Fußball WM 2026

Eine Werbebeilage der Mediengruppe Attenkofer Juni 2026 FußballWM2026

2 Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Gib den Ball weiter! 11.06.–19.07.2026 auf dem Bahnhofsvorplatz München-Pasing Deine Stimme für Fairplay, Vielfalt und Zusammenhalt zur WM 2026! Dein Kunstwerk. Unsere Gemeinschaft. Im Rahmen der WM 2026 wird der Bahnhofsvorplatz München-Pasing zu einem interaktiven Ort für Begegnung und Dialog. Teile deine Gedanken und werde Teil eines einzigartigen Kunstprojekts! Über den gesamten WM-Zeitraum entsteht aus vielen Stimmen ein großes digitales Gesamtbild – ein Symbol dafür, wie aus individuellen Perspektiven Zusammenhalt entsteht. Mehr entdecken: Begleitend zur KI-Kunst-Aktion zeigen wir am Bahnhofsvorplatz die Portraitreihe „Gesichter der Vielfalt“. Echte Menschen und echte Statements aus dem Bahnhofsumfeld geben den Werten der WM ein ganz persönliches Gesicht. Mehr Infos zur Aktion Zeit, dass sich was dreht Seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien hat Deutschland die K.o.-Runde der WM nicht mehr erreicht. Ob es 2026 besser läuft? Warum es Grund zur Hoffnung gibt und was die DFB-Elf derzeit auszeichnet. Die letzte WM: lange her. Vier Jahre. Genauer: dreieinhalb. Manch einer erinnert sich vielleicht an das Winterturnier im Emirat – nicht wenige werden es verdrängt haben. Denn viel Erinnerungswürdiges hat die deutsche Mannschaft damals nicht dargeboten. Doch mittlerweile weht ein frischer Wind im DFB-Kader – und der ist auch nötig. Die deutschen Erfolgserlebnisse der letzten beiden WMTurniere lassen sich prägnant zusammenfassen: ein LastMinute-Sieg gegen Schweden 2018, ein 4:2 gegen Costa Rica und immerhin ein 1:1 gegen Spanien. Half alles nichts: Zweimal hinternander war nach der Vorrunde Schluss, WeltmeisterTrainer Löw 2018 und Bayerns Triple-Trainer Flick 2022 scheiterten kläglich. Jetzt heißt es: Zeit, dass sich was dreht, getreu dem WM-Song, den Herbert Grönemeyer zum Sommermärchen 2006 beigesteuert hat. Unbekümmertheit als Trumpf Was aktuell anders ist? Bundestrainer Julian Nagelsmann schlägt einen mutigen Jugendkurs ein, setzt etwa im zentralen Mittelfeld auf die WM-Debütanten Aleksandar Pavlovic (22) und Felix Nmecha (25) oder auf den flinken Linksverteidiger Nathaniel Brown (22). Die Startelf im vorletzten Test gegen Finnland war mit einem Durchschnittsalter von immerhin 26,29 Jahren die jüngste in Nagelsmanns Amtszeit als Bundestrainer. Mit dem Ausfall von Lennart Karl (18), für den mit Leroy Sané wohl ein 30-Jähriger in die erste Elf rückt, erhält der Jugendkurs zwar einen Dämpfer, dennoch bleibt der reaktivierte Teamsenior Manuel Neuer (40) ein Exot in der Mannschaft, obgleich bei dieser WM ein bemerkenswerter Altstars-Trend zu beobachten ist (siehe Seite 5). „Es ist für uns sehr, sehr wichtig, dass wir sehr viele junge Spieler auf dem Platz haben“, sagt Kapitän Joshua Kimmich, mit 31 Jahren wohl der älteste Feldspieler in der deutschen Startelf. „Die Jungen haben keinen Druck. Die müssen keine Verantwortung tragen. Die können ihr Spiel genießen. Genau das brauchen wir. Sie können wichtig sein.“ Unbekümmertheit als Erfolgsfaktor. Auch Florian Wirtz und Jamal Musiala sind beide erst 23 Jahre alt. Wenn die beiden Offensivkünstler zuletzt auch eher formschwach erschienen, ruhen große Hoffnungen auf dem Spielmacher-Duo. Turniererfahrene Nationalspieler wie Leon Goretzka (31) oder David Raum (28) sitzen zum WM-Start wohl auf der Ersatzbank. Letzteren dürfte der pfeilschnelle Nathaniel Brown aus Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach) mit seinen starnen Euro in Newcastle landete. Der 1,98-Meter-Schlaks war mit vier Treffern erfolgreichster deutscher Torschütze in der WM-Qualifikation vor dem verletzten Serge Gnabry und ist ebenfalls ein Turnierneuling. 2022 SpVgg Bayreuth, 2026 Weltmeisterschaft Kurz vor der WM in Katar erzielte Woltemade, damals immerhin schon 20-jährig und damit ein Stück älter als so mancher WM-Debütant 2026 (Seite 5), in der 3. Liga für den künftigen Bundesligisten Elversberg den Siegtreffer bei der SpVgg Bayreuth. Es folgte ein steiler Aufstieg, der dem U 21-VizeEuropameister 2025 nun mindestens eine Jokerrolle in Nordamerika einbringt. Und nicht nur dank einer guten Mischung aus routinierten Spielern und Neulingen muss die DFB-Auswahl ein neuerliches Vorrunden-Aus kaum fürchten. Durch die erstmalige Aufstockung von 32 auf 48 Mannschaften gibt es diesmal zwölf Vierergruppen, wobei sogar die acht besten Gruppendritten die K.o.-Phase erreichen. Das Sechzehntelfinale sollte der Nagelsmann-Truppe also sicher sein. Die deutschen Ambitionen sind freilich weitaus größer. „Wir Jungen sind gierig. Wir haben Bock, zu zeigen, was wir drauf haben“, sagte der gebürtige Münchner Pavlovic. Und auf diese Gier wird es in der XXLWM ankommen. (sw) ken Auftritten vorerst verdrängt haben. Raum war 2022 in Katar in der deutschen Elf gesetzt, als Regionalliga-Kicker Brown in Nürnberg auf seine ersten Zweitliga-Einsätze wartete. Mittlerweile ist der Oberpfälzer, der in der Champions League mit Eintracht Frankfurt sogar Barça-Superstar Lamine Yamal in Schach gehalten hat, ein Transferziel des FC Bayern. So wie einst Nick Woltemade, der im Sommer 2025 aber bekanntermaßen für 75 MillioZwei Drittel des DFB-Aufgebots haben keine Turnier-Erfahrung: Nick Woltemade (l.) und Nathaniel Brown sind zwei von 17 erstmals für eine WM-Nominierten im 26-köpfigen deutschen Kader. Fotos: Laci Perenyi, Uwe Kraft/imago (2)

