Bauen & Wohnen

Eine Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer Oktober 2026 Bauen & Wohnen Bauen im Wandel Trends in der Küche Geld und Energie sparen

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„Wende“ könnte man zum Motto des Jahrzehnts küren: Zeitenwende, Energiewende, Bauwende. Wissenschaftler fragen: Was muss sich ändern, damit junge Familien sich das Bauen wieder leisten können, damit Wohnungsbau sich rentiert? Damit gleichzeitig klimaschonend gebaut werden kann? Denn „das Bauen ist mit einer der größten Treiber des Klimawandels“ sagt Prof. Stephan Rauch von der Hochschule Landshut. Die Architekten und Planer in Deutschland seien sich einig, dass man stärker auf den Bestand setzen müsse. Auch finanziell sei das für Baufamilien oft günstiger. Umbauen statt neu bauen. Das Umweltbundesamt hat dazu mit dem gleichnamigen Projekt die „UmBauwende“ ausgerufen. Neue Wohnungen entstehen in Deutschland schon fast genauso oft aus Bestandsgebäuden wie auf der grünen Wiese. Besonders häufig in Ballungsräumen, wo Grundstücke teuer sind, alte Fabrik- oder Behördengebäude aber vielleicht leer stehen und auf neue Nutzer warten. Doch auch beim Neubau macht sich die Wende bemerkbar, zum Beispiel im Material: Holzbau zieht mit Ziegelbauweise fast gleichauf. Selbst uralte Baustoffe wie Lehm erleben eine Renaissance. Natürliche Materialien sollen sich zugleich positiv auf das Klima des Planeten und der Wohnräume auswirken. Gerade in Zeiten des Wandels brauchen Baufamilien verlässliche Informationen und Partner vom Fach, wenn sie den Traum von den eigenen vier Wänden oder einem neuen Wohngefühl verwirklichen möchten. Lassen Sie sich inspirieren von „Bauen & Wohnen“. Viel Erfolg und Freude bei Ihrer persönlichen „Wohnwende“ wünscht Ulrike Kühne Redaktion „Bauen & Wohnen“ Neu denken beim (neu) Bauen Impressum Bauen & Wohnen Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer am 16. Oktober 2026 Redaktion Ulrike Kühne, Gertraud Wittmann Anzeigen Michael Kusch, Gesamtanzeigenleitung Titelbild © Srdjan - stock.adobe.com Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing Inhalt 04 Bauen und Planen 14 Bauen und Einrichten mit Holz 17 Sanitär, Heizung und Energie 21 Elektro 23 Innenausbau, Fenster und Türen 24 Boden, Fliesen und Natursteine 27 Maler und Fassaden 28 Stahlbau, Metallbau und Schlosser 29 Wohnen und Einrichten 32 Garten und Außenanlagen 33 Immobilien und Grundstücke Kai Remmers/dpa-tmn

4 Bauen und Planen Puzzle mit Kosten und Entscheidungen fürs Haus Baugemeinschaften haben (nicht nur) Vorteile Gemeinsam ist man weniger allein – und das kann auch beim Bauen zu einer wichtigen Entlastung werden. Stichwort: Baugemeinschaften. Sie sollen Baukosten senken und trotzdem Mitbestimmung ermöglichen. Aber wie funktioniert das Konzept überhaupt? „Eine Baugemeinschaft ist eine Gemeinschaft, die sich zusammenfindet, ein Grundstück erwirbt und als Gruppe Wohnraum baut, der dann in aller Regel zu Wohneigentum wird“, erklärt Andreas Renz. Er ist Fachanwalt für Baurecht und juristischer Berater beim Bauherren-Schutzbund. Baugemeinschaften sind, so sagt es Nathalie Schaller, „eine tolle Alternative zum Einfamilienhaus, das sich heute kaum mehr jemand leisten kann.“ Schaller ist heute Beraterin bei der Münchener mitbauzentrale, die Baugemeinschaften zu ihren jeweiligen Projektvorhaben berät – und kann von mehreren Blickwinkeln aus über Baugemeinschaften berichten. Es geht nicht nur um Kosten Ziemlich genau 20 Jahre ist es inzwischen her, dass Nathalie Schaller mit ihrer Familie ihre Münchener Wohnung bezog. Keine Wohnung aus dem Katalog, denn jeder Raum ist von Natalie Schaller und ihrem Mann, die beide Architekten sind, individuell entworfen worden. Möglich machte das eine Baugemeinschaft. „München war schon immer eine teure Stadt und uns war es finanziell nicht möglich, ein Eigenheim zu bauen“, erinnert sich Schaller. Der Vorteil der Baugemeinschaft liegt für sie in der Menge der Wohneinheiten. Der Kostenpunkt ist überhaupt eines der gängigsten Pro-Argumente für Baugemeinschaften. Neben Steuern lassen sich auch die Gewinnmargen der klassischen Bauträger-Firmen einsparen. Angesichts gestiegener Baupreise, ist das Einsparungspotenzial heute aber vergleichsweise gering, findet Renz. „Man spart vielleicht ein paar → Kann Baukosten senken: in Gemeinschaft bauen. Foto: Christian Charisius/dpa/dpa-tmn WWW.PREFA.DE MEHR INFORMATIONEN BEI IHREM PREFA FACHBERATER PATRICK EICHHORN M+49 152 5466 1457 E patrick.eichhorn@prefa.com TROTZT JEDEM STURM – SEIT GENERATIONEN. STURMSICHER IST PREFA SEIT 1946. 40 JAHRE GARANTIE – 80 JAHRE ERFAHRUNG Neubau oder Sanierung? PREFA Aluminiumdächer sind rund 17-mal leichter als Ziegeldächer und entlasten die Dachkonstruktion, ideal für Sanierungen und statisch sensible Gebäude. Seit 1946 steht PREFA für hochwertige Aluminium-Dach- und Fassadensysteme, produziert in Deutschland und geprüft für extreme Witterungsbedingungen. Mit durchdachter Systemtechnik und sturmsicherer Befestigung halten PREFA Dächer auch hohen Windlasten stand, bei minimalem Eigengewicht. 40 Jahre Garantie garantieren maximalen Schutz und Sicherheit. Ihr Partner seit 1976

