Produktionsstart BMW GROUP WERK IRLBACHSTRAẞKIRCHEN
3 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen was in den Gemeinden Straßkirchen und Irlbach in außergewöhnlicher Geschwindigkeit – in „Bavarian Speed“ – entstanden ist, steht für Fort- schritt und Innovationskraft der Automobilindustrie. Im neuen BMW Group Werk werden Hochvoltbatterien gefertigt, die von hier aus auf kurzen Wegen zu den entsprechenden BMW Produktionsstandorten gelangen. Damit ist das Werk Teil des Produktionsnetzwerks der BMW Group und der Transformation der Mobilität. Unsere Beilage stellt den neuen Standort vor. Menschen aus dem Unternehmen und seinem Umfeld kommen ebenso zu Wort wie Partner, die am Aufbau beteiligt waren. Zudem geht es um die Bedeutung der Ansiedlung für Wirtschaft und Region sowie um das gesellschaftliche Engagement der BMW Group vor Ort. Das Werk steht damit nicht nur für neue Technologien in der Automobilindustrie, sondern auch für ein Bekenntnis zum Industriestandort Bayern. Liebe Leserinnen und Leser, IMPRESSUM Werbebeilage der Mediengruppe Attenkofer am 2. Oktober 2026 Anzeigen: Michael Kusch, Gesamtanzeigenleitung Redaktion: Marion Bremm, Anna-Lena Wagner Layout und Gestaltung: idowapro GmbH & Co. KG Titelbild: ©BMW Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts Ludwigsplatz 32 94315 Straubing Marion Bremm & Anna-Lena Wagner Interview mit der IHK Niederbayern Bauunternehmen stellen sich vor Engagement für die Region 44 46 48 AUẞENANSICHTEN Lage des Werks Aufbau & Meilensteine Das Werk in Zahlen Einblicke in die Produktion 8 10 12 15 DAS WERK Der ideale Standort Die Gen6 Hochvoltbatterie Stimmen aus dem Werk 26 31 36 INNENANSICHTEN
4 5 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Elektromobilität ist High-Tech. Mit unserer sechsten Generation elektrischer Antriebe setzen wir Maßstäbe bei Leistung, Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Und unsere E-Antriebe sind echte Bayern. Seit der ersten Generation entwickeln wir sie in München und fertigen zentrale Komponenten an unseren bayerischen Standorten. Für die aktuelle sechste Generation fertigt das neue Werk Irlbach-Straßkirchen die leistungsfähigen Hochvoltbatterien und das Werk Landshut liefert den Energy Master, die zentrale Steuerelektronik, zu. Die ersten in Irlbach-Straßkirchen gefertigten Hochvoltbatterien werden im Werk München in den neuen BMW i3 verbaut. Dies belegt: Bei BMW sind High-Tech und Bayern eng verbunden. Und es belegt auch, dass Innovation und industrielle Fertigung in Deutschland möglich sind. Das Erfolgsrezept dafür ist einfach: Es geht dann, wenn technologische Kompetenz und Unternehmergeist durch politischen Gestaltungswillen und gesellschaftliche Unterstützung getragen werden. Unser Werk Irlbach-Straßkirchen ist ein gutes Beispiel. Die Bürgerinnen und Bürger der lokalen Gemeinden haben unsere Planungen für den Standort in jeder Phase intensiv begleitet; und die beteiligten Behörden haben den Weg für Aufbau und Betrieb des Werks zügig freigemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch diese breite Unterstützung durch Gesellschaft, Verwaltung und Politik konnten wir das Werk in Rekordzeit fertigstellen: von der Erteilung des Baurechts bis zum Start der Vorserienfertigung im Frühjahr 2026 in nur knapp zwei Jahren. Und nun, im Oktober 2026, startet der reguläre Serienbetrieb. Das ist echter „Bavarian Speed“. Somit zeigt das Beispiel Irlbach-Straßkirchen: High-Tech und industrielle Fertigung haben in Deutschland eine Zukunft – wenn die Rahmenbedingungen für Innovation und Unternehmertum stimmen. Unser Dank gilt allen, die mit Engagement und Gestaltungswillen zum erfolgreichen Start des Werks Irlbach-Straßkirchen beigetragen haben. Liebe Leserinnen und Leser, Raymond Wittmann (Produktionsvorstand der BMW AG) „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, haben High-Tech und Industrie in Deutschland weiterhin eine starke Zukunft.“ ©BMW Innovation ist entscheidend für Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Das BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen belegt: Im Autoland Bayern wird Fortschritt gestaltet. Die Hochvoltbatterien, die hier entstehen, sind Hightech-Produkte und zentrale Elemente vollelektrischer Fahrzeuge. Hier stellt BMW einmal mehr seine Ingenieurskunst unter Beweis. Damit trägt das bayerische Weltunternehmen maßgeblich zur Weiterentwicklung der EMobilität bei – und geht einen wichtigen Schritt bei der Transformation zu einer noch nachhaltigeren Mobilität. Zugleich ist dieses Werk ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Bayern. Die Automobilbranche trägt in besonderem Maß zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Freistaats bei. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Von Seiten der Staatsregierung setzen wir uns daher mit aller Kraft für bestmögliche Rahmenbedingungen in unserem Land ein. Gerade angesichts gegenwärtiger Herausforderungen braucht es entschlossenes Handeln. Bürokratie muss noch weiter abgebaut werden. Wir stehen nachdrücklich für sichere und bezahlbare Energie und spürbare Steuersenkungen ein. Und: Mit unserer sechs Milliarden Euro schweren Hightech Agenda Bayern gehen wir bei Investitionen in Zukunftstechnologien deutschlandweit voran. Herzlichen Glückwunsch zum Produktionsstart, alles Gute für die Zukunft! Liebe Leserinnen und Leser, Dr. Markus Söder, MdL. (Bayerischer Ministerpräsident) ©Bayerische Staatskanzlei
7 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen ©BMW Im April 2024 begannen die ersten Arbeiten auf dem Baugelände des neuen BMW Montagewerks für Hochvoltbatterien am Standort Irlbach-Straßkirchen. Seitdem ging es rasant voran mit dem Bau der Gebäude, mit Infrastrukturmaßnahmen sowie dem Aufbau der Anlagen in der Produktionshalle. Nicht einmal drei Jahre nach Baustart beginnt jetzt die Serienproduktion. Rund eine Milliarde Euro hat die BMW Group in das neue Werk investiert. Der Standort versorgt die deutschen BMW Fahrzeugwerke mit Hochvoltbatterien für die Modelle der Neuen Klasse. Zugleich entstehen bis zu 1.600 Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte in der Region. In Bavarian Speed entstand das neue BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen. Ein Blick auf die Bauphase, die wichtigsten Zahlen und die Produktion hin- ter den Werkstoren.