Impressum Fußball WM 2026 Werbebeilage der Mediengruppe Attenkofer und der Abendzeitung München am 11. Juni 2026 Redaktion: Stefan Wimberger Anzeigen: Michael Kusch, Gesamtanzeigenleitung Grafik: Denise Zellmer Fotos: ©picture alliance/dpa/AP; IMAGO/Anadolu Agency, Ulmer/ Teamfoto, NurPhoto Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing 2014 Brasilien 2018 Russland 2010 3. Platz Vorrunde Südafrika Spanien 2006 3. Platz Deutschland Italien 2002 2. Platz Japan/Südkorea Brasilien 1998 Viertelfinale Frankreich Frankreich Frankreich 2022 Katar Vorrunde Argentinien 1994 Viertelfinale USA Brasilien 1990 Weltmeister Italien Deutschland Weltmeister Deutschland 1986 2. Platz Mexiko Argentinien 1982 2. Platz Spanien Italien 1978 Zwischenrunde Argentinien Argentinien 1974 Weltmeister Deutschland Deutschland 1970 3. Platz Mexiko Brasilien 1966 2. Platz England England 1962 Viertelfinale Chile Brasilien 1958 4. Platz Schweden Brasilien 1954 Weltmeister Schweiz Deutschland 1950 ausgeschlossen Brasilien Uruguay 1938 Achtelfinlae Frankreich Italien 1934 3. Platz Italien Italien 1930 keine Teilnahme Uruguay Uruguay Quelle: FIFA 110544 * DDR nur 1974 qualifiziert u. nach Zwischenrunde ausgeschieden Austragungsorte und Weltmeister seit 1930 mit dem deutschen Abschneiden Jahr Gastgeber Weltmeister Deutschland* Die Fußball-Weltmeister Ein neuer Teamgeist und klare Rollen Mit viel Vorfreude und einem ausgeklügelten Plan führt Bundestrainer Julian Nagelsmann die Nationalmannschaft zur WM. Das große Titelziel wird nicht aufgegeben, trotz aller Hindernisse. Mit einem sandfarbenen Base-Cap auf dem Kopf und seinem breiten Grinsen schreitet Julian Nagelsmann durch den Ort, von dem aus der fünfte Weltmeister-Stern erobert werden soll. Träumen ist hier an der Wake Forest University und im herrschaftlichen Teamhotel The Graylyn Estate gleich nebenan erlaubt. In der kühnsten Version reisen Nagelsmann und seine Nationalspieler Ende Juli mit dem WM-Pokal im Gepäck zurück in die Heimat. Drei tadellose Rasenplätze, eine Turnhalle, in der Basketball-Legende Tim Duncan den Grundstein für seine NBA-Karriere legte. Hier – in WinstonSalem irgendwo im Nirgendwo von North Carolina – hat die Nationalmannschaft bei der WM ihren sportlichen Mittelpunkt. Nagelsmann verspürt „extreme Vorfreude“ Für Nagelsmann selbst wird bereits vor dem Anpfiff ein Traum wahr. „Ich habe eine extreme Vorfreude, weil es für mich die erste WM ist. Es ist ein Kindheitstraum. Den hatte ich natürlich, so ehrlich muss ich sein, immer eher als Spieler. Jetzt habe ich ihn als Trainer“, sagte der 38-Jährige bei MagentaTV. Amerika, das soll für den jüngsten Bundestrainer in der deutschen WM-Geschichte in den kommenden Wochen das Land der unbegrenzten Fußball-Möglichkeiten sein. Und aus seinen großen Zielen macht er unverdrossen kein Hehl. Trotz vieler Zweifel und lautstarker Zweifler wie Bayern-Patriarch Uli Hoeneß. Jeder, der an einem WM-Turnier teilnimmt, sollte das Ziel haben, sie zu gewinnen, hat Nagelsmann nicht nur einmal unterstrichen. Insgesamt klingt das bei Weitem nicht mehr so forsch wie jene Ansage, die er im unmittelbaren Schmerz nach dem EMAus gegen Spanien (1:2 n.V.) vor knapp zwei Jahren getroffen hatte. „Das tut weh, und auch, dass man zwei Jahre warten muss, bis man Weltmeister wird“, hatte er damals in Stuttgart gesagt. Rudi Völler als Stimmungs-Seismograph Der Satz hing ihm lange als zu großspurig nach. Auch wenn er selbst für das doppelte Scheitern in der WM-Gruppenphase 2018 in Russland und 2022 in Katar mit allen politischen Wirrungen noch keine Verantwortung trug. Dass man Weltmeister wird, ist heute wie kurz nach der Heim-EM 2024 ein Wunschdenken. Ein traumhaftes Szenario, für das alles klappen müsste. Und selbst, wenn alles klappt, scheinen andere Teams besser zu sein. Rudi Völler, als Sportdirektor für die richtigen Gefühlsschwankungen rund um das DFB-Team zuständig, zeigte schon auf: Spanien hat bessere Spieler. Und Frankreich hat mehr sehr gute Spieler. Die Südamerikaner wie Lionel Messis Argentinier als Titelverteidiger sind eine übermächtig wirkende Konkurrenz. Das in der Verlängerung gewonnene Finale 2014 gegen Argentinien mit Messi (1:0) war das bislang letzte deutsche K.o.-Spiel bei einerWM. DFB-Präsident Bernd Neuendorf glaubt fest an die große Chance. „Natürlich fährt man zu so einem Turnier, um letztlich auch weit zu kommen. Es gibt Top-Mannschaften, die üblichen Verdächtigen. Man hat die Engländer, die Franzosen, auch Brasilien und Argentinien als Titelverteidiger. Aber wir haben eine tolle Mannschaft. Ich merke bei ihr einen Spirit, der gut ist. Ich glaube, zum erweiterten Kreis gehören wir durchaus“, sagte er. Nur Mitspielen war noch nie Nagelsmanns Sache. Er will immer gewinnen. Also hat er sich wieder in Rollenspiele eingedacht und weist jedem seiner 26 WM-Akteure eine Aufgabe zu. Ziel ist das Endspiel am 19. Juli im Stadion von East Rutherford, wo sonst die Giants und Jets aus New York um Touchdowns kämpfen. Ähnlich zum American Football, bei dem jeder Akteur sehr spezifische Aufgaben und eben nur genau diese zu erfüllen hat, hat Nagelsmann wieder ein System etabliert, das den kollektiven Gedanken, das Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Wagenburg-Mentalität, als Grundlagehat. Der Spielplan meint es gut Wenn die anderen besser Fußballspielen können, muss man das bessere Team sein. Diese Idee geht im deutschen Fußball zurück bis zum „Geist von Spiez“, der Grundlage für den WM-Premierentriumph 1954war. „Wenn du hin zum Turnier kommst, ist Leistung nicht nur definiert, was du siehst auf dem Rasen. Eine Leistung eines Menschen ist es auch, sich seiner Position bewusst zu sein, sich gut in eine Gruppe einzuein Testspiel zum Akklimatisieren an große Hitze und mächtige Reisestrapazen beim XXLTurnier mit 104 Spielen. Womöglich muss er den Auftakt auch nutzen, um in der Saison länger verletzte Spieler zu integrieren – oder eben Rückkehrer Manuel Neuer, dessen DFB-Comeback noch aussteht. Richtig ernst wird es dann im kanadischen Toronto am 20. Juni (22 Uhr) gegen die Elfenbeinküste. Am 25. Juni (22 Uhr) folgt in East Rutherford der Vorrunden-Abschluss gegen Ecuador, bevor es mit den K.o.