5 Bauen und Planen Nebenkosten. Aber ich glaube nicht, dass das die entscheidende Weichenstellung ist.“ Natalie Schaller sieht neben der Kostenersparnis dann auch einen weiteren Pluspunkt: „Außerdem kann ich über die Qualität der eingebauten Materialien mitentscheiden“, sagt sie. Für die individuelle Gestaltung braucht es einen Architekten und Personen, die die Gruppe, meist in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), steuern. Und dann ist da noch die Gemeinschaft. „Die wiegt viel schwerer als die Individualität. Wir sind mit lauter Leuten eingezogen, die wir nicht kannten und als Nachbarschaft zusammengewachsen“, so Schaller. Aus Fremden wurden Nachbarn und schließlich Freunde, die nicht nur das Bauprojekt teilen. „Man kann die eigenen Werte und Vorstellungen in das Gebäude legen. Welchen Energiestandard wollen wir? Wie viel Begegnungsfläche soll es geben? Mit welchen Materialien wird gebaut?“, sagt Schaller „Über solche Fragen kann man mitentscheiden.“ Risiko im Blick haben Steht Streit da nicht auf der Tagesordnung? Das ist eine der Sorgen, die Interessierte oft an Natalie Schaller herantragen. „Ja, es gibt auch mal Meinungsverschiedenheiten und wenn ich das Haus ganz allein geplant hätte, sähe es anders aus. Aber darum geht es nicht. Es gibt gute Methoden, eine gewisse Gelassenheit zu erlernen“, sagt sie. Dennoch: Wer in Gemeinschaft bauen will, müsse damit rechnen, dass viele Prozesse länger dauern. Und das ist nicht die einzige Kehrseite. „Das wechselseitige Ausfallrisiko ist der größte Nachteil“, sagt Andreas Renz. Denn anders als bei klassischen Bauträgern gibt es keinen Festpreis. „Das Investitionsvolumen kann man zunächst nur grob schätzen“, so der juristische Berater beim BauherrenSchutzbund. „Die tatsächlichen Kosten entstehen erst dann, wenn das Haus gebaut wird.“ Kann ein Mitglied der Gemeinschaft diese nicht stemmen, haften die anderen Mitglieder. „Das Risiko, dass der Einzelne für die Schulden der Gemeinschaft einstehen muss, ist theoretisch da, lässt sich aber vertraglich regeln und aus meiner Sicht beherrschen“, sagt Renz. Mehr als nur Nachbarn Trotzdem: Wer Preisstabilität und Planungssicherheit möchte, ist in einer Baugemeinschaft nicht gut aufgehoben. Und: „Man sollte auch ein Interesse an Gemeinschaft haben und die eigenen Interessen der Gemeinschaft unterordnen können“, sagt Natalie Schaller. Aus ihrer einst kleinen, sogenannten Kerngruppe, formierte sich Stück für Stück ein Bauprojekt, das heute 27 Wohneinheiten umfasst. „Am Anfang weiß man noch nicht, wie viele Wohnungen in das Haus passen und ob man alle Vorstellungen verwirklichen kann“, sagt Schaller. Mit einer vollen Gruppe zu starten gleiche deshalb einem Puzzlespiel, das kaum zu lösen sei. Nach der Gewährleistung der Baufirmen wurde die GbR übrigens aufgelöst – so ist es üblich. „Heute sind wir eigentlich eine ganz normale Wohnungseigentümerschaft. Wobei, normal stimmt nicht ganz. Wir haben noch immer Arbeitskreise und nutzen Gemeinschaftsräume. Darin sehe ich einen großen Vorteil“, so Schaller. Doch was, wenn man die GbR vorzeitig verlassen möchte? Das kann schwierig sein. „Das wäre ein gesellschaftsrechtliches Problem und müsste mit den anderen Mitgliedern geklärt werden. Normalerweise sind die Verträge so gestaltet, dass man während der Bauphase gebunden bleibt“, sagt Andreas Renz. „Das ist bei einem Bauträger aber auch nicht anders.“ Natalie Schaller jedenfalls hat ihre Entscheidung nicht bereut. „Heute würde ich in einer Genossenschaft bauen, aber zu der Zeit war es für uns absolut richtig“, sagt sie. „Die Nachbarn, der Ort, das Objekt, das Thema. Menschen, die solche Vorhaben zusammen konstruktiv voranbringen, haben Demokratie im Kleinen erprobt und sind gemeinschaftsfähig.“ (Anke Dankers, dpa) Immobilie? Am besten mit uns. Wir sind bei allen Fragen rund um Ihre Immobilie für Sie da. Ganz egal, ob Kauf, Verkauf oder Modernisierung. Weil‘s um mehr als Geld geht. Weitere Informationen unter: s.de/provsq

6 Bauen und Planen Verbindlich regeln – Ärger vermeiden Einzugstermin fixieren und Baufortschritte kontrollieren Wer ein neues Haus schlüsselfertig kauft, möchte genau wissen, wann er einziehen kann. Wie man diesen Termin vertraglich regelt, meldet der Verband Privater Bauherren (VPB). Wo dennoch Verzögerungen drohen und wie man vorbeugen kann. Dieses Interesse schützt das Gesetz: Verpflichtet sich ein einziger Unternehmer als Schlüsselfertiganbieter gegenüber einem Verbraucher zum Bau des neuen Hauses oder erwirbt man es von einem Bauträger, der neben dem Haus gleich das Grundstück mitliefert, dann müssen die Anbieter einen Fertigstellungstermin verbindlich im Vertrag vereinbaren. Klappt das nicht, weil der Vertrag zu früh geschlossen wird, muss die Bauzeit verbindlich angegeben werden. „Vor allem Bauträger vereinbaren zwar Termine, legen diese oft aber sehr spät, um noch ein großes Sicherheitspolster zu haben“, sagt Holger Freitag, Vertrauensanwalt des VPB. Schlüsselfertiganbieter, die auf dem Grund der Bauherrschaft bauen, lassen sich darauf in der Regel nicht ein, weil sie Verträge abschließen, in denen Planungsleistungen enthalten sind. Da die Dauer der Genehmigungsverfahren unbekannt ist, wird nur die Dauer der Baumaßnahme angegeben. Konkretes oder berechenbares Datum werden oft aufgeweicht Ideal wäre für die künftigen Besitzer und Bewohner ein genaues oder genau berechenbares Datum. Damit ließe sich konkret planen: Umzugsurlaub, Mietwohnungskündigung, Ummeldung. „Darauf kann man sich aber trotzdem nicht hundertprozentig verlassen“, weiß Freitag. Zu unwägbar sei der Bauablauf. Das gilt nicht zuletzt in Zeiten von Fachkräftemangel und Lieferengpässen. Vieles kann dazwischenkommen, was den Bau und damit den Einzugstermin verzögert. Deswegen enthalten viele Verträge der Schlüsselfertiganbieter auch Bauzeitverlängerungsklauseln, die den Termin wieder aufweichen. Ob die konkreten AGB wirksam sind, ob der Anbieter eine Vertragsstrafe zahlen muss, ob der Verzugsschaden der privaten Bauherren höher als diese liegt, darum kann man trefflich streiten. Aber vor allem gilt: Niemand will mit den Möbeln im Umzugslager im Hotel wohnen müssen. „Das ist die schlechteste VerhandlungsposiAn dieser Stelle sollen später bodentiefe Fenster gesetzt werden. Stimmen die Maße nicht, muss nachgebessert werden. Das ist ärgerlich und kostet Zeit und Geld. Foto: Verband Privater Bauherren, RB Alpenvorland tion, in die man geraten kann“, sagt Freitag. Wer dagegen einen unabhängigen Bausachverständigen während des Baus bei wichtigen Bauabschnitten auf die Baustelle schickt, bekommt ein verlässliches Bild nicht nur vom Fortgang, sondern auch viele Informationen zur Bauqualität. Auf dieser Basis können Beanstandungen gleich behoben werden. Es besteht nicht die Gefahr, dass sie überbaut und somit quasi unsichtbar werden. Außerdem kann sofort nachgebessert werden. Das ist besser, als erst zur Abnahme eine Mängelliste zu erstellen. Denn wenn ein Unternehmer erst dann beginnt, sämtliche Mängel aufwendig nachzubessern und dafür unter Umständen etwas rückbauen muss, kann dies den Einzug teils um Wochen verzögern. (red) Holz-Sektionaltore Garagentore Haustüren 93479 Grafenwiesen | 09941-9434-0 | www.allemann-gmbh.de Fertigung nach Kundenwunsch | Professionelle Beratung und Montage Fenster Einfahrtstore u.v.m Abbruch- & Brecharbeiten & re a en Georg Schreiner Maurer- u. Betonbaumeister Bau- u. Bodensachverständiger Neumarker Straße 40 93458 Eschlkam-Neuaign Mobil 0172-8588834 E-mail: bau-schreiner@t-online.de Tel. 0 99 48-95 57 60 Fax 0 99 48-95 57 61 Planung Schlüsselfertiges Bauen Wohnungsbau Gewerbebau Estrich Renovierung Außenanlagen Putz Sanierung Alles unter einem Dach Das amBau Telefon +49 (0) 99 23 / 80 20 77 Telefax +49 (0) 99 23 / 80 20 79 www.wittenzellner-bau.de info@wittenzellner-bau.de Rudolf Wittenzellner Bau GmbH Busmannsried 12 • 94244 Teisnach GARAGENTORE - NEBENTÜREN - ANTRIEBE MONTAGE-SERVICE-RENOVIERUNG 0170-4401594 Regensburger Str. 44• 93104 Sünching garagentore-leithner.de info@garagentore-leithner.de

