige Alternative zu preiswerten Kartoffelgerichten. Im Buch werden Rezepte wie der Milchzwirl, Milchschöberl, SchouDotsch und Riwanzeln beschrieben. Zwetschgen, Schwarzbeeren und Quitten bringen eine Süße in die Mehlspeisen. Schleckereien an Festtagen An Festtagen durfte es bei Bauern auch einmal ein Kuchen oder das beliebte Schmalzgebäck sein. Auszogne, der Chamer Kampl und Schmierkuchen – leckerer als der Name – kamen dann auf den Kaffeetisch. Anmerkungen zu der regionalen Herkunft der Rezepte und anderen wissenswerten Dingen rund um das Gericht ergänzen das Buch. Doris Emmer Schmecken soll’s! Foto: Doris Emmer Kontakt Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Böhmstraße 43 , 94556 Neuschönau T +49 8558/738 91-0 info@baumwipfelpfad.bayern treetop-walks.com/bayerischer-wald von wackligen Holzbalken hoch über dem Waldboden. Der barrierefreie Weg, der auch für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet ist, führt bis hinauf zum „Baumei“ – dem Aussichtsturm – und belohnt mit einem spektakulären Rundumblick auf den Bayerischen Wald und die majestätischen Bayerwald-Tausender. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm sorgt für weitere aufregende Erlebnisse. Frühlingserwachen auf dem Baumwipfelpfad – Tauche ein in die blühende Landschaft des Bayerischen Waldes Die Frühlingssonne prickelt auf der Haut, würzige Waldluft strömt in die Nase und ringsum entfalten sich Naturpanoramen, die einem die Sprache verschlagen. Die perfekte Zeit, raus ins Grüne zu gehen, die ersten warmen Frühlingstage zu genießen und hautnah dabei zu sein, wiedieNaturzuneuemLebenerwacht. Der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald - mitten im Nationalpark - bietet den perfekten Ort dafür. Hier ist die Natur zum Greifen nah. Durch die besondere Höhenlage zwischen und über den Baumkronen eröffnen sich den Besuchern einzigartige Einblicke in ihre Umgebung. In den Baumwipfeln fangen die ersten Vögel an zu brüten und zwitschern munter vor sich hin. Kinder und Erwachsene können auf den interaktiven Lernstationen spielerisch mehr über den Wald und seine Bewohner erfahren. Den richtigen Nervenkitzel gibt’s beim Überqueren ANZEIGE
14 L(i)ebenswerter Woid 2025 In 1300 Höhenmetern über den Bayerischen Wald Vom Flugplatz Arnbruck geht es ab in den Himmel Inmitten des Zellertals liegt der kleine Flugplatz Arnbruck, der seit 1964 existiert. Westlich des Bayerwald-Ortes gelegen, starten und landen hier Segelflieger und Co. Für den Flugplatz verantwortlich ist der Luftsportverein Zellertal. Wie ein Vogel grenzenlos durch die Luft zu gleiten, zieht seit jeher Menschen in den Bann. Das trifft auch auf mich zu. Seit meiner Jugend fasziniert mich die Luftfahrt. Flugzeugmodelle in meiner Vitrine bezeugen das. Da ist es nur logisch, selbst einmal mit der Pilotenausbildung zu beginnen. Für meinen Besuch auf dem Flugplatz Arnbruck ist eine vorhandene Lizenz aber nicht nötig. Denn mit Martin Hohlneicher, dem Vorsitzenden des Luftsportvereins, habe ich einen passionierten und erfahrenen Flieger, der mich in die Höhe steigen lässt. Die vereinseigene Flotte Auf der asphaltierten Fläche, neben der Start- und Landebahn, steht ein kleines und elegantes weißes Flugzeug mit grünen Streifen. Es ist ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Dynamic WT-9. Der Verein nutzt den Flieger slowakischen Ursprungs für kostenpflichtige Rundflüge, für die Ausbildung und um Segelflugzeuge in die Luft zu ziehen. Das Flugzeug gehört zur vereinseigenen Flotte, die aus Segelflugzeugen, Ultraleichtflugzeugen und einem Motorflugzeug der Marke Cessna besteht. Ein Ultraleichtflugzeug – auch Luftsportgerät genannt – ist ein Flugzeug, das ein maximales Abfluggewicht von 600 Kilogramm hat. Ab ins Cockpit Der Einstieg fällt leicht. Ich muss nur aufpassen, dass ich auf die Fläche steige, die dafür markiert ist. Sonst könnten die Tragflächen Schaden nehmen. Im Cockpit ist es ein wenig eng, aber trotzdem bequem. Die Instrumententafel des Fliegers ist übersichtlich. Hohlneicher erklärt mir die verschiedenen Anzeigen. Bevor wir fliegen, geht der Pilot die Checkliste durch, um den Flug vorzubereiten. Anschließend springt der Motor an und wir rollen auf die Startbahn. Nach Freigabe durch den Flugbetriebsleiter geht es los. Das kleine Flugzeug nimmt an Geschwindigkeit auf und steigt in die Luft. Vereins-Werkstattleiter David Hofmann vor dem Rumpf des Motorseglers Fournier RF 5. Das Flugzeug wird in der Vereinswerkstatt Schritt für Schritt restauriert. Fotos: Christian Karl Bauer Das Segelflugzeug vom Typ ASK 21. Er ist ein moderner Zweisitzer, der für Schulungszwecke verwendet wird. Foto: Luftsportverein Zellertal e. V.