-Runden weitergeht. Nagelsmanns Kindheitstraum soll auf keinen Fall zu schnell vorbei sein. „Ich kann nicht den Titel versprechen. Ich kann jedoch versprechen, dass wir es allen wirklich schwermachen werden, uns zu schlagen“, sagte Sportdirektor Völler. (dpa/red) gliedern und für eine Gemeinschaft etwas zu tun“, erklärte der Bundestrainer. Die WM-Qualifikation lief nach dem 0:2-Fehlstart in der Slowakei ordentlich. Das 6:0 zum Abschluss wieder gegen die Slowaken brachte das Direktticket und viel Selbstvertrauen. Die März-Tests in der Schweiz (4:3) und gegen Ghana (2:1) gaben ein realistisches Leistungsbild. Nach weiteren Erfolgen gegen Finnland (4:0) und die USA (2:1) in den letzten Tests hat die DFB-Elf neun Siege in Serie auf dem Konto. Einiges geht, aber nicht alles. Der WM-Spielplan meint es zunächst gut mit Nagelsmann. Zum Turnier-Auftakt geht es gegen den maximalen WM-Außenseiter Curaçao am 14. Juni (19 Uhr) in Houston los. Das kann gar kein Problem sein. Nagelsmann bekommt quasi noch Er lebt (fast) seinen Kindheitstraum: Julian Nagelsmann, der jüngste Bundestrainer der deutschen WM-Geschichte, gibt sich vor dem Turnierstart forsch. Bereits nach dem bitteren EM-Aus hatte er mit einer Titelansage aufhorchen lassen. Foto: HMB Media/Claus/imago Deutschland ist skeptisch Der Optimismus hält sich in Grenzen: Die Mehrheit hierzulande glaubt vor dem Turnierbeginn nicht an einen deutschen WM-Titel. Die große Mehrheit der Deutschen traut der Nationalmannschaft nicht den Titel bei der Weltmeisterschaft zu. Nur 15 Prozent glauben, dass die DFB-Auswahl triumphieren wird, 72 Prozent bezweifeln das. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ hervor. Nach dem Aus schon in der Vorrunde bei den vergangenen beiden Endrunden meinen aber nur drei Prozent, dass auch diesmal schon vor dem Achtelfinale Schluss ist. 15 Prozent erwarten ein Aus in der Runde der letzten 16 Mannschaften, 33 Prozent rechnen damit im Viertelfinale. 15 Prozent glauben an ein Aus erst im Halbfinale und zwei Prozent an eine Niederlage im Endspiel in New Jersey am 19. Juli. Für die repräsentative Umfrage hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von 1. bis 3. Juni 1.274 Personen befragt. (dpa) Schlechte Aussichten? Euphorie ist in Deutschland (noch) nicht vorhanden. Symbolfoto: imago 3 Fußball-Weltmeisterschaft 2026

4 Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Hans-Pinsel-Str. 1 88540 München-Haar direkt an der Wasserburger Landstraße im 3er-Haus BIKESTORE ZWEI BIKES. ZWEI NÄCHTE. EIN ABENTEUER. Gipfelglück am Wendelstein geschenkt. BeimKauf zweier E-Bikes Anbieter: Schübro Bike GmbH | * UVP des Herstellers, Nachlässe bei Leasing ggf. abweichend | Telefon: 089 / 46169950 Wahlweise im Hotel Alpenhof in Bayrischzell oder in den innovativen Radler-Zimmern im Mountaincamp auf der Glockenalm Fischbachau. Aktion gültig bis 30.06.2026, Reisedatum bis 31.12.2026 ausgenommen Juli und August STATT 3.399 €* nur1.899€ STATT 3.999 €* nur2.699€ STATT 5.999 €* nur2.999€ STATT 6.699 €* nur5.999€ E-OMNIA FXTYPE E-POWER TREKKING 28 CX6 12S MACINA KAPOHO PROLDI2 EL. 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Wenn ein Team so einen Spielabbruch verursacht, wird die Partie grundsätzlich für den Gegner gewertet. Hintergrund dieser Verschärfung: Das Team Senegals hatte sich im Finale des Afrika-Cups gegen Marokko aus Protest in die Katakomben zurückgezogen. | Streichen von gelben Karten Durch die Ausweitung des Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Teams wird auch eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften dazukommen. Dadurch würde sich auch die Chance erhöhen, nach der zweiten gelben Karte zu fehlen. Deshalb entschärft die FIFA die bisherige Regel: Die Verwarnungen werden nicht nur wie bislang üblich nach den Viertelfinals, sondern erstmals bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen. | Trinkpausen Dass die Spieler sich bei hohen Temperaturen an der Seitenlinie erfrischen dürfen, ist nicht neu. Bei der WM wird es nun aber wetterunabhängig in jedem Spiel zwei festgelegte Trinkpausen geben. Die Schiedsrichter werden das Spiel ungefähr nach 22 und 67 Minuten für jeweils drei Minuten unterbrechen. Die FIFA will damit in allen Spielen für gleiche Bedingungen sorgen – Kritiker sehen damit die Chance für TVSender, Werbung während des unterbrochenen Spiels zu schalten. | Countdown vor Standards Damit Torhüter nicht zu lange den Ball in der Hand halten und damit das Spiel verzögern, wurde bereits vergangenes Jahr ein Countdown durch den Schiedsrichter eingeführt. Das wird nun ausgeweitet: Auch bei Einwürfen oder Abstößen kann der Unparteiische fünf Sekunden per Hand runterzählen. Wenn das Spiel bis Ablauf des Countdowns nicht fortgesetzt wurde, geht der Ballbesitz ans gegnerische Team. | Zeitbeschränkung bei Wechseln Die Spieler müssen sich auch bei einer Auswechslung beeilen: Spätestens zehn Sekunden, nachdem der Wechsel vom Vierten Offiziellen angezeigt wurde, müssen sie das Feld verlassen haben. Sollte das nicht klappen, müssen sie trotzdem runter. Der eingewechselte Spieler muss dann aber mindestens eine Minute bis zur nächsten Spielunterbrechung warten, bis er aufs Feld darf. | Rote Karte für Hand vorm Mund Spieler, die in einer Konfrontation mit dem Gegner ihre Hand vor den Mund halten, können bei der WM mit der roten Karte bestraft werden. Damit soll diskriminierendes Verhalten verhindert werden. Indem sie den Mund verdecken, wollen Spieler häufig verschleiern, dass erkannt werden kann, was sie sagen. Die Debatte war nach einem Vorfall in der Champions League entbrannt. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni hatte sich in einer Auseinandersetzung mit RealStar Vinícius Júnior das Trikot vor den Mund gezogen. Prestianni stand im Verdacht, sich rassistisch geäußert zu haben. rikanische MLS hatte zuletzt bereits eine zweiminütige Zwangspause eingeführt. Argentiniens Superstar Lionel Messi beklagte sich vehement darüber, als er einmal tatenlos von außen zuschauen musste. | Mehr Befugnisse bei Videobeweis Der Video-Assistent darf nun drei weitere Situationen überprüfen und bei Fehlern des Schiedsrichters eingreifen: • bei einer zweiten gelben Karte, die zu Gelb-Rot für einen Spieler führt. • bei einer Spielerverwechslung, die zu Rot oder Gelb für einen falschen Spieler führt. • bei unkorrekt gegebenen Ecken, sollte der Check sofort und ohne Verzögerung durchgeführt werden. | Ersatzspieler bei den Hymnen auf dem Feld Erstmals werden auch die Ersatzspieler bei der üblichen Zeremonie vor dem Anpfiff mit auf