7 Bauen und Planen Betreten der Baustelle verboten Wann das Verbot auch für Baufamilien gilt Läuft alles nach Plan? Wer baut, kontrolliert das am besten regelmäßig. Doch was, wenn die Bauunternehmen sogar Bauherren das Betreten der Baustelle untersagen? Wer eine Baufirma beauftragt, muss dieser in der Regel ein eingeschränktes Hausrecht für die Baustelle einräumen. Schließlich müssen die Firmen das Grundstück für ihre Arbeiten nicht nur betreten dürfen, sondern die Baustelle auch vor Vandalismus schützen können. Dem Verband Privater Bauherren (VPB) zufolge schießen einige Schlüsselfertig-Firmen allerdings über das Ziel hinaus: Sie untersagen demnach nicht nur Unbefugten den Zutritt zur Baustelle, sondern auch den Bauherren selbst – meist versteckt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Bauvertrags. Auf sie sollten Bauherren sich aber nicht einlassen, rät der VPB. Schließlich haben sie sonst keine Möglichkeit mehr, den Baufortschritt und die Bauausführung zu kontrollieren. Wurden regelmäßige Abschlagszahlungen vereinbart, sind die Klauseln zumeist unwirksam. Auch der Verband Wohneigentum NRW rät auf seiner Webseite, sich unbedingt zumindest das uneingeschränkte Betretungsrecht der Baustelle zu sichern und die Möglichkeit, den Zugang zur Baustelle an andere Personen zu delegieren. Sobald die Baustelle durch eine Pforte oder Tür gesichert wird, sollten Bauherren außerdem auf eine sofortige Schlüsselübergabe bestehen. Baut man mit einem Bauträger, sieht die rechtliche Lage übrigens anders aus. Hier sichert ersterer zu, eine Immobilie wie vereinbart zu errichten und sie dem Käufer nach Fertigstellung zu übertragen. Bis zur Übergabe des Hauses bleibt der Bauträger damit Bauherr auf seinem eigenen Grundstück. Wer schon zuvor die Baustelle betreten will, braucht dafür ein eingeschränktes Betretungsrecht. Dieses sollte man im notariell zu beurkundenden Vertrag während der Bauzeit ausdrücklich eingeräumt bekommen, um die Bauqualität prüfen zu können, empfiehlt der Verband. (dpa/tmn) Läuft alles auf der Baustelle? Nicht immer darf man das selbst kontrollieren. Foto: Florian Schuh/dpa/tmn n Bedachungs- und n Flachdachabdichtung Bauspenglerarbeiten und Gründächer n Neubau und Altbau n Kirchen- und Ziegeleindeckung Turmeindeckungen n Industrie- und Gewerbebedachung n Wärmedämmung und Dachfenster n Profilblecheindeckung n Kundendienst und -verkleidung Dachdecker Bauspengler Meisterbetrieb seit1969 Gustav-Hertz-Str. 6 – 8 · 94315 Straubing · Tel.: 0 94 21 18 48 - 0 www.leutner-gruber.de RIB-ROOF METALLDACH MIT GRÜNDACH & PHOTOVOLTAIK METALL& NATUR VEREINT • Balkone • Terrassen • Treppen • Zäune • Bodenbeläge • Fensterläden Auhof 4 · 93474 Arrach Telefon: 09946/800 Mobil 0160-91363088 www.multerer-balkone.de Mail: multerer.auhof@t-online.de Fliesen- und Estrichverlegung Bugl Baumaschinen GmbH Kleinlintach 25a · 94327 Bogen Tel. 09422/805273 · Fax 807782 Mobil 0170/1696541 · 0171/4498510 E-Mail: info@kran-bugl.de · Internet: kran-bugl.de Hochkranverleih und Service Krantransporte und Montagen Funkanlagen Abitron, Hetronic, Cavotec Betonbomben, Steingabeln usw. Anschlagketten Bauen mit Ideen. Wohnen mit Gefühl.

8 Bauen und Planen Die Qual der Wahl: Ziegel, Holz oder Beton Die Wahl des besten Baustoffs hängt immer vom Projekt ab – und dem Baugrundstück „Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein“: Wer ans Bauen denkt, hat oft ein klassisches Mauerwerk aus Stein oder Ziegeln im Kopf, so wie im alten Volkslied „Die Handwerker“. Aber zumindest beim Bau von Einfamilienhäusern hat ein anderer Baustoff die Ziegel inzwischen eingeholt: Holz. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2025 je 29 Prozent der Einfamilienhäuser aus Ziegel und Holz gebaut. Noch zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Holzhäuser nur bei 18 Prozent. Warum entscheiden sich immer mehr Baufamilien für den nachwachsenden Rohstoff? Holz: leichtes Material für Neu-, Um- und Aufbau „Ich glaube, dass der Holzbau immer salonfähiger wird, weil die Menschen verstehen, dass man in einem Holzhaus ein tolles Wohn- und Raumklima hat,“ sagt Prof. Stephan Rauch, der an der Hochschule Landshut im Studiengang Architektur die Fächer Entwurf und Baukonstruktion lehrt. Holz habe eine Pufferwirkung, was Feuchtigkeit angeht, speichere CO2 und sei leichter als Ziegel und vor allem Stahlbeton. Dadurch eigne es sich neben kleinen und großen Wohngebäuden auch besonders gut für Umoder Aufbauten. Ein weiterer Vorteil: „Dass ich schneller bauen kann, weil man sehr viel vorfertigen kann.“ Einzelne Elemente oder Module eines Holzhauses ließen sich in einer Halle oft gut vorproduzieren. „Dann bringe ich sie auf die Baustelle und habe dort eine relativ kurze Bauzeit.“ Aber der Architekt will keine Werbung für den Holzbau machen. Welches Hauptmaterial das richtige ist, hängt für ihn in erster Linie vom (Neu-)Bauprojekt, den Bedürfnissen der Baufamilie sowie der Lage und Beschaffenheit des Grundstücks ab. Ist der Boden trocken oder feucht, Kies oder lehmig? Gibt es noch Bestandsgebäude? Wie sehen die Nachbargebäude aus? Ist das Grundstück eben oder in Hanglage, bekommt es mehr Schatten oder Sonne? „Man kann keine Materialien gegeneinander ausspielen – jedes hat seine Vorteile.“ Entscheidend ist, dass am Ende das Hauptmaterial oder die Materialkombination zu den Anforderungen passt. Ziegel dämmt und reguliert Feuchtigkeit Ziegel zum Beispiel sei ein toller Baustoff, weil er als Material mit seinen Lufteinschlüssen selbstdämmend ist. Der enthaltene gebrannte Ton nehme außerdem→ Für Prof. Stephan Rauch sind solche Einfamilienhaussiedlungen „identitätslos und eine Typologie der Vergangenheit“. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn D-94424 Arnstorf Hinterer Berg 12 Telefon: +49 (0) 87 23 / 97 96 03 Telefax: +49 (0) 87 23 / 97 96 04 Mobil: +49 (0) 171 / 2 42 31 55 Mail: info@guenther-proeckl.de Web: www.guenther-proeckl.de Martin Weinzierl, Architekt Beratung Planung Bauleitung Stadtgraben 22, 94315 Straubing Kaltenbrunner Weg 11 | 94333 Geiselhöring | ✆09423 534 | www.muenich-bau.de EIN- / MEHRFAMILIENHÄUSER SCHLÜSSELFERTIGES BAUEN ROHBAU / BODENPLATTEN GEWERBEBAU / PFLASTERARBEITEN UMBAU / SANIERUNG

