Wohntrends im Herbst 2026 Das Ratgeber-Magazin BAUEN & WOHNEN Eine Verlagsbeilage der Landshuter Zeitung und Vilsbiburger Zeitung Oktober 2026
INSERENTENVERZEICHNIS Avanta E. Bauderer GmbH Äußere Parkstraße 13 84032 Altdorf www.avanta.de Bautrocknung Jell Hainberg 1 84439 Steinkirchen www.bautrocknung-jell.de BTB Bautechnik-Bruch Wolfsbach 87 84100 Niederaichbach www.bkm-landshut.de Karl Buchner Schreinerei e.K. Mariaberg 9 84149 Velden www.bukar.de CitrinSolar GmbH – Energie- und Umwelttechnik Böhmerwaldstr. 32 85368 Moosburg a. d. Isar www.citrinsolar.de Elektro Unterreithmayr GmbH & Co. KG Äußere Münchener Str. 81 84036 Landshut www.unterreithmayr.de Josef Falter & Sohn e.K. Säge- und Hobelwerk Frathau3 94256 Drachselsried www.falter-holz.de Graf Rolladenbau KG Sonnenring 34–36 84032 Altdorf www.graf-rolladen.de Haberkorn Fassadenverkleidung Hallertauer Str. 22 a 85368 Moosburg a. d. Isar www.fassaden-bau.de Habermeier Heizung GmbH Oberbonbruck 29 84428 Buchbach www.habermeier-baeder.de Kaspar Immobilien Kröninger Straße 1 84166 Adlkofen www.kaspar-immobilien.de Kellhuber Immobilien Karl-Rolle-Straße 56 84307 Eggenfelden www.kellhuber.de Landshuter Schlüsseldienst GmbH Freyung 605 84028 Landshut www.landshuterschluesseldienst.de Steinmetz Erich Lechner Deutlmooser Str. 25 85465 Langenpreising www.steinmetz-lechner.de Leo Bautenschutz GmbH & Co. KG Gewerbestraße 1 84568 Pleiskirchen www.leo-bautenschutz.de MERLI BAU GmbH Daimlerstraße 10 84144 Geisenhausen www.merli-bau.de Holzhandel & Sägewerk Neumair Isarstr. 5 + 7 Betriebsstätte: Windham 2 a 85416 Langenbach-Oberhummel www.saegewerk-neumair.de Panorama GmbH Wintergärten Ohmstraße 3 84144 Geisenhausen www.panorama-gmbh-wintergarten.de Rolladenbau Rottenkolber Schinderstraßl 18 84030 Ergolding/Landshut www.rolladenbau-rottenkolber.de Schosser Ofen & Keramik Breitenwies 2 84181 Neufraunhofen www.schosser-ofen-keramik.de Seiler & Heinzel Tore GmbH Landshuter Straße 57 84030 Ergolding www.seiler-heinzel.de Tiffani Homes GmbH Am Eggersdorfener Feld 3 84189 Wurmsham www.tiffani-homes.eu Verputz Sedlmeier Sippenbach 4a 84155 Bodenkirchen Vögl Josef Zimmerei + Holzbau GmbH Benzstr. 36 84144 Geisenhausen www.zimmerei-voegl.de Weko Wohnen GmbH Südeinfahrt 1 84347 Pfarrkirchen www.weko.com WKN Wohnbau GmbH Hauptstr. 22 84144 Geisenhausen www.wkn-.wohnbau.de XXXLutz Landshut Siemensstr. 9 84030 Landshut www.xxxlutz.de
langsam macht sich der Herbst bemerkbar. Die Bäume bieten ein prächtiges Farbenspiel, Herbstlaub raschelt beim Spazierengehen unter den Füßen und es wird insbesondere morgens und abends ganz schön kalt. Es ist die Jahreszeit, in der man es sich mit einem Heißgetränk in den Händen und Kuschelsocken an den Füßen daheim gemütlich machen will – und damit wird auch das Thema Heizen wieder aktuell. In dieser Ausgabe unseres Ratgebermagazins „Bauen & Wohnen“ legen wir deshalb den Fokus auf alles Wissenswerte rund um die Heizung: Sie erfahren, wie man bereits bei der Planung des Grundrisses Heizkosten reduzieren oder später mit dem Nachrüsten von Rollläden und Jalousien die Energieeffizienz des Eigenheims verbessern kann. Außerdem gehen wir darauf ein, wie Sie mit dem passenden Bodenbelag das Beste aus Ihrer Fußbodenheizung herausholen können. Und wussten Sie, dass sich die Lautstärke der Wärmepumpe auf die staatliche Förderung auswirkt? Daneben finden Sie auf den nächsten Seiten wie gewohnt Tipps rund um das Bauen und Wohnen, etwa zur Auswahl der passenden Baustoffe, der Frage, wie viele Steckdosen man wirklich braucht, oder worauf Sie bei der Auswahl eines Maklers achten sollten und wie Sie sich den Traum vom Ferienhaus erfüllen können. Außerdem stellen wir mit „Japandi“ einen Wohntrend vor, bei dem japanisches Design auf skandinavische Gemütlichkeit trifft. Wir wünschen viel Freude beim Lesen! Sandra Schörghuber Redaktion Bauen & Wohnen Liebe Leserinnen und Leser, Inhalt THEMEN 04 Bauen & Planen 10 Böden, Fliesen, Natursteine 11 Sanitär, Heizung, Energie 12 Innenausbau, Wohnen, Einrichten 14 Wintergärten, Sonnenschutz, Außenanlagen 15 Immobilien & Grundstücke Impressum BAUEN UND WOHNEN Verlagsbeilage der Landshuter Zeitung & Vilsbiburger Zeitung am 16. Oktober 2026 Redaktion Sandra Schörghuber, Christoph Reich Anzeigen Margot Schmid, Verkaufsleitung Verkaufsteam der Landshuter Zeitung, Vilsbiburger Zeitung, Moosburger Zeitung und Rottenburger Anzeiger Thomas Gedeck, Anzeigenleitung Grafik Kerstin Geiger, Titellayout Titelbild: © drubig-photo - stock.adobe.com Druck und Verlag Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, 94315 Straubing Foto: ©peterschreiber.media - stock.adobe.com
4 Bauen & Planen Mit dem richtigen Grundriss Energie sparen Wer Heizkosten niedrig halten will, sollte sie bereits bei der Hausplanung im Blick haben Auf die Himmelsrichtung kann es ankommen – nicht nur im Feng Shui. Auch wer Heizkosten niedrig halten will, sollte sie bei der Hausplanung im Blick haben. Was Verbraucherschützer raten. Im Wohnzimmer soll es schön hell sein, auf der Küchenfensterbank mediterrane Kräuter gedeihen – und wie schön wäre es, würde man beim Aufwachen von ersten Sonnenstrahlen geweckt: In welche Himmelsrichtung die Fenster unserer Räume zeigen, hat Einfluss aufs Wohn- und Wohlgefühl imHaus. Doch nicht nur das: Mit der richtigen Gebäude- und Fensterausrichtung lässt sich auch Energie sparen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Hauptfensterflächen sollte man bei Neubauten etwa nach Süden ausrichten. Denn so kann man Sonnenwärme passiv ins Gebäude holen: Die Fenster lassen im Winter tiefstehende Sonne weit ins Haus – und liefern so kostenlose Wärme. Und zwar genau dann, wenn sie gebraucht wird, in der Heizperiode. Den sächsischen Verbraucherschützern zufolge ersetzen solche solaren Gewinne zwar keine effiziente Gebäudetechnik. In der Übergangszeit lässt sich der Heizbedarf damit aber spürbar reduzieren. Besonders bei Wärmepumpen mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirken sich demnach zusätzliche Wärmeeinträge durch die Sonne positiv aus. Wohin mit dem Wohnzimmer? Bei Neubauten sollte man dafür direkt auf eine passende Anordnung der Räume achten: Wohnund Kinderzimmer profitieren von einer Südausrichtung, so die Verbraucherschützer. Flure, Abstellräume und Treppenhäuser, in denen man sich nur wenig aufhält, sind auf der Nordseite besser aufgehoben. Trotz aller Vorteile: Große Fenster sollte man immer mit Bedacht einplanen. Denn ohne Verschattung führen sie im Sommer schnell zur Überhitzung, in Winternächten geht über schlecht verglaste Flächen mehr Wärme verloren, als tagsüber