Eine Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer April 2026 L(i)ebenswerter Woid
nur bei Anreisen am Sonntag buchbar: 4 bezahlen, 5 wohnen! 5 Übernachtungen mit Frühstück inkl. ¾-Verwöhnpension 1 Glas Sekt am Abend zur Begrüßung 1 Candle light Dinner für 2 Personen Pro Person 1 Cocktail an der Bar Preis pro Person im DZ Zimmer Pelkhoven Komfort 481,00€ Zimmer Nothaft Komfort + 521,00€ Schloss Suite 572,00€ SPA(R)-TAGE Preis pro Person im DZ Zimmer Pelkhoven Komfort 418,00€ Zimmer Nothaft Komfort + 438,00€ Schloss Suite 484,00€ bei Anreise: Di., Mi., Do., Fr., Sa. 3 Übernachtungen mit Frühstück inkl. ¾-Verwöhnpension 1 Glas Sekt am Abend zur Begrüßung 1 Package mit Hot-Stone-Rücken-Massage und Kopfmassage mit Menthol (ca. 40 Min.) 1 Flasche Schloss-Sekt auf dem Zimmer SCHNUPPER-TAGE SCHNÄPPCHENANGEBOT bei Anreise So.,Mo.: + 1 Tag gratis p. P. (4Nächte) HOTEL SCHLOSSGASTHOF RÖSCH • Wolfgang Rösch • Kirchplatz 10 • 93476 Blaibach Telefon: 09941/9467-0 • info@schlossgasthof-roesch.de • www.schlossgasthof-roesch.de Herzlichwillkommen Adults only15+ WELLNESS & ERHOLUNG IM OBEREN BAYERISCHEN WALD DAY SPA AUSZEIT ab 65,00 € p. P. • Frühstück von 7.30 – 10.00 Uhr • Badetasche mit Bademantel und Saunatüchern • Sauna ab 11.30 Uhr • Nachmittagssnack RELAXTAG ab 135,00 € p. P. • Frühstück von 7.30 – 10.00 Uhr • Badetasche mit Bademantel und Saunatüchern • Sauna ab 11.30 Uhr • Aroma-Rückenmassage (ca. 25 min.) • Nachmittagssnack • 5-Gänge-Menü zum Abendessen TÄGLICHES FRÜHSTÜCKSBUFFET von 7.30 – 10.00 Uhr im Schlossgasthof 16,50 € p. P. Vorherige Reservierung erbeten. Ausgenommen Betriebsruhe. Preis pro Person im DZ Zimmer Pelkhoven Komfort 281,00€ Zimmer Nothaft Komfort + 301,00€ Schloss Suite 341,00€ 2 Übernachtungen mit Frühstück inkl. ¾-Verwöhnpension 1 Glas Sekt am Abend zur Begrüßung 1 Cocktail an der Bar 1 klassische Gesichtsbehandlung (ca. 50 Min.) FREUNDINNEN-TAGE Preis pro Person im DZ Zimmer Pelkhoven Komfort 281,00€ Zimmer Nothaft Komfort + 301,00€ Schloss Suite 341,00€ GUTSCHEINE verschenken Gutschein-Shop auf unserer Homepage
im „L(i)ebenswerten Woid“ stellen wir Ihnen Geschichten aus dem Bayerischen Wald vor. Ich durfte mit dem bekannten Naturschützer Woid Woife die Gegend um den Silberberg bei Bodenmais entdecken. Auf einer Wanderung erfuhr unsere Gruppe, dass der Name des Eichhörnchens nichts mit Eichen zu tun hat und die Douglasie nichts mit der Parfümerie-Kette. Mein Kollege Chris Sternitzke ist leidenschaftlicher Schafkopfer. Er berichtet in seinem Artikel über das Kultspiel und spart auch nicht die derben Begriffe aus, die das Schafkopfen so besonders machen. Leiterin Marie-Luise Segl hat mich in Neukirchen beim Heiligen Blut durch das Wallfahrtsmuseum geführt. Hier entdeckt man nicht nur vieles über die Anziehungskraft von Gnadenstätten, sondern sieht auch Zeichen der Volksfrömmigkeit, kunstvolle Hinterglasbilder und wie der religiöse Jahreslauf die Menschen prägt. Das digitale Heimatprojekt „WanderKultur“ des Bayerischen Wald-Vereins umfasst mittlerweile mehr als 1.800 Audiobeiträge zur Kulturgeschichte, Bauwerken, Persönlichkeiten und Anekdoten des Bayerischen Waldes. Alles ist kostenlos in einer App abrufbar und macht Lust auf Ausflüge in unserer Heimat. Außerdem stellen wir Ihnen Promis aus dem Bayerischen Wald vor, haben ein feines Kochrezept für Tomaten-Quiche, einen DIY-Tipp für eine Garderobe aus Birkenstämmen und berichten über den Astronomietag im Naturpark Infozentrum. Genießen Sie unsere Heimat! Ihre Doris Emmer Redaktion„L(i)ebenswerter Woid“ Foto: Doris Emmer Liebe Leserinnen und Leser, Inhalt Impressum L(i)ebenswerter Woid Sonderbeilage der Mediengruppe Attenkofer am 24. April 2026 Redaktion Doris Emmer, Chris Sternitzke, Anna-Lena Wagner, Maximilian Pleier Gesamtanzeigenleitung Michael Kusch Grafik Titelbild: Chris Sternitzke Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing 04 Mit dem Woid Woife bei Bodenmais unterwegs 08 Redakteur Chris Sternitzke über Kult und Können beim Schafkopfen 10 Cremig-würzige Tomaten-Quiche von Redakteurin Anna-Lena Wagner 11 Ein Besuch im Wallfahrtsmuseum in Neukirchen beim Heiligen Blut 14 Die Region im Ohr mit dem digitalen Heimatprojekt „WanderKultur“ 16 Diese Prominenten prägen den Bayerischen Wald 17 Basteltipp für Naturfreunde: eine Garderobe aus Birkenstämmen 18 Vom Woid zum Mond beim Astronomietag im Naturpark Infozentrum