9 Bauen und Planen Feuchtigkeit auf und gebe sie wieder ab. „Er reguliert das Raumklima.“ Gegenüber Stahlbeton oder Kalksandstein etwa punkten Ziegel mit ihrem relativ geringen Gewicht. Außerdem gebe es – wie auch beim Holz – viele kleine, regionale Baufirmen, „die gut damit umgehen können.“ Stahlbeton: stabil aber energieintensiv Doch auch Stahlbeton habe seine Berechtigung und sei nicht pauschal zu verteufeln. Wer sich zum Beispiel einen Keller wünsche, brauche Stahlbeton, weil der am besten im Boden überdauern könne. Er ist widerstandsfähig und kann große Lasten tragen. Ein Hochleistungsbaustoff, bei dem selbst dünne Wände die Last ganzer Mehrfamilienhäuser tragen können. Allerdings erwartet – und hofft – Rauch, dass der Anteil an Stahlbeton im Wohnungsbau in den nächsten Jahren zurückgeht. Die Gründe: Bei der Fertigung werde viel CO2 erzeugt. Außerdem würden Außenwände aus Stahlbeton zur Temperaturregulierung oft mit einem Wärmedämmverbundsystem kombiniert. „Auf die Wand wird Styropor draufgeklebt, darauf ein Putz aufgebracht, der vielleicht schon nach einigen Jahren kaputt geht.“ Eine solche Verbundfassade sei meist so verklebt, dass man die Materialien später nicht mehr voneinander trennen und einzeln weiterverwerten könne. „Diese Fassade ist, lerweile kann man sie bei ganz kleinen Gebäuden oder für nicht tragende Wände sehr gut verwenden.“ Lehm verursache nicht nur sehr wenig CO2-Ausstoß bei der Herstellung, das Naturmaterial puffere im Innenraum auch unglaublich stark Feuchtigkeit und Gerüche, reguliere wohltuend das Raumklima. Auch mit Stroh, einem weiteren Naturmaterial, wird laut dem Architekten wieder experimentell gebaut: „Es werden Tragkonstruktionen aus Strohballen gemacht und es wird mit Stroh gedämmt.“ Am Ende hänge die Materialauswahl nicht nur an Klimaschutzmaßnahmen, persönlichen Vorlieben und den äußeren Zwängen, die das konkrete Bauprojekt auferlegt, sondern auch immer an kaufmännischen Gesichtspunkten. Vielleicht bevorzugt man Holz, aber die Baufirma mit Ziegelbauweise sitzt direkt vor Ort und kann daher ein günstigeres Angebot machen. Oder man entscheidet sich aus Kostengründen doch gegen einen kompletten Neubau und versucht, aus einem Bestandsgebäude günstiger sein persönliches Wohlfühlheim zu machen. „Vielleicht steht ja schon ein Rohbau irgendwo, den ich ganz gering ändern muss.“ Ein Mann muss einen Baum pflanzen, einen Sohn zeugen und ein Haus bauen – das war früher. „Wir müssen flexibler werden“,meint Rauch, „dann ist Bauen auch für den Deutschen vielleicht nicht mehr diese komplexe Monsteraufgabe.“ (uk) sobald sie gebaut ist, eigentlich schon Sondermüll.“ Laut Rauch produziert Europa im Bauwesen 60 Prozent Müll – Produkte, die nach ihrem Lebenszyklus nicht weiterverwertet werden können. 40 Prozent des Energieverbrauchs gehe auf den Gebäudesektor. Daher plädiert Rauch erstens dafür, möglichst gar nicht auf der grünen Wiese neu zu bauen, sondern bestehende Gebäude umzubauen oder zu renovieren. Und wenn gebaut wird, sollten möglichst viele Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederverwertet werden. Laut Rauch gibt es heute bereits Häuser, die komplett ohne Beton oder Stahlbeton gebaut werden, „mit Schraubfundamenten zum Beispiel“. Diese ließen sich komplett wieder rückbauen und die Materialien anderswo einbauen. Die Renaissance von Lehm und Stroh Es werde noch dauern, bis sich „klimaschonende Materialien wir Holz und Lehm“ am Massenmarkt voll durchgesetzt haben. Aber das uralte Material Lehm zum Beispiel erlebe eine ganz tolle Renaissance. „Heute stellen Ziegelhersteller nicht nur gebrannte Ziegel her, die deutlich mehr Energie verbrauchen beim Brennvorgang, sondern auch sogenannte Grünlinge – also luftgetrocknete Lehmziegeln. Die halten nicht die ganz großen Druckstärkefestigkeiten aus, aber mitt-

10 Bauen und Planen „GEWERBE ZU WOHNEN“ Mit dem Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ setzt die Bundesregierung ein Signal: Die Zukunft des Wohnungsbaus liegt vor allem im Bestand. Seit Juli fördert die Transformationsund Förderbank KfW mit dem „Programm 266“ die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum. Ziel: leerstehende Büro-, Gewerbe- und Industriegebäude in Wohnraum umzuwandeln. Gefördert werden Umbauten von beheizten Nichtwohngebäuden zu Wohnungen. Der Bund übernimmt dabei bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit. (pm) Mit dem richtigen Grundriss Energie sparen Wer Heizkosten niedrig halten will, sollte sie bei der Hausplanung im Blick haben Im Wohnzimmer soll es schön hell sein, auf der Küchenfensterbank mediterrane Kräuter gedeihen – und wie schön wäre es, würde man beim Aufwachen von ersten Sonnenstrahlen geweckt: In welche Himmelsrichtung die Fenster unserer Räume zeigen, hat Einfluss aufs Wohnund Wohlgefühl im Haus. Doch nicht nur das: Mit der richtigen Gebäude- und Fensterausrichtung lässt sich auch Energie sparen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Hauptfensterflächen sollte man bei Neubauten etwa nach Süden ausrichten. Denn so kann man Sonnenwärme passiv ins Gebäude holen: Die Fenster lassen im Winter tiefstehende Sonne weit ins Haus – und liefern so kostenlose Wärme. Und zwar genau dann, wenn sie gebraucht wird, in der Heizperiode. Wohin mit dem Wohnzimmer? Den sächsischen Verbraucherschützern zufolge ersetzen solche solaren Gewinne zwar keine effiziente Gebäudetechnik. In der Übergangszeit lässt sich der Heizbedarf damit aber durchaus spürbar reduzieren. Besonders bei Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirken sich demnach zusätzliche Wärmeeinträge durch die Sonne positiv aus. Bei Neubauten sollte man dafür direkt auf eine passende Anordnung der Räume achten: Wohn- und Kinderzimmer profitieren von einer Südausrichtung, so die Verbraucherschützer. Flure, Abstellräume und Treppenhäuser, in denen man sich normalerweise nur wenig aufhält, sind auf der Nordseite besser aufgehoben. Nicht zu viel Glasfläche einplanen Trotz aller Vorteile: Große Fenster sollte man immer mit Bedacht einplanen. Denn ohne Verschattung führen sie im Sommer schnell zur Überhitzung, in Winternächten geht über schlecht verglaste Flächen mehr Wärme verloren, als tagsüber gewonnen wurde, so die Verbraucherschützer. Dagegen kann man für den Sommer mit außenliegenden Verschattungssystemen arbeiten. Auch der Dachüberstand ist wichtig – und kann die Sommersonne draußen halten, ohne den Wintergewinn zu beeinträchtigen. Außerdem sollte man auf Fenster mit Dreifachverglasung setzen, die nächtliche Wärmeverluste im Winter minimieren. Wichtig: Nachträgliche Korrekturen bei Raum- und Fensterplanung sind oft schwer möglich. Die Ausrichtung und den Grundriss des Hauses sollte man deshalb so früh wie möglich in der Planungsphase mit einer Energieberatung abstimmen. (dpa/tmn) Eine durchdachte Raum- und Fensteranordnung sollte bereits in der Bauplanung mit einer Energieberatung abgestimmt werden. Foto: Christin Klose/dpa/tmn Zitzmann Baufachzentrum GmbH Ringstraße 56 / 93413 Cham Tel.: 09971 399-0 / E-Mail: info@zitzmann.de www.zitzmann.de ALLES UNTERDEMORANGENDACH ZITZMANN.DE ANBAU,UMBAU AUSBAU,NEUBAU?