8 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Zentrales Produktionsgebäude LKW-Warteplätze Logistik Inbound Betriebsgastronomie Werkstor Mitarbeiter-Parkplätze Bus-Parkplätze Feuerwehr, Servicezentrum Energiezentrale Lage des Werks Logistik Outbound Sprinklerzentrale KI-generiert Gesamtfläche 105 ha Bebaute Fläche 60 ha „Die BMW Group hat in hervorragender Kooperation mit dem Staatlichen Bauamt Passau wichtige Infrastrukturmaßnahmen zur Anbindung des neuen Werks an die Bundesstraße 8 errichtet. Mit den beiden großen Kreisverkehren und einer gesonderten Radfahrerunterführung mit Anbindung zum Bahnhof Straßkirchen wurden alle Verkehrsarten gleichermaßen berücksichtigt. Ich wünsche dem Werk, den Menschen, die dort arbeiten, den Lieferanten und Besuchern allzeit eine unfall- und staufreie Anfahrt. Möge dieses neue Werk die Wirtschaftsregion sowie ganz Bayern stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen.“ Markus Zitzelsberger Staatliches Bauamt Passau BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Freiherr-von-Poschinger-Bray-Straße 1 94342 Irlbach 9 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen
10 11 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen › KAUF › BÜRGERENTSCHEID › BAUBEGINN › ERSTE STÜTZE › LETZTE STÜTZE › PRODUKTIONSGEBÄUDE › INSTALLATION › FERTIGSTELLUNG › BETRIEBSGASTRONOMIE › VORSERIENPRODUKTION › PHOTOVOLTAIKANLAGE › ABSCHLUSS › SERIENPRODUKTION 09/ 23 02/ 23 04/ 24 06/ 24 10/ 24 12/ 24 06/ 25 10/ 25 01/ 26 03/ 26 05/ 26 06/ 26 10/ 26 der ersten Anlagen Fassade und Dach sind geschlossen von insgesamt 1.066 wird gesetzt für das Produktionsgebäude „Ja“ zum Werk des Grundstücks Erteilung des Baurechts der Bauarbeiten an den Gebäuden wird aufgebaut beginnt von Energiezentrale und Feuerwehrgebäude wird eröffnet beginnt Mit Bavarian Speed in Rekordzeit zum neuen Werk. Fotos: ©BMW „Ich freue mich im Namen des gesamten Landkreises, dass sich ein international agierender Premiumkonzern mit einer zukunftsweisenden Technologie für unsere Region als Stand- ort entschieden hat. Die Automobilindustrie und BMW waren in den vergangenen Jahrzehnten einer der Motoren der positiven Wirtschafts- und Lebensentwicklung Niederbayerns und werden das auch weiterhin sein. Ich wünsche dem Werk und allen dort Arbeitenden eine sichere und gute Zukunft mit modernen und innovativen Arbeitsplätzen ‚Made in Niederbayern‘.“ Tobias Beck Landrat im Landkreis Straubing-Bogen
BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen 13 12 1.300 100 % 37 24 60 km 80 m 2.000 1.066 + 2.500 500 450 325.000 150.000 m2 Blumenzwiebeln auf dem Werksgelände und rund um das Werk angepflanzt Schweißpunkte in einer Hochvoltbatterie Qualitätsprüfung in der Produktion Mitarbeitende (Stand Oktober 2026) Auszubildende (im Jahr 2026) Feuerwehrleute am Standort Betonstützen Roboter in der Produktionshalle Sitzplätze in der Betriebsgastronomie ist das Produktions- gebäude groß inkl. der Logistikflächen Stahlfachwerkträger bilden die Struktur des Produktionsgebäudes Durchmesser der Kreisverkehre an der B8 Versorgungsleitungen zwischen Produktions- und Nebengebäuden BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen in Zahlen
14 15 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Hohes Tempo auch beim Anlagen-Aufbau: In nur knapp zehn Monaten füllte sich die über 50.000 Quadratmeter große Produktionsfläche mit Anlagen, Menschen und Maschinen, damit erste Vorserien-Hochvoltbatterien vom Band laufen konnten. Das BMW Team und die Anlagenlieferanten arbeiteten auf Hochtouren, um 229 Stationen und rund 500 Roboter aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Einblicke in die Produktion „Die Eröffnung des BMW Group Werks Irlbach-Straßkirchen ist Symbol für Innovation, Standorttreue und wirtschaftliche Stärke. In einer sensationellen Bauzeit von unter drei Jahren wurde ein hochmodernes BMW Montagewerk errichtet. Mit hoher Bürger- beteiligung durch umfangreiche Informationsangebote und enor- mem persönlichen Einsatz der Akteure wurde ein Industriestand- ort geschaffen, der wettbewerbsfähig und zukunftsfähig ist. Das neue Werk ist ein Vorbild für verantwortungsvolle Unternehmens- kultur und für eine gelungene Zusammenarbeit mit lokalen Stake- holdern. Ich wünsche allen Menschen, die hier arbeiten, sichere Betriebsabläufe, ein hervorragendes Arbeitsklima und dem BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen ein nachhaltiges Wachstum.“ Dr. Christian Hirtreiter Gemeinderat und ehemaliger Erster Bürgermeister MANCHE PROJEKTE VERGISST MAN NIE. Weil sie äußerst dynamisch sind. Weil sie extrem schnell sein müssen. Und weil sie technisch und wirtschaftlich auf höchstem Niveau liegen. Umso mehr freuen wir uns, den Neubau des BMW Group Montagewerks für Hochvoltbatterien Irlbach-Straßkirchen gemeinsam mit dem Bauherrn und weiteren Projektbeteiligten zum Erfolg geführt zu haben. Mit Projektmanagement, einem übergeordnetem Baumanagement und Lean Construction Management haben wir einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung geleistet. Wir gratulieren der BMW Group zum Produktionsstart. Unsere Expert:innen für Steuerung, Planung, Beratung und Bauabwicklung unterstützen Kunden mit individuell ausgerichteten Leistungsbildern in Real Estate, Infrastructure und Industry. FAST FORWARD MASTER(ING) YOUR INDUSTRY CHALLENGES ANZEIGE Fotos: ©BMW
16 17 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen PLANUNG UND ENGINEERING · ELEKTROINSTALLATION · GEBÄUDEAUTOMATION · DATEN- UND NETZWERKTECHNIK SICHERHEITSTECHNIK · HOCH- UND MITTELSPANNUNG · SCHALTANLAGENBAU · NACHHALTIGE ENERGIELÖSUNGEN Bachner Elektro GmbH & Co. KG Niederlassung Dingolfing Gewerbehof 6 · 84130 Dingolfing Telefon: +49 8731 3960 · E-Mail: dgf@bachner.de www.bachner.group ANZEIGE Die BMW Group montiert die Hochvoltbatterien im Werk Irlbach-Straßkirchen in einem mehrstufigen, eng miteinander verketteten Prozess. Im ersten Schritt, dem „Zell-Cluster“, werden die Batteriezellen in Reihen angeordnet („Stacking“) und dann zu einem Cluster zusammengefügt. Gestapelt & verbunden Fotos: ©BMW
18 19 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Bis zur fertigen Hochvoltbatterie kom- men unterschiedliche Produktionstech- nologien wie Fügen, Kleben, Schweißen, Schäumen und Nieten zum Einsatz. Alle Produktionsschritte werden kontinuierlich überwacht, um 100 Prozent Qualität sicherzustellen. Das Runde ins Eckige Fotos: ©BMW