gewonnen wurde, so die Verbraucherschützer. Dagegen arbeiten kann man für den Sommer mit außenliegenden Verschattungssystemen. Auch der Dachüberstand ist wichtig – und kann die Sommersonne draußen halten, ohne den Wintergewinn zu beeinträchtigen. Außerdem sollte man auf Fenster mit Dreifachverglasung setzen, die nächtliche Wärmeverluste im Winter minimieren. Wichtig in jedem Fall: Nachträgliche Korrekturen bei Raum- und Fensterplanung sind oft nur schwer möglich. Sowohl die Ausrichtung wie den Grundriss des Hauses sollte man deshalb so früh wie möglich in der Planungsphase mit einer Energieberatung abstimmen. (dpa/tmn) Eine durchdachte Raum- und Fensteranordnung sollte bereits in der Bauplanung mit einer Energieberatung abgestimmt werden. Foto: Christin Klose/dpa/tmn bury@fassaden-bau.de Leo Bautenschutz GmbH & Co. KG Bräustraße 21 | 84568 Pleiskirchen Fon: 08635.693 99 33 | Fax: 08635.693 99 34 info@leo-bautenschutz.de | www.leo-bautenschutz.de Trockenlegung Rissinjektion Kellerinstandsetzung Schimmelbekämpfung Gewerbestraße 1 | 84568 Pleiskirchen Fon: 08635.693 99 33 | Fax: 08635.693 99 34 info@leo-bautenschutz.de | www.leo-bautenschutz.de
5 Bauen & Planen BETRETEN DER BAUSTELLE VERBOTEN: GILT DAS FÜR BAUHERREN? Läuft alles nach Plan? Wer baut, kontrolliert das am besten regelmäßig. Doch was, wenn die Bauunternehmen sogar den Bauherren das Betreten der Baustelle untersagen? Wer eine Baufirma beauftragt, muss dieser in der Regel ein eingeschränktes Hausrecht für die Baustelle einräumen. Schließlich müssen die Firmen das Grundstück für ihre Arbeiten nicht nur betreten dürfen, sondern die Baustelle auch vor Vandalismus schützen können. Dem Verband Privater Bauherren (VPB) zufolge schießen einige Schlüsselfertig-Firmen allerdings über das Ziel hinaus: Sie untersagen nicht nur Unbefugten den Zutritt zur Baustelle, sondern auch den Bauherren selbst – meist versteckt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Bauvertrags. Auf sie sollten Bauherren sich aber nicht einlassen, rät der VPB. Schließlich haben sie sonst keine Möglichkeit mehr, den Baufortschritt und die Bauausführung zu kontrollieren. Wurden regelmäßige Abschlagszahlungen vereinbart, sind die Klauseln zumeist unwirksam. Auch der Verband Wohneigentum NRW rät auf seiner Webseite, sich unbedingt zumindest das uneingeschränkte Betretungsrecht der Baustelle zu sichern und die Möglichkeit, den Zugang zur Baustelle an andere Personen zu delegieren. Sobald die Baustelle durch eine Pforte oder Tür gesichert wird, sollten Bauherren auf eine sofortige Schlüsselübergabe bestehen. Baut man mit einem Bauträger, sieht die rechtliche Lage anders aus. Hier sichert ersterer zu, eine Immobilie wie vereinbart zu errichten und sie dem Käufer nach Fertigstellung zu übertragen. Bis zur Übergabe des Hauses bleibt der Bauträger Bauherr auf seinem eigenen Grundstück. Wer zuvor die Baustelle betreten will, braucht dafür ein eingeschränktes Betretungsrecht. Dieses sollte man Vertrag während der Bauzeit ausdrücklich eingeräumt bekommen, um die Bauqualität prüfen zu können, empfiehlt der VPB. (dpa/tmn) Sehen Ihre Wände Zuhause auch so aus? Trockene Wände -geringere Heizkosten! EIN PARTNER DER Ein gesundes und energieeffizientes Raumklima beginnt bei trockenem Mauerwerk. Durchfeuchtete Baustoffe können ihre wärmedämmenden Eigenschaften teilweise verlieren: Mit zunehmendem Feuchtegehalt steigt die Wärmeleitfähigkeit des Mauerwerks und wertvolle Heizwärme kann schneller über die betroffenen Bauteile verloren gehen. Das bedeutet: Je stärker ein Mauerwerk durchfeuchtet ist, desto mehr Energie kann erforderlich sein, um die gewünschte Raumtemperatur aufrechtzuerhalten. Wird die Ursache der Feuchtigkeit fachgerecht behoben und das Mauerwerk kann nachhaltig austrocknen, verbessern sich die Voraussetzungen für den Wärmeschutz des Gebäudes. Wärme kann effizienter im Raum gehalten und der Heizenergiebedarf reduziert werden – mit entsprechendem Einsparpotenzial bei den laufenden Heizkosten. Eine fachgerecht ausgeführte Horizontaloder Flächenabdichtung setzt dabei direkt an der Ursache an. Sie verhindert das weitere Eindringen bzw. Aufsteigen von Feuchtigkeit und schafft die Voraussetzung für eine nachhaltige Austrocknung des Mauerwerks. Moderne Abdichtungsverfahren ermöglichen dabei in vielen Fällen eine Sanierung von innen – ohne aufwendige Ausschachtungsarbeiten rund um das Gebäude. Das kann den Eingriff in Außenanlagen deutlich reduzieren und ermöglicht eine gezielte und wirtschaftliche Sanierung des betroffenen Mauerwerks. Trockene Wände bedeuten deshalb weit mehr als den Schutz vor sichtbaren Feuchtigkeitsschäden: Sie tragen zu einem angenehmen Raumklima bei, schützen langfristig die Bausubstanz und können die Energieeffizienz verbessern und Heizkosten spürbar reduzieren. Bei Feuchtigkeitsschäden kommt es auf eine fachgerechte Ursachenanalyse und das passende Sanierungskonzept an. Als Fachunternehmen für Bauwerksabdichtung und Sanierung ist BTB Bautechnik Bruch mit langjähriger Erfahrung der kompetente Ansprechpartner für dauerhaft trockene Wände. Von der Begutachtung über die Auswahl des geeigneten Abdichtungsverfahrens bis zur professionellen Ausführung erhalten unsere Kunden eine individuell auf das Gebäude abgestimmte Lösung. TROCKENE WÄNDE – besseres Raumklima, weniger Heizkosten SICHERN SIE SICH ALS EIGENTÜMER IHRE KOSTENFREIE SCHADENSANALYSE. BTB – Bautechnik Bruch Wolfsbach 87 84100 Niederaichbach Tel. 08707 / 719 80 77 www.btb-bautec.de info@btb-bautec.de www.bkm-landshut.de ANZEIGE
6 Bauen & Planen Die Qual der Wahl: Ziegel, Holz oder Beton Die Wahl des besten Baustoffs hängt immer vom Projekt ab – und dem Baugrundstück „Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein“: Wer ans Bauen denkt, hat oft ein klassisches Mauerwerk aus Stein oder Ziegeln im Kopf, so wie im alten Volkslied „Die Handwerker“. Aber zumindest beim Bau von Einfamilienhäusern hat ein anderer Baustoff die Ziegel inzwischen eingeholt: Holz. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2025 je 29 Prozent der Einfamilienhäuser aus Ziegel und Holz gebaut. Noch zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Holzhäuser nur bei 18 Prozent. Warum entscheiden sich immer mehr Baufamilien für den nachwachsenden Rohstoff? Holz: leichtes Material für Neu-, Um- und Aufbau „Ich glaube, dass der Holzbau immer salonfähiger wird, weil die Menschen verstehen, dass man in einem Holzhaus ein tolles Wohnund Raumklima hat,“ sagt Prof. Stephan Rauch, der an der Hochschule Landshut im Studiengang Architektur die Fächer Entwurf und Baukonstruktion lehrt. Holz habe eine Pufferwirkung, was Feuchtigkeit angeht, speichere CO2 und sei leichter als Ziegel und vor allem Stahlbeton. Dadurch eigne es sich neben kleinen und großen Wohngebäuden auch besonders gut für Um- oder Aufbauten. Ein weiterer Vorteil: „Dass ich schneller bauen kann, weil man sehr viel vorfertigen kann.