4 L(i)ebenswerter Woid Mit dem Woid Woife unterwegs am Silberberg Bei Bodenmais zeigte mir der Naturschützer mit dem Herz für Tiere seinen Wald Dass das Reh nicht das Weibchen vom Hirsch ist, dürften die meisten von uns langsam wissen. Dass die Fichte sticht und die Tanne nicht, kann man sich auch leicht merken. Doch der Name des Eichhörnchens führt viele auf die falsche Fährte, und dass man eine bekannte Vogelart an ihrem leicht verlegenen Tonfall erkennt, habe ich auch erst vor Kurzem erfahren. Ich durfte nämlich mit dem Woid Woife in sein Refugium bei Bodenmais. Wir hatten Glück, denn der Samstag Mitte April war warm, sonnig und trocken. Ideal dafür, Waldluft zu schnuppern. Ich stamme selbst aus dem Oberpfälzer Wald, doch was Woife unserer Gruppe alles zeigte und erklärte, ließ mich staunen. Der Naturschützer und Tierflüsterer führte uns auf dem nach ihm benannten Weg „Woid Woifes Welt“. Was Wolfgang Schreil – so sein bürgerlicher Name – mit viel Humor und Hintersinn verdeutlichte, ließ mich nachdenken. Warum ist das Eichhörnchen zum Beispiel für viele ein putziger Sympathieträger und der Marder wird verflucht, wenn er an die Drähte im Auto geht? Gibt es gute und böse Charaktere im Tierreich? Die „herzlosen“ Eichhörnchen Woife, der bereits unzählige Tiere aufgepäppelt und in die freie Wildbahn entlassen hat, erzählte schmunzelnd: „Wenn ich ein Eichhörnchen wieder in den Wald entlasse, dann dreht es sich nicht mal um. Fehlt gerade noch, dass es mir den Stinkefinger zeigt.“ Marder sind soziale Tiere und erkennen Woife auch noch lange Zeit, nachdem er sie bei sich zu Hause gepflegt hat, wieder. „Das ist ein herzliches Wiedersehen. Da krabbeln die Tiere auf einem rum.“ Auch der Name des Eichhörnchens führt einen auf eine falsche Fährte. Ich hätte sogar bei Günter Jauch darauf geschworen, dass das Eichhörnchen seinen Namen hat, weil es gerne auf Eichen rumturnt. Weit gefehlt: Das althochdeutsche Wort „aig“ bedeutet „flink“. Wer einmal ein Eichhörnchen auf einem Baum rumwetzen sah, kann sich den Namen jetzt leicht erschließen. Spechte arbeiten ökonomisch Ein Stück weiter des Wegs entdeckten wir ein Spechtloch auf Hüfthöhe an einem Baum. Anders als man vermuten könnte, ist dies hier nicht der Eingang zu einer Bruthöhle. Vielmehr hatte ein Specht hier kegelförmig den Baum geöffnet, weil er wohl an Insekten und Larven unter der Rinde herankommen wollte. Die innen liegende Spitze des Lochs wird winzig. Gerade so groß, dass der Vogel mit seiner extrem langen, dünnen, mit Widerhaken besetzten Zunge die Insekten einsaugen kann. Woife erklärte: „In der Natur ist alles Der Woid Woife weiß viel über die Natur und räumt mit Vorurteilen auf. Fotos: Doris Emmer Da hatte ein Specht wohl Hunger. ZUR PERSON Woid Woife heißt mit bürgerlichem Namen Wolfgang Schreil und ist 1975 geboren. Der Naturschützer, Tierfotograf und Autor lebt in Bodenmais. Im Alter von 19 Jahren wurde er Deutscher Meister im Steinheben. Bereits früh entdeckte er die Liebe zur Natur und zum Bayerischen Wald. Er veranstaltet Erlebniswanderungen und ist auf Social Media aktiv. Mehrere seiner Bücher sind Bestseller. Die Fernsehproduktion „Anna und der wilde Wald“ mit ihm wurde 2020 „Prix Jeunesse“-Sieger.
5 L(i)ebenswerter Woid den wir dann im Gesicht?“ Die Kinder unserer Gruppe wussten das: „rot“. Wohl keiner wird wieder vergessen, dass der leicht melancholische Klang vom Rotkehlchen stammt, nach Woifes einleuchtender Eselsbrücke. ➝ bequeme Liegen angebracht. Perfekt für ein paar ruhige Minuten und Zeit, den Vögeln in den Wipfeln zu lauschen. Woid Woife hatte schnell einen kleinen Sänger entdeckt. Der Ruf klang etwas zurückhaltend, ja fast verschämt. „Wenn wir uns schämen, wie werauf größten Nutzen bei geringstem Einsatz angelegt.“ Das gilt nicht nur für Tiere, sondern auch für Bäume. Dass aus Totholz im Wald neues Leben entsteht, weiß man. Woife zeigte uns aber ganz deutlich, was das bedeutet, an einem verrotteten Baumstamm. Das vermoderte Holz ist ein guter Wasserspeicher. In Trockenzeiten ist so ein „kaputter“ Baum eine willkommene Feuchtigkeitsquelle. Ein nebenstehender Baum hatte im Laufe der Jahre sogar seine Wurzeln zum Totholz ausgerichtet, um von der wertvollen Nässe zu profitieren. Spaß für kleine Naturforscher Doch nicht nur Tiere und Pflanzen lieben das Wasser. Gerade mit Kindern ist der gut ausgeschilderte Weg durch „Woid Woifes Welt“ prima zu bewältigen. Für Abwechslung sorgen Schilder an den zwölf Stationen, die kleine Naturforscher bei Laune halten. An heißen Sommertagen, wenn Woife mit Schulklassen unterwegs ist, gibt es keinen Zweifel, wo am längsten Halt gemacht wird. Ein Naturwasserspielplatz mit gemütlichen Picknickbänken ist für die Kleinen das Highlight, erzählt unser Wald-Guide. „Da vergessen sie total, dass wir Erwachsenen noch dabei sind.“ Planschmöglichkeiten punkten immer. Ein Stück hinter dem nassen Refugium sind Für Kinder der größte Spaß im Sommer: die Wasser-Erlebnis-Welten beim Natur-Entdecker-Pfad.