15 L(i)ebenswerter Woid 2025 Der Aufstieg fühlt sich gut an, ich merke die Beschleunigungskräfte, ähnlich wie bei einer Achterbahnfahrt. Dieses großartige Gefühl wird im Laufe des Flugs immer wieder kommen. Langjährige Erfahrung Kurz nachdem wir abgehoben sind, macht Pilot Hohlneicher, der mit 16 Jahren das Fliegen gelernt hat, eine Rechtskurve, so dass ich mit der Kamera mehrere Luftaufnahmen des Flugplatzes machen kann. Anschließend fliegen wir in Richtung Hoher Bogen. Je näher wir heranfliegen, umso deutlicher zeichnen sich zwei große Türme am Horizont ab. Es sind Relikte des Kalten Krieges, die von der NATO als Abhorchposten gen Osten verwendet wurden. Die Türme stehen auf dem Schwarzriegel, einem Gipfel des Hohen Bogens. Während wir über die Berge fliegen, ruckelt das Flugzeug. Das Achterbahngefühl setzt stärker ein. Hohlneicher kann mir erklären, warum: „Für den normalen horizontalen Wind sind die Berge Hindernisse. Um die Berge muss die Luft herum ausweichen und das bildet Wirbel. Wie die Stromschnellen in einem Fluss, wenn Felsen drin liegen.“ Meinem Piloten sage ich, dass ich mir wie ein Spion vorkomme, während ich beide Bauwerke fotografiere. Ich vermute, dass man früher nicht so nah heranfliegen konnte. Zwei Mal umfliegen wir die Türme. Mit einem Schmunzeln erzählt Hohlneicher, dass er gerne einmal zwischen beide hindurchfliegen möchte. Auf dem Rückflug nach Arnbruck mache ich noch einige Bilder vom Cockpit und vom schönen Zellertal. In circa 1300 Metern Höhe wirken fahrende Autos wie Ameisen. Die Perspektive macht den Unterschied. Hier oben wird das besonders deutlich. Von meinem Piloten möchte ich erfahren, was er am Fliegen so mag. „Ich finde es faszinierend, eine Maschine im dreidimensionalen Raum zu steuern, die Beschleunigungskräfte zu spüren. Ich mag die Herausforderung, auch bei etwas schwierigeren Bedingungen, wie Seitenwind, die Kontrolle zu haben. Daher betreibe ich auch immer wieder mal Kunstflug, da dies alles beinhaltet.“ Kurz vor Ende unseres kleinen Ausflugs fliegt unser Flugzeug eine Schleife über die Gemeinde Arnbruck. Augenblicke später beginnt Hohlneicher aus nördlicher Richtung den Landeanflug. Gefühlvoll setzt die kleine Maschine auf dem Asphalt auf und rollt gemächlich auf die andere Seite der Piste. Vor der Tankstelle bleibt die Dynamic WT-9 stehen. Ein besonderes Erlebnis In einem Ultraleichtflugzeug mitzufliegen, war für mich ein besonderes Erlebnis. Obwohl die Maschine doch recht zierlich wirkt, fühlte ich mich zu jeder Zeit sicher. Das lag auch am Piloten, der das kleine Luftsportgerät routiniert durch die Luft steuerte. Wer selbst einmal mitfliegen will, kann das Erlebnis auf der Website des Luftsportvereins Zellertal buchen. Hierbei sind auch Mitflüge mit einer Cessna 172 oder Segelflugzeugen möglich. Christian Karl Bauer ➝ Vorbeiflug an den ehemaligen Nato-Türmen auf dem Schwarzriegel. Der Flugplatz Arnbruck im Zellertal aus der Luft fotografiert. Peter Kuhn Pflegeinsel GmbH TAGESPFLEGE- & BEGEGNUNGSSTÄTTE für Senioren PFLEGEINSEL RUHMANNSFELDEN Zuckenrieder Str. 4, 94239 Ruhmannsfelden Tel. 09929/9595323 info@pflegeinsel-ruhmannsfelden.de Melden Sie sich gerne bei uns! WWW.KRANKENPFLEGE-KUHN.DE IN RUHMANNSFELDEN UND PRACKENBACH PFLEGEINSEL PRACKENBACH Ringstraße 15, 94267 Prackenbach Tel. 09942/902895 info@krankenpflege-kuhn.de Vorankündigung Tag der offenen Tür am 27.04.2025 in beiden Tagespflegestätten von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Unser oberstes Ziel ist die Förderung der sozialen Beziehungen und die Aufrechterhaltung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens.