11 Bauen und Planen Gegen kalte Füße und hohe Heizkosten Die Kellerdecke zu dämmen ist eine relativ kostengünstige Maßnahme Die Fassade dämmen, Fenster tauschen und das Dach sanieren: Solche Maßnahmen haben einen großen Effekt, wenn man Heizkosten sparen will. Aber sie sind teuer und aufwendig. Was man noch machen kann. Kein Budget für aufwendige Sanierungsmaßnahmen wie einen Fenstertausch oder eine neue Fassadendämmung? Wer dennoch Heizkosten sparen will, sollte sich die Kellerdecke genauer anschauen. Ist die nicht isoliert und der Keller unbeheizt, können Bauherren dort ansetzen und die Kellerdecke dämmen. Der energetische Effekt dieser Maßnahme sei zwar überschaubar. „Doch auch die Kosten dafür sind es im Vergleich zu den größeren Eingriffen“, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Und das kann sich rechnen. Zumal die Heizung bis zu drei Viertel des Energieeinsatzes in privaten Haushalten ausmacht und Häuser über den Keller etwa 15 Prozent ihrer Wärme verlieren, informiert die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Wahl des Materials hängt auch von der Raumhöhe ab Einfach und preisgünstig ist es laut VPB, die Deckenunterseite des Kellers mit Platten aus expandiertem Polystyrol zu bekleben. Sollte die Raumhöhe es nicht hergeben, um die Platten in der gewünschten Stärke anzubringen, gibt es dünnere Alternativen – etwa Hochleistungsdämmstoffe wie PolyurethanHartschaum. Allerdings kosten diese auch deutlich mehr. Die Dämmstoffe unterscheiden sich aber nicht nur im Preis und der Dicke des Materials, sondern auch hinsichtlich des Brandschutzes, des Schallschutzes und des Hitzeschutzes im Sommer, so die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Der sogenannte U-Wert gibt etwa an, welche Dämmqualität ein Bauteil hat. Je niedriger der U-Wert ist, desto besser. Wie man die Platten anbringen muss – etwa kleben oder dübeln – ist eine Frage des Untergrunds. Wichtig ist laut VPB, dass die Platten direkt aneinanderstoßen, damit keine Wärmebrücken entstehen. Denn sonst könnte über die Lücken Wärme entweichen. Außerdem empfehlen die Experten die Dämmung an der Decke durch eine sogenannte Flankendämmung zu ergänzen. Dabei wird die Dämmung oben an der Innenwand des Kellers ein Stück weitergeführt. Auch dadurch lassen sich Wärmebrücken vermeiden. Wird die Kellerdecke unsachgemäß gedämmt, kann dies im schlimmsten Fall zu Schimmel führen. Daher sollten sich Bauherren vorab gut infomieren und beraten lassen. Zudem muss man damit rechnen, dass die Kellerräume danach kühler sind – durch die Dämmung gelangt schließlich auch weniger Wärme nach unten. Wichtig: Befindet sich die Tür zum unbeheizten Keller im Wohnbereich, sollte man diese dann möglichst immer geschlossen halten. (dpa/tmn) Die Dämmung der Kellerdecke spart Heizkosten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn ANALYSIEREN. PLANEN. SANIEREN. TÜV-überwacht, 10 Jahre Gewährleistung, 120.000 erfolgreiche Sanierungen in der Gruppe FEUCHTER KELLER? NASSE WÄNDE? Abdichtungstechnik Reithmeier GmbH Europaring 4, 94315 Straubing t 09421 - 5103912 oder 08547 - 961525 www.isotec-reithmeier.de rohrreinigung. kanalservice. tv inspektion. dichtigkeitsprüfung. trockensaugung. entsorgung. miet-toiletten. klo verstopft? WIR KÜMMERN UNS DRUM! Firststraße 22 94569 Stephansposching info@kanalreinigung-bayerlein.de Tel. 09931/2404 www.kanalreinigung-bayerlein.de Bauleitung Buchner GmbH Planung und Bauleitung 94356 Kirchroth - Untermiethnach 5 Mobil: 0171 77 206 19 GeBuBauGmbH@t-online.de Verputzarbeiten Innenputz • Außenputz • Sanierputze Renovierputze • Wärmedämmung • Vollwärmeschutz Richard Wirth Dorfstraße 8a · Obermühlbach · 94362 Neukirchen Phone 09965-1544 · Mobil 0171-3114468 · richard.wirth@gmx.de

12 Bauen und Planen Risiken in Baufinanzierung einkalkulieren Baukredit absichern, für den Fall dass ein Einkommen plötzlich wegfällt Krank, arbeitslos oder getrennt – fällt ein eingeplantes Einkommen weg, kann die Finanzierung des Eigenheims auf einmal auf wackligen Beinen stehen. Solche Risiken sollte man daher von Anfang an in die Planung einbauen, sagt Finanzexpertin Jennifer Radke von Schwäbisch Hall. Das bedeutet zuerst einen Check der persönlichen Finanzsituation. Sprich: • Wie viele Rücklagen hat man und für wie viele Monate würden sie reichen? • Wäre die Rate auch zu stemmen, wenn ein Einkommen dauerhaft oder vorübergehend wegfiele? • Und wenn nicht, wie ließe sich die Zahlungsfähigkeit absichern? Für Notfälle vorsorgen Ob die Rücklagen reichen oder eine Versicherung ein Risiko abpuffern sollte, hängt vom Einzelfall ab. Folgende Möglichkeiten gilt es zu überprüfen: • Rücklagen: Rücklagen können vorübergehende Einkommenslücken überbrücken. Jennifer Radke rät zu einem Betrag von sechs Monatsraten. • Risikolebensversicherung: Mit ihr wird eine Finanzierung im Todesfall nicht zur existenziellen Belastung für Hinterbliebene. Je nach Vertrag wird die Restschuld ganz oder teilweise abgesichert. • Berufsunfähigkeits- und Einkommensabsicherung: Sie sichert das Einkommen ab, wenn jemand seinen Beruf länger oder dauerhaft nicht ausüben kann – laut der Expertin eines der größten Risiken für die laufende Kreditrate. • Flexible Kreditgestaltung: Bewegliche Vertragsoptionen wie ein Tilgungssatzwechsel oder eine Ratenanpassung können im Notfall die monatliche Belastung vorübergehend reduzieren. Trotzdem ist es wichtig, dass die abgeschlossene Rate auch unerwartete Belastungen einkalkuliert. Arbeitslosen- oder Krankengeld dagegen reichen für die Kreditrate oft nicht aus, warnt die Finanzexpertin. Zwangsversteigerung vermeiden Wer seine Kreditrate nicht mehr zahlen kann, muss schnell handeln, damit es nicht zu einer Zwangsversteigerung kommt. Der erste Schritt ist das Gespräch mit der Bank oder dem Baufinanzierungsvermittler, sagt Radke. So lässt sich ein finanzieller Engpass möglicherweise überbrücken: • Stundung: Die Monatsrate des Hauskredits wird vorübergehend ausgesetzt. • Tilgungsaussetzung: Die Rückzahlung des Tilgungsanteils ruht. Kreditnehmer zahlen in der Zeit nur die Zinsen weiter. • Tilgungssatzwechsel: Der Tilgungsanteil der Rate wird reduziert. • Als letzter Ausweg bleibt noch der Verkauf. Auch hier sollte man möglichst früh mit der Bank reden. (dpa/tmn) Vorsorge schützt das Lebenswerk. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn DACH buero@zimmerei-muehlbauer.de www.zimmerei-muehlbauer.de Telefon Fax 09941 90067 09941 90069 buero@zimmerei-muehlbauer.de Telefon Fax 09941 90067 09941 90069 Zimmerei Mühlbauer Kammern 26 | 93444 Bad Kötzting KOMPETENT IN HANDWERK UND TECHNIK ZIMMEREI HOLZBAU LOHNABBUND GF Johann Schweitzer T: 09943 / 943 935 Mooswiesn 4 93480 Hohenwarth bau-lohberger@t-online.de www.lohberger-bau.de Planungsbüro Staudner EINGABE- & WERKPLANUNG STATIK& WÄRMESCHUTZ WIR PLANEN IHR TRAUMHAUS! Ahornweg7 Telefon 09971 99733-0 93495 Weiding-Pinzing info@planungsbuero-staudner.de www.planungsbuero-staudner.de Kompetenz aus dem Fahrmischer Heidelberg Materials Beton DE GmbH Gebiet Niederbayern Werksgruppe Straubing Alte Wörther Straße 45, 94315 Straubing © Aleksej Keksel