20 21 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Bis zu 250 Mitarbeitende sowie automa- tisiert fahrende Transportroboter (oben) sorgen in der Logistik für einen reibungs- losen Produktionsablauf und für eine pünktliche Auslieferung der Hochvoltbat- terien an die Fahrzeugwerke. Die WACKLER Service Group freut sich, BMW im neuen Montagewerk mit moderner Unterhaltsreinigung nach hohen Qualitätsstandards zu unterstützen. Wir wünschen einen tollen Start. Auf gute Zusammenarbeit! Im Einsatz, wo Zukunft Fahrt aufnimmt. www.wackler-group.de Wir geben Sicherheit. Mit zukunftsfähigen Lösungen. Mit Erfahrung, Technologie und Kompetenz schützen wir Menschen, Werte und Prozesse. Mehr erfahren auf klueh.de Technisches Facility Management inklusive Betreiberverantwortung im BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Wir gratulieren BMW zum Serienproduktionsstart im Werk IrlbachStraßkirchen und sind stolz, unsere technischen Serviceleistungen an diesem Zukun sstandort in Bayern zu erbringen. Die hier produzierten Hochvoltbatterien sind ein ganz wesentlicher Aspekt der elektrischen Mobilität – quasi ihr Herzstück. Für mich persönlich ist das Projekt besonders, weil hier technologische Innovation, höchste Qualitätsansprüche, starke Regionalität und nachhaltiges Denken zusammenkommen. Robert Henschke Bereichsleiter TFM der GA-tec Niederlassung München Die GA-tec trägt mit einer termin- und fachgerechten Instandhaltung der Gebäude und deren technischer Anlagen zur Sicherung des reibungslosen Betriebsablaufs vor Ort bei. Bereits während der Implementierungsphase war ein 18-köpfiges Team am Standort eingesetzt, das mit dem Start der Produktion noch weiter verstärkt wird. Zu unseren Leistungen gehören beispielsweise: BAYERISCH · ELEKTRISCH · GEMEINSAM Als Spezialisten für Gebäudetechnik sind wir regional in Bayern sowie darüber hinaus mit insgesamt 11 Niederlassungen und Standorten auch bundesweit tätig. info.muenchen@ga-tec.de +49 89 420098 - 0 www.ga-tec.de Anlagenüberwachung und -steuerung · Energie- und Gewährleistungsmanagement · Störungsmanagement ANZEIGE Ohne Logistik läuft nichts Fotos: ©BMW
23 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Die E-Mobilität spielt bei BMW in der Region Ostbayern schon lange eine wichtige Rolle. Ein Einblick in die Ent- wicklung der neuen Hochvoltbatterie- Generation und Stimmen von Mitar- beitenden zum neuen Werk. ©BMW Mit der sechsten Generation der BMW eDrive Technologie setzt die BMW Group neue Maßstäbe in der Elektromobilität. Entwickelt wurde eine komplett neue Hochvoltbatterie mit Rundzellen und 800-Volt-Technologie. Das sorgt für mehr Reichweite und kürzere Ladezeiten. Das Werk Irlbach-Straßkirchen ist der ideale Standort, um die lange Tradition der E-Antriebstechnologie in Niederbayern in die Zukunft zu führen. Digitalisierung, Datenanalyse und KI-gestützte Prüfverfahren spielen in der Produktion eine entscheidende Rolle.
25 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW und Ostbayern – das geht schon ziemlich lange gut zusammen. Nächstes Jahr werden es 60 Jahre, dass der Münchner Autobauer mit der Übernahme der Hans Glas GmbH mit den Standorten in Dingolfing und Landshut auch ein gutes Stück „niederbayerisch“ wurde. Nachdem in den ersten Jahren ausschließlich Fahrzeugkomponenten in Niederbayern gebaut wurden, nahm 1973 das neue große BMW Fahrzeugwerk in Dingolfing den Betrieb auf, 1986 die BMW Automobilfabrik im oberpfälzischen Regensburg. Aus beiden Werken gemeinsam stammen insgesamt rund 40 Prozent aller jemals weltweit gefertigten BMW Automobile. Im vergangenen Jahr liefen in den beiden Fabriken in Summe mehr als 600.000 Fahrzeu- ge vom Band. Dazu kommt mit dem Standort Landshut eines der größten Komponentenwerke – sowie viele kleine Satelliten über ganz Niederbayern verteilt. Von den Teilelagern in Bruckberg und Wallersdorf bis zum Kompetenzzentrum Zellrecycling in Salching. Insgesamt ist rund ein Fünftel der weltweiten BMW Belegschaft in Ostbayern „dahoam“. Im Umfeld der Werke siedelten sich zudem viele Zulieferbetriebe an. So liegt die Zahl der in der Lieferantendatenbank geführten Zulieferer und Dienstleister der BMW Group aus Niederbayern heute im vierstelligen Bereich. Auch die Kaufkraft der Mitarbeitenden belebt das regionale Wirtschaftsleben. Gemeinsam Zukunft bauen Energiezentrale Feuerwehr Rechenzentrum Guggenberger GmbH Mintrachinger Straße 5, 93098 Mintraching www.guggenberger-bau.de info@guggenberger-bau.de Mit dem neuen Montagewerk für Hochvoltbatterien setzt die BMW Group ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Niederbayern. Für den Wirtschaftsstandort Niederbayern Als Generalunternehmer realisierte Guggenberger am neuen Standort: Energiezentrale Rechenzentrum Feuerwehr und bedankt sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Geschichte von BMW und Ostbayern – sie ist seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden. Der Erfolg der Region und des Autobauers gingen und gehen so Hand in Hand. „Die Ansiedlung des BMW Batteriemontagewerkes ist ein Meilenstein für unsere Region, der uns wirtschaftlich aufwertet und zukunftsfähige Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Dem Werk wünsche ich einen erfolgreichen Start, eine gute Integration und stets technologische Innovationskraft. Mögen die Menschen, die hier ihre berufliche Heimat finden, Freude an ihren neuen Aufgaben haben und die Region als attraktiven Lebensmittelpunkt schätzen lernen. Gemeinsam blicken wir positiv in eine spannende, erfolgreiche Zukunft für Irlbach und die gesamte Umgebung.“ Armin Soller Erster Bürgermeister der Gemeinde Irlbach Autobau weiß-blau ANZEIGE Fotos: ©BMW
26 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen 27 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Der ideale Standort Man nimmt den Mund nicht zu voll, wenn man sagt, Niederbayern ist so etwas wie die „Wiege der E-Mobilität“ bei der BMW Group. Klar, vorgedacht und entwickelt wird die E-Antriebstechnologie von den Ingenieuren im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum des Unternehmens. Aber auf Produktionsseite können die niederbayerischen Werke auf eine lange Historie zurückblicken: So forschte und fer- tigte man etwa im Dingolfinger Komponentenwerk 02.10 schon lange an alternativen Antrieben: Wasser- stofftanks für den BMW Hydrogen 7 in den frühen 00er-Jahren. Komponenten für die allererste MINI E Testflotte ab 2008. Dann von 2013 an die Hochvolt- batterien, E-Getriebe und Fahrwerksteile für den allerersten Elektro-Serien-BMW, den BMW i3 (siehe Fotos unten). Landshut steuerte den E-Motor bei. Ab 2015 entstand schließlich in einem anderen Dingolfinger Teilwerk, dem Werk 02.20, das konzernweite „Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion“. Ein großer Teil der Plug-in-Hybride und vollelektrischen Modelle der BMW Group wurde in der Folge von hier aus mit E-Motoren und Hochvoltbatterien beliefert. Binnen weniger Jahre stieg die Zahl der Mitarbeitenden dort im Zukunftsbereich E-Mobilität von rund 200 auf über 2.000. Seit 2020 werden in dem Dingolfinger Werk Hochvoltbatterien der fünften Generation – wie sie etwa in Modellen