16 L(i)ebenswerter Woid 2025 EIN FLUGPLATZ MIT VERANTWORTUNG Der Flugplatz Arnbruck (internationale Kennung EDNB) liegt im Landkreis Regen in einer Talsenke. Über die Staatsstraße 2132 lässt sich dieser bequem mit dem Auto anfahren. Zum Flugplatz gehören, neben der Start- und Landebahn, ein Besucherparkplatz, eine kleine Flugzeugtankstelle und Hangars, in denen bis zu 25 Flugzeuge untergebracht werden können. Die Landebahn hat eine Gesamtlänge von knapp 700 Metern. Herzstück des Flugplatzes ist das Vereinsheim mit einem Lokal, das warme Speisen, Kuchen und Getränke anbietet. Eigentümer und Betreiber des Flugplatzes ist der Luftsportverein Zellertal. Der Verein besteht aus knapp 100 Mitgliedern, die sich in den vier Vereinssparten Modell-, Segel-, Ultraleicht- und Motorflug organisieren. Der Flugplatz Arnbruck ist ein Sonderlandeplatz. Das bedeutet, dass hier motorisierte Luftfahrzeuge starten und landen dürfen. Es gibt keine Betriebspflicht und keine vorgeschriebenen Öffnungszeiten. Das unterscheidet ihn von einem Verkehrslandeplatz wie dem in Straubing, der permanent besetzt sein muss. Arnbruck ist seit einigen Jahren ein Stützpunkt der Luftrettungsstaffel Bayern, der einen wichtigen Beitrag zum Katastrophenschutz leistet. Die Luftrettungsstaffel Bayern besteht aus Vereinen und Privatpersonen, die seit 1968 ihre Flugzeuge ehrenamtlich für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Seit 1973 ist die Staffel Teil der Katastrophenschutzplanung des Freistaats Bayern. Jährlich starten von Arnbruck aus zahlreiche Beobachtungsflüge, die amtlich in Auftrag gegeben werden, insbesondere zur Waldbrandbekämpfung. Der Luftsportverein Zellertal e. V. nimmt an den Beobachtungsflügen teil. Vor allem in den heißen Monaten sind Beobachtungen wichtig. So verbindet der Verein sportliches Vergnügen mit einem Dienst an und für die Allgemeinheit. Christian Karl Bauer Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ WT-9 Dynamic. Der Verein nutzt das Flugzeug vor allem für das Hochziehen von Segelflugzeugen und zu Trainingszwecken. Pilot Martin Hohlneicher überfliegt den Flugplatz mit einer Platzer Kiebitz aus dem Jahr 2012. Fotos: Christian Karl Bauer Thomas Hessler mit einem Modell einer BE2E.