13 Bauen und Planen Gut abgesichert beim Heimwerken Profis schützen sich mit Betriebshaftpflicht und Unfallversicherung – so beugen Baufamilien vor Es gibt Heimwerker, die trauen sich einfach alles zu: Eine Terrasse bauen, die Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren, das Haus dämmen, Fenster austauschen oder das Bad renovieren. Dank diverser Erklärvideos im Internet erscheint alles machbar. Doch Heimwerker sind eben oft keine Profis – und so geht dann manchmal etwas schief. Wer kommt in dem Fall für die Schäden auf? Ein Überblick. Welche Versicherungen sind die Basis? Eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung, die die meisten Menschen abgeschlossen haben, gehören zu Grundausstattung. Immobilienbesitzer haben in der Regel darüber hinaus noch eine Wohngebäudeversicherung. Das ist eine gute Basis, auch für Leute, die gern heimwerken. „Allerdings gibt es bei handwerklichen Arbeiten im eigenen Haus einige zusätzliche Risiken, die man kennen und absichern sollte. Zum Beispiel Unfälle“, sagt Rechtsanwalt Sven-Wulf Schöller von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein. Wer leistet, wenn man von der Leiter fällt und arbeitsunfähig wird? Für so einen Fall sei es gut, wenn man eine private Unfallversicherung abgeschlossen habe, sagt Karsten Radder vom Finanzdienstleister Dr. Klein. Gerade bei Heimwerkern, die ungewohnte Arbeiten ausführen, sei das wichtig. „Zum Beispiel, wenn man bei Dachdeckerarbeiten das Gleichgewicht verliert und abstürzt. Oder auch, wenn man beim Kauf von Baumaterial in einen Verkehrsunfall verwickelt wird.“ Wer haftet, wenn sich ein Helfer verletzt? Es kommt darauf an, ob es sich um eine reine Gefälligkeit oder um eine umfassende Mitarbeit an einem Heimwerkerprojekt handelt. „Hilft ein Freund beispielsweise über mehrere Tage beim Dachdecken, ist das in der Regel eine versicherte Tätigkeit, die der Bauherr bei der Bau-Berufsgenossenschaft, der BG BAU, melden muss“, erklärt Meike Voß vom Bund der Versicherten. Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Arbeits- und Wegeunfällen sowie bei Berufskrankheiten. Anders ist das bei reinen Gefälligkeiten in der Familie. „Wenn zum Beispiel die Mutter des Heimwerkers nur mal kurz beim Abladen von Baumaterial hilft, ist sie nicht über die BG BAU versichert“, erläutert Voß. „Verletzt sie sich, greift ihre eigene Unfallversicherung.“ Ob dann auch die Haftpflichtversicherung des Heimwerkers leistet, muss Voß zufolge im Einzelfall geprüft werden. Wie können sich Heimwerker gegen Schäden durch Fehler versichern, die sie selbst verursacht haben? „Gar nicht“, stellt Rechtsanwalt Schöller klar. „Das ist ihr eigenes Risiko. Deshalb sollte sich jeder gut überlegen, welche Arbeiten er in Angriff nimmt.“ „Es kann schnell etwas passieren, das gravierende Folgen hat“, warnt Roland Stecher von der Verbraucherzentrale Bremen. Etwa, wenn ein Heimwerker ein Loch in die Wand bohrt und dabei eine Elektroleitung oder ein Wasserrohr trifft. „Die Versicherungsgesellschaft wird dann einen Gutachter schicken, der genau prüft, wer welche Arbeiten ausgeführt hat und wie der Schaden entstanden ist. Ist der Heimwerker allein verantwortlich, bleibt er auf den Kosten sitzen.“ Arbeiten, die mit besonders hohen Risiken behaftet sind, dürfen ohnehin nur von Fachfirmen ausgeführt werden: Elektroinstallationen und Gas-, Wasser- und Heizungsarbeiten beispielsweise. „Wenn Heimwerker da trotzdem rangehen und durch ihre unsachgemäße Arbeit etwas passiert, zahlt keine Versicherung“, so Sven-Wulf Schöller. Fehler von professionellen Handwerkern seien dagegen durch deren Berufshaftpflichtversicherung abgesichert. Und wenn ein Helfer in der Wohnung einen Schaden verursacht? „Schäden in der Wohnung reguliert die Hausratversicherung, wenn das konkrete Risiko auch versichert ist, etwa Feuer oder Schäden durch Leitungswasser“, sagt SvenWulf Schöller. „Wurden sie von einem Helfer, zum Beispiel durch einen Nachbarn, verursacht, holt sich die Versicherungsgesellschaft das Geld von ihm zurück. Gut, wenn er eine Haftpflichtversicherung hat, die dann dafür aufkommt.“ Haben die Helfer allerdings Arbeiten ausgeführt, die ausdrücklich Fachbetrieben vorbehalten sind, wird die Haftpflichtversicherung in der Regel die Kosten nicht oder zumindest nicht vollständig übernehmen. „Denn Arbeiten, die nicht zulässig sind, werden von der Versicherung mindestens als grob fahrlässig oder sogar als vorsätzlich eingestuft“, so Schöller. Muss man den Versicherer über Neugebautes informieren? Bestenfalls geht alles gut. Doch auch dann muss man gegebenenfalls den Versicherer kontaktieren. „Ändert sich etwas Grundlegendes am Haus, weil etwa das Dach oder der Keller ausgebaut wird, sollte die Versicherung das schon wissen“, sagt Verbraucherschützer Roland Stecher. „Denn dadurch steigt der Wert des Gebäudes und die Versicherungssumme muss eventuell angepasst werden.“ Wird nur ein Raum neu tapeziert oder zum Beispiel ein neuer Bodenbelag verlegt, brauchen Heimwerker ihre Hausratund Wohngebäudeversicherung aber nicht zu informieren. (dpa/tmn) Das Anbringen von Lampen erledigen viele selbst. Doch was ist, wenn man von der Leiter stürzt und sich schwer verletzt? Foto: Christin Klose/dpa-tmn