wie dem BMW iX, dem BMW i4 und dem BMW i7 – zum Einsatz kommen. Der neue Standort schreibt diese niederbayerische Elektro-Tradition bei BMW jetzt fort – als Fertigungsstandort für die Hochvoltbatterien der sechsten Generation der BMW eDrive Technologie. Diese Generation von E-Antriebskomponenten markiert noch einmal einen deutlichen Technologiesprung in punkto Reichweite, Leistung und Ladegeschwindigkeit. Für die Produktion benötigte die BMW Group daher neue Fertigungsstätten – möglichst nahe an den bestehenden Fahrzeugfabriken, wo die Komponenten gebraucht und verbaut werden. Das Werk IrlbachStraßkirchen spielt dabei eine zentrale Rolle als „Hub“ zur Versorgung der deutschen Fahrzeugwerke mit den neuen Hochvoltbatterien. Die Anforderungen bei der Standortsuche waren klar und anspruchsvoll: möglichst nah an den Fahrzeugwerken, gute infrastrukturelle Anbindung an Straße und Schiene, ein Grundstück von entsprechender Größe mit idealem Zuschnitt, kein Baumbestand, kein Natur- oder Wasserschutzgebiet. Letztlich war unter 20 intensiver betrachteten Standortkandidaten das Gelände in Irlbach und Straßkirchen die klare Nummer 1 und erfüllte als einziger Standort alle Kriterien. Elektro-Erfolgsgeschichte Anfang 2023 machte die BMW Group das Bauvorha- ben publik. Im September des gleichen Jahres entschieden sich die Bürgerinnen und Bürger in Straßkirchen mit deutlicher Mehrheit für eine Ansiedlung, so dass – nach erfolgter Baurechtsschaffung – im April 2024 mit dem Werksaufbau begonnen werden konnte. Nicht einmal zwei Jahre später liefen die ersten Vorserien-Hochvoltbatterien von den Bändern. Im Oktober beginnt jetzt der Serienbetrieb, die ersten Hochvoltbatterien gehen dann ins Werk München und werden dort in den vollelektrischen neuen BMW i3 verbaut. Über 1.000 BMW Mitarbeitende arbeiten bereits am neuen Standort. Eine High-Tech-Ansiedlung – realisiert in High-Speed. Und eine Fortsetzung der Elektro-Erfolgsgeschichte von BMW in Niederbayern. „Dem neuen Werk Irlbach-Straßkirchen der BMW Group wünsche ich einen erfolgreichen Start, innovative Ideen und nachhaltiges Wachstum. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Freude an ihrer Arbeit, ein starkes Miteinander, Gesundheit und viele gemeinsame Erfolge. Möge das Werk ein Gewinn für die gesamte Region sein und wirtschaftliche Stärke mit Verantwortung für Mensch und Umwelt verbinden.“ Andreas Dengler Erster Bürgermeister der Gemeinde Straßkirchen Warum Niederbayern bei der E-Mobilität für die BMW Group schon lange eine Pionierrolle einnimmt – und das neue Werk Irlbach-Straßkirchen perfekt ins große Bild passt. Fotos: ©BMW
28 29 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Herr Hummelsberger, Sie sind der erste Werkleiter des neuen Standorts Irlbach-Straßkirchen. Was sollten wir über Sie wissen? Nun, zu allererst, dass ich mich enorm freue und stolz darauf bin, hier gemeinsam mit dem Team eines der modernsten Werke Europas zum Anlauf zu bringen – im so wichtigen Zukunftsbereich E-Mobilität und noch dazu in meiner niederbayerischen Heimat. Das ist für mich ein persönliches Highlight meiner fast 40-jährigen Berufslaufbahn bei BMW. Ansonsten: Ich bin 62 Jahre, komme aus dem Rottal und bin studierter Maschinenbauer. Bei BMW hatte ich schon viele Funktionen inne – war lange Zeit Leiter des Werkzeug- und Anlagenbaus und zuletzt Technologieleiter für die „Lackierte Karosserie“, also verantwortlich für die Planung von Presswerken, Karosseriebauten und Lackierereien. Da war ich weltweit unterwegs – jetzt freue ich mich, wieder in Niederbayern zu sein. Sie sind ein erfahrener Fertigungsfachmann. Was ist die Herausforderung in solch einer Phase des Produktionsstarts? Da gibt es nicht nur eine … (lacht). Natürlich ist es einerseits schon etwas Besonderes, eine neue Technologie und ein neues Produkt in einem neuen Werk mit einem neu zusammengestellten Team zum Anlauf zu bringen. Andererseits haben wir extrem viel Knowhow bei unseren Mitarbeitenden – und uns über viele Monate sehr intensiv vorbereitet. Mit Anlagentests und -optimierungen, mit der Vorserienproduktion etc. Man legt ja nicht einfach den Schalter um und schaut, ob es funktioniert. Mehr als zwei Jahre lang haben enorm viele Leute das Werk in einer beeindruckend professionellen Weise hochgezogen und den Anlauf vorbereitet. Jetzt gilt es zu liefern – im wahrsten Sinne des Wortes. Es wird bereits zum Produktionsstart regulär im Zwei-Schicht-Betrieb produziert? Ja, das ist durchaus ungewöhnlich – temporär haben wir uns sogar entschieden, rund um den Start eine dritte Schicht einzuführen. Aber der Grund ist ein erfreulicher: Die Nachfrage nach dem BMW i3, für den wir unsere Speicher bauen, ist hoch – und entsprechend auch der Bedarf, den das Münchner Fahrzeugwerk anmeldet. Natürlich wollen wir dem bestmöglich nachkommen und die Hochvoltbatterien für den vollelektrischen 3er liefern. Wie viele Batterien wollen Sie bauen? Wir werden einen sukzessiven Hochlauf sehen. Wir haben ja zwei Produktionslinien, von denen eine jetzt startet. Die zweite wird in den kommenden Wochen und Monaten in Betrieb gehen. Wir rechnen damit, dass wir im Vollbetrieb mehrere hundert Speicher am Tag fertigen werden. Der Standort Irlbach-Straßkirchen ist Teil der Werksgruppe Dingolfing. Ein Vorteil? Wir sind im Auftritt und Handeln relativ eigenständig. Aber ich denke, es tut uns an mehreren Stellen sehr gut, Teil der Werksgruppe 2 und der Dingolfinger Familie zu sein. Wir profitieren beispielsweise enorm von der Kompetenz der Kollegen, die aus dem dortigen Werk 02.20 zu uns wechseln. Außerdem haben wir – etwa in der Logistik – auch viele Chancen auf Synergien. Und: Manche Kollegen wohnen einfach näher an Straßkirchen und Irlbach als an Dingolfing – und sparen sich so ein paar Kilometer Arbeitsweg … Was wünschen Sie den Mitarbeitenden? Dass wir den Spirit, den ich in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt habe, so weiterführen – und dass wir gemeinsam unfallfrei und in bester Qualität die Hochvoltbatterien bauen, die das Unternehmen von uns braucht. Es macht mich schon immer stolz, wenn irgendwo auf der Welt ein BMW rumfährt – und du weißt, das elektrische Herz kommt aus Niederbayern. Rudolf Hummelsberger ist seit Frühsommer dieses Jahres Leiter der Produktion für Hochvoltbatterien an den Standorten Dingolfing und Irlbach-Straßkirchen. Mit ihm übernimmt ein erfahrener BMW Produktionsexperte die Führung des neuen Werks. ©BMW Rudolf Hummelsberger Leiter Produktion „Ich bin stolz darauf, dass wir hier eines der modernsten Werke Europas zum Anlauf bringen.“ „Der BMW Group gratuliere ich herzlich zum neuen Montagestandort für Hochvoltbatterien. Als unmittelbarer Nachbarlandkreis freuen wir uns über diese Standortstärkung und die damit verbundenen Chancen für die regionale Infrastruktur und Wirtschaftskraft. Im sprichwörtlichen ‚Bavarian Speed‘ entstand durch digitale Planung, optimierte Bauausführung und koordinierte Unterstützung der öffentlichen Hand ein neues hochtechnologisches Herzstück für die globale Elektromobilität, das vielfach Maßstäbe setzt. Ich wünsche einen guten Produktionsstart, einen dauerhaft unfallfreien Betrieb sowie allzeit gute Fahrt in die auto- mobile Zukunft. Auf gute Nachbarschaft!“ Bernd Sibler Landrat im Landkreis Deggendorf