dem Platz stehen. „Während der Nationalhymnen versammeln sich alle 26 Akteure jedes Teams um das Banner im Mittelkreis, damit jeder einzelne von ihnen – also nicht nur die Startelf – diesen symbolträchtigen Moment voller Stolz und Emotionen erleben kann“, gab die FIFA bekannt. Zum Handschlag der Spielführer und Mannschaftsfoto sind die Ersatzspieler dann nicht mehr auf dem Feld. (dpa/red) Er wurde wegen einer homophoben Äußerung gesperrt. FIFA-Präsident Infantino setzte sich öffentlich für eine neue Regel ein. | Zwangspause nach Verletzung Wenn ein Spieler auf dem Feld wegen einer Verletzung behandelt wird oder das Spiel deswegen unterbrochen wird, muss der Spieler das Feld verlassen. Dort muss er eine Minute warten, bevor er wieder zurückkehren darf. Die nordameZur Mitte der beiden Halbzeiten gibt’s jeweils Abkühlungen: Deutschlands 22-jähriger WM-Debütant Aleksandar Pavlovic und Co. freuen sich in der nordamerikanischen Hitze auf Trinkpausen nach gut 20 Spielminuten. Ob die DFB-Elf auch ihre Gegner nass macht? Foto: Bernd Feil/imago

der Fußball-Weltmeisterschaften Ewige Torschützenliste Miroslav Klose Ronaldo Gerd Müller Just Fontaine Lionel Messi Kylian Mbappé Pelé Jürgen Klinsmann Sándor Kocsis 16 15 14 13 13 12 12 11 11 2002, 06, 10, 14 1998, 2002, 06 1970, 74 1958 2006, 10, 14, 18, 22 2018, 22 1958, 62, 66, 70 1990, 94, 98 1954 Quelle: FIFA 110532 Auftrumpfende Teenager Neben den Routiniers stehen etliche Jungstars in den Startlöchern, die mitunter auch schon große Erfolge vorweisen können und nun ihre erste WM bestreiten. Neben vielen gestandenen Altstars hat die WM auch etliche junge Spieler zu bieten, die vor ihrem Turnierdebüt stehen. Darunter ist sogar ein Unter-18-Jähriger, in den Reihen der Gastgebernation Mexiko: Gilberto Mora (Mitte, Fotos: alle imago) ist beim Auftaktspiel gegen Südafrika 17 Jahre und 240 Tage alt und damit der jüngste WM-Spieler 2026. Jünger als Mora waren bei ihrem ersten WM-Einsatz bislang nur fünf Spieler, der bis dato jüngste WM-Akteur ist der Engländer Norman Whiteside (1982; 17 Jahre und 41 Tage). Der offensive Mittelfeldspieler Mora, der in seiner Heimat in Tijuana unter Vertrag steht, hat bereits vor knapp einem Jahr sein Debüt für Mexikos A-Nationalelf gegeben. Deutschlands Hoffnungsträger Lennart Karl vom FC Bayern, der im Februar volljährig geworden ist, wäre der drittjüngste Spieler des Turniers gewesen, hätte er sich nicht eine Woche vor dem Auftakt im Training einen Muskelbündelriss zugezogen und auf seine Teilnahme verzichten müssen. Der ebenfalls 18-jährige Bayern-Spieler Bara Sapoko Ndiaye hat es in Senegals Kader geschafft und zählt zu den fünf jüngsten Spielern. Einer der schillerndsten Jungstars ist zweifellos Lamine Yamal (links). Der Spanier vom FC Barcelona wird sechs Tage vor dem WM-Finale 19, ist aber bereits Europameister und hat schon 25 A-Länderspiele bestritten. Der Außenstürmer, der bei der WM 2006 in Deutschland noch gar nicht geboren war, wurde jüngst von der spanischen La Liga zum Spieler der Saison gekürt und zählt bereits zu den wertvollsten Fußballern der Welt. Aufgrund von Oberschenkelproblemen kam er allerdings seit April nicht mehr zum Einsatz. Zu Spaniens Auftakt gegen Kap Verde am 15. Juni soll er aber einsatzbereit sein. Besonders im Fokus stehen auch die 19-jährigen Innenverteidiger Pau Cubarsí (Spanien) und Luka Vuskovic (Kroatien). Und die DFB-Auswahl dürfte vor dem 19-jährigen Linksaußen Yan Diomande (rechts) von RB Leipzig gewarnt sein, der im zweiten Gruppenspiel am 20. Juni mit der Elfenbeinküste auf Deutschland trifft. Die WM bietet damit einen spannenden Mix aus Alt und Jung. Als etwa Cristiano Ronaldo 2004 sein erstes großes Turnier mit Portugal bestritt, war sein Teamkollege João Neves noch gar nicht geboren. Der 21-Jährige kann mit PSG aber auch bereits zwei ChampionsLeague-Titel vorweisen. Der ebenfalls 21-jährige Argentinier Nico Paz war ein Jahr alt, als Teamkollege Lionel Messi 2006 bereits im WM-Scheinwerferlicht stand – jetzt spielen sie Seite an Seite. (sw) Neuer Trend: Altstars Die WM wird zur großen Bühne für Serien-Weltfußballer und Superstars, die das Altern auszutricksen scheinen. Es geht um Titel, Rekorde und die Frage, wie alt Weltklasse sein kann. Für WM-Rekorde werden Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wieder gefeiert, die reifen Superstars stehen wie Manuel Neuer, Luka Modric und Co. zudem sinnbildlich für einen auffälligen Alterstrend im Spitzenfußball. Während Profis früher Anfang 30 zu Auslaufmodellen wurden, prägt heute eine große Schar von deutlich älteren Nationalteam-Heroen das TurnierGeschehen. Salopp gesagt gilt gemessen daran eine neue Fußball-Weisheit: 40 ist das neue 30. Der Portugiese Ronaldo ist schon 41 Jahre alt, der Argentinier Messi feiert während des Turniers den 39. Geburtstag. Wie Mexikos Torhüter Guillermo Ochoa (40) bestreiten die beiden Serien-Weltfußballer ihre sechste WM. „Die beiden Spieler sind außergewöhnlich. Sie haben den Fußball so geprägt wie die letzten 20, 30 Jahre niemand. So viele Titel, so viele Erfolge, so einen Ehrgeiz. Das ist außerordentlich phänomenal“, sagte der frühere Bundestrainer Joachim Löw über Messi und Ronaldo. „Allerdings sind beide auch schon ein bisschen über ihren Höhepunkt hinweg.