14 Bauen und Einrichten mit Holz Holzböden richtig pflegen So wirkt das Parkett in fünf Schritten wieder wie neu Mit den kürzer werdenden Tagen verbringen wir wieder mehr Zeit in Innenräumen. Kinder und Haustiere bringen Schmutz und Feuchtigkeit ins Haus. Das bedeutet eine größere Beanspruchung für die Fußböden. Zeit, dem Parkettboden etwas Aufmerksamkeit zu schenken, damit er gut durch Herbst und Winter kommt. Denn eine regelmäßige Reinigung und die richtige Pflege tragen entscheidend dazu bei, dass der Holzboden über Jahrzehnte hinweg schön bleibt. Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) erklärt in fünf Schritten, wie die Grundreinigung bei Parkett funktioniert. 1: Erst saugen Bevor es an die eigentliche Pflege geht, muss der grobe Schmutz beseitigt werden. Man saugt dafür den Parkettboden am besten mit einem Staubsauber ab. Dabei sollte man unbedingt einen Bürstenaufsatz benutzen oder die Bürsten an der Düse ausfahren, um Staub, Steinchen und andere Partikel schonend von der Oberfläche zu entfernen und keine Kratzer zu verursachen. 2: Nebelfeucht wischen Parkett mag es nicht zu nass. Deshalb sollte der Boden mit einem gut ausgewrungenen Wischmopp abgewischt werden. Dem Wischwasser kann dabei ein geeignetes Pflegemittel beigegeben werden, um dem Parkett eine zusätzliche Schutzschicht zu geben. Ob mit oder ohne Pflegemittel: Beim Wischen ist „nebelfeucht“ das Stichwort – stehende Wasserlachen sind zu vermeiden. 3: Parkett neu ölen Ist das Parkett beim Einbau geölt und nicht versiegelt worden, ist eine gründliche Reinigung die beste Gelegenheit, dem Boden neuen Glanz zu geben. Dabei hilft eine Auffrischung mit Pflegeöl, das dünn aufgetragen wird und dem Holz wieder neuen Glanz verleiht. So bleiben die Poren des Holzes offen, sodass es weiterhin zur Regulierung des Raumklimas beitragen kann. 4: Kleine Schäden ausbessern Im Alltag lassen sich kleine Kratzer oder Druckstellen kaum vermeiden. Sie zeigen, dass hier gelebt wird. Wer das Parkett dennoch gerne wieder makellos haben möchte, kann Kleinere Schäden mit Reparatursets aus dem Fachhandel ausbessern. Dazu eignen sich zum Beispiel farblich passende Wachsstifte. Dunkle Striche von Schuhen auf dem Holz sind absolut kein Drama: Sie lassen sich einfach mit einem Radiergummi wegradieren. 5: Bei Bedarf renovieren Ein großer Vorteil von Parkettböden: Ist der Boden nach vielen Jahren des Gebrauchs matt oder zerkratzt geworden, muss er nicht ausgewechselt werden. Er kann mindestens einmal abgeschliffen und mit einem neuen Finish versehen werden. Das lässt auch Raum für einen neuen Stil. Hat man den Boden vorher versiegelt, weil man vielleicht Kleinkinder zu Hause hatte, kann jetzt eine farbig geölte Oberfläche in Betracht kommen. (vdp/uk) Vor dem Wischen muss der Mopp gut ausgewrungen werden. Foto: Leifheit Kleine Macken lassen sich selbst reparieren. Foto: dvp/Heinrich König picobello Gut geölt glänzt das Parkett wie neu. Foto: Parador Kompetenz in Holz VON LIEVEN Zimmerermeister ZIMMEREI + BEDACHUNGEN Adalbert-Stifter-Str. 13 Wörth/Donau Tel.: 09482-959849 Mobil: 0171-4312904 E-Mail: vonlieven@t-online.de www.zimmerei-von-lieven.de

15 Bauen und Einrichten mit Holz Schichtholz, Sperrholz und Spanplatten Innovative Holzwerkstoffe für modernes Bauen Welche Art von Holz darf es sein? Diese Frage stellen sich wohl viele, die sich gerade mit einem Bauvorhaben befassen. Mögliche Lösungen heißen neben Vollholz unter anderem auch Furnierschichtholz, BauFurniersperrholz oder OSB-Platten. Sie alle bringen vor allem eines mit: Stabilität. Edle Laubholzoptik, eine hohe Oberflächengüte und enorme Tragfähigkeit – als Furnierschichtholz verarbeitet, ist die Buche das vielseitige Kraftpaket unter den industriell gefertigten Holzwerkstoffen. Es hat ein zwei Drittel geringeres Eigengewicht als Stahlbeton und eignet sich vom kleinen Bauteil bis zu meterlangen Trägern und Platten. Zur ressourcenschonenden Alternative kann der Rohstoff vor allem werden, wenn er aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Auf die Holzfaser kommt es an Buchenholz weist eine deutlich bessere Tragfähigkeit als Nadelholz auf. Diese erhöht sich noch weiter, wenn die Drucklast parallel zur Faserrichtung der längs verklebten Schälfurniere angreift. Darunter versteht man die weniger edlen Furniere, die durch Schälen von Rundhölzern entstehen. Außerdem lässt sich durch die dünnen Furniere (meist drei bis sechs Millimeter) viel Material einsparen – störende Astlöcher bleiben nur auf einzelne Furnierblätter begrenzt und haben keine Auswirkungen auf die Formstabilität. In der Trägerkonstruktion verstecken muss sich die Buche nicht: Paneele in der Form von Tischplatten, Treppenstufen, Holzboden oder Decken- und Wandverkleidung geben in der Inneneinrichtung ein schönes Bild ab. Als tragender Dach- und Deckenbelag oder für aussteifende Wandschalungen kommt allgemein Furnierschichtholz auch anderer Nadel- und Laubhölzer infrage. Typisch sind die vorwiegend längs laufenden Furniere, die von wenigen Querlagen gespickt sein können. Die Klebstofffugen im Holz halten trockenen wie feuchten Bedingungen stand und sind auf das Außenklima ausgelegt. Sieben bis 20 Furnierlagen pro Zentimeter Plattendicke sind typisch. Verzugs- und biegefest Eine weitere Alternative ist Bau-Furniersperrholz. Hier sind die einzelnen Schichten – wie der Name sagt – gesperrt angelegt: Die Schälfurniere werden abwechselnd kreuzOSB-Platten bestehen aus groben Holzspänen, die aufgrund ihrer Struktur eine sehr hohe Stabilität erreichen. Foto: FNR/allefarben-foto weise verleimt. Das ermöglicht eine hohe Festigkeit mit großer Verzugsfestigkeit in allen Richtungen. Bei OSB-Platten handelt es sich um Grobspannplatten. Im Herstellungsprozess werden die Späne in verschiedene Richtungen ausgerichtet, um höchstmögliche Stabilität zu erreichen. Die Platten können unter anderem zur Beplankung und Aussteifung im Holzskelettbau, als Innenverkleidung oder als Verlegeplatte für den Fußboden verwendet werden. Ihr Vorteil ist die teils enorme Biegefestigkeit. Die Unterscheidung in den Kategorien OSB/1 bis OSB/4 gibt den jeweils geeigneten Verwendungsbereich an: ob im Trocken- oder Feuchtebereich. (cas) FENSTER HAUSTÜREN MARKISEN • Dachstühle und Dachgauben • kompletter Innenausbau • Holzständerbauweise • Carports und Terrassen • Altbausanierung • Photovoltaikanlagenmontage Eggerszell · Bergstraße 6a · 94372 Rattiszell Tel. 09964-611875 · markus.meergans@gmx.net · Mobil 0160-96835954 Zimmerei Fischl & Meergans GdbR Meergans GmbH & Co. KG Wir freuen uns auf Ihren Besuch Bärndorf 3 · 94327 Bogen Telefon: 0 94 22 / 80 55 46 www.reiner-naturbau.de Naturdämmstoffe Naturfarben und Putze Massivholzböden Gesundes Schlafen Bärndorf 3 · 94327 Boge 35 JAHRE Oktoberaktion: auf jedes MASSIVHOLZBETT 150 € SOFORT CASHBACK Ihre Experten rund um das Thema Bau empfehlen sich!