6 L(i)ebenswerter Woid Der Biber ist – ähnlich wie der Marder – bei vielen Menschen nicht beliebt. „Wir lesen ja oft, dass der Biber wieder „gewütet“ hat,“ fasste Woife den schlechten Ruf der Tierart zusammen. „Wir errichten künstliche Feucht-Biotope und verurteilen den Biber“, sagte Naturschützer Woife kopfschüttelnd. Unser Weg führte durch ein winziges Sumpfgebiet, das man auf einem Steg überquert. Der Anblick des vernässten Bereichs verdeutlichte ohne Worte, welche Artenvielfalt in feuchten Bereichen in der Landschaft entsteht. Während sich im Rest des Waldes erst zögerlich die Vegetation zeigt, ist das Feuchtgebiet bereits im April ein Meer voller Totholz bringt Leben in den Wald zurück. Diese Sumpffläche steht schon im April in voller Blüte. Fotos: Doris Emmer VIECHTACHER KÜCHENSTUDIO EBNER& GIERL Am Großen Pfahl 2b 94234 Viechtach Telefon 09942/3920 www.viechtacher.kuechen.de - viechtacher@kuechen.de Küchen ganz persönlich Heimat im Bayerischen Wald Wo Natur, Tradition und Erholung eins werden
7 L(i)ebenswerter Woid Buschwindröschen und Sumpfdotterblumen. Langsam ging es zum Parkplatz zurück. Wie ein Abschluss unserer Betrachtung der Natur lag ein Federhaufen auf einem Feld nahe des Pfades. Hier hatte ein Tier sein Leben gelassen und war zur Nahrung eines anderen Tieres geworden. Werden und Vergehen erkennt man so deutlich wohl nur draußen im Wald. Fazit nach der Wanderung Auf lehrreiche, aber nicht belehrende Art, mit viel Humor und verblüffenden Fakten hat Woife unsere Gruppe mit in seine Welt genommen. Die Führungen mit ihm sind sehr begehrt und meist schnell ausgebucht. Da er durch seine Fernsehauftritte, Bücher und seine rege Social-Media-Arbeit bekannt ist, kommen auch viele Touristen zu seinen Wanderungen. Doris Emmer i Doch auch ohne organisierte Führung kann man ganzjährig auf Woid Woifes Spuren wandeln. Rund 500 Meter unter der Silberberg-Talstation bei Bodenmais geht es los. Auf eineinhalb Kilometern zeigen Tafeln bei zwölf Stationen auf dem Naturlehrpfad „Woid Woifes Welt“, wie man auf eigene Faust und ohne Handy zum Entdecker werden kann. Hier wird das Zusammenspiel von Tieren, Pflanzen und Menschen kindgerecht erklärt. Perfekt für kleine und große Naturfreunde. Schön war’s mit dem Woid Woife. SPECTACULUM: Ab der elften Stund erklinget zur Mittagszeit die Kapelle Wingei Power und begleitet Speis und Trank mit frohem Spiel. Zur fünfzehnten Stund ziehet die Kapelle Josef Menzl ohne Zauberwerk und unverstärkt durchs BURGFEST bis gegen die neunzehnte Stund. Am Nachmittage sey geladen zu Kaffee und Kuchen im Palas. Für die Kinder gibt es mancherlei Kurzweil: Antlitzbemalung, Basteley und Bogenschießen. Hoch oben auf dem Palas die Weinlaube, darinnen edle Tropfen kredenzt werden. Des Abends öffnet im Palas die Schenke, die wohl höret auf den Namen „LiBar“. Zu sehen sey des Tages über Vieles aus 40 Jahren LIBU... BURG LICHTENEGG RIMBACH BURG LICHTENEGG
8 L(i)ebenswerter Woid KARTENNAMEN UND SPRÜCHE Der Schafkopf lebt auch von seiner besonderen Sprache und Sprüchen, die für Außenstehende mitunter verwirrend sind und derbe klingen. Ein Auszug: Eichel Der Oide (Eichel-Ober), „Auf die Oide“, Mit der Oidn muast as hoidn“, „mit der Haus-Sau“ (ein Rufspiel mit der Eichel-Ass) Grün Der Blaue, Gros-Ober (Grün-Ober), „Mit der Blauen“, „Mit der Gros-Sau“, „Mit der Sechzger-Sau“ (Rufspiele), „Wie der Bub“, „Laubsolo“, „Gros sticht“ Herz Der Rote, Lump (Herz-Ober), „Herz Sticht!“, „Dann moust zum Doktor gëi“, „A Herz hod a jeder“ Schelle Der Buckel(ige) (Schellen-Ober), „Auf die Kugel“, „Mit der Kugelbauertheres“, „Auf die Bumbl“, „Auf die Geldsau“ „Der Hund hockt drobn“ „Misch ned so lang“ Kult für Könner: Chris Sternitzke ist leidenschaftlicher Schafkopfer „Gäi schbln ma Kortn, da fagëid Zeit so schëi“, lautet einer der Lieblingssätze der mittlerweile 95-jährigen Wirtin der alten Dorfkneipe in meiner Heimat. „Kortn schbln“ bedeutet für sie Schafkopf spielen. Viele Bayern bejahen sicher die Aussage der Wirtin und sehen das Kultspiel als den besten Zeitvertreib überhaupt. Auch ich habe in meiner sechzehnjährigen, zugegeben semierfolgreichen, Schafkopfkarriere sehr viele Stunden mit dem Spiel in Wirtshäusern, Biergärten und der Hochschulmensa verbracht. Wie es sich dazugehört, habe ich gegrantelt, mich über knappe Spiele gefreut und den ein oder anderen schafkopf-typischen Spruch in die Runde geworfen. Das Spiel in seinen Grundzügen Schafkopf ist ein Augenspiel, die Anzahl der Stiche ist erst einmal zweitrangig. Das Ziel Unter und die von ihm gewählte Farbe Trumpf. Mit dem Wenz ist noch eine Sonderform des Solospiels weit verbreitet. Hier sind lediglich die Unter Trumpf. Je nach Region und Runde gibt es auch noch weitere Sonderspiele. Da Schafkopf in Deutschland nicht zu den Glücksspielen zählt, dürfen die Kartenfreunde auch um Geld spielen. Die des Spiels ist es, dass eine Partei mindestens 61 Punkte (Augen) erreicht und somit die andere schlägt, was die Wirtin in meiner Heimat gerne mit „Eins wie Gold“ kommentiert. Schafkopf wird mit dem Bayerischen Blatt gespielt, alle Karten werden ausgeteilt. Jeder Spieler erhält acht Karten. Gegeben wird reihum. Beim Mischen fehlt einigen Mitspielern mitunter die Geduld. Schon oft musste ich mir ein „Misch ned so lang“ anhören. Es gibt zwei Grundarten von Spielen, ein Ruf-/Sauspiel sowie Solispiele. Meldet ein Spieler ein Sauspiel an, spielt er mit einer Ass zusammen, die er ausruft. Derjenige, der die ausgerufene Ass auf seiner Hand hat, ist sein Partner. Für die drei restlichen Spieler stellt sich erst im Laufe des Spiels heraus, wer zusammenspielt. Beim Rufspiel sind Ober, Unter und die Herzkarten Trumpf. Höher angesiedelt sind Solospiele, hier muss ein Spieler die drei weiteren besiegen. Bei einem gewöhnlichen Solospiel sind Ober, Tarife werden von den Spielteilnehmern vor Spielbeginn abgesprochen. Regionale Unterschiede In weiten Teilen Bayerns spielt man mit dem langen Blatt. Darunter versteht man die Spielart mit 32 Karten. Der lange Schafkopf ist in Niederbayern, Oberbayern, Schwaben und in weiten Teilen Mittelfrankens die verbreitete Form. In der Oberpfalz und in Oberfranken spielen die „Kartler“ einen kurzen Schafkopf, mit 24 Karten. Die „Achten“ und „Siebenen“ fallen beim kurzen Blatt heraus. Vereinzelt wird in Teilen Nordostbayerns gar nur mit 20 Karten gespielt. Die „Neunen“ entfallen noch. Viele Puristen bezeichnen das Spiel mit dem langen Blatt als wahren Schafkopf. Mir, im Landkreis Neustadt/Waldnaab schafkopf-sozialisiert, gefällt die Variante mit den 24 Karten am besten. Das Spiel ist schneller und ereignisreicher. Chris Sternitzke Redakteur Chris Sternitzke Foto: Stefan Fichtl Wildgarten Furth im Wald Tel. 09973-2933 www.wild-garten.de $XVVLFKWHQ IU (LQVLFKWHQ J gutbürgerlich bisexquisit :LU IUHXHQ XQV DXI ,KUHQ %HVXFK 0RQLND 6FKZHL]HU u. Wolfgang Gutgesell =RWWOLQJ 3DWHUVGRUI ZZZ EHUJJDVWKRI ]RWWOLQJ GH FEIN-BAYERISCHE KÖSTLICHKEITEN AUS DER REGION Auf einer der schönsten Hochlagen im Bayerischen Wald. Genießen Sie die umwerfende Aussicht und die beruhigende Stille auf unserer Sonnenterrasse. Monika Schweizer mit Team einfach schön undgut gefördert im ETZ-Projekt Traditionelle Volkskultur Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut Ausstellung Impulse für morgen. Innovationen entdecken, Kontakte knüpfen, Zukunft gestalten.
9 L(i)ebenswerter Woid Der „Sie“ – das perfekte Blatt: Die Wahrscheinlichkeit vier Ober und vier Unter auf die Hand zu bekommen, ist geringer als 1:10 Millionen. Statistisch gesehen müsste ein Schafkopfer 288 Jahre jeden Abend 100 Spiele für einen „Sie“ spielen. Foto: Doris Emmer
10 L(i)ebenswerter Woid Tomaten-Quiche Würzig, cremig, unwiderstehlich Tomaten-Quiche ist ein beliebter Klassiker. Sie ist perfekt fürs Gartenfest, kalt zum Picknick oder zum Abendessen. Für die Würze sorgen Ricotta, Pecorino und je nach Geschmack frische Kräuter wie Thymian, Basilikum, Oregano oder Salbei. Zutaten für eine Springform Für den Teig: 250 g Mehl 120 g weiche Butter ½TL Salz 1 Ei Hülsenfrüchte zum Blindbacken Für den Belag: 600 g gemischte bunte Tomaten 4 Eier 100 ml Sahne 60 g geriebener Pecorino 250 g Ricotta Salz, Pfeffer, Basilikum zum Garnieren 1. Mehl in eine Schüssel sieben und mit Butter, Salz und Ei vermischen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf noch Mehl oder etwas kaltes Wasser einarbeiten. Abgedeckt circa 30 Minuten kühl stellen. 2. Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf circa 24 Zentimeter ausrollen. Die Quicheform damit auskleiden und einen Rand formen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Mit Backpapier belegen, die Hülsenfrüchte einfüllen und im vorgeheizten Ofen circa 15 Minuten blindbacken. 4. Den Quicheboden herausnehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und den Boden abkühlen lassen. 5. Für den Belag die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und Tomaten in Scheiben schneiden. Die kleineren Tomaten halbieren. Eier, Sahne, Pecorino und Ricotta glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. 6. Die Masse auf dem Boden der Form verstreichen und mit den Tomaten belegen. Im Ofen 40 bis 45 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit Basilikum garnieren. Zum Servieren in Stücke schneiden. Anna-Lena Wagner Die Quiche ist auch optisch ein Hingucker. Foto: Anna-Lena-Wagner FÜR EXTRA WÜRZE Die Quiche kann man zusätzlich zum Pecorino mit würzigem Käse verfeinern. Nach persönlichem Geschmack vor dem Backen zum Beispiel mit etwas Cheddar, Gruyère, Manchego, Gorgonzola oder Ziegenkäse bestreuen. WWW.KRANKENPFLEGE-KUHN.DE Melden Sie sich gerne bei uns! 09942 902895 AMBULANTER PFLEGEDIENST TAGESPFLEGE- & BEGEGNUNGSSTÄTTE FÜR SENIOREN IN RUHMANNSFELDEN UND PRACKENBACH