“ Aber sowohl Messi als auch Ronaldo sind wie DFB-Torhüter Neuer (40) als letzter deutscher Weltmeister im Nationalteam, Kroatiens ewiger Dirigent Modric (40) oder Bosniens Ikone Edin Dzeko (40) immer noch prägend. Alter bleibt ein Faktor bei Verletzungen „Vor 20 Jahren galt ein Feldspieler mit Mitte 30 fast automatisch als ‘alt’. Heute sehen wir mit Messi, Ronaldo oder Neuer Athleten, die biologisch deutlich jünger wirken als ihr Passalter“, sagte Sportmediziner Professor Hans-Georg Predel der Deutschen PresseAgentur und fügte hinzu: Eine „große Generation von Weltstars“ habe die Karriere „weit über das hinaus verlängert, was früher im Spitzenfußball möglich war“. Das Alter bleibt trotzdem Risikofaktor für Verletzungen. „Alter und Vorverletzung – und beides hängt miteinander zusammen“, sagte der langjährige DFB-Arzt Tim Meyer dem „Spiegel“. Nach Jahren der Belastung kämen Gelenke, Sehnen und Bänder an ihre Grenzen. „Insofern ist ein immer größerer Teil der Verletzungen bei älteren Athleten zumindest als Überlastung einzuordnen“, sagte der frühere Nationalmannschaftsarzt. Ob es wirklich den großen Wandel im Karriereverlauf gibt? Professor Meyer fehlen für eine finale Einschätzung „belastbare Zahlen“. Der Profifußball wird allerdings heute ganz anders gestaltet als einst. Ernährung, Belastungssteuerung, Prävention, Schlaf, datenbasiertes Arbeiten und, und, und – die Fortschritte sind enorm. „Früher trainierten Mannschaften kollektiv. Heute wird jeder Spieler fast wie ein Formel-1-Projekt individuell gemanagt“, sagte Predel von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Zudem liegen die verlängerten Karrierezeiten auch im System begründet, etwa durch Nachwuchsleistungszentren. „Wer mit 12 oder 13 Jahren lernt, sich richtig zu ernähren und zu regenerieren, nimmt das mit. Das ist eine strukturelle Professionalisierung und kein biologisches Wunder“, sagte Meyer. Beeindruckend ist das Alter der WM-Methusalems aber allemal. Ältester Feldspieler legende Dino Zoff weniger als ein Dutzend Ü 35-Spieler in den Kadern, stieg die Zahl in der Regel von Turnier zu Turnier. Mehr als drei Dutzend solcher Altstars im WM-Feld wie 2026 gab’s noch nie. Bei Ronaldo gibt’s Luft nach oben Natürliche Grenzen lassen sich bei aller Professionalität und Einstellung aber auch von Superstars nicht aushebeln. „Die maximale Sprintfähigkeit, Explosivität und Regenerationsgeschwindigkeit nehmen biologisch ab etwa dem 30. Lebensjahr langsam ab. Was Spitzenspieler heute schaffen, ist vor allem eine Verzögerung dieses Prozesses“, sagte Predel. Messi und Ronaldo hilft es zudem, dass sie in weniger wettbewerbs-harten Umgebungen wie in den USA und in Saudi-Arabien weiterkicken können. Dazu ist die Erfahrung nicht zu ersetzen, gerade WM-Turniere belohnen Routine und Führungsstärke. „Erfahrung und Spielintelligenz sind im modernen Fußball immer wertvoller geworden. Ein Spieler wie Messi kompensiert altersbedingte Verluste teilweise durch überragende Technik, Antizipation und Effizienz. Das Spiel ist dadurch in gewisser Weise intelligenter geworden“, sagte Predel. Messi kann als WM-Rekordspieler die Zahl der Einsätze von derzeit 26 weiter nach oben schrauben. Drei Tore fehlen ihm zudem auf die 16 des deutschen WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose (siehe Grafik links unten). Als LänderspielRekordhalter geht Ronaldo mit 227 ins Turnier. Bemerkenswert ist allerdings: Nur acht seiner insgesamt 143 Tore für Portugal erzielte er bei seinen bislang fünf WM-Teilnahmen, und keines davon in der K.o.-Runde. 2018 traf Ronaldo in der Gruppenphase dreifach gegen Spanien, in 16 WM-Einsätzen blieb er torlos. Da gibt es also Luft nach oben für den ehrgeizigen 41-Jährigen. (dpa/red) bleibt der legendäre Roger Milla, der in den USA 1994 mit 42 Jahren für Kamerun auf dem Platz stand. Zwei Torhüter waren noch älter: Ägyptens Essam El Hadary (45 Jahre, WM 2018) und Kolumbiens Faryd Mondragón (43, WM 2014). In diese Riege könnte bei der WM 2026 noch Schottlands Schlussmann Craig Gordon mit 43 Jahren vorrücken. Die Statistik unterstreicht den Trend: Waren es bei der WM 1982 um Italiens TorwartApplaus von allen Seiten: Der amtierende Weltmeister Lionel Messi, der zwischen dem zweiten und dritten Gruppenspiel Argentiniens seinen 39. Geburtstag feiert, ist noch immer eine tragende Säule der „Albiceleste“ – und könnte bei dieser WM zum Rekordtorschützen aufsteigen (drei Treffer fehlen ihm zu Miroslav Klose). Mit gar 41 Jahren ist Cristiano Ronaldo (kl. Bild r.) ebenfalls noch Zielspieler Portugals – und auch die deutsche Nationalmannschaft setzt zumindest zwischen den Pfosten auf Routine mit dem kurzerhand reaktivierten 40-jährigen Keeper Manuel Neuer (kl. Bild l.). Fotos: Federico Peretti, Gladys Chai von der Laage, Miguel Marruffo/imago (3) 5 Fußball-Weltmeisterschaft 2026

6 Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Ihr Mobilitätspartner in der Region Autohaus Ostermaier GmbH Vilsbiburg | Straubing | Landshut | Eggenfelden | Mühldorf | Waldkraiburg Noch mehr Grund zum Jubeln: Entdecken Sie zur WM gorillastarke Gewinnspiele und Aktionen beim Neuwagenkauf oder -leasing. ostermaier.de Wir wünschen viel Spaß bei den kommenden Spielen! „Content wird immer wichtiger“ Warum die Telekom teure Rechte kauft und alle 104 Spiele zeigt Fußballspiele gehören nicht unbedingt zum Kerngeschäft der Deutschen Telekom. Trotzdem investiert der Telekommunikations-Riese einen dreistelligen Millionenbetrag, viel Arbeitskraft und Energie in die Weltmeisterschaft. Dabei verkauft sie doch – salopp ausgedrückt – eigentlich nur den Transport von Daten. „Netze sind unsere DNA“, sagt Arnim Butzen, der TVChef der Telekom, „aber sie leben von starken Inhalten, von den Emotionen, die diese erzeugen. Wir sind überzeugt, dass attraktive Inhalte wie die WM und die Euro im Wettbewerb echte Differenzierer sind.“ Im Grunde unterscheiden sich die wichtigsten Produkte der Telekom, das Mobil- und das Festnetz, nicht von dem der konkurrierenden Mobilfunknetzbetreiber wie Vodafone oder O2. In diesem Wettbewerb bietet der Marktführer den Kunden einen Zusatznutzen mit dem hauseigenen Sender MagentaTV, bei dessen Programm die WM heraussticht. Nur dort sind gegen Bezahlung alle 104 Spiele zu sehen. Aber lohnen sich der teure Rechteeinkauf und der personelle Aufwand? Einige Zuschauer dürften sich wundern Butzen ist davon überzeugt. „Content wird immer wichtiger. Wir bringen neue Kunden in Kontakt mit MagentaTV – und das sind Kunden, die sehr oft bei uns bleiben. Sie sehen, was es bei MagentaTV noch alles gibt neben der WM, neben dem Sport.