16 Bauen und Einrichten mit Holz Parkett für kleine Räume Fischgrät und Co. – Entscheidungshilfen für die Auswahl Parkett ist nicht ganz günstig, hält aber meist lange. Umso besser, wenn man dann weiß, welche Variante gut zur Wohnung passt. Hier sind Tipps für die Entscheidungsfindung. Welche Holzart sich besonders eignet, hängt auch von der Größe des Zimmers ab. Fragt man den Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp), gibt es da einige Grundregeln zu beachten: • Helle Hölzer wie Ahorn oder bestimmte Eichensorten lassen Räume demnach offen und leicht erscheinen. Das dürfte kleineren Räumen besonders entgegenkommen. • Wer es eleganter mag, kann hingegen mit dunkleren Tönen besser beraten sein. Hier kommt dann etwa Nussbaum als Holz in Frage. • Doch es kommt auch auf die Sortierung innerhalb einer Holzart an: Sie kann etwa ruhig mit wenigen Ästen und gleichmäßiger Struktur ausfallen – oder mit markanten Ästen und Maserungen. Ersteres wirkt eher zurückhaltend, Letzteres verleiht dem Boden einen spezifischen Charakter. Engere Räume profitieren außerdem von einem Verlegemuster wie dem sogenannten englischen Verband. Dafür werden die Dielen parallel, aber bei jeder Reihe um eine halbe Länge versetzt zueinander verlegt. Das ordnet dem vdp zufolge den Raum, ohne ihn zu dominieren. Und es bringt Ruhe hinein, auch wenn der Raum etwas kleiner ist. Quere Muster lassen das Zimmer breiter wirken Gut zu wissen: Lässt man das Verlegemuster quer zur langen Seite des Raumes verlaufen, wirkt das Zimmer breiter. Parallel zur Längsseite verlegt, macht das den Raum optisch tiefer. Elegant und ordnend wirkt auch das Fischgrätmuster. Hat man es mit viel Platz im Zimmer zu tun, kann das besonders in der sogenannten französischen Variante gut zur Geltung kommen. Dabei treffen die abgeschrägten Enden der Dielen – anders als beim klassischen Fischgrätmuster – in einem spitzen Winkel aufeinander. Das verleiht dem Verband zufolge besonders großen Räumen eine klassische Note. Fragen sollte man sich außerdem, ob das Parkett geölt oder lackiert einziehen soll. Dabei kann es sinnvoll sein nicht nur den eigenen Geschmack ein Wörtchen mitsprechen zu lassen, sondern auch den Zeitaufwand, den man sich gut vorstellen kann. Denn geöltes Parkett lässt die Struktur des Holzes zwar glänzen. Man sollte es aber regelmäßig nachölen – idealerweise drei- bis viermal im Jahr mit speziellem Pflegeöl. Eine lackierte Variante macht da weniger Arbeit. Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann der Boden so allerdings kaum mehr. (dpa/tmn) Für kleine Zimmer hell denken: Beim Parkett machen Ahorn oder helle Eiche den Raum offener und leichter. Foto: Robert Günther/dpa-tmn MAURER MANUFAKTURKÜCHEN Besuchen Sie unseren Showroom AM TASCHINGER BERG 21 93413 CHAM

17 Sanitär, Heizen und Energie Lohnt sich Wärmedämmung finanziell? Wie man sich vor falschen Versprechungen schützt und berechnet, ob sich die Investition lohnt „Dämmung spart 50 Prozent Energie“: Für alle, die darüber nachdenken, in die Wärmedämmung ihres Hauses zu investieren, mag ein solches Werbeversprechen verlockend klingen. Doch tatsächlich locken lassen sollte man sich davon nicht, warnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Allgemeine Prozentangaben ohne nachvollziehbare Berechnungen oder Messungen sind fachlich nicht belastbar und können Verbraucher in die Irre führen“, heißt es von den Verbraucherschützern. Denn wie viel Energie sich durch eine Wärmedämmung wirklich sparen lässt, das hängt von vielen Faktoren ab: • Etwa von der Bauweise und dem aktuellen Zustand des Hauses • Vom jeweiligen Heizsystem • Und auch vom eigenen Verhalten. Also etwa, auf wie viel Grad man die Heizung dreht. Oder anders gesagt: dem individuellen Nutzungsverhalten. Einmal durchrechnen, bitte Berücksichtigt man all das, hat man es mit einer komplexen Rechnung zu tun. Wer wissen will, wie viel Einsparung eine Fassadendämmung bringt, für den haben die Verbraucherschützer aus Schleswig-Holstein auf ihrer Webseite beispielsweise einen Weg aufgezeigt. Demnach multipliziert man dafür drei Werte miteinander: • die Differenz zwischen dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade im alten und im neuen Zustand • den Heizaufwand, der von Herbst bis ins Frühjahr notwendig ist, um das Gebäude warm zu bekommen (in Kilokelvinstunden, kKh) • die zu dämmende Fläche. Heraus kommt die Anzahl an Kilowattstunden (kWh) Heizenergie, die man pro Jahr sparen würde. Weiß man den Heizenergiepreis, kann man damit dann auch die Einsparung in Euro ausrechnen – und sie mit der Investition in die Dämmung vergleichen. So lässt sich grob abschätzen, nach wie vielen Jahren sich die Investition lohnt. Oder ob sie sich finanziell eben nicht lohnt. Informationen über den Ist-Zustand der Fassade kann man den Verbraucherschützern zufolge unter Umständen aus Plänen und Bauantragsunterlagen entnehmen. Eine andere Möglichkeit: die Dicke der Wände messen und prüfen, aus welchem Material sie bestehen. Es gibt Online-Rechner, die den U-Wert der Wand dann anhand dieser Werte ermitteln, so die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Sinnvolle Annahmen zum Heizaufwand lassen sich demnach in der Fachliteratur unter dem Begriff „Gradtagzahl“ finden. Wird der Wert dort in der Einheit Kelvintage angegeben, kann man ihn in die für die Berechnung richtige Einheit Kilokelvinstunden umwandeln: Man multipliziert den Wert dafür zunächst mit 24. Das Ergebnis teilt man dann durch 1000. Die Fassadenfläche für die Berechnung muss den Verbraucherschützern zufolge übrigens nicht absolut genau ausgemessen werden. Man sollte dafür etwa die Fläche nehmen, die die Fachfirma auch für ihr Angebot angesetzt hat. (dpa/tmn) Wer in Wärmedämmung investiert, profitiert über Jahre von deutlich niedrigeren Heizkosten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Achatz Peter Kachelofenbau Meisterbetrieb Beratung, Planung, Service von Kachelöfen Kachelöfen – Herde Kirchbreite 13 · Oberpiebing 94330 Salching Telefon 0 94 26 / 85 23 85 oder 0170 / 3 22 66 90 www.kachelofen-achatz.de

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