11 L(i)ebenswerter Woid Glaube und Volksfrömmigkeit hautnah erleben Ein Besuch im Wallfahrtsmuseum in Neukirchen beim Heiligen Blut In der modernen Welt ist vieles scheinbar kontrollierbar geworden, etwa durch Versicherungen, Hightech-Medizin und Digitalisierung. In früheren Zeiten war es meist der Glaube, der Menschen stützte, wenn sie krank wurden, einen Unfall erlitten oder finanzielle Not durchleben mussten. Die damaligen Anliegen der Menschen zeigten sich in Volksfrömmigkeit und fanden Ausdruck in Wallfahrten. Diesen Traditionen ist in Neukirchen beim Heiligen Blut ein Museum gewidmet. Hier wird aber auch deutlich, dass Wallfahrten noch immer Teil der Gegenwart sind. In den Ausstellungsstücken wird der Bogen über viele Jahrhunderte bis in die heutige Zeit gespannt. Das Museum ist zentral gelegen im Herzen des Marktes. Die Historie des Gebäudes geht bis ins Jahr 1379 zurück. Damals wurde an diesem Platz ein Pflegschloss errichtet. Über 600 Jahre später gründete man 1992 hier das Wallfahrtsmuseum. Der Besucher bekommt einen guten Eindruck davon, dass Religion und Volksfrömmigkeit in Altbayern nicht erst seit der Gegenreformationen allgegenwärtig waren und auch noch sind. ➝ Prachtvolle Kerzen im Museum zeugen von historischen Wallfahrten. Foto: Doris Emmer Du wanderst gerne? Du triffst dich gerne mit Gleichgesinnten? Du möchtest neue Regionen in Bayerischen Wald kennen lernen? Dann bist du hier genau richtig! Weitere Infos und/oder Kontakte findest du auf der Webseite des Bayerischen Wald-Verein unter www.bayerischer-wald-verein.de Der Bayerische Wald-Verein mit seinen annähernd 60 Sektionen mit rund 17.500 Mitgliedern bietet im gesamten ostbayerischen Raum mit geschulten / ausgebildeten Wanderführern vielerlei Wanderungen für groß oder klein, Jung, Mittelalter, Familien und auch für Senioren an. Der Bayerische Wald-Verein und Sektionenbetreiben Berghäuser, die eine gemütliche Einkehr anbieten. In den Berghäusern des Hauptvereins hat man als Mitglied Vergünstigungen, der Bayerische Wald-Verein ist Mitglied im Bayerischen und Deutschen Wanderverband. BWV Mitglieder habenvielerlei Vergünstigungen in ganz Deutschland und auch bei Einkäufen. Der Bayerische Wald-Verein engagiert sich darüber hinaus bei der Wegemarkierung (du kannst auchWegepate werden) Schutz und Pflege der Natur (du kannst dichaktiv bei der Schachtenpflege miteinbringen) Kultur- und Brauchtum (sei live dabei bei Veranstaltungen innerhalb der Sektionen) und, und, und... Schließe dich demkostenlosen WhatsApp-Kanal des Bayerischen Wald-Verein e.V. an oder lade dir die ebenfalls kostenlose Wanderkultur App des Bayerischen WaldVerein e.V. auf dein Mobilgerät. Der Bayerische Wald-Verein e.V. (gegründet 1883) ist mit seinen 58 Sektionen ein Verein für Kultur, Heimat- und Volkstumspflege, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern im Bayerischen Wald.
12 L(i)ebenswerter Woid Ein Teil des Museums ist historischen Votivgaben gewidmet. Vom lateinischen Wort „votum“ für Gelübde abgeleitet, bildet das Darbringen von Tafeln oder Figuren einen sichtbaren Beweis für das Vertrauen in einen Heiligen. Egal ob für Rettung in Not, als Dank für die Heilung bei Krankheit oder die Erfüllung eines anderen Anliegens – Votivgaben sind vielfältig. Die Wallfahrt wurde damit Teil des alltäglichen Lebens. Museumsleiterin Maria-Luise Segl weiß aber auch, dass in früheren Zeiten das Wallfahren – neben dem Kriegsdienst – oft der einzige Anlass war, aus der angestammten Heimat in die Ferne zu ziehen. Deshalb wollte man auch den Daheimgebliebenen etwas mitbringen oder selbst ein Andenken haben. Devotionalien als Andenken an die Wallfahrt Als Andenken an die Wallfahrt wurden allerlei Devotionalien gekauft, die auch im Wallfahrtsmuseum ausgestellt sind. Diese Kreu- Ein Votivgemälde zum Dank für eine Rettung Die Herstellung von Devotionalien war ein wichtiger Gewerbezweig in Wallfahrtsorten. Fotos: Doris Emmer Weitere Infos: www.waldfestspiele.de Waldfestspiele auf dem Ludwigsberg Klassiker der Literatur auf Bairisch 25. Juli bis 8. August 2026 Seit über 30 Jahren begeistert das Freilichttheater auf dem Ludwigsberg in Bad Kötzting mit Klassikern der Weltliteratur auf Bairisch. In der aktuellen Inszenierung von Cervantes’ weltberühmten Don Quijote macht sich der schrullige Ritter gemeinsam mit seinem Schildknappen auf den Weg, Abenteuer zu bestehen. Dabei laden unterhaltsame Dialoge, eindrucksvolle Bühnenbilder, pompöse wie innige Szenen und vor allem eine bunte Palette liebenswerter Figuren zu einem rasanten Theaterabend auf der Waldbühne ein. Regisseur Sascha Edenhofer und Dramaturgin Sara Herbst adaptieren den Literaturklassiker eigens für die romantische Waldbühne und das vielseitige Bad Kötztinger Ensemble, das aktuell an die 60 SpielerInnen aus vier Generationen umfasst. Natürlich halten sie dabei dem Motto „Klassiker auf Bairisch“ weiterhin die Treue. ANZEIGE