31 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Gen6 Kompetenz aus Bayern – weltweit im Einsatz ©BMW Mit der Neuen Klasse beginnt für die BMW Group ein neues Kapitel der Elektromobilität. Eine entscheidende Komponente im Elektrofahrzeug ist die Hochvoltbatterie. Doch bevor sie in Fahrzeugen auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt, beginnt ihre Geschichte in Bayern. Hier entstehen die Grundlagen für die Batterie der Zukunft. Die bayerischen Kompetenzzentren der BMW Group forschen an neuen Batteriezellgenerationen, entwickeln Fertigungstechnologien weiter und arbeiten an innovativen Recyclingverfahren. Aus Ideen werden Technologien, aus Forschungsergebnissen entstehen Lösungen für die Serie. Dabei arbeiten Entwicklung, Einkauf und Produktion eng zusammen. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, neue Technologien schneller zur Serienreife zu bringen und wertvolle Erfahrungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewinnen. Bayerische Pilotwerke für Hochvoltbatterien Der Weg von der Entwicklung zur Serienproduktion führt über die BMW Group Pilotwerke für Hochvoltbatterien, etwa in Parsdorf und im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ). Dort entstehen die ersten Prototypen der Hochvoltbatterien für die Neue Klasse, während gleichzeitig Fertigungsprozesse entwickelt und unter realen Bedingungen getestet werden. Die Teams optimieren Abläufe, definieren Qualitätsstandards und sammeln Erfahrungen für die spätere Großserie. Was sich hier bewährt, wird anschließend an die Batteriewerke weltweit weitergegeben und schafft die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Serienanlauf. Zukunft der Mobilität aktiv gestalten Neben dem neuen Werk Irlbach-Straßkirchen entstanden Standorte in Debrecen in Ungarn, Shenyang in China, Woodruff in den USA und San Luis Potosí in Mexiko. Sie alle greifen auf Prozesse und Erfahrungen zurück, die zuvor in Bayern entwickelt und erprobt wurden. Dabei steht vor allem ein einheitlich hoher Qualitätsanspruch im Mittelpunkt. Digitale Produktionssysteme, intelligente Sensorik und datenbasierte Prüfverfahren begleiten jeden Fertigungsschritt und helfen dabei, die hohen Standards an allen Standorten sicherzustellen. In Niederbayern geht es jetzt los mit der Serienfertigung der Hochvoltbatterien für den BMW i3, der im Werk München montiert wird. So gestaltet das niederbayerische Werk die Zukunft der Mobilität aktiv mit. Was in Bayern beginnt, kommt später weltweit zum Einsatz. Hier entwickeln die Expertinnen und Experten der BMW Group neue Batteriezellen und innovative Fertigungsverfahren für die Hochvoltbatterien der sechsten Generation. Das dabei gewonnene Wissen fließt ein in die Batteriefertigung in den Serienwerken in Irlbach-Straßkirchen, Ungarn, China, Mexiko und den USA. INTRALOGISTIK IN SYSTEMLÖSUNGEN BESTFORM AUS EINER HAND Automatisierte Lager- und Robotersysteme BSS Bohnenberg GmbH | www.bss.gmbh | mail@bss.gmbh Spannend, was es in Niederbayern alles gibt ZF Test Systems Future Mobility. Tested Now. Klasse, jetzt startet die Produktion! Herzlichen Glückwunsch, BMW! Zur Eröffnung des neuen Werks IrlbachStraßkirchen gratuliert ZF Test Systems herzlich aus Passau. Wir freuen uns, mit unseren Prüfsystemen für Hochvoltbatterien einen Beitrag zu leisten – für die Region, für die Zukunft der Elektromobilität und für noch mehr Freude am Fahren. www.zf.com/testsystems ANZEIGE
32 33 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Mit der sechsten Generation der BMW eDrive Technologie setzt die BMW Group neue Maßstäbe in der Elektromobilität. Herzstück ist eine komplett neu entwickelte Hochvoltbatterie mit 800-Volt-Technologie, bei der erstmals von BMW entwickelte Rundzellen zum Einsatz kommen. Sie verfügen über 20 Prozent mehr Energiedichte als die Vorgängergeneration und schaffen mehr Reichweite bei kürzeren Ladezeiten. Auch der Aufbau der Batterie wurde neu gedacht. Die Rundzellen werden direkt in die Hochvoltbatterie integriert. Sie übernimmt zugleich eine tragende Funktion in der Fahrzeugstruktur. Das spart Platz und steigert die Gesamteffizienz. Im Zuge der Entwicklung der Hochvoltbatterie hat die BMW Group mehr als 100 technische Innovationen als Patente angemeldet. Kundinnen und Kunden profitieren enorm von der neuen Hochvoltbatterie, denn Reichweite und Ladegeschwindigkeit steigen bei der Neuen Klasse gegenüber der Vorgängergeneration um bis zu 30 Prozent, modellabhängig sogar noch mehr. Der BMW i3 50 xDrive erreicht mit seiner Hochvoltbatterie aus dem Werk Irlbach-Straßkirchen eine Reichweite von bis zu 906 Kilometern (WLTP kombiniert). „Wir als örtlich zuständiger Wasserversorger gratulieren sehr herzlich zur Eröffnung und wünschen allen Beschäftigten am neuen Produktionsstandort einen guten Start sowie viel Freude und Erfolg an ihrem neuen, innovativen und modernen Arbeitsplatz. Den Verantwortlichen wünschen wir glückliche Entscheidungen, um dieses Werk in eine erfolgreiche, vielversprechende Zukunft zu führen. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!“ Alfons Neumeier Verbandsvorsitzender Wasserzweckverband Straubing-Land Vom Labor in die Serie Das Cell Manufacturing Competence Center (CMCC) in Parsdorf verfügt über eine seriennahe Produktionslinie für Batteriezellen. Neue Batteriezellenmuster werden hier seriennah gefertigt und getestet. In Parsdorf zeigt sich, ob eine gute Idee auch in der Produktion funktioniert. Vom Mischen der Rohstoffe bis zur fertigen Zelle bildet das CMCC die gesamte Fertigung ab. Batteriezellen der Zukunft Im Battery Cell Competence Center (BCCC) in München entwickelt die BMW Group die Batteriezellen von morgen. In modernen Laboren und Prototypenanlagen entstehen neue Zelltechnologien für künftige Generationen von Hochvoltbatterien. Dort wächst entscheidendes Wissen von der ersten Idee bis zur fertigen Zelle. Rohstoffe im Kreislauf Im Cell Recycling Competence Center (CRCC) in Salching erprobt die BMW Group das innovative, inhouse entwickelte Direktrecycling. Expertinnen und Experten der BWM Group und Encory GmbH zerlegen hier Produktionsreste und Batteriezellen in ihre wertvollen Bestandteile. Die zurückgewonnenen Rohstoffe fließen anschließend wieder in die Zellfertigung. So bleiben Materialien möglichst lange im Kreislauf und wertvolle Ressourcen erhalten. Gleichzeitig entstehen wichtige Erkenntnisse für die Recyclinglösungen der Zukunft. Kompetenzzentren Fotos: ©BMW
BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen 34 Patrick Zimmermann vereint in seinem Beruf Produktion, Datenanalyse und künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit seinem Team schafft er die Voraussetzungen für eine datengetriebene Batterieproduktion. Wer an die Fertigung von Hochvoltbatterien denkt, hat meist große Produktionshallen, Roboter und Förderbänder vor Augen. Eine entscheidende Rolle spielen aber auch die Daten, die bei jedem einzelnen Produktionsschritt entstehen. Bei Patrick Zimmermann laufen diese Informationen zusammen. Als Data Scientist und IT-Projektleiter arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Produktion, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz. Gemeinsam mit seinem Team erfasst und analysiert er Daten aus den Fertigungsanlagen. Dabei geht seine Arbeit weit über klassische IT-Themen hinaus. Wer Produktionsdaten sinnvoll nutzen will, muss auch die Fertigung selbst verstehen. Gerade bei der neuen Batteriegeneration ist das entscheidend, denn viele Verfahren wurden für das neue Batteriekonzept entwickelt. „Besonders wichtig ist die Qualitätssicherung“, sagt Zimmermann. In der Produktion der Hochvoltbatterien verfolgt die BMW Group einen konsequenten Null-Fehler-Ansatz. Datenanalysen und KI-gestützte Prüfverfahren helfen dabei, ©BMW „Ich wünsche allen, die im neuen Werk der BMW Group arbeiten, Gottes Segen für ihr tägliches Schaffen und für ihr Miteinander. Ich wünsche ihnen, dass das Wohl des Menschen nicht zu kurz kommt. Und ich wünsche ihnen, dass sie bei aller technischen Innovation und Perfektion, der sie täglich begegnen, nicht verlernen, die Schönheit von Gottes Schöpfung zu schätzen und zu bestaunen.“ Pfarrer Gerhard Pöpperl Pfarreiengemeinschaft Straßkirchen, Irlbach und Schambach IT- und Data-Experte Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die dafür geschaffene digitale Infrastruktur kommt längst nicht nur in Bayern zum Einsatz. Aus den Pilotwerken heraus entstanden Plattformen, die nun in den neuen Batteriewerken weltweit genutzt werden. Der Erfahrungsaustausch im Produktionsnetzwerk ist der Schlüssel zum Erfolg. Komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und gemeinsam mit seinem Team IT-Lösungen zu entwickeln, die weltweit in der Produktion eingesetzt werden – genau darin liegt für Patrick Zimmermann der Reiz seiner Arbeit. So trägt er dazu bei, dass die Hochvoltbatterien der BMW Group überall nach denselben hohen Standards gefertigt werden. In den Gemeinden Irlbach und Straß- kirchen entsteht ein Meilenstein für die Mobilität von morgen. Das neue BMW Group Werk für Hochvoltbatterien ist nicht nur ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Niederbayern, sondern auch ein Ort modernster Technik. Siemens ist stolz darauf, als technologischer Partner an diesem wegweisenden Projekt für die Region mitzuwirken. Mit der Neuen Klasse bringt BMW eine völlig neue Generation vollelektrischer Fahrzeuge auf die Straße. Das Herzstück dieser Autos – die Hochvoltbatterie – wird künftig im Werk Irlbach-Straß- kirchen montiert. Für die Region bedeutet das: zukunftsfähige Arbeits- plätze und Schlüsseltechnologien vor Ort. Das „Gehirn“ der Batterie kommt aus einer Hightech-Fertigung Damit ein Elektroauto sicher fährt und schnell lädt, braucht die Batterie ein intelligentes Steuerungssystem. Siemens hat als Generalunternehmer die Verantwortung für einen zentralen Bereich dieser Fertigung übernommen: das sogenannte „Cluster Penthouse“. Hier wird die Steuerungs- und Kommunikationseinheit auf das Batteriepack montiert. Dieses überwacht die Energieverteilung und sorgt für Sicherheit. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen viele Gewerke und Partner präzise zusammenspielen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der BMW Group und sind stolz, Teil dieses starken Teams zu sein“, erklärt Florian Spreu, Bauleiter bei Siemens. „Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten wir die Montage erfolgreich umsetzen und die Grundlage für einen reibungslosen Serienanlauf schaffen.“ Erst virtuell, dann real: Die Fabrik im Computer Bevor im Werk Irlbach-Straßkirchen die erste echte Maschine stand, existierte die gesamte Anlage bereits als „digitaler Zwilling“. Durch diese virtuelle Inbetriebnahme konnten die Ingenieure von Siemens alle Abläufe bereits vorab testen und mögliche Fehlerquellen ausschließen. Das spart Zeit und Ressourcen. Christian Bindig, Projektleiter bei Siemens, betont: „Die virtuelle Inbetriebnahme hat uns geholfen, technische Abläufe frühzeitig zu überprüfen. Es war eine großartige Erfahrung, dieses komplexe Vorhaben gemeinsam mit BMW digital zum Leben zu erwecken und so den Produktionsstart abzusichern.“ Ein starkes Signal für Niederbayern Das Werk steht für den Wandel und die Innovationskraft der Region. Siemens bringt Kompetenzen im Bereich Automatisierung, Digitalisierung, aber auch Projektmanagement ein, um gemeinsam mit BMW nachhaltige Mobilität in Niederbayern voranzubringen. Herzlichen Glückwunsch zum Start der Serienproduktion! Das Siemens-Team hat den Anlagen- abschnitt Cluster Penthouse für die Gen6 Batteriemontage der Neuen Klasse im BMW Group Werk Irlbach- Straßkirchen erfolgreich und als Generalunternehmer realisiert. Unser Dank gilt BMW und allen betei- ligten Partnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit, die diesen Erfolg möglich gemacht hat. HOCHTECHNOLOGIE AUS DER NACHBARSCHAFT Siemens macht das neue Batteriewerk fit für die Zukunft ANZEIGE
„Für mich war der Aufbau des neuen Werks eine einmalige Erfahrung und mit vielen besonderen Momen- ten verbunden. Vom Baustart bis zu den ersten produzierten Hochvoltbatterien in nur knapp zwei Jahren: Das ist einer außergewöhnlichen Teamleistung zu verdanken, auf die alle Projektbeteiligten sehr stolz sein können. Der enge Austausch mit Behörden und Kommunen, den Firmen und den Anwohnern in der Region sowie innerhalb der BMW Group hat die schnelle Realisierung des Projekts ermöglicht – denn Erfolg entsteht nur gemeinsam.“ Sabrina Kugler Leiterin Werkaufbau „Erfolg entsteht nur gemeinsam.“ Die BMW Group bestellte mich zur wasser- rechtlichen Bauabnahme der Regenrückhalte- und Versickerungsanlagen. Vielen Dank für das Vertrauen und einen guten Start in die Produktion. ANZEIGE ANZEIGE „Vor nur 16 Monaten haben wir in der Produktionshalle die ersten Linien für die Produktionsanlagen auf dem Boden aufgezeichnet. Jetzt stehen hier über 200 Stationen auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern. Auf der ersten Linie startet bereits die Serienproduktion, die zweite Linie ist noch im Aufbau. Durch den unermüdlichen Einsatz der Lieferanten und des BMW Teams konnten wir das in dieser Geschwindigkeit umsetzen – das zeigt, was mit Teamgeist und Engagement alles möglich ist.“ „Alle Beteiligten haben unermüdlichen Einsatz gezeigt.“ Christin Böttcher & Stefan Deuringer Projektleiter Planung und Anlagenaufbau Stimmen aus dem Werk Fotos: ©BMW
