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Welche Kulturpflanzen kommen mit wenig Wasser zurecht und welche Anbauverfahren helfen dabei, Erträge auch unter schwierigen Bedingungen zu sichern? Antworten auf diese Fragen gab die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bei ihrem Feldtag am „Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen“ in Schwarzenau. Die gewonnenen Erkenntnisse reichen in ihrer Bedeutung über die Region hinaus und sind angesichts zunehmender Trockenperioden für die Landwirtschaft relevant. Die seit März anhaltende Trockenheit und der Hitzesommer machten deutlich, dass künftig Anpassungen in der Landwirtschaft erforderlich sind. Auf den Versuchsflächen der LfL wurden deshalb neue Kulturarten und wassersparende Anbauverfahren unter Praxisbedingungen erprobt. Beim Feldtag standen unter anderem Perlhirse, Augenbohne und Erdnuss sowie der Mischanbau von Sorghumhirse und Mais sowie der Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft und verschiedene Verfahren der Direktsaat im Mittelpunkt. Perlhirse für trockene Standorte Nur wenigen ist die aus Afrika stammende Getreideart Perlhirse bekannt. In vielen Ländern des Globalen Südens zählt sie zu den Grundnahrungsmitteln, während sie etwa in den USA und Brasilien vor allem als Futterpflanze angebaut wird. Wie die Versuche im Projekt „FutureCrop“ zeigen, lässt sich Perlhirse auch unter den hiesigen Bedingungen erfolgreich anbauen. „Sie kann vor allem auf schwachen Standorten und in Trockenjahren wie 2026, die es in Zukunft sicherlich wieder und vielleicht auch öfter geben wird, zu einer Alternative auf dem Acker werden“, erklärt Projektleiter Dr. Klaus Fleißner. Die glutenfreie Perlhirse ist reich an Nähr- und Mineralstoffen und kann vielseitig in der menschlichen Ernährung eingesetzt werden. Darüber hinaus eignet sie sich für die Tierfütterung. Das Korn kann in der Geflügel- und Schweinehaltung verwendet werden, während die ertragreiche Grünmasse als Futter für Rinder dient. Aufgrund ihres schnellen Wachstums kann Perlhirse außerdem als Zweitfrucht nach Winterkulturen hohe Biomasseerträge liefern. Kulturpflanzen aus Afrika als Option Als besonders robust gegen Hitze und Trockenheit zeigte sich das Reihenmischkulturen-System mit Sorghumhirse und Mais. Durch den reihenweise versetzten Mischanbau können vor allem in Trockenjahren Ertragsverluste von Mais durch Sorghum kompensiert werden. Die KulturPflanzengesundheit, den Bodenbedeckungsgrad und die Verunkrautung, sondern kann auch als Grundlage für die teilflächenspezifische Düngung oder Spot Spraying dienen“, erklärt LfL-Drohnenexperte Benjamin Beeh. Darüber hinaus führte man auch den Einsatz der Sprühund Streudrohne „Agras T25“ vor, die Landwirte unter anderem zur Vorernteaussaat von Zwischenfrüchten nutzen können. Ergänzend zeigten Wärmebildaufnahmen den Einfluss unterschiedlicher Bodenbearbeitungsverfahren auf die Bodentemperatur. Zwischen intensiv bearbeitetem und unbearbeitetem Boden wurden dabei Temperaturunterschiede von bis zu zehn Grad sichtbar. Direktsaat für Trockenregionen Zum Abschluss des Feldtags erläuterte Stefan Heilmann, Projektmitarbeiter im Projekt „MuD-IPB“ (Modellund Demonstrationsvorhaben: Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau), im Rahmen einer Direktsaatvorführung die Vorteile dieses Anbauverfahrens für Trockenregionen. Dabei hob er die Bedeutung einer aktiven Bodenbiologie und einer dauerhaften Bodenbedeckung hervor. Mit einer Zinken- und einer Scheibenscharmaschine wurde