“ Sein Unternehmen sieht „das Turnier auch als Schaufenster für MagentaTV. Wir wollen zeigen, was wir alles zu bieten haben. Wenn man es zum ersten Mal ausprobiert, dann versteht man erst, wie viel mehr unser Produkt im Vergleich zu klassischem Satelliten- oder Kabelfernsehen bietet“. Schon beim zweiten Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft dürften sich einige Menschen wundern. Auf einem klassischen Fernsehsender ist die Partie Südkorea gegen Tschechien nicht zu sehen. Nur MagentaTV zeigt das Liebhaber-Spiel – so wie 43 andere Begegnungen. Dazu zählen später auch mehrere entscheidende Spiele der K.o.-Phase. Was dazukommt: Bei einer WM schauen nicht nur eingefleischte Fans zu, sondern auch Millionen von Menschen, die zwischen den großen Turnieren eher wenig Fußballinteresse haben. Auch darauf setzt das Unternehmen. (dpa) Wer zeigt was – und was kostet’s? Fans müssen sich auf späte Anstoßzeiten und wechselnde Sender einstellen. Wer welche Spiele zeigt und wie die Preise ausfallen. Weltmeisterschaften im Fußball sind FernsehEreignisse. Diesmal ist es allerdings kompliziert. Es gibt für heimische Fans unangenehme Anstoßzeiten, drei verschiedene TV-Sender – und nicht alles ist kostenfrei. Ein Überblick: | Die Anstoßzeiten Das Turnier macht es den deutschen Fußballfans nicht leicht. Vier verschiedene Zeitzonen führen zu einer Zeitverschiebung von sechs bis neun Stunden zu Deutschland. Dazu kommen 16 verschiedene Anstoßzeiten. Mehr als die Hälfte der Partien beginnt nach Mitternacht (MESZ). Immerhin, die drei deutschen Spiele in der Gruppenphase sind vor Mitternacht beendet. Das erste Spiel in der ARD gegen WM-Neuling Curaçao beginnt um 19 Uhr. Die Partien gegen die Elfenbeinküste (20. Juni/ZDF) und Ecuador (25. Juni/ARD) werden jeweils um 22 Uhr angepfiffen. | Das Programm der Telekom Die Telekom hat von der FIFA ein großes Paket mit Medienrechten gekauft, in dem die Männer-WM in Nordamerika der wichtigste Teil ist (siehe links). Als einziger Anbieter zeigt das Unternehmen über seinen Sender MagentaTV alle 104 Spiele des Turniers live. 44 sind ausschließlich bei dem Bezahlsender zu sehen. Zum Abschluss der Gruppenphase gibt es drei exklusive Konferenzen. Wer kein Magenta-TV-Kunde ist, benötigt zwei Monate lang ein Abonnement, muss also 22 Euro für die WM bezahlen. Kunden des MagentaSportAbonnements dürfen auch schauen, müssen sich allerdings über MagentaTV anmelden. Ein Telekom-Anschluss ist für den Empfang nicht notwendig. MagentaTV ist auch über Internet-Anschlüsse anderer Anbieter wie Vodafone, O2 oder lokale Anbieter zu empfangen. | Das Programm bei ARD und ZDF Die beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender haben sich in einem komplexen Vertrag mit der Telekom eine Sublizenz für insgesamt 60 Spiele gesichert und das unter anderem mit Rechten für die kommende Europameisterschaft verrechnet. ARD und ZDF zeigen jeweils 30 WM-Partien. Zum Programm gehören unter anderem alle Partien der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die beiden Halbfinals und das Endspiel. Diese Übertragungen müssen laut Medienstaatsvertrag kostenfrei sein. Zudem besitzen ARD und ZDF umfassende Highlightund Nachverwertungsrechte für alle 104 Spiele auf ihren digitalen Plattformen, also Mediatheken oder Internetseiten wie „sportschau.de“. „Morgenmagazin“ und das „Mittagsmagazin“ präsentieren darüber hinaus längere Sportblöcke mit allen Tore des vorangegangenen Spieltages. | Das Telekom-Personal MagentaTV hat für die WM prominente Kommentatoren, Moderatoren und Experten eingekauft. Die Moderation übernehmen der sonst beim ZDF beschäftigte Johannes B. Kerner und Laura Wontorra, die auch für RTL und DAZN arbeitet. Kommentator der wichtigsten Spiele ist WolffChristoph Fuß, der während der Saison sein Geld bei Sky verdient und auch für RTL tätig ist. Für Aufsehen sorgte die Telekom besonders bei der Verpflichtung der Experten. Seine Premiere in diesem Job feiert Thomas Müller, der noch in der Major League Soccer aktiv ist. Sein Comeback feiert der ExTrainer Jürgen Klopp, der früher bereits für das ZDF als Experte gearbeitet hat. Zum Team gehören zudem Mats Hummels und Tabea Kemme. | Das Personal im Ersten und Zweiten ARD und ZDF setzen bei der WM überwiegend auf ihr Stammpersonal. Beim Ersten moderiert Esther Sedlaczek die Topspiele aus den Stadien. Die übrigen Partien werden im Wechsel von Lea Wagner und Malte Völz aus dem Studio in der ARD-Sendezentrale in Köln präsentiert. Beim Zweiten übernehmen den Job Jochen Breyer und Katrin Müller-Hohenstein im WM-Studio in Berlin. Kommentatoren der ARD sind Tom Bartels, Christina Graf und Philipp Sohmer. Beim ZDF sitzen Claudia Neumann, Gari Paubandt, Oliver Schmidt und Martin Schneider hinter dem Mikrofon. Bei den Experten gibt es kaum Veränderungen zu den jüngsten Turnieren. Nummer eins im Ersten ist Bastian Schweinsteiger, als Co-Kommentatoren arbeiten Almuth Schult und Thomas Hitzlsperger. Das feste Experten-Team des ZDF bilden Christoph Kramer, Friederike Kromp und Per Mertesacker. Neu im Zweiten ist der ehemalige FreiburgCoach Christian Streich. | Kostenlose Möglichkeiten Wer kein MagentaTV-Abonnement hat und eines der 44 Exklusiv-Spiele der Telekom sehen will, kann auf Kneipen und das wegen der Zeitverschiebung wenig verbreitete Public Viewing ausweichen. Der TVRechte-Inhaber Telekom hat dafür eine Kooperation mit Sky geschlossen. Für Gastronomiebetriebe ist das Angebot „ohne zusätzliche Kosten auf bestehenden Sky Receivern verfügbar“, heißt es bei der Telekom. Sky stelle bei dieser Kooperation die technische Infrastruktur für die Gastronomie und für kommerzielle Public-ViewingVeranstaltungen bereit. Betriebe ohne bestehendes SkyAbonnement können über spezielle Angebote wie den zeitlich begrenzten „Sky-Gastro-Pass“ Zugang zu den MagentaTVKanälen erhalten. | Die Quoten-Erwartung Weltmeisterschaften sind für die Sender eigentlich QuotenGaranten. Doch beim Turnier in Katar verzeichneten ARD und ZDF einen Einbruch von rund 40 Prozent im Vergleich zur vorherigen WM in Russland. Beispiel: 2018 gab es noch einen Schnitt von mehr als 25 Millionen TV-Zuschauern bei den drei DFB-Vorrundenspielen, vier Jahre später lag der Wert bei nicht einmal 15 Millionen. „Die Reichweiten bei dieser WM sind schwer einzuschätzen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Das liegt vor allem an den Anstoßzeiten.“ (dpa) Eingespieltes Duo: Esther Sedlaczek ist bei der WM wieder mit Bastian Schweinsteiger für die ARD im Einsatz. „Wir geben uns gegenseitig Raum und reagieren spontan. Wenn sich eine Situation ergibt, dann greifen wir sie auf – auch mit Humor. Aber nichts davon ist geplant oder inszeniert“, sagt die 40-jährige Münchnerin unserer Mediengruppe. Foto: Frank Hörmann/imago