13 L(i)ebenswerter Woid sen Bildern gewidmet. Die schwierige Technik, in der zuerst der Vordergrund des Bildes und dann der Hintergrund gestaltet wird, zeigt sich in den Werken vieler lokaler Künstler aus Ostbayern in der vielfältigen Ausstellung des Wallfahrtsmuseums Neukirchen beim Heiligen Blut. Auch für Kinder ist mit einer Museumsrallye der Besuch abwechslungsreich gestaltet. Konzerte bei „Kultur im Schloss“ von Mai bis Oktober jeweils mittwochs ergänzen das Programm sowie wechselnde Ausstellungen – auch mit Leihgaben aus Böhmen. Doris Emmer ze, Rosenkränze, Bilder und andere religiösen Andachtsgegenstände wurden in früherer Zeit in Wallfahrtsstätten oft per Hand hergestellt. Dies war eine willkommene Einkommensquelle, wie auch das Gastgewerbe. Kunstwerke der Hinterglasmalerei Besondere Kostbarkeiten als Andenken an die Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut sind Hinterglasmalereien. Die Kunst ist in Wallfahrtsorten oft perfektioniert worden. Ein Teil des Museums ist diesen religiöEiserne Votivtiere wurden dargebracht. Prachtvolle Hinterglasmalerei im Museum Wachsstöcke waren lange Zeit beliebte Gaben. Die Frühlingssonne prickelt auf der Haut, würzige Waldluft strömt in die Nase und ringsum Naturpanoramen, die einem die Sprache verschlagen. Die perfekte Zeit, raus ins Grüne zu gehen, die ersten warmen Frühlingstage zu genießen und hautnah dabei zu sein, wie die Natur zu neuem Leben erwacht. Der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald mitten im Nationalpark bietet den perfekten Ort dafür. Hier ist die Natur zum Greifen nah. Durch die besondere Höhenlage zwischen und über den Wipfeln erhalten Besucher einzigartige Einblicke in ihre Umgebung. In den Baumwipfeln fangen die ersten Vögel an zu brüten und zwitschern munter vor sich hin. Mit den Lernstationen entlang des Pfads eignen sich Kinder und auch Erwachsene spielerisch Wissen über den Wald und seine Bewohner an. Den richtigen Nervenkitzel gibt’s beim Überqueren von wackligen Holzbalken hoch über dem Waldboden. Wer den barrierearmen Pfad, der auch für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet ist, nach oben folgt, wird mit dem Rundumblick auf den Bayerischen Wald belohnt. Samt dem Panorama über die Bayerwald-Tausender, die rund um das „Baumei“, wie der Turm auch genannt wird, in die Höhe ragen. Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Böhmstraße 43 94556 Neuschönau info@ baumwipfelpfad.bayern https:// treetop-walks.com/ bayerischer-wald/ Platz für das Naturerlebnis BAUMWIPFELPFAD Das beliebte Baumei samt Wipfelweg sorgt für einzigartige Frühlingsmomente
14 L(i)ebenswerter Woid Eine Region, die ins Ohr geht Das digitale Heimatprojekt „WanderKultur“ setzt zunehmend auf Audiobeiträge Dass der Bayerische Wald viel zu bieten hat, ist kein Geheimnis mehr. Wanderer und Radfahrer lieben diesen Landstrich und sind immer wieder auf der Suche nach besonderen Tourenvorschlägen. Andere wollen nicht nur sportlich aktiv sein, sondern haben auch Interesse an der Geschichte sowie den Besonderheiten in den einzelnen Ortschaften und an der ein oder anderen Begebenheit von früher. Ihnen sei die App „WanderKultur“ ans Herz gelegt. Dieses digitale Heimatprojekt war vom Bayerischen Wald-Verein 2023 ins Leben gerufen worden und hat sich seither inhaltlich auf die gesamte Region ausgedehnt. Mittlerweile findet man dort über 60 verschiedene Orts- oder Themenpakete sowie mehr als 1.800 einzelne Inhalte zur Kulturgeschichte, besonderen Bauwerken, herausragenden Persönlichkeiten und Anekdoten. Audiobeiträge punkten bei den Zuhörern „Wir haben festgestellt, dass die Nutzer ganz besonders von Audiobeiträgen begeistert sind. Wenn die Geschichte eben nicht nur mit Text und Bild erfahrbar ist, sondern auch angehört werden kann“, erklärt Projektleiterin Manuela Lang. Deshalb habe man gerade diesen Bereich in den vergangenen Monaten noch weiter ausgebaut. Eine Kooperation mit der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ermöglichte es, für jede Mitgliedsgemeinde eine eigene, reine Audiotour zu erstellen. „Für Zwiesel ist diese Tour schon fertig und zeigt, wie viel Potenzial darin steckt – sowohl für Gäste, die zum Die vielen Audiodateien machen Wanderungen oder Stadtspaziergänge unterhaltsam. Fotos: Manuela Lang Unerfüllter Kinderwunsch – Was kann man tun? Foto: Dr. Kroiss Kinderwunschzentrum Niederbayern Stadtfeldstraße 50 94469 Deggendorf Tel. 0991 – 29 79 93 32 www.kinderwunsch-niederbayern.de Deggendorf. Viele Paare in Deutschland und auf der ganzen Welt leiden unter ungewollter Kinderlosigkeit. Neben Hormonstörungen und verschlossenen Eileitern gibt es noch verschiedene andere Ursachen weiblicher Sterilität. Eine Fruchtbarkeitsstörung des Mannes liegt meist darin begründet, dass Spermien nicht in ausreichender Anzahl, Qualität oder Beweglichkeit vorhanden sind. Das Ziel unseres engagierten und erfahrenen Teams in Deggendorf ist es, durch eine einfühlsame und auf das jeweilige Paar abgestimmte Beratung, die möglichen Ursachen der Kinderlosigkeit zu erkennen und entsprechend individuell zu behandeln. Hierfür stehen verschiedene innovative Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Vertrauen und Ihre Kontaktaufnahme. Vereinbaren Sie gern einen Termin für ein Kinderwunschgespräch mit uns. – Dr. Kroiss Individuelle Untersuchung und einfühlsame Behandlung können zum Erfolg führen.