38 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen „Das neue Werk ist Produktionsstandort für Hochvoltbatterien und zugleich zentraler Logistik-Netzwerkhub. Die Logistik versorgt die Fertigung im Werk zuverlässig mit Bauteilen und beliefert die deutschen BMW Fahrzeugwerke für die Modelle der Neuen Klasse termingerecht mit Hochvoltbatterien. Mit einem hochmotivierten Team haben wir die gesamte Logistik am neuen Standort von Grund auf aufbauen und gestalten dürfen. Das ist eine spannende Herausforderung.“ „Die Feuerwehrmannschaft ist wie eine zweite Familie. Durch die 24-Stunden-Schichten kennen wir uns sehr gut und können uns in Einsatzsituationen blind aufeinander verlassen. Als Team aus neuen und bereits eingespielten Kollegen sind wir schnell zusammengewachsen. Als Feuerwehr waren wir frühzeitig in die Entstehung des neuen Werks eingebunden und konnten Prozesse dadurch sinnvoll mitgestalten.“ „Mit dem neuen Werk investiert die BMW Group in die Zukunft Ostbayerns. Es werden damit langfristige Perspektiven für die Beschäftigten und die Region geschaffen. Wenn ich an die Entstehung des neuen Werks denke, wird mir besonders die große Unterstützung aus der Bevölkerung und die Motivation des Projektteams in Erinnerung bleiben. Bei diesem Werk geht es um die Produktion von Hochvoltbatterien, aber vor allem geht es um die Menschen: um ihre Arbeitsplätze, ihr persönliches Umfeld und eine gemeinsame Zukunft.“ „Wir sorgen für die zuverlässige Belieferung.“ „Es geht hier vor allem um die Menschen.“ Christoph Ellinger Wachabteilungsleiter Feuerwehr Werk Irlbach-Straßkirchen „Die Feuerwehrmannschaft ist wie eine zweite Familie.“ Stefan Danner Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Werk Dingolfing Christian Kiermaier Leiter physische Logistik Werk Irlbach-Straßkirchen „Mit dem BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen entsteht ein Leuchtturm der Transformation in Niederbayern. Hier wird sichtbar, dass die Mobilität der Zukunft mit moderner Industrie, qualifizierten Beschäftigten und guter Arbeit ‚Made in Niederbayern‘ gestaltet werden kann. Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses neue Werk mit Leben füllen, einen erfolgreichen Start, zukunftssichere Arbeitsplätze, starke Mitbestimmung und sichere Perspektiven. Herzlichen Glückwunsch zum Produktionsstart.“ Benjamin Freund Erster Bevollmächtigter IG Metall Landshut Fotos: ©BMW
41 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen moll bewegt die zukunft der e-mobilität WIR GRATULIEREN ZUR ERÖFFNUNG DES NEUEN BMW WERKS mollgmbh.de | 94339 Leiblfing | Telefon 09427 9500 0 Mit der neuen Batteriefertigung von BMW in Irlbach und Straßkirchen entstand eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte der Elektromobilität in Bayern. Als Maschinenbauer aus der Region war die MOLL Automatisierung GmbH stolz darauf, einen der größten Anteile der Anlagentechnik für dieses Großprojekt geliefert zu haben. MOLL realisierte die Fördertechnik für die neue BMW Batteriegeneration Gen6 – das Herzstück der künftigen Produktion. Modernste Fördertechnik, höchste Präzision und innovative Automatisierung schaffen die Grundlage für die Batterien der nächsten Fahrzeuggeneration. Zahlen. Daten. Fakten. • 1.550 m Fördertechnik • 1.100 t Stahlbau • 2 Produktionslinien für die BMW Batteriegeneration Gen6 • 7.600 m² Bühnenfläche Dieses Projekt steht für Vertrauen, partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Innovationskraft des Maschinenbaus aus Niederbayern. Wir gratulieren BMW herzlich zur erfolgreichen Realisierung dieses Großprojekts und wünschen einen erfolgreichen Produktionsstart sowie jederzeit eine störungsfreie und erfolgreiche Produktion. Gemeinsam Zukunft gestalten. Tel. +49 (0) 99 64/650-0 Fax +49 (0) 99 64/650-144 lausser@lausser.de www.lausser.de Karl Lausser GmbH Hauptstraße 20 94372 Pilgramsberg Die Karl Lausser GmbH entwickelt und realisiert zukunftsweisende Lösungen in der Gebäudetechnik und Energieversorgung. Mit technischer Kompetenz und langjähriger Erfahrung begleiten wir anspruchsvolle Industrieprojekte. Beim BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen durften wir unsere Kompetenz in einem bedeutenden Zukunftsprojekt der Region einbringen. Dabei errichteten wir die gesamte technische Gebäudeausrüstung für die Energiezentrale, die Feuerwehr, das Rechenzentrum und die Gastro in allen Gebäuden. Wir danken der BMW Group für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein starkes Projekt. Wir gratulieren zum Produktionsstart! Konzeption & Gestaltung der Publikation by idowapro www.idowapro.de ANZEIGE ANZEIGE „Jeder bringt eine unglaubliche Energie mit.“ „Wenn ich das Werk jetzt sehe, beeindruckt mich immer noch, was wir hier gemeinsam in so kurzer Zeit geschaffen haben. Der Zeitplan war sehr ambitioniert, aber wir haben das Unmögliche möglich gemacht. Alle Gewerke, Fachbereiche und Unternehmen haben als starke Mannschaft zusammengearbeitet. Das neue Werk bedeutet für mich nicht nur die Fertigstellung von Gebäuden – es ist der sichtbare Beweis dafür, was machbar ist, wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten.“ „Ich war fast von der ersten Minute an beim Aufbau des neuen Werks mit dabei und lebe auch ganz in der Nähe, in Irlbach. Mich beeindruckt sehr, in welchem Tempo das Werk entstanden ist und wie Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Standorten und Bereichen zu einer echten Mannschaft zusammengewachsen sind. Jeder bringt sich mit einer unglaublichen Energie ein, um die Hochvoltbatterien in allerhöchster Qualität zu produzieren.“ „Wir haben das Unmögliche möglich gemacht.“ Silvia Meyer Leiterin Immobilienmanagement Werk Irlbach-Straßkirchen Lutz Graefe Meister Produktionsbereich Energy Master Fotos: ©BMW
43 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Was bedeutet das neue Werk für die Region? Ein Blick auf Wirtschaft, Partnerunternemen und gesellschaft- liches Engagement rund um den Standort Irlbach-Straßkirchen. ©BMW Der schnelle Aufbau des neuen Werks am Standort IrlbachStraßkirchen ist das Ergebnis eines starken Miteinanders: Politik, Behörden und Anwohner wurden von Beginn an in das Projekt eingebunden. Auch regional ansässige Firmen trugen entscheidend zur erfolgreichen Realisierung bei – zwei Drittel der beteiligten Baufirmen kommen aus Bayern sowie ein Drittel der Anlagenbauer. Dieser „local for local“-Ansatz stärkt den Wirtschaftsstandort Bayern und die Region.