5.000 € FORD BONUS Ford Explorer Style LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent, Ford SYNC Move, FordPass Connect inkl.eCall 36 monatliche Leasingraten von €179,-2,3 Leasing-Sonderzahlung Laufzeit Gesamtlaufleistung Voraussichtlicher Gesamtbetrag4 4.000,-€ 36Monate 15.000km 10.444,-€ Plus 500 € Ladekarte1 Energieverbrauch (kombiniert)*: 16-4-15,4 kWh/100 km; CO₂-Emissionen (kombiniert)*: 0 g/km; CO₂-Klasse: A; Elektrische Reichweite**: 410-444 km Auto Stauner GmbH Heerstraße 7 94315 Straubing Tel.: 09421/9620-0 Fax: 09421/962079 E-Mail: n.scheibinger@stauner-gmbh.de Beispielfotos. Die Ausstattungsmerkmale der abgebildeten Fahrzeuge sind nicht Bestandteil des Angebotes. Im Angebot sind alle verfügbaren Aktionen bereits berücksichtigt. Details erfahren Sie bei uns.¹5.000€ Nachlass auf die UPE für ausgewählte elektrifizierte Ford Modelle bei teilnehmenden Ford Partnern. 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AusgleichsbeträgenfüretwaigenübermäßigenFzg.-Verschleiß;Mehrkilometer0,088€/km,Minderkilometer 0,053 €/km (5.000 Mehr- oder Minderkilometer bleiben berechnungsfrei). *Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie. **Gemäß dem Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten elektrischen Reichweite – je nach vorhandener Serien- und Batterie-Konfiguration – möglich. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z. B. Wetterbedingungen, Fahrverhalten, Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter, Zustand und Temperatur der Lithium-Ionen-Batterie) variieren. Quelle: FIFA 109818 BCPlace Vancouver Atlantik Pazifik K A N A D A U S A MEXIKO SeattleStadion San-FranciscoBay-AreaStadion Los-AngelesStadion Guadalajara-Stadion Mexiko-StadtStadion Monterrey-Stadion HoustonStadion DallasStadion Kansas-CityStadion AtlantaStadion Miami-Stadion TorontoStadion BostonStadion PhiladelphiaStadion New-YorkNew-JerseyStadion Spielorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA Viele Plätze, weite Wege Insgesamt sollen etwa eine Million Zuschauer in den 16 WM-Spielorten in den USA, Mexiko und Kanada Platz finden. Ein Überblick über die bedeutendsten Stadien des Turniers. Weite Entfernungen, hohe Eintrittskosten und so viele Zuschauerplätze wie nie zuvor: Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist eine WM der Superlative. Die Rekordzahl von 104 Spielen (in Katar waren es noch 64) wird an 16 Spielorten ausgetragen. Die Gesamtkapazität der Plätze in den Stadien wird durch die vielen Spielorte und großen Arenen so hoch sein wie nie zuvor, durch die großen Distanzen wird der Reiseaufwand für Fans und Mannschaften enorm sein. Zusammengerechnet sollen die Stadien Sitzplätze für etwa eine Million Fans bieten, zwischen den Spielorten Vancouver und Miami liegt eine Distanz von etwa 4.500 Kilometern Luftlinie. Eine Auswahl der bedeutendsten WM-Spielorte. | Das historische Stadion Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika steigt im historischen Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Mit dem „Jahrhundertspiel“ im WM-Halbfinale 1970 zwischen Deutschland und Italien, dem WM-Finale 1986 zwischen Deutschland und Argentinien oder Diego Maradonas „Hand Gottes“ im Viertelfinale der WM 1986 blickt das Stadion auf eine bedeutende Historie zurück. Unter seinem neuen Namen „Estadio Banorte“ bietet das Stadion Platz für etwa 83.000 Zuschauer. Neben der Eröffnungspartie werden dort zwei weitere Gruppenspiele und zwei K.o.-Partien ausgetragen. Nach Umbauarbeiten zur WM wurde das Stadion im März 2026 neu eröffnet. Die Bauarbeiten im Herzen von MexikoStadt führten zu Kritik: Anwohner sorgen sich Medienberichten zufolge unter anderem um Gentrifizierung und steigende Mieten im Wohnviertel am Aztekenstadion. | Die Halbfinal-Stadien Das „Dallas Stadion“ in Arlington soll bis zu 94.000 Plätze fassen und damit das größte Stadion der WM sein. Eigentlich ist der Spielort im US-Bundesstaat Texas die Heimat der Football-Mannschaft Dallas Cowboys. Bei der WM steigen neun Partien in Arlington – an keinem Ort finden mehr Spiele statt. Im Normalbetrieb trägt die Arena den Namen „AT&T Stadium“. Für die WM legen die Stadien ihre Sponsorennamen aber wegen Vorgaben der FIFA ab. Im „Dallas Stadion“ findet unter anderem eines der beiden Halbfinals des Turniers statt. Die Arena kann mit ihrem verschließbaren Dach an die Wetterbedingungen vor Ort angepasst werden. Das zweite Halbfinale findet in Atlanta statt. In dem Stadion im US-Bundesstaat Georgia werden insgesamt fünf Gruppenspiele und drei K.o.-Partien der WM ausgetragen. Das „Mercedes-Benz-Stadium“ gilt als eine der modernsten Multifunktions-Arenen der Welt. Rund 90 Meter über dem Spielfeld hängt ein moderner 360-Grad-Bildschirm, das Dach des Stadions kann eingezogen werden. Die Arena in Atlanta ist im normalen Spielbetrieb die Heimat der Football-Mannschaft Atlanta Falcons. 2019 wurde dort der Superbowl ausgetragen, auch Konzerte und einige Spiele der Klub-WM im vergangenen Sommer fanden in Atlanta statt. | Das kleinste Stadion Weniger als halb so viele Zuschauer wie in Dallas finden im Stadion am Spielort in Toronto Platz: Mit einer Kapazität von etwa 45.000 Sitzen ist das „BMO Field“ der kleinste Spielort der WM. Die Anzahl an Plätzen wurde für das Stadion am Lake Ontario für die WM um mehr als 17.000 Plätze aufgestockt. Mit seiner erhöhten Platzanzahl ist der Spielort in Kanada somit größer als zehn Stadien der abgelaufenen Bundesliga-Saison. In Toronto finden insgesamt sechs WMSpiele statt, unter anderem das Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. | Das Vulkanstadion Das Stadion im mexikanischen Spielort in Zapopan ist ein architektonischer Hingucker: Es wird von einer etwa 20.000 Quadratmeter großen Rasenfläche umrundet und hört auf den Rufnamen „El volcán“ – übersetzt: „der Vulkan“. Als eines von drei Stadien im Gastgeberland Mexiko ist das Vulkanstadion der einzige Spielort der WM, in dem kein K.o.