15 L(i)ebenswerter Woid die voller Historie seien. „Wir arbeiten ebenso mit der Europaregion Donau-Moldau zusammen, um die Geschichte der verschwundenen Orte zu bewahren, die einst mit der Vertreibung der Sudentendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen wurden.“ Material gibt es genug für das „WanderKultur“-Team. Und dementsprechend vielfältig entwickelt sich auch das Projekt insgesamt – immer häufiger eben auch zum Anhören. Weil es im Bayerischen Wald nicht nur viel zu sehen gibt, sondern die Region auch ins Ohr gehen soll. PM ersten Mal in die Glasstadt kommen, als auch für Einheimische, die bisher an vielen Punkten vorbeigelaufen sind, ohne zu wissen, was eigentlich dahintersteckt.“ Kooperation mit Städten und Gemeinden Neben den Gemeinden der Ferienregion werden auch weitere Orte ausgebaut und neu mit in die App aufgenommen. „Hierbei sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden angewiesen, die den Mehrwert dann langfristig an ihre Bürger und Gäste weitergeben können.“ Auch Sponsoren unterstützen das digitale Heimatprojekt, weil es ihnen wichtig ist, dass die Region mit all ihren liebenswerten Besonderheiten präsentiert wird. Diese Unterstützung ermöglicht es auch, nach und nach Thementouren zu integrieren. „Wir haben kürzlich den Gunthersteig fertiggestellt, der von Niederalteich quer durch den Bayerischen Wald bis hinein nach Böhmen reicht. Auch dieser Weg ist gespickt mit vielen Inhalten und Audiobeiträgen, die das Leben und Wirken des Heiligen Gunthers erkären“, sagt Lang. Bayerisch-böhmisches Grenzgebiet voller Historie Insgesamt sei das bayerisch-böhmische Grenzgebiet hochinteressant, weil auf den Touren zahlreiche Orte zu entdecken sind, Dr. Hans Aschenbrenner aus Neukirchen beim Heiligen Blut hat viele Informationen über den Heiligen Gunther beigesteuert, die nun auch in der App „WanderKultur“ abrufbar sind. WEITERE INFORMATIONEN Unter www.wanderkultur.de gibt es alle Inhalte auch in einer großen Landkarte integriert. Kombiniert mit Touren sind die Inhalte in Orts- und Themenpaketen in der App „WanderKultur“ abrufbar, die gratis in den Stores zum Download zur Verfügung steht. Eine persönliche Registrierung ist für die App-Nutzung nicht nötig. WOSÜSSESAUF TRADITIONTRIFFT Seit 1933 produziert die Otto Beier Waffelfabrik feinste Süßwaren für nationale und internationale Kunden. Von der Qualität der Produkte können Sie sich im Werksverkauf der Waffelfabrik selbst überzeugen und sich auch für daheim mit Schaumwaffeln, Cremewaffeln, Riegelprodukten und anderen Süßwaren bevorraten. Der Werksverkauf befindet sich im historischen Bahnhofsgebäude in Miltach, sodass die Anreise mit der Bahn ein Kinderspiel ist. Apropos Kinderspiel... ein großer Spielplatz befindet sich direkt vor dem Café Waffel. Café Waffel? – Ja, Sie haben richtig gelesen. Das Bahnhofsgebäude beherbergt nicht nur den Werksverkauf der Waffelfabrik, sondern auch das Café Waffel! Eine umfangreiche Speisekarte mit Kaffee und Kuchenspezialitäten, Brotzeiten und Hauptgerichten laden zum Verweilen ein. Das Café Waffel ist auch ein beliebtes Ausflugsziel bei Radfahrern, denn die Entfernung zum RegentalRadweg ist ein Katzensprung. Darüber hinaus befindet sich neben dem Café Waffel eine Ladestation der Donau Donkeys (www.donau-donkeys.de). Das ist ein „BikesharingService“, bei dem man sich ein Fahrrad ausleihen und an einer anderen Ladestation wieder zurückgeben kann. Natürlich kann man auch sein eigenes E-Bike kostenfrei an den vorhandenen Ladesäulen aufladen. Ein Highlight ist der Mitropa-Speisewagen, der das Verbindungsstück zwischen Café und Küche bildet und zugleich die überdachte Sonnenterrasse von der Straße abschirmt. Direkt hinter dem barrierefreien Gebäudekomplex befindet sich ein großer kostenfreier Parkplatz. Sie sehen, im Café Waffel und im Werksverkauf ist für jeden etwas dabei – egal ob jung oder alt. Neugierig geworden? Dann schauen Sie vorbei oder besuchen unseren Onlineshop und wählen selbst!