44 45 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Katharina Venus Aus Sicht der IHK Niederbayern: Welche Strahlkraft hat das BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen für die Region? Die Entscheidung hier, im Wirtschaftsraum Niederbayern, ein solches Werk anzusiedeln, ist nicht zufällig gefallen. Die Nähe zu den eigenen BMW Produktionsstandorten in Dingolfing, München und Regensburg sowie zu den vielen wichtigen, eng miteinander vernetzten Betrieben in der Region haben sicherlich eine Rolle gespielt. Das BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen ist damit ein Bekenntnis zum Standort Niederbayern sowie ein Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Wirtschaft. Das hat LeuchtturmCharakter. Welche Chancen eröffnet die Ansiedlung des Werks für die Wirtschaft und Infrastruktur im Landkreis? Die Industrie ist eine Schlüsselbranche für den Wirtschaftsraum Niederbayern – und innerhalb dieser Branche ist BMW ein ganz zentrales Unternehmen. Die regionalen Industriebetriebe sind untereinander sowie über weitere Branchen hinweg produktiv verbunden, sind eingebunden in ein internationales Netzwerk und sorgen gleichzeitig vor Ort für Wertschöpfung, Arbeits- plätze und Wohlstand. Wie bewerten Sie die Entscheidung von BMW, gerade jetzt in den Standort Niederbayern zu investieren? Die Herausforderungen steigen. Nicht nur die niederbayerische Automobilindustrie durchläuft gerade einen tiefgreifenden Transformationsprozess. Rahmenbedingungen wie hohe Energie- und Arbeitskosten, die Bürokratie oder Schwächen in der Infrastruktur belasten alle Unternehmen. Dass BMW in dieser Situation ein so bedeutendes Wachstums- und Innovationsprojekt in unsere Region bringt und hierfür viel investiert, ist ein starkes Signal. Das sichert die BMW Standorte nicht nur in Niederbayern, sondern in ganz Bayern und bringt Impulse für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche. Welche drei Begriffe fallen Ihnen spontan zum Standort Irlbach-Straßkirchen ein? Fortschritt, Zukunft und Bekenntnis zum Standort Niederbayern. Was wünschen Sie dem Werk für die Zukunft? Ich wünsche dem Werk, dass das Leuchtturm-Projekt über die Werkstore hinausstrahlt, als ein wertvoller Beitrag für die Wirtschaftsentwicklung unserer Region. Vizepräsidentin der IHK Niederbayern „Das neue Werk hat Leuchtturm-Charakter“
47 BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen Beteiligte Bauunternehmen stellen sich vor Gründungsjahr: 1878 Firmensitze: Hauptsitz in Mallersdorf- Pfaffenberg, weitere Standorte in Barbing, München und Dingolfing Tätigkeitsbereiche: Tiefbau, Ingenieurbau, Asphaltbau, Rohrleitungsbau Aufgaben im Werk Irlbach-Straßkirchen: Vorbereitung und Erschließung des gesamten BMW Werks, Abwasserpumpwerk, Radwegunterführung unter B8, Abwasserdruckleitung bis zur Kläranlage Irlbach Gründungsjahr: 1971 durch Karl Laußer, 55 Jahre gemeinsame Leitung Karl und Heribert Laußer Firmensitze: Pilgramsberg (Rattiszell), München, Stuttgart, Frankfurt, Kdyně (Tschechien) und weitere Tätigkeitsbereiche: Vorwiegend Großanlagen: Tiefengeothermie (Obertageanlagen), Heizung- und Kältetechnik, Sanitärtechnik und Gasversorgung, Lüftungs- und Klimatechnik, Energie- und Anlagentechnik, Elektro- und MSR-Technik, Vorfertigung und Service (365/24) Aufgaben im Werk Irlbach-Straßkirchen: Installation der Heizung-, Kälte-, Sanitär- und Lüftungsanlagen in den Bereichen Energiezentrale einschließlich Medienbrücke, Gastro, Feuerwehr, Rechenzentrum und Nicht-Serienmaterial-Lager, Vorfertigungsstätten und eigenes Befestigungssystem Gründungsjahr: 1918 Firmensitz: Leiblfing Tätigkeitsbereiche: Entwicklung von Förder- und Automatisierungslösungen für die Industrie mit Schwerpunkt im Automobilsegment Aufgaben im Werk Irlbach-Straßkirchen: Hat den größten Anteil der Anlagentechnik geliefert, realisierte die Fördertechnik für die Gen6 Hochvoltbatterien Gründungsjahr: 1847 Firmensitz: München Tätigkeitsbereiche: Weltweit tätiger Technologiekonzern mit den Schwerpunkten Digitalisierung, Automatisierung und Elektrifizierung in den Tätigkeitsbereichen Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitstechnik Aufgaben im Werk Irlbach-Straßkirchen: Die Projektspezialisten der Fertigungsautomatisierung aus dem Bereich Digital Industries waren Generalunternehmer für die schlüsselfertige Anlage im Cluster Penthouse – dem finalen Abschnitt der Gen6 Hochvoltbatteriemontage ©BMW
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