beim Feldtag eine Zwischenfrucht direkt in die Getreidestoppel sowie im „Planting-Green“-Verfahren in einen stehenden Hirsebestand eingesät. (red) pflanze aus Afrika kann als Tierfutter aber auch als Lebensmittel für Menschen eingesetzt werden. Durch ihr intensives Wurzelsystem und der Wachsschicht am Stängel ist Sorghumhirse bestens an Trockenheit und Hitze angepasst. „Das resiliente Anbausystem sichert Erträge in Trockenjahren und sorgt gleichzeitig für ein erweitertes Erntefenster bei der Silonutzung“, erklärt Johannes Beyer, Leiter des Trockenforschungszentrums in Schwarzenau. Im Projekt „FutureCrop“ untersucht das Forschungszentrum neben verschiedenen Hirsearten weitere wärmeund trockenheitsverträgliche Kulturen. Dazu zählen unter anderem Erdnuss, Augenbohne und Sesam. Besonders die Augenbohne könnte für die Landwirtschaft in trockenen Regionen interessant werden: In Afrika ist sie seit Langem ein Grundnahrungsmittel und liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Unter geeigneten Bedingungen könnte sie künftig auch in Bayern als mögliche Alternative zum Sojaanbau in Betracht kommen, erklärt Projektmitarbeiter Jakob Kunzelmann. Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft Auch der Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft war Thema des Feldtags. Dabei demonstrierte man vor Ort, wie mithilfe der Multispektralkamera eine NDVIKarte erstellt werden kann. „Diese Karte ermöglicht nicht nur Rückschlüsse auf die Die Direktsaat bietet Vorteile bei Trockenheit, da sie den Boden schont und hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren. Foto: Johanens Beyer/LfL
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Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik neue Wege, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, Tiergesundheit zu überwachen und Ressourcen gezielter einzusetzen. Gesunde und leistungsfähige Tiere sind die Grundlage eines wirtschaftlichen Betriebs. Sie verursachen weniger Verluste sowie Krankheiten, benötigen weniger Behandlungen und können ihre Leistung stabiler erbringen. Damit verbessert sich zugleich die Nutzung der eingesetzten Ressourcen. Besonders deutlich zeigt sich dies in der Milchviehhaltung. Kühe haben einen vergleichsweise hohen Erhaltungsbedarf. Steigt die Milchleistung je Tier, verteilt sich dieser Bedarf auf eine größere Milchmenge. Dadurch sinken auch die auf das Kilogramm Milch bezogenen CO2-Äquivalente. Höhere Leistung und Ressourceneffizienz können somit miteinander verbunden werden. Auch in der Schweinehaltung steht die Tiergesundheit im Mittelpunkt. Frühzeitige Krankheitserkennung, kontinuierliche Überwachung und ein sehr gutes Herdenmanagement können Verluste reduzieren, den Aufwand senken und die biologische Leistung stabilisieren. Digitalisierung schafft Effizienzpotenziale Sensoren, Kameras und digitale Herdenmanagementprogramme ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Tiere und unterstützen die tägliche Betriebsführung. Automatische Systeme zur Gesundheits-, Aktivitäts- und Verhaltensüberwachung können Veränderungen erkennen, die dem Menschen möglicherweise erst später auffallen. Besonders groß ist das Potenzial, wenn verschiedene Systeme miteinander vernetzt werden. Werden Sensor- und Kameradaten mit Herdenmanagementprogrammen zusammengeführt, entstehen aktuelle Entscheidungshilfen für die Betriebsleitung. Entscheidungen können dadurch kontinuierlich datenbasiert getroffen werden, anstatt Entwicklungen erst im Nachhinein zu analysieren. KI als