-Spiel stattfinden wird. Neben seiner Architektur ist das Stadion nordwestlich der Stadt Guadalajara für seine Nachhaltigkeit bekannt. Über das Spielfeld und das Dach wird Regenwasser in einem großen Wassertank gesammelt, das im Anschluss unter anderem für die Bewässerung des Platzes genutzt wird. | Das Finalstadion Hier wird nach mehr als fünf Wochen Spielzeit am 19. Juli der neue Weltmeister gekrönt: Das „MetLife Stadium“ in East Rutherford soll bei der WM eine Kapazität von etwa 82.500 Plätzen haben. Im Normalbetrieb sind dort die beiden Football-Teams New York Giants und New York Jets beheimatet. Das Stadion wurde im Jahr 2010 nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet – Medienberichten zufolge lagen die Baukosten bei knapp 1,6 Milliarden Dollar. Viele Fans erreichen das Stadion, das rund acht Kilometer außerhalb von New York liegt, mit dem Auto: Der Parkplatz vor dem „MetLife Stadium“ ist für rund 30.000 Autos ausgelegt. Die deutsche Nationalmannschaft spielt dort ihr drittes Gruppenspiel gegen Ecuador. Auch das Finale der ersten Ausgabe der Klub-WM zwischen dem FC Chelsea und Paris Saint-Germain wurde dort ausgetragen. (dpa) Hier messen sich Gastgeber Mexiko und Südafrika (2010 gab es dieses Duell bereits zum WM-Auftakt mit Südafrika als Gastgeber, damals endete die Partie 1:1): Bereits zum dritten Mal findet im Aztekenstadion die Eröffnung einer WM-Endrunde statt. Foto: Li Muzi/dpa Das „Dallas Stadion“ im US-Bundesstaat Texas ist das größte WMStadion. Foto: McWhorter/imago 7 Fußball-Weltmeisterschaft 2026

8 Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Jetzt mittippen und gewinnen! abendzeitung.de/wm-tippspiel © iStock – jacoblund Mehr Treffer als die Nationalelf? Jetzt beim WM-Tippspiel mitmachen und gewinnen. Zeig dein Können und sichere dir einen Reisegutschein, VIPFußballtickets, Ballonfahrten oder DFBTrikots. WMTippspiel Mit freundlicher Unterstützung von Auf der Trainerbank spricht man Spanisch Spanisch ist die Muttersprache von mehr als zehn der 48 Nationaltrainer bei der WM. Generell gibt die spanische Trainerschule im Weltfußball derzeit den Ton an. Eine Beobachtung. Von Stefan Wimberger Spanien lehrt der Welt das Fußballspielen. Das ist zumindest der aktuelle Trend. Nicht nur, dass die spanische Nationalmannschaft in den vergangenen 16 Jahren einen Triumph nach dem anderen einheimst. Nein, auch spanische Trainer stehen mehr denn je für Erfolg und sind derzeit besonders gefragt. Vier von sechs Cheftrainern in den drei europäischen Vereinsfußball-Endspielen im Mai waren Spanier. Zwei von ihnen durften letztlich Pokale in die Höhe recken. Drei der letzten vier Champions-League-Sieger-Trainer waren Spanier (zweimal Luis Enrique, einmal Pep Guardiola). Und ein Blick in die englische Premier League, die nach wie vor den Ruf der besten Liga der Welt innehat, ist besonders bemerkenswert: Fünf der TopSechs-Teams der abgelaufenen Spielzeit wurden entweder in der vergangenen Saison oder werden in der kommenden von einem Spanier trainiert. Hinzu kommt, dass mit Leverkusens Meistertrainer Xabi Alonso ein weiterer Spanier bei Topklub FC Chelsea anheuert. Reiner Zufall? Eher nicht. Die spanische Trainerschule dominiert seit geraumer Zeit. Und das ist bei dieser WM nicht anders. Unter den 48 Cheftrainern sind vier Spanier, hinzu kommen sogar sechs Argentinier und ein Mexikaner. Fünf Coaches stammen aus Frankreich und mit Ralf Rangnick (Österreich), Thomas Tuchel (England) und Julian Nagelsmann auch drei aus Deutschland. Italien ist bei dieser WM zwar – mal wieder – nicht vertreten, drei italienische Trainer sind dennoch mit von der Partie, die mit Rekordweltmeister Brasilien (Ancelotti), der Türkei (Montella) und Usbekistan (Cannavaro) ihr Glück versuchen. Und wenngleich Harry Kane und die „Three Lions“ von einem Deutschen gecoacht werden, sind zwei englische Übungsleiter vertreten. Der älteste Cheftrainer im Turnier ist im Übrigen Dick Advocaat. Der 78-jährige Niederländer hatte der kleinen Karibikinsel Curaçao, auf die Deutschland zum Auftakt trifft, sensationell zur ersten WMQualifikation verholfen, ehe er im Frühjahr eigentlich aus familiären Gründen zurückgetreten ist. Sein Landsmann und Nachfolger Fred Rutten legte sein Amt nach teaminternen Differenzen jedoch wenige Wochen vor Turnierbeginn nieder – und zweitjüngsten, Emerse Faé (Elfenbeinküste), trifft Nagelsmann dann im zweiten Gruppenspiel am 20. Juni. Spanische Trainer „weltweit führend“ Einer der jüngsten und gleichzeitig dienstältesten Trainer ist der 48-jährige Argentinier Lionel Scaloni, der Messi und Co. in Katar zum WM-Titel geführt hat und bereits seit fast acht Jahren im Amt ist. Vor seinem Amtsantritt 2018 hatte Scaloni ausschließlich als Cound Jugendtrainer gearbeitet. Wo er zuvor tätig war? Natürlich: in Spanien, als Co-Trainer des FC Sevilla. Wo er seine Trainerausbildung absolviert und 2018 die UEFA-Pro-Lizenz erworben hat? Natürlich: in Spanien. Der frühere Chef-Ausbilder des spanischen Verbands, Ginés Meléndez, sagte der „Süddeutschen Zeitung“ jüngst: Die spanischen Trainer seien „weltweit führend, sowohl taktisch als auch in puncto Teamleitung“. Spanien – derzeit das Mekka der Trainer im Fußball. In diesem Sinne: olé! wurde wiederum durch Veteran Advocaat ersetzt, der bereits dreimal Trainer der niederländischen Nationalmannschaft gewesen ist und schon in Russland, Südkorea, England und in der Bundesliga gearbeitet hat. Mit 38 Jahren jüngster Trainer des Turniers ist Julian Nagelsmann. Damit treffen am 14. Juni direkt der älteste und der jüngste WM-Coach aufeinander. Auf den mit 42 Jahren Die spanischen Trainer Roberto Martínez (Portugal, l.), Luis de la Fuente (Spanien, r.) sowie der argentinische Titelverteidiger Lionel Scaloni zählen mit ihren Mannschaften zu den Turnierfavoriten. Fotos: imago (3)

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