Im Woid dahoam Der Bayerische Wald hat zahlreiche bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Hier sind sechs von ihnen. Sie stehen symbolisch für die Leistungen der Menschen in unserer Region in den Bereichen Wirtschaft, Sport, Kultur, Unterhaltung und Kulinarik. Ottfried Fischer Der Kabarettist, Synchronsprecher und Schauspieler wurde am 7. November 1953 in Ornatsöd bei Untergriesbach im Landkreis Passau geboren. Bekanntheit erlangte er unter anderem durch Hauptrollen in den Serien „Irgendwie und sowieso“, „Der Bulle von Tölz“ und „Pfarrer Braun“. Gloria Gray Die Sängerin, Entertainerin, Autorin und Unternehmerin wurde am 22. Dezember 1965 in Zwiesel im Landkreis Regen geboren. Die „Grande Dame“ des Showbusiness steht seit 40 Jahren aus der Bühne und betätigt sich auch als Kommunalpolitikerin. Severin Freund Der Skispringer wurde am 11. Mai 1988 in Freyung geboren. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte er mit dem Gewinn der Gesamtwertung im Skisprung-Weltcup 2014/15 sowie als Team-Olympiasieger bei den Winterspielen 2014. Freund zählt zu den erfolgreichsten deutschen Skispringern der letzten Jahrzehnte. Lucki Maurer Der Koch, Kochbuchautor und Züchter von BioWagyū-Rindern kam am 14. November 1980 auf die Welt. Er wuchs in Neukirchen beim Heiligen Blut im Landkreis Cham auf. Der vielfach ausgezeichnete Gastronom betreibt nun in Rattenberg im Landkreis Straubing-Bogen unter anderem ein Restaurant und gilt als deutscher „Fleischpapst“. Florian Silbereisen Der Showmaster, Sänger und Schauspieler wurde am 4. August 1981 in Tiefenbach im Landkreis Passau geboren. Bekanntheit erlangte er durch die Moderation von zahlreichen Schlagersendungen und seine Rolle als Kapitän Max Parger auf dem ZDF-Traumschiff. Joe Kaeser Der Manager und ehemalige Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser wurde am 23. Juni 1957 in Arnbruck im Landkreis Regen geboren. Der Träger des Bayerischen Verdienstordens absolvierte die Fachoberschule in Cham und arbeitete sich von dort aus an die Spitze der deutschen Wirtschaft. Foto: Imago, stock&people Foto: Imago Foto: Imago, Lindenthaler Foto: Imago, Horst Galuschka Foto: Imago, Christian Schroedter Foto: Imago, Future Image
17 L(i)ebenswerter Woid DER WOID IM WOHNZIMMER – EINE GARDEROBE AUS BIRKENSTÄMMEN Ob als Raumteiler oder Garderobe: Bäume im Wohnraum sind ein Blickfang. Gerade Birken sind beliebt dafür, denn ihr klarer, schmaler Wuchs und vor allem ihre weiße Rinde machen viel her. Ein beliebtes Projekt für DIY-Enthusiasten: Mehrere Stämme werden in Deckenhöhe oder etwas gekürzt mit jeweils einem kleinen Spalt dazwischen aufgereiht. Hier kann eine Holzplatte an Boden und Decke helfen, die Stämme sicher über Rundstäbe zu fixieren. Laut der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ eignet sich dafür zum Beispiel ein Kiefer-Leimholz von 18 Millimeter Stärke am Boden und 27 Millimeter Stärke an der Decke. Damit die Bretter wenig auffallen, können sie im Farbton des Fußbodens beziehungsweise der Decke lackiert werden. Die Birkenstämme benötigen per se keine weitere Holzbehandlung. Dennoch kann es mit der Zeit passieren, dass die weiße, papierartige Rinde brüchig wird. Sie rieselt weniger, wenn sie abschließend mit Tiefgrund oder klarem Lack gestrichen wird. dpa-tmn Die Stämme dienen auch als schicker Raumteiler. Fotos: Selbst ist der Mann/dpa Praktische Details inklusive.
18 L(i)ebenswerter Woid Astronomietag am Naturpark Infozentrum Erdtrabant im Zentrum: Die Teilnehmer nahmen den Mond durchs Teleskop in Augenschein Gemeinsam mit der „Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald“ veranstaltete der „Naturpark Bayerischer Wald“ am 28. März einen Vortrags- und Beobachtungsabend in Zwiesel. Im Rahmen des diesjährigen Astronomietags drehte sich alles um den Mond, unseren treuen Begleiter. Nach einer kurzen Begrüßung führte Referent Florian Vogl mit einem informativen und anschaulichen Vortrag in die Thematik ein. Dabei spannte er den Bogen von der kulturellen Bedeutung des Mondes bis hin zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Entstehung verschiedener Phänomene. Während in Europa häufig vom „Mann im Mond“ gesprochen wird, erkennen andere Kulturen unterschiedliche Figuren auf der Mondoberfläche. In China etwa einen Hasen oder in Teilen Afrikas ein Krokodil. Blick in die Forschung Der Aufbau des Mondes lässt sich gut mit dem der Erde vergleichen. Dank jahrzehntelanger Forschung und der Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 ist heute bekannt, dass die Mondkruste auf der erdzugewandten Seite etwa 70 Kilometer dick ist, während sie auf der Rückseite bis zu 150 Kilometer erreicht. Darunter befindet sich ein Mantel aus basaltischem Gestein. Im Inneren vermuten Wissenschaftler einen vergleichsweise kleinen Eisenkern mit einem Radius von etwa 100 bis 400 Kilometern. Aufgrund seiner geringen Masse besitzt der Mond keine Atmosphäre, wodurch es dort weder Wind noch Wetter gibt. Spuren, wie zum Beispiel die Fußabdrücke der Astronauten, bleiben daher über lange Zeit erhalten, sofern sie nicht durch Meteoriteneinschläge verändert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den sichtbaren Strukturen der Mondoberfläche. Die dunklen Flächen, sogenannte Mare, sind vulkanischen Ursprungs und vor allem auf der erdzugewandten Seite zu finden. Die helleren Regionen bilden die Hochländer. Die ungleiche Verteilung hängt mit der unterschiedlichen Dicke der Mondkruste zusammen. Die Rückseite des Mondes ist dagegen hauptsächlich von Einschlagskratern geprägt. Der „Goldene Henkel“ Anschaulich erklärte der Experte zudem die Entstehung der Mondphasen sowie die gebundene Rotation, durch die der Mond der Erde stets dieselbe Seite zuwendet. Auch Phänomene wie Supermond, Mond- und Sonnenfinsternisse wurden verständlich erläutert. Besonders interessant war die Erklärung der rötlichen Färbung des Mondes bei einer Mondfinsternis. Durch die Streuung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre wird vor allem rotes Licht in den Erdschatten gelenkt und lässt den Mond in einem kupferfarbenen Ton erscheinen. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Besucher selbst aktiv werden. Bei klarem Himmel bot sich ein eindrucksvoller Blick durch die bereitgestellten Teleskope. Die Kraterlandschaft, Mare und Hochländer waren deutlich zu erkennen. Auch der „Goldene Henkel“ war gut sichtbar. Dieses Phänomen entsteht am sogenannten Terminator, der Grenze zwischen Tag- und Nachtseite des Mondes, wenn der höher gelegene Kraterrand bereits von der Sonne beleuchtet wird und tiefere Bereiche noch im Schatten sind. Während der Beobachtung standen die Experten der „Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald“ auch für alle Fragen rund um das Thema Astronomie bereit. PM Mithilfe der Teleskope konnten die Teilnehmer einen genauen Blick auf den Mond werfen. Foto: Emanuel Hackl, Naturpark Bayerischer Wald e.V. Auf dieser Nahaufnahme unseres Mondes sind die Mare, die Hochländer und die einzelnen Einschlagskrater gut zu sehen. Foto: Florian Vogl
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