entscheidender Produktivitätstreiber Künstliche Intelligenz erweitert die Möglichkeiten digitaler Systeme. Sie kann große Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Veränderungen frühzeitig sichtbar machen. Besonderes Potenzial besteht bei der Früherkennung von Krankheiten. Da der Tierhalter nicht rund um die Uhr im Stall sein kann, können KI-Systeme Sensorund Bilddaten kontinuierlich auswerten. Veränderungen bei Bewegung, Fressverhalten oder Aktivität lassen sich erkennen, auch wenn niemand vor Ort ist. Kameras und KIgestützte Videoanalysen können etwa das Bewegungsverhalten der Tiere auswerten und Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand geben. Robotik entlastet Mensch und Betrieb Robotergestützte Automatisierung übernimmt zunehmend wiederkehrende Tätigkeiten wie Melken, Füttern und Entmisten. Dadurch werden Arbeitskräfte entlastet zen viele Milchviehbetriebe weiterhin auf klassische Futtermischwagen. Denn automatische Systeme sind deutlich teurer, benötigen teilweise spezielle Stallsysteme und lassen sich später nur schwer umrüsten. Investitionen müssen daher immer zu den betrieblichen Bedingungen passen. Tierwohl und Produktivität Tierwohl und Produktivitätssteigerung sind keine grundsätzlichen Gegensätze. Gesunde Tiere sind leistungsfähiger, verwerten Futter besser und verursachen weniger Verluste. Verbesserungen bei Tiergesundheit, Fütterung, Stallklima und Tierbeobachtung können deshalb gleichzeitig das Tierwohl und die Wirtschaftlichkeit fördern. Entscheidend ist daher die richtige Balance zwischen Tierwohl, biologischer Leistung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Nachhaltige Produktivitätssteigerung bedeutet nicht maximale Leistung um jeden Preis, sondern eine ausgewogene Entwicklung. Die zunehmenden Anforderungen machen eine isolierte Betrachtung einzelner Maßnahmen immer schwieriger. Gefragt sind gesamtbetriebliche Haltungskonzepte, in denen bauliche, technische und organisatorische Entscheidungen zusammenpassen. Die Zukunft der Tierhaltung liegt damit nicht in einer einzelnen Technologie. Entscheidend ist das Zusammenspiel von gesunden Tieren, effizienter Fütterung, gutem Herdenmanagement, optimierter Arbeitsorganisation und passenden technischen Lösungen. (red) und Freiräume für andere wichtige Aufgaben geschaffen. Ein wesentlicher Treiber ist dabei aber auch der Fachkräftemangel. Automatische Melksysteme übernehmen einen erheblichen Teil der täglichen Routinearbeit und reduzieren die Abhängigkeit von qualifiziertem Personal. Gleichzeitig erfassen sie Daten zu Milchmenge, Milchqualität und Tierverhalten, die für das Herdenmanagement genutzt werden können. Nicht jede Automatisierungslösung ist jedoch automatisch wirtschaftlich überlegen. Bei der Fütterung setDigitale Technologien können dabei helfen, die Gesundheit der Kühe besser zu überwachen und das Herdenmanagement zu verbessern. Foto: Imago/diebildwerft
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Das Autohaus steht für persönliche Beratung, langjährige Erfahrung und fachliche Kompetenz – auch bei Fremdfabrikaten. Gerade in der landwirtschaftlich geprägten Region rund um Straubing und den Gäuboden sind zuverlässige und flexible Fahrzeuge gefragt. Ob Fahrten zwischen Hof und Feld, Besorgungen bei Lieferanten oder Termine im regionalen Umfeld: Ein elektrisches SUV kann den betrieblichen Fuhrpark sinnvoll ergänzen. Der Suzuki e Vitara ist mit zwei Batteriegrößen erhältlich. Die Einstiegsversion mit 49-Kilowattstunden-Batterie leistet 144 PS