“ Einzelne Elemente oder Module eines Holzhauses ließen sich in einer Halle oft gut vorproduzieren. „Dann bringe ich sie auf die Baustelle und habe eine relativ kurze Bauzeit.“ Aber der Architekt will keine Werbung für den Holzbau machen. Welches Hauptmaterial das richtige ist, hängt für ihn in erster Linie vom (Neu-)Bauprojekt, den Bedürfnissen der Baufamilie sowie der Lage und Beschaffenheit des Grundstücks ab. Ist der Boden trocken oder feucht, Kies oder lehmig? Gibt es noch Bestandsgebäude? Wie sehen die Nachbargebäude aus? Ist das Grundstück eben oder in Hanglage, bekommt es mehr Schatten oder Sonne? „Man kann keine Materialien gegeneinander ausspielen – jedes hat seine Vorteile.“ Entscheidend ist, dass am Ende das Hauptmaterial oder die Materialkombination zu den Anforderungen passt. Ziegel dämmt und reguliert Feuchtigkeit Ziegel zum Beispiel sei ein toller Baustoff, weil er als Material mit seinen Lufteinschlüssen selbstdämmend ist. Der enthaltene gebrannte Ton nehme außerdem Feuchtigkeit auf und gebe sie Laut Prof. Rauch sind solche Einfamilienhaussiedlungen „identitätslos und eine Typologie der Vergangenheit“. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn GmbH & Co. KG 7293636|
7 Bauen & Planen wieder ab. „Er reguliert das Raumklima.“ Gegenüber Stahlbeton oder Kalksandstein etwa punkten Ziegel mit ihrem relativ geringen Gewicht. Außerdem gebe es – wie auch beim Holz – viele kleine, regionale Baufirmen, „die gut damit umgehen können.“ Stahlbeton: stabil, aber energieintensiv Doch auch Stahlbeton habe seine Berechtigung und sei nicht pauschal zu verteufeln. Wer sich zum Beispiel einen Keller wünsche, brauche Stahlbeton, weil der am besten im Boden überdauern könne. Er ist widerstandsfähig und kann große Lasten tragen. Ein Hochleistungsbaustoff, bei dem selbst dünne Wände die Last ganzer Mehrfamilienhäuser tragen können. Allerdings erwartet – und hofft – Rauch, dass der Anteil an Stahlbeton im Wohnungsbau in den nächsten Jahren zurückgeht. Die Gründe: Bei der Fertigung werde viel CO2 erzeugt. Außerdem würden Außenwände aus Stahlbeton zur Temperaturregulierung oft mit einem Wärmedämmverbundsystem kombiniert. „Auf die Wand wird Styropor draufgeklebt, darauf ein Putz aufgebracht, der vielleicht schon nach einigen Jahren kaputt geht.“ Eine solche Verbundfassade sei meist so verklebt, dass man die Materialien nicht mehr voneinander trennen und einzeln weiterverwerten könne. „Diese Fassade ist, sobald sie gebaut ist, eigentlich schon Sondermüll.“ Laut Rauch produziert Europa im Bauwesen 60 Prozent Müll – Produkte, die nach ihrem Lebenszyklus nicht weiterverwertet werden können. 40 Prozent des Energieverbrauchs gehe auf den Gebäudesektor. Daher plädiert Rauch erstens dafür, möglichst gar nicht auf der grünen Wiese neu zu bauen, sondern bestehende Gebäude umzubauen oder zu renovieren. Und wenn gebaut wird, sollten möglichst viele Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederverwertet werden. Laut Rauch gibt es heute bereits Häuser, die komplett ohne Beton oder Stahlbeton gebaut werden, „mit Schraubfundamenten zum Beispiel“. Diese ließen sich komplett wieder rückbauen und die Materialien anderswo einbauen. Die Renaissance von Lehm und Stroh Es werde noch dauern, bis sich „klimaschonende Materialien wie Holz und Lehm“ am Massenmarkt voll durchgesetzt haben. Aber das uralte Material Lehm zum Beispiel erlebe eine ganz tolle Renaissance. „Heute stellen Ziegelhersteller nicht nur gebrannte Ziegel her, die deutlich mehr Energie verbrauchen beim Brennvorgang, sondern auch sogenannte Grünlinge – also luftgetrocknete Lehmziegeln. Die halten nicht die ganz großen Druckstärkefestigkeiten aus, aber mittlerweile kann man sie bei ganz kleinen Gebäuden oder für nicht tragende Wände sehr gut verwenden.“ Lehm verursache nicht nur sehr wenig CO2-Ausstoß bei der Herstellung, das Naturmaterial puffere im Innenraum auch unglaublich stark Feuchtigkeit und Gerüche, reguliere wohltuend das Raumklima. Auch mit Stroh, einem weiteren Naturmaterial, wird laut dem Architekten wieder experimentell gebaut: „Es werden Tragkonstruktionen aus Strohballen gemacht und es wird mit Stroh gedämmt.“ Am Ende hänge die Materialauswahl nicht nur an Klimaschutzmaßnahmen, persönlichen Vorlieben und den äußeren Zwängen, die das konkrete Bauprojekt auferlegt, sondern auch immer an kaufmännischen Gesichtspunkten. Vielleicht bevorzugt man Holz, aber die Baufirma mit Ziegelbauweise sitzt direkt vor Ort und kann daher ein günstigeres Angebot machen. Oder man entscheidet sich aus Kostengründen doch gegen einen kompletten Neubau und versucht, aus einem Bestandsgebäude günstiger sein Wohlfühlheim zu machen. „Vielleicht steht ja schon ein Rohbau irgendwo, den ich ganz gering ändern muss.“ Ein Mann muss einen Baum pflanzen, einen Sohn zeugen und ein Haus bauen – das war früher. „Wir müssen flexibler werden“,meint Rauch, „dann ist Bauen auch für den Deutschen vielleicht nicht mehr diese komplexe Monsteraufgabe.“ (uk)
8 Bauen & Planen Haben Sie an genügend Steckdosen gedacht? Technische Neuerungen, veränderte Gewohnheiten und Leerrohre – das ist wichtig bei der Elektroplanung Irgendwann kommt beim Hausbau die Frage: Wie viele Steckdosen pro Raum brauchen wir? Tipps, worauf es der Planung der Elektroinstallation ankommt. Strom brauchen wir im Haushalt in vielen Bereichen – etwa für die Waschmaschine, die Kaffeemaschine, aber auch zum Laden des Handys oder Tablets. Teilweise auch zum Heizen oder zum Bereitstellen von warmem Wasser und immer öfter auch zum Aufladen des E-Autos. Waren früher zwei, drei Steckdosen pro Zimmer vollkommen ausreichend, müssen es heute häufig mehr sein. Was heißt das für Menschen, die gerade ein Haus bauen? Bei der Planung der Elektroinstallation lohnt es sich nicht nur an den heutigen Bedarf zu denken, sondern „lieber etwas weiter in die Zukunft zu schauen“, sagt Andreas Garscha, Leiter des Regionalbüros Stuttgart des Verbandes privater Bauherren (VPB). Denn: „Auch wenn in absehbarer Zeit keine Photovoltaikanlage und kein E-Auto angeschafft werden sollen, können Anschlüsse und Leitungen dafür im Neubau schon verlegt werden.“ Der Vorteil: „Bauherren können viel Geld sparen, wenn sie sich bereits vor Baubeginn oder in einer frühen Bauphase mit der Elektroplanung befassen“, so der Experte. Denn so können sie „Leitungen, Steckdosen und Lichtanschlüsse entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen planen.“ Wie gehen Bauherren bei der Planung am besten vor? Am besten sprechen sie mit einem Fachmann das Haus Raum für Raum durch. Vorher sollten sie sich überlegen, wie sie voraussichtlich in den nächsten 40 Jahren in ihrem Haus leben werden. „So lange sollte die Elektroinstallation mindestens halten“, rät Karsten Joost vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen, auch Veränderungen im persönlichen Leben und damit eine andere Nutzung der Räume kann man Joost zufolge frühzeitig berücksichtigen. Am besten stellt man sich, diese Fragen: • Wie wird das Haus genutzt, wenn die Kinder ausgezogen sind? • Soll es eine Einliegerwohnung geben? • Soll ein Zimmer als Büro genutzt werden? Mit Kabelkanälen in jedem Raum vorsorgen „Zwar lassen sich die Gebäude nicht zu hundert Prozent für die Zukunft vorbereiten, aber man kann schon am Anfang viel für die elektrische und digitale Infrastruktur tun“, meint Johannes Hauck, Sprecher der Initiative Elektro+. Seine Empfehlung: „Mit vertikalen und horizontalen Leerrohren oder, noch besser, Kabelkanälen in jedem Raum, in der Garage und im Dachgeschoss, die zu einem zentralen Technikraum führen, ist man gut gerüstet.“ So könne man Themen wie Wärmepumpe, PV-Anlage oder Wallbox später leichter angehen. Werden etwa „die Kabelwege, die Absicherung im Zählerschrank und vielleicht sogar die entsprechenden Leitungen vorsorglich in der Garage mit verlegt, ist der nachträgliche Einbau einer WallDer nächste Schritt zur elektrischen Zukunft: Der Einbau von Steckdosen wird jetzt beim Hausbau vorbereitet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Baumit MERLI –BAU für’s Leben ERLI BAU für’s Leben Einfach sorglos bauen 4Beratung, Planung, Ausführung 4Alles aus einer Hand 4erfahrene Mitarbeiter 4hohe Qualitätsansprüche MERLI-BAU Partner: 4Bau- und Eingabeplanung 4Einfamilienhäuser 4Mehrfamilienhäuser 4Wohnanlagen mit TG www.BAYER.LA | Fotos: Zdera.de ANZEIGE MERLI BAU GmbH, 84144 Geisenhausen, Daimlerstraße 10 | Tel. 08743/9679-10, Fax: - 22, E-Mail: info@merli-bau.de Das MERLI Fachbau-Unternehmen ist eine feste Größe in der Region. Spezialisiert auf private Eigenheime und Geschosswohnungsbau – ausgeführt in höchster Bauqualität mit viel Erfahrung und Verlässlichkeit. Mit rund 35 Mitarbeitern und der Unterstützung der gesamten MERLI BAUFamilie ist ein Unternehmen entstanden, das mit überlieferter Handwerkskunst kombiniert mit neuen Methoden modernsten Bau- und Qualitätsansprüchen gerecht wird. So entstehen Lösungen aus einer Hand für dauerhaft glückliche Wohnfamilien. Eine Reihe von aussagekräftigen Referenzen finden sich im neuen Webauftritt: www.merli-bau.de DH in Geisenhausen Toskana Villa in Mirskofen Wir suchen Dich!
9 Bauen & Planen box zum Laden eines E-Autos wesentlich günstiger als später nachzurüsten“, erklärt Hauck. Richtlinie definiert drei Ausstattungsstufen Für die Elektroausstattung bei Neubau und Modernisierung gibt es technische Vorgaben und Empfehlungen. Orientierung dazu bietet der Initiative Elektro+ zufolge die DIN 18015-2. Von dieser Mindestausstattung ausgehend wurde die Richtlinie RAL RG-678 entwickelt. Sie definiert drei Ausstattungsstufen: Ein Stern entspricht der Mindestausstattung gemäß DIN 18015-2. Zwei Sterne sind die Standardausstattung. Drei Sterne gelten als Komfortausstattung. Die Mindestausstattung stellt sicher, dass genügend Steckdosen und Stromkreise vorhanden sind, damit Bewohner moderne Haushaltsgeräte problemlos nutzen können, ohne die Elektroinstallation zu überlasten. Bei der Vielzahl an Elektrogeräten, die Haushalte heute jedoch verwenden, sei es ratsam, besser eine höhere Ausstattungsstufe zu wählen. Die Experten von Elektro+ empfehlen daher mindestens eine 2-Sterne-Installation. Denn eine zu geringe Ausstattung könne dazu führen, dass Bewohner auf Mehrfachsteckdosen zurückgreifen – was zur Brandgefahr werden kann. Wichtig für Bauherren und Käufer zu wissen: „Soll mehr als die Mindestausstattung installiert werden, muss das extra vertraglich geregelt werden“, so Joost. Unterlagen einfordern – wichtig für die Zukunft Bauherren sollten sich alle Unterlagen zur Elektroinstallation in ihrem Haus von der Baufirma oder den ausführenden Firmen aushändigen lassen. „Installationspläne, Aufbau von Stromkreisverteilern, elektrische Prüfungen – all das muss von den Firmen dokumentiert werden“, sagt Andreas Garscha. Doch in der Praxis übergeben die Firmen Garscha zufolge nicht immer diese Informationen an die Bauherren. Daher sein Rat: dies „sicherheitshalber vorab vertraglich vereinbaren.“ Diese Angaben seien wichtig „für Wartungsarbeiten und eine eventuelle spätere Erweiterung oder Veränderung der Installation.“ Wie viele Stromkreise und Steckdosen am Ende eine Firma sinnvollerweise verlegt, hängt auch von der Größe der Wohnfläche und dem genauen Verbrauch ab. Hauck nennt ein Beispiel: Für ein Wohngebäude von etwa 120 Quadratmetern bedeutet dies konkret, dass Bauherren sechs Stromkreise für Licht sowie die allgemeinen Verbraucher einplanen sollten. „Dazu kommen Stromkreise für größere Verbraucher wie Waschmaschine, Trockner, Warmwassererzeuger und Wallbox“, ergänzt Hauck. Zusätzlich könnten dann noch weitere Stromkreise hinzukommen – etwa für eine Türkommunikation, Netzwerktechnik und für eine Gebäudesystemtechnik. Wichtig sei, die Steckdosen auf die vorhandenen Wände sinnvoll aufzuteilen. Zu einer modernen Elektroinstallation gehört mittlerweile immer auch ein digitaler Stromzähler. Standard im Neubau sind digitale Messsysteme. „In den meisten Fällen kann der Netzbetreiber eine moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem schnell erweitern“, erklärt Hauck. Gemeint sind sogenannte Smart Meter, die zusätzlich eine Kommunikationseinheit haben. Idealerweise planen Bauherren so, dass die gesamte Haustechnik in einem Technikraum konzentriert wird. „Dabei ist es wichtig, einen Platz in der Nähe des Hausanschlusskastens auszuwählen“, rät Sprecher Johannes Hauck. Zudem sollte der Platz ausreichend groß sein. In einem Einfamilienhaus könne man von einer notwendigen Breite von 1,4 Metern und einer Höhe von 1,2 Metern ausgehen. (dpa/tmn) Versenkbare Steckdosen bieten Komfort. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
10 Böden, Fliesen, Natursteine Letzte Hürde für moderne Heizsysteme Der Bodenbelag: Warum es bei Energieeffizienz auf jeden Millimeter ankommt Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für klimafreundliches und kostensparendes Heizen. In Kombination mit einer guten Gebäudedämmung und einer Fußbodenheizung können sie ihre Stärken besonders gut ausspielen. Viele Hausbesitzer investieren deshalb in moderne Heiztechnik und energetische Sanierungen. Doch ausgerechnet auf den letzten Millimetern wird oft Energie verschenkt. Denn auch der Bodenbelag hat Einfluss auf die Effizienz des gesamten Heizsystems. Schließlich gelangt die Wärme aus den Heizrohren durch das Belagsmaterial in den Wohnraum. Und dabei gilt: Je besser dieser die Wärme leitet, desto weniger muss die Wärmepumpe arbeiten. Wärme verlustarm in den Raum bringen Klare Spitzenreiter für ein effizientes Zusammenspiel von Fußbodenheizung und Bodenbelag sind keramische Fliesen. Sie besitzen eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, während andere Materialien zum Teil eher wie eine zusätzliche Dämmschicht wirken. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 1,17 bis 1,37 W/(mK) ist Keramik besonders leistungsfähig, während Teppichböden lediglich Werte von etwa 0,05 bis 0,15 W/(mK) erreichen. PVC-Beläge, Vinyl oder Parkett schneiden ebenfalls deutlich schlechter als Keramik ab. Bei schlecht wärmeleitenden Bodenbelägen muss die Wärmepumpe höhere Vorlauftemperaturen liefern – und ihr Stromverbrauch steigt. Berechnungen der Hochschule München zeigen, dass jedes zusätzliche Grad Vorlauftemperatur den Strombedarf um bis zu 3,5 Prozent erhöhen kann. Ob eine Anlage 30 oder 45 Grad Vorlauftemperatur benötigt, wirkt sich deshalb spürbar auf die laufenden Energiekosten aus. Auch in puncto Wohnkomfort profitieren Bauherren von besonders leitfähigen Belagsmaterialien: Keramik nimmt die Wärme rasch auf und gibt sie zügig an den Raum ab. Dadurch erzielen Fliesen schnellere Temperaturänderungen, und die gewünschte Wohlfühltemperatur lässt sich rascher erreichen. Ein deutliches Plus beim Wohnkomfort, gerade in der Übergangszeit oder bei wechselndem Wärmebedarf. Gleichzeitig speichern keramische Fliesen Wärme über einen längeren Zeitraum und sorgen so für ein angenehmes Raumklima. Wohlfühlklima, das man sehen kann Moderne Fliesen verbinden hervorragende technische Eigenschaften mit anspruchsvollem Design. Dank realistischer Holz-, Stein- oder Betonoptiken sowie einer großen Vielfalt an Formaten und Oberflächen lassen sich nahezu alle Einrichtungsstile kompromisslos umsetzen – vom gemütlichen Landhauslook bis zum urbanen, minimalistischen Architekturkonzept. (djd) Keramische Fliesen gelten als geeigneter Bodenbelag auf der Fußbodenheizung, da sie die Wärme schneller und verlustärmer weiterleiten als andere Materialien. Fotos: djd/Deutsche-Fliese.de/Agrob Buchtal Natürlich schön und ein idealer Partner für die Fußbodenheizung: Fliesen im Terrakotta-Look. Feinsteinzeug-Bodenfliesen sind heute passend zu jedem Einrichtungsstil erhältlich. Foto: djd/Deutsche-Fliese.de/Gepadi Sie erreichen uns unter Tel. 08762 433 oder unter www.steinmetz-lechner.de 85465Langenpreising- Deutlmooser Straße Fliesen – Natursteine – Holzböden AVANTA E. Bauderer GmbH Äußere Parkstraße 13 84032 Altdorf/Landshut Tel. 0871/93193-0 · www.avanta.de Zu erreichen über A92 Ausfahrt Landshut-West Gut beraten
11 Sanitär, Heizung, Energie Leise lohnt sich Förderungen gibt es nur noch bis zu maximal 60 Dezibel Seit 2026 gelten strengere Förderregeln: Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen leiser sein. Darauf weist Zukunft Altbau hin, ein vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördertes Informationsprogramm. Tipps, was noch hilft, damit sich Nachbarn akustisch nicht durch ein neues Gerät gestört fühlen. Der Bund fördert nur noch Modelle, die zehn Dezibel leiser als die Grenzwerte der EU-Ökodesignverordnung sind. Konkret bedeutet das: Die Fördergrenze liegt bei 60 Dezibel für Geräte mit sechs bis zwölf Kilowatt Leistung. Geräte mit einer geringeren Leistung dürfen 55 Dezibel nicht überschreiten. Die Geräusche entstehen in der Regel durch den Ventilator am Außengerät sowie Vibrationen des Kompressors. Die Modelle auf dem Markt erfüllen in der Regel die neuen Fördervorgaben für Deutschland. Dennoch rät Zukunft Altbau: Wer sich eine neue Wärmepumpe anschaffen will, sollte vorher genau prüfen, ob die strengeren Anforderungen erfüllt werden. Bei diesen Grenzwerten handelt es sich um die Emissionswerte – also den Schalldruck, den das Gerät am Erzeugungsort abgibt. Das darf man nicht mit dem Schall verwechseln, der beim Nachbarn oder der eigenen Wohnung ankommt – auch Immissionswerte genannt. Eine Faustformel besagt: Wenn die Luft-Wasser-Wärmepumpe 50 bis 60 Dezibel direkt am Gerät abgibt, kommen in drei Metern Entfernung nur noch 35 bis 40 Dezibel an – was laut Zukunft Altbau etwa so laut wie das Surren eines Kühlschranks ist. Wenn sich der Abstand zur Lärmquelle verdoppelt, reduziert das den Schalldruckpegel um weitere sechs Dezibel. Für Schallimmissionen hat der Gesetzgeber strenge Grenzwerte festgelegt – geregelt in der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“. Demnach dürfen je nach Gebiet diese Immissionswerte nicht überschritten werden: • In reinen Wohngebieten 50 Dezibel tagsüber und 35 Dezibel nachts, also zwischen 22 und sechs Uhr. • In Wohngebieten mit kleineren Geschäften, Praxen und Büros 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts. • Bei Misch- oder Dorfgebieten 60 Dezibel tagsüber und 45 Dezibel nachts. Tipps zu Gerät und Standort Messbare Grenzwerte sind das eine, die individuelle Wahrnehmung das andere, wenn es um die Lautstärke der Geräte geht. Um zu vermeiden, dass sich Nachbarn von dem Geräusch, das etwa der Ventilator des Außengeräts verursacht, gestört fühlen, ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Das beginnt bei der Suche nach einem Modell – am besten hat das Gerät bereits einen geringen Schallleistungspegel und verfügt über einen Flüstermodus, rät Zukunft Altbau. Wärmepumpen mit Geräuschreduzierung arbeiten nachts mit verminderter Leistung und sind damit leiser. Man kann sie mit einem Pufferspeicher kombinieren, der dann tagsüber mit mehr Leistung gefüllt wird. Um Konflikte zu vermeiden, sollte man zudem einen geeigneten Aufstellungsort für die neue Wärmepumpe auswählen. Meist ist ein Mindestabstand von drei Metern vorgeschrieben – das kann je nach Bundesland variieren. Details dazu stehen in der jeweiligen Bauordnung. Damit die Vorgaben unterschritten werden und das Gerät nicht zur potenziellen Lärmquelle wird, rät Zukunft Altbau: Der Abstand zu Nachbarn sollte ausreichend groß sein. Damit der Schall nicht reflektiert, sollte die Außeneinheit nicht zu dicht vor der Fassade oder einer Gartenmauer stehen. Ein Busch zwischen Wärmepumpe und Nachbarn, aber auch Schallhauben oder leichte Einhausungen, können zusätzlich hilfreich sein. (dpa/tmn) Ruhige Wärmepumpen können mit Fördergeld finanziert werden. Foto: Daniel Reinhardt/ dpa/dpa-tmn UNABHÄNGIG DURCH DEN WINTER Bei der Wärmewende steht häufig der Klimaschutz im Mittelpunkt. Doch viele Menschen sorgen sich zunehmend um die Versorgungssicherheit: Was passiert bei einem Stromausfall, wie stark steigen die Energiepreise, wie abhängig ist man von Importen? Für viele Haushalte wird deswegen eine weitere Frage immer wichtiger: Wie sicher und bezahlbar bleibt die Wärmeversorgung in den kommenden Jahren? Eine Antwort darauf kann das Heizen mit Holz sein. Der alternative Energieträger wächst regional nach, kann vergleichsweise gut gelagert werden und ist im Gegensatz zu Öl oder Gas nicht von geopolitischen Entwicklungen und internationalen Märkten abhängig. Ein Ofen heizt auch in Krisenzeiten verlässlich „Moderne Kachelöfen, Grundöfen und Kaminanlagen verbinden diese Versorgungssicherheit mit zeitgemäßer Verbrennungstechnik, hoher Effizienz und deutlich reduzierten Emissionen“, sagt Robert Mülleneisen, Vorstandsvorsitzender des GesamtVerband OfenBau e. V. (GVOB). Wer das eigene Heizsystem unabhängiger von äußeren Einflüssen aufstellen möchte, hat laut Mülleneisen verschiedene Möglichkeiten: „Je nach Bauart kann ein moderner Ofen einzelne Räume beheizen, die bestehende Heizung ergänzen oder in ein hybrides Wärmekonzept eingebunden werden“, erklärt er. Welcher Ofen am besten passt, lässt sich am besten mit einem qualifizierten Ofenbauer klären. (djd) Breitenwies 2 · 84181 Neufraunhofen · Telefon 08742/9650101 www.schosser-ofen-keramik.de uli@schosser-ofen-keramik.de Oberbonbruck 29 84428 Buchbach Telefon: 08086/321 info@habermeier-baeder.de Filiale Landshut Telefon: 0871/93300-0 Seit 135 JahrenKompetenz und Erfahrung! Ihr zuverlässiger Partner in Sachen: Jetzt anfragen! 08761-3340-73 citrinsolar.de/pv-anlage WÄRMEPUMPE & PHOTOVOLTAIK VON CITRINSOLAR
12 Innenausbau, Wohnen, Einrichten Sushi-Köttbullar-Connection? Was den angesagten „Japandi-Stil“ ausmacht und wie der Wohlfühl-Wohntrend auch in Ihr Zuhause kommt „Japandi“: Hinter diesem Begriff verbirgt sich weder eine Teesorte noch eine Sushikreation. Die Wortschöpfung, die sich, so schreibt es das Fachmagazin „AD Architectural Digest“ aus den Wörtern Japan und Skandinavien zusammensetzt, bezeichnet die Kombination von japanischen und skandinavischen Design-Philosophien. Doch wie sieht das eigentlich aus? Und wie lässt sich der Wohntrend im eigenen Zuhause umsetzen? Interior Designer Boris Bandyopadhyay und Professor Moritz Schloten vom Fachbereich Design der Akademie Mode & Design (AMD) erklären, was es mit „Japandi“ auf sich hat. Was genau versteht man unter „Japandi“? Ein bisschen Wabi-Sabi hier, ein bisschen Hygge dort – und schon hat man „Japandi“? Wem jetzt die Ohren klingeln, der darf sich entspannen, denn ganz so kompliziert ist der Wohntrend gar nicht. „Wir sind hier im minimalistischen Einrichtungsstil und das Hauptaugenmerk beim Japandi-Stil liegt meiner Meinung nach auf dem sehr sensiblen Umgang mit Raum“, sagt Moritz Schloten. Wenige Einrichtungsgegenstände und viele bewusst gesetzte Zwischenräume nennt Schloten als Merkmale von „Japandi“. Aber auch die Einbindung von natürlichen Farben, Materialien und Oberflächen lassen sich als solche ausmachen, sagt Interior Designer Boris Bandyopadhyay. „Die Idee dahinter ist, auch im Innenraum die menschlichen Sinne anzusprechen, etwa über eine gewisse Rauigkeit, ein Muster oder Relief.“ Und auch das Spiel aus Licht und Schatten ist typisch für „Japandi“. Der Wohntrend hat übrigens auch seine Vorteile fürs Wohngefühl: Die Natur wieder stärker in den Wohnraum zu holen, wirke beruhigend und gebe uns ein „menschlicheres“ Gefühl, schließlich seien wir auch ein Teil der Natur, so Bandyopadhyay. Und was mischt sich da jetzt wie? Die Verbindung von japanischen und skandinavischen Gestaltungsideen ist gar nicht so neu, wie sie scheinen mag. Bereits im 19. Jahrhundert hätten sich viele Zwischenräume spielen eine wichtige Rolle und werden bewusst gesetzt. Foto: Ballerina Küchen/VDM/dpa-tmn Sippenbach 4a · 84155 Bodenkirchen Tel. 0176 78152655 verputz.sedlmeier@gmail.com ANZEIGE Mehr Sicherheit für Ihr Zuhause. Wir als registrierter Fachbetrieb für Gebäudesicherheit beraten Sie gerne in allen Fragen zur Planung, Nachrüstung und Wartung von Sicherheitseinrichtungen. Gibt es noch keine Analyse des Bestands, so wird diese für Sie kostenlos vor Ort durchgeführt. Besteht Handlungsbedarf, so erhalten Sie von uns ein detailliertes Angebot. Meist werden verdeckt liegende Beschläge mit hohem Bedienkomfort gewählt. Speziell geschultes Fachpersonal führt den Einbau schnell und sauber durch. Ob Sicherheitsbeschläge, Einbruchschutzglas, Kellerschachtsicherungen, Tresorroste und Tresore, wir beraten Sie gerne. EINBRUCHSICHERUNG? PROFI-LÖSUNGEN BEI Landshuter Schlüsseldienst GmbH Wir sorgen seit über 60 Jahren für Ihre Sicherheit! Alle Arten von Schlüsseln, Schließanlagen, Sicherheitsberatung, schnell und fachmännisch 84028 Landshut | Freyung 605 | Tel. 0871/24859 info@landshuterschluesseldienst.de www.landshuterschluesseldienst.de Mo. bis Fr. von 8.00 bis 17.00 Uhr – Samstag geschlossen
13 Innenausbau, Wohnen, Einrichten dänische Einrichter sehr stark an der japanischen Kultur orientiert, sagt Moritz Schloten. Gemein hätten beide Kulturen eine hohe Handwerklichkeit und den sensiblen Umgang mit Materialien. „Da die skandinavischen Länder nicht besonders reich waren, ist man mit dem Material sehr bewusst umgegangen. In Japan gab es eine ähnliche Bewegung, auch wenn sie schon viel früher begann“, so Moritz Schloten. Wer auf natürliche Materialien setzt, geht immer auch das Risiko ein, dass diese unperfekt sind. Das sei eine Ästhetik, die gerade im japanischen Raum regelrecht zelebriert werde, erklärt Boris Bandyopadhyay. Und noch eine Parallele sieht der Innenraum-Designer: den Umgang mit Licht und vor allem Schatten. Weil japanische Häuser aufgrund großer Dachüberstände traditionell einen eher dunklen Innenraum hatten, habe sich das Dunkle und Geheimnisvolle zu einem festen Bestandteil der japanischen Ästhetik entwickelt. „Auch das skandinavische HyggeKonzept arbeitet mit warmen Licht-Akzenten, etwa durch Kerzen, um Gemütlichkeit zu erzeugen.“ Warum ist „Japandi“ jetzt so beliebt? Das könnte, da sind sich die Experten einig, mit der tendenziellen Reizüberflutung in unserem alltäglichen Leben zusammenhängen. „Unser Lebensalltag ist oft auf glatte Arbeitsplatten, Bildschirmoberflächen und eine Kommunikation auf Distanz ausgerichtet“, sagt Boris Bandyopadhyay. „Unser Wohnumfeld dann minimalistischer, wärmer und naturverbundener zu gestalten, ist, glaube ich, eine der Sehnsüchte, die in der Vergangenheit immer stärker geworden ist.“ Auch Moritz Schloten vermutet den Wunsch nach Ruhepolen und Reduktion hinter der Popularität des „Japandi“-Stils. „Gerade sind wir ganz oben auf der Trendwelle des reduzierten Einrichtens. Aber es gibt auch schon wieder Gegenbewegungen, hin zu einer zurückhaltenden Opulenz.“ Wie hole ich„Japandi“ in mein Zuhause? „Ein erster Schritt wäre, sich den Raum anzugucken und zu schauen, was einem daran wichtig ist“, so Schloten. Vielleicht soll die alte Kommode bestehen bleiben, vieles andere aber weg? „Man sollte erst mal Raum schaffen und sich auf das konzentrieren, was man erhalten möchte. Danach kann man überlegen, wie man den Charakter des Raums noch stärken kann.“ Dafür bietet sich das Spiel mit erdigen oder pastelligen Farbtönen an, rät Bandyopadhyay. Auch Textilien mit unterschiedlichen Strukturen und der bewusste Einsatz verschiedener warmer Lichtquellen statt dem einen großen, hellen Deckenfluter können der Wohnung den gewünschten „Japandi“-Touch geben. Für eine erste Inspiration lassen sich auch KI-Apps nutzen: Fotos des eigenen Zimmers lassen sich hier bisweilen hochladen und der Raum dann virtuell nach verschiedenen Stilen umgestalten. Sich zu sehr von Vorlagen einnehmen zu lassen, hält Moritz Schloten aber für einen Fehler. „Man sollte sich erst mit der Thematik beschäftigen und dann in den eigenen Raum schauen.“ Die Gestaltung habe immer etwas mit dem Ort zu tun, an dem man ist. Kopiere man nur andere Räume, nehme man die Gestaltung nicht ernst und laufe Gefahr, dass das Wohnzimmer am Ende aufgesetzt aussehe. (dpa/tmn) Gemütlich: „Japandi“ bringt Ruhe in den Raum. Fotos: Inter Ikea Systems B.V./dpa-tmn Auch kleine Ecken lassen sich in dem Stil gestalten. ANZEIGE Der Austausch von Fenstern ist eine der effektivsten Maßnahmen, den Wärmeverlust des Hauses zu reduzieren. Mit ihrem Sanierfix®-System beweist die Schreinerei Karl Buchner aus Velden, dass dies auch schnell und sauber geht. Das europaweit patentierte System hat einen entscheidenden Vorteil: Das gesamte alte Fenster wird aus der Mauer entfernt und das neue Fenster eingefügt, ohne Mauer oder Putz zu beschädigen. So kann ein Fenster in Rekordzeit ausgetauscht werden und es fallen keine zusätzlichen Maurer-, Putz-, Fliesen- oder Malerarbeiten an. Fensterbrett und Sims sowie die Lichtmaße des alten Fensters bleiben dabei erhalten. Auch ein Gerüst ist nicht notwendig. Das Verfahren erhielt 2003 den bayerischen Staatspreis für besondere Leistungen im Handwerk. Die Schreinerei Buchner verbaut nur in Eigenproduktion hergestellte Holz- oder Holz/Alu-Fenster, denn Holz besitzt hervorragende Dämmwerte. In Niedrigenergiehäusern und Passivhäusern werden überwiegend Fenster aus Holz eingesetzt und sie entsprechen problemlos den Förderkriterien für die Gebäudesanierung. Holz überzeugt aber auch in vielerlei anderer Hinsicht: Es ist ein nachhaltiger Naturstoff und hat das günstigste Ökoprofil aller Baustoffe. Es ist zeitlos schön und die Möglichkeiten der farblichen Gestaltung sind nahezu unbegrenzt. Dadurch lassen sich Holzfenster in jedes Wohnambiente harmonisch einpassen und können jeden Ba stil bereichern. Die Verwendung von Aluminiumprofilen außen bietet weitere Gestaltungsmöglichkeiten und einen besonders pflegearmen Witterungsschutz. In punkto Sicherheit sind Holzfenster unschlagbar. Der höchst stabile Werkstoff, zeitgemäß verarbeitet, hält auch extremen Belastungen stand. Im Brandfall bleibt Holz wesentlich länger formstabil als andere Rahmenmaterialien. Dadurch werden das Bersten der Scheiben und die damit verbundene Luftzufuhr verzögert. Außerdem entwickelt Holz im Brandfall weniger Rauch und giftige Gase als beispielsweise Kunststoff. Auch erhöhte An-forderungen an den Schallschutz – z. B. in Einflugschneisen – werden von Holzfenstern erfüllt. Und nicht zuletzt schafft Holz ein ge-sundes Wohnklima, denn es nimmt hohe Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Raumluft wieder ab. Das natürlich vorhandene antibakterielle Verhalten von Holz trägt weiter zu einer gesunden Wohnumgebung bei. Fensterwechsel reduziert Energieverbrauch und Lärm! Fensteraustausch mit Sanierfix®− schnell und sauber
14 Wintergärten, Sonnenschutz, Außenanlagen Rollläden und Jalousien als Heizkostenbremse Wärmedämmender Sonnenschutz im Fokus – wie er die Energieeffizienz eines Hauses verbessert Bodentiefe Fenster, lichtdurchflutete Räume: Moderne Eigenheime setzen auf große Glasflächen, um ein Gefühl von Weite und Helligkeit zu schaffen. Doch was architektonisch reizvoll ist, entpuppt sich energetisch mitunter als Achillesferse eines Hauses. Denn über die großen Fensterflächen kann im Winter wertvolle Heizwärme entweichen. Die Lösung liegt in Bauelementen, die manche nur als Sichtschutz kennen: Rollläden und Jalousien. „Über Fenster und Balkon- oder Terrassentüren geht oft viel Heizwärme verloren – selbst wenn die Außenwände gut gedämmt sind. Hier bietet der Einbau von Rollläden erhebliches Einsparpotenzial“, weiß Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS). Die Luftschicht vor den Scheiben isoliert Das Funktionsprinzip ist einfach und einleuchtend: Im Winter bildet der geschlossene Rollladen eine isolierende Luftschicht vor der Fensterscheibe. Diese Pufferzone reduziert den Wärmeverlust signifikant und hält die Kälte fern. Im Sommer kehrt sich der Effekt um: Außenliegender Sonnenschutz fängt Sonnenstrahlen ab, bevor sie das Glas erreichen. Das verhindert die Überhitzung der Innenräume und macht den Einsatz energieintensiver Klimaanlagen oft überflüssig. Für maximale Effizienz empfiehlt sich eine intelligente Steuerung. Moderne Systeme nutzen Sensoren und elektrische Antriebe, um den Sonnenschutz automatisch und zeitoptimiert zu bewegen. Die Steuerung erfolgt dann über Zeitschaltuhren, Wettersensoren oder durch intelligente SmartHome-Lösungen. Welche Umsetzung am besten zu den Wünschen der Hausbewohner passt, wissen die Fachbetriebe des Rollladenund SonnenschutztechnikerHandwerks. Neben der Energieeinsparung bieten Rollläden und Co. weiteren Mehrwert: den Schutz vor ungebetenem Besuch. Einbruchhemmende Rollläden und Fenster stellen für Täter ein erhebliches Hindernis dar. Zudem steigert die Modernisierung den Wert des Eigenheims. Sind schon Rollladenkästen und Gurtdurchführungen vorhanden, sollten diese bei einem Ortstermin vom Fachmann überprüft werden, denn oft gibt es auch bei bestehenden Anlagen noch Energiesparpotenzial. Eine moderne Antriebs- und Steuerungstechnik lässt sich nachrüsten – bei solarangetriebenen Modellen funktioniert sie auch kabellos. (txn) Heizkosten runter, Wohnkomfort rauf: Die Energieeffizienz eines Hauses lässt sich mit modernen Rollläden und Sonnenschutzsystemen nachweislich verbessern. Foto: BVRS/txn Tore Sonnenschutz Seiler und Heinzel GmbH Landshuter Straße 57 84030 Landshut-Ergolding Telefon0871/97471610 Telefax0871/75064 www.seiler-heinzel.de Garagentore Roll-und Sectionaltore Rollgitter Schranken Sonnensegel Markisen Jalousien Rollladen Sonnenring 34 – 36 · 84032 Altdorf Telefon 0871/ 3 50 43 · Telefax 0871/3 42 90 www.graf-rolladen.de · E-Mail: info@graf-rolladen.de Meisterbetrieb für Neubauten und Sanierungen •Antriebe und Steuerungen • Rollläden • Wohnraumtüren • Insektenschutz •Fenster • Garagentore •Markisen • Haustüren • Terrassendächer • Jalousien GRAFKG Telefon: 0871/ 7 96 64 Fax: 0871/ 7 32 21 Montage, Reparaturen und Service vom Meisterbetrieb. www.rolladenbau-rottenkolber.de Garagentore • Rollladen • Markisen Terrassendächer • Raffstore Ohmstraße 3 · 84144 Geisenhausen Telefon 08743/919189 Telefax 08743/919190 E-Mail: panorama.gmbh@t-online.de Musterschau täglich! Fenster · Türen · Wintergärten Überdachungen
15 Immobilien & Grundstücke Nicht jedes Haus lässt sich zum Traumhaus machen Ein Experte erklärt, worauf man beim Hauskauf besonders achten sollte Endlich ins Eigenheim einziehen? Für viele Menschen ein Traum. Doch bevor es so weit ist, muss gebaut werden – oder gekauft. Und dabei kann manches schiefgehen. Worauf man achten sollte – und warum sich die Lektüre langer Protokolle lohnen kann, erklärt Tobias Beuler im Interview. Herr Beuler, Ihr erstes Buch trug den Titel „Bau keinen Scheiß“. Jetzt haben Sie ein neues Buch geschrieben. Der Titel: „Kauf keinen Scheiß“. Welches von beidem ist denn schwieriger auf dem Weg zum Eigenheim? Tobias Beuler: Schwieriger ist der Kauf einer Bestandsimmobilie. Beim Neubau hat man ja den charmanten Vorteil, dass man zusammen mit einem Architekten auf dem weißen Papier anfangen und wirklich kompromisslos das eigene Traumhaus planen und bauen kann. Das ist bei einer Bestandsimmobilie natürlich wesentlich schwieriger. Da fange ich mit einer Idee an, die beispielsweise 30, 40, 50 oder 60 Jahre alt ist, und habe einen vorgegebenen Grundriss. Und früher hat man ja ganz anders gebaut als heutzutage. Nehmen wir zum Beispiel das Badezimmer. Das waren meist ganz kleine, hochgekachelte Schläuche. Heute denkt man eher in Richtung Wellness-Oase, hat etwa eine frei stehende Badewanne, eine ebenerdige Dusche, die schon altersgerecht ist, und am besten ein großes Fenster, das man auch beschatten kann. Ich kann aber allein schon wegen der Statik nicht einfach Wände einreißen, um das Badezimmer im Dachgeschoss zu vergrößern. Will ich es verlegen, muss ich die ganzen Leitungen mitdenken, sonst kommen am Ende Rohre aus der Decke, wo im Erdgeschoss eigentlich die Wohnzimmercouch stehen sollte. Und der Grundriss spielt auch eine Rolle bei der Haustechnik: Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Elektrokasten fürs Smart Home – das passt oft gar nicht mehr in die kleinen Technikräume, die man früher gebaut hat. Will ich den Raum vergrößern, muss ich wissen, dass ich wertvolle Quadratmeter aus dem vielleicht sowieso schon eher kleinen Wohnzimmer wegnehme. Das heißt, oft kann ich die gebrauchte Immobilie gar nicht so auf Vordermann bringen, wie ich das gerne möchte. Wie kann man denn verhindern, dass man wirklich Scheiß kauft? Beuler: Vor allem, indem man einen Profi mitnimmt, bevor man ein Haus kauft. Der darf natürlich auch nicht in die Wände bohren und Leitungen checken und kann nur eine Sichtkontrolle machen. Aber zumindest kann er grob sagen: Wenn du dieses Haus kaufen willst, mach dir klar, dass in etwa fünf Jahren ein neues Dach fällig wird – oder, dass man die Fenster erneuern sollte, bevor man die angedachte neue Heizungsanlage einbaut. Wenn man nicht dreimal anfangen will zu sanieren und ein Gerüst aufzustellen, sollte man ja auch auf Synergieeffekte achten. Außerdem muss man den Sanierungsbedarf natürlich auch bei der Finanzierung im Blick haben. Gebrauchte Immobilien sind vielleicht eine Ecke günstiger – aber man sollte da schon einberechnen, welcher Kostenbatzen noch dazukommen kann, wenn man alles so auf Vordermann bringt, wie man es haben will. Ein Vorteil bei Bestandsbauten: Man kann – und sollte – natürlich schon mal die Nachbarschaft anschauen, die Einkaufsmöglichkeiten ums Eck, die Vereine. Zieht man ins Neubaugebiet, weiß man hingegen gar nicht, was man später wirklich bekommt. Sie raten in Ihrem aktuellen Buch, sich vor dem Kauf einer Wohnung im Mehrfamilienhaus die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung zeigen zu lassen. Was erfährt man aus denen denn Spannendes? Beuler: Man erfährt, wie dieses Haus geführt wird, welche Kultur dort herrscht und wie die Eigentümer zusammenleben. Wenn in einem Mehrparteienhaus Eigentümer und Mieter wohnen, dann gibt es meist automatisch Konflikte. Die Eigentümer, die in dem Haus leben, wollen es vielleicht möglichst schön haben und besonders viel Geld ausgeben für das Eigentum, also zum Beispiel die Fassade alle fünf Jahre streichen oder den Garten gestalten lassen und gepflegt halten. Die Investoren, die die Wohnung an Mieter vermieten, sind vielleicht eher an einer hohen Rendite interessiert. Das heißt, ob der Gärtner kommt, ist ihnen dann egal. Schaut man sich die Protokolle an, sieht man, wie solche Punkte ausdiskutiert werden und wie die Zusammensetzung der Eigentümer aussieht. Ein Tipp: Achten Sie vor allem auf den Punkt Sonstiges im Protokoll. Da können alle noch mal ein Gesprächsthema eröffnen. Wenn der Punkt textlich länger ist als alle anderen besprochenen Punkte zuvor, dann auf jeden Fall Finger weg. Dann gibt es Konfliktpotenzial. Interview: Jessica Kliem, dpa i Zur Person: Tobias Beuler ist Bausachverständiger, Bau-Influencer und SPIEGELBestseller-Autor. Passt der Grundriss zu unseren Bedürfnissen? Muss das Dach bald neu gemacht werden? Wer eine Bestandsimmobilie kauft, muss unbedingt Fragen wie diese klären. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn Kröninger Straße 1 · 84166 Adlkofen info@kaspar-immo.de · www.kaspar-immo.de 0 87 07 / 9 39 94 93 Sieglinde Kaspar Gemäß ISO/IEC 17024 zertifizierte Sachverständige für Immobilienbewertung, ZIS Sprengnetter Zert (S)
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