17 L(i)ebenswerter Woid 2025 Geschichten von Kindern, Küche, Kirche und mehr Frauenleben anno dazumal wird im Museum „Frauen-Fleiss“ in Blaibach vorgestellt Rabea Rogge ist vor wenigen Tagen als erste deutsche Frau ins All geflogen. Ellen Ammann gründete 1904 den Zweigverein des Katholischen Frauenbundes in München. Beide Frauen sind Pionierinnen. Trotzdem unterscheidet sich ihr Wirken grundlegend. Das ist der Zeit geschuldet, in der sie leben beziehungsweise lebten. Wie der Alltag zur Zeit Ammanns für eine Frau im Bürgertum aussah, welche Grenzen ihr gesetzt wurden und welche Pflichten sie hatte, zeigt Eigentümerin Gudrun Linn in Blaibach im „Museum Frauen-Fleiss“. Die Aufgaben im Haushalt und Familienleben sowie erste zaghafte Schritte von Frauen ins Berufsleben können die Besucher des Museums mit angeschlossenem Café anhand von antiken Alltagsgegenständen während einer Führung nachvollziehen. Die Ausstellungsstücke sind liebevoll in kleinen Zimmern dekoriert, die die Zeit von circa 1880 bis 1950 abbilden. Das Leben der Bürgersfrauen „Wir zeigen das Leben von Bürgersfrauen in der Stadt. Das Leben der Bauersfrauen auf dem Land war noch viel schwerer“, schildert Linn die Intention ihrer Sammlung. Die Museumsbesitzerin weiß viele Geschichten zu berichten und erklärt mit Anekdoten so manchen Gegenstand in ihrer Ausstellung. ➝ Eigentümerin Gudrun Linn im „Museum Frauen-Fleiss“ in Blaibach Foto: Silke Weihrauch Pralinen waren auch früher schon beliebte Präsente. Zahlreiche Stickmustertücher hat Gudrun Linn in ihrem Museum. Fotos: Doris Emmer Florentiner Stickerei in Vollendung
18 L(i)ebenswerter Woid 2025 Ursprung von Linns Sammlung war ein Stickmustertuch. Dieses zu gestalten war viele Jahrzehnte lang verbindlich für alle Mädchen der vierten Schulklasse. Das Alphabet, Ornamente, Bilder und der eigene Name wurden mehr oder weniger kunstvoll auf ein Stofftuch gebracht. Tuch als „Visitenkarte“ „Diese Tücher wurden später als ‚Visitenkarte’ eines heiratsfähigen jungen Mädchens der potenziellen Schwiegermutter vorgelegt. Die konnte viel daraus lesen.“ Ersichtlich war zum Beispiel: Wie genau und fleißig hatte das Mädchen gearbeitet? Gibt es Ausbesserungen? Wie gut war der Stoff? Wie viel verschiedene Garne konnten sich die Eltern leisten? War das Tuch in einem teueren Rahmen? „Die Schwiegermutter in spe konnte so sehen, wie wohlhabend die Familie war und wie gut die spätere Schwiegertochter hausfrauliche Tugenden erfüllte.“ Bei dieser Arbeit sind kleine Kunstwerke entstanden, die Linn für die Besucher deutet. Doch auch kleine Kinder wurden schon fürs Erwachsenenleben geprägt. Wie ein Mädchen anhand von Spielzeug auf ihre spätere Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter vorbereitet wurde, wird mit Puppen, Büchern und auch Haushaltsgegenständen – wie Wäschezuber im Miniaturformat – dargestellt. Auch der Aussteuerschrank erzählt Bände, wenn man ihn richtig zu „lesen“ versteht. Der Inhalt wurde kunstvoll mit Monogramm versehen – eine Aufgabe, während man auf den „Richtigen“ wartete. Wenn nicht genug Aussteuer da war, dann drapierte man das Wenige durch geschicktes Falten so, dass es nach mehr aussah. Flachs als Handelsware gehörte zur Sammlung, damit die Frau in Zeiten der Not eine Rücklage hatte. „Auch die Verseh-Garnitur, bestehend unter anderem aus einem Weihwasserbehälter, stand im Aussteuerschrank. Mit ihr wurden Schwerkranke mit den Sterbesakramenten ‚versehen’. So begleitete die Aussteuer eine Frau ihr ganzes Leben lang.“ Egal ob „moderner“ Spültisch, der sich aus der Küchenkommode drehen lässt, kohlebetriebenes Bügeleisen oder Nachtstuhl, der mit raffinierten Details für Hygiene sorgte: Gudrun Linn hat es und weiß zu allem viel zu berichten. Schachteln und Schatullen Jedes Jahr gibt es im Museum eine Sonderausstellung im „Museum Frauen-Fleiss“. 2025 steht diese unter dem Motto „Sorgfältig aufbewahrt in alten Schachteln und Schatullen“. Highlight der Sammlung: eine kunstvolle Schatulle von Kaiserin Sisi. Das Artefakt ist über viele Umwege in die Hände Linns gekommen und steht am Tresen des Cafés. Aber auch Seifenschachteln, Zigarrenkisten und mehr sind zu besichtigen. Jetzt in der Osterzeit ist es ja Sitte, lieben Menschen eine Schachtel Pralinen zu überreichen. Auch eine historische Schachtel der Firma Lindt steht in der Sonderausstellung. Schon damals eine edle Verpackung, die natürlich aufbewahrt wurde. Doris Emmer Schon Spielzeug bereitete auf das Lebens als Hausfrau und Mutter vor. Hübsche Schachteln und Schatullen wurden gerne aufgehoben. Fotos: Doris Emmer Der Aussteuerschrank beinhaltete Flachs, Wäsche und die Verseh-Garnitur.
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