und erreicht eine Reichweite von bis zu 344 Kilometern nach WLTP. Die Variante mit 61-Kilowattstunden-Batterie und Frontantrieb bietet 174 PS und bis zu 426 Kilometer Reichweite. Das Topmodell e Vitara ALLGRIP-e verfügt über zwei Elektromotoren und elektrischen Allradantrieb. Mit 183 PS und bis zu 395 Kilometern WLTP-Reichweite bietet es zusätzliche Traktion – gut geeignet bei wechselnden Witterungsbedingungen und auf unbefestigten Zufahrten im ländlichen Raum. Moderne Ergänzung für den Fuhrpark Besonders für landwirtschaftliche Betriebe mit planbaren Fahrstrecken und eigener Lademöglichkeit kann der e Vitara nützlich sein. Für das Autohaus Otto Griesbeck in Straubing-Ittling schließt sich damit ein Kreis: Eine Marke, die den Familienbetrieb seit Jahrzehnten begleitet, bringt ihr erstes vollelektrisches Modell auf die Straße – auch für die Mobilitätsanforderungen der Landwirtschaft. Der elektrische Allradantrieb des „e Vitara“ sorgt für zusätzliche Traktion. Foto: Suzuki Suzuki e Vitara eAxle Allgrip-e Comfort+ (61 kWh-Batterie) Verbrauchswerte: Energieverbrauch kombiniert: 16.6 kWh/100 km, Co2-Emissionen: 0 g/km; CO2-Klasse: A. Autobahnen für Wurzeln Künstliche Regenwurmgänge erleichtern den Weg in die Tiefe Wo der Regenwurm fehlt, hilft neuerdings die Technik nach: Am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz zeigen erste Versuche, dass künstlich gestochene, vertikale Gänge nach dem Vorbild von Regenwurmgängen die Durchwurzelung und Bodengesundheit verbessern. In zwei Feldversuchen stiegen die Erträge auf Getreidefeldern um bis zu 15 Prozent. Metallstangen statt Regenwürmer Der Grund: „Die Gänge sind eine Art Überlebensversicherung für Pflanzen in Dürreperioden“, sagt Axel Don vom Thünen-Institut für Agrarklimaschutz. Unter Leitung des Bodenexperten haben Wissenschaftler dort die weltweit erste Feldstudie zu künstlichen Regenwurmgängen durchgeführt. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Plant and Soil“ erschienen. Dafür stachen sie mit Metallstangen zusätzlich zu den rund 60 natürlichen Regenwurmgängen pro Quadratmeter weitere 100 künstliche Gänge 80 Zentimeter tief in den Boden. Schon vier Monate später waren 86 Prozent davon von Wurzeln durchzogen. „Die Wurzeln nutzen diese Gänge wie Autobahnen, um tiefere Bodenhorizonte zu erreichen. Dort kommen sie an zusätzliche Wasser- und Nährstoffressourcen“, erklärt Projektleiter Don. Während seiner Forschungsarbeiten hat er beobachtet, wie sich Wurzeln in natürlichen Regenwurmgängen einen Weg in die Tiefe bahnen. Das brachte ihn auf die Idee, insbesondere dort künstlich nachzuhelfen, wo der Boden stark verdichtet ist. An erster Stelle sollten aber die Förderung der Regenwürmer und der vorsorgende Bodenschutz stehen, um Schadverdichtungen im Boden zu vermeiden. Verdichtete Böden als Hindernis Denn je stärker verdichtet der Boden ist, desto wichtiger werden die natürlichen oder künstlichen Gänge. Nur rund 30 Prozent der Wurzeln heutiger Kulturpflanzen erreichen überhaupt den Unterboden. Dieser beginnt ungefähr in 30 Zentimetern Tiefe. Zudem sind bei ungefähr der Hälfte der deutschen Ackerböden Teile des Unterbodens so verdichtet, dass sie das Wurzelwachstum behindern. Die künstlich in den Boden gestochenen Regenwurmgänge bahnen den Wurzeln einen Weg durch die verdichteten Zonen. Und: Insbesondere in lehmigen Böden bleiben diese Gänge lange stabil. (red) Eine Reihe mit künstlichen Regenwurmgängen Foto: Thünen